Warum derart krass andere Results NL25 -->NL50

    • TomDurrer
      TomDurrer
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 203
      Hei Leute!

      Ich bin nun schon seit geraumer Zeit ein ps.de member und bei meinen zahlreichen Aktivitäten in und um Poker ist dies immer meine "Basis" geblieben.

      Zur Situation:

      Ich bin dank ps.de, CR und einigen CG-büchern zum soliden shorthanded Spieler geworden, soweit ich das auf ca. 75k Hands NL20 SH und Nl25 SH erkennen kann.



      Die gemessene winrate liegt dort auf astronomischen 6,83BB/100, ich bin aber sicher, dass meine reale winrate darunter liegt.

      Stats NL20/25: ich spiele 18/12.5/4.3/2.9/23.8/52.3/ VPIP/PFR/3-bet/AF/WTSD%/W$SD%

      Ich habe nun bereits 3 oder vier mal versucht, NL50 SH zu wechseln, was ja nach dem Urteil anderer ps.deler ein vergleichbares limit sei. Ich aber habe es jedesmal geschafft, negativ zu laufen und wieder auf NL25 runterzugehen.




      Interessant ist, dass meine ersten Shotts durch Tiltprobleme im Bereich Metagame beendet wurden: "NL50 ist aggressiver, da wird mehr ge3bettet, also muss ich auch mehr defenden und kann auch looser restealen." Das und teure falsche Postflop Entscheidungen beendeten die ersten 2 Shotts (hands 0-10k).

      Ich ging zurück auf NL25 SH, machte mein solides Valuepoker, Theoriebüffeln und HH-posten (das vielleicht am wenigsten häufig) kam dann mit 1400$ zurück auf NL50 SH, dieses Mal mit einem solideren Mindset (Hände 10k-22k).

      Ich hatte mich einigermassen eingelebt, als ich 2-3 mal durch marginale Postflop-Entscheidungen 200+ BB's deep die varianzreichen Pushes/calls anstatt die varianzarmen folds gewählt habe...

      Diese Spots haben mich dann (zum Glück nicht an den Tischen, sondern nach dem leave) massiv getiltet, ich habe mich (vielleicht zu unrecht?) entschieden, alles bis auf 625$ aus zu cashen und erneut auf NL25 durchzustarten.

      ich habe mir zum Ziel gesetzt, innert ca. 50k Hands mit einer BR von 1,4k$ dazustehen um es ein weiters Mal zu versuchen. Mein langfristiges Zeil ist es, auf NL200 SH winning player zu werden.

      Stats NL50: ich spiele 17/12.2/3.22/4.9/24.1/49.1/ VPIP/PFR/3-bet/AF/WTSD%/W$SD%

      Zu meiner Frage:

      Wie mache ich den besten Fortschritt innerhalb der nächsten 50k hands?

      Ich will einerseits möglichst schnell die Hände abspielen (deswegen idr 6 Tische), doch fürchte ich, dabei keine spielerischen Fortschritte mehr zu machen, was mir beim nächsten Shott erneut schaden könnte.

      Zu meinen Stats und Leaks:

      Ich sehe noch ein leak im Verhältnis zw. VPIP und PFR, letzterer sollte höher sein. Ich calle gerne nur nen PFR mit 22-88, um auf Setvalue zu spielen, was wohl später stark exploitable wird (squeezers).

      Sollte ich selbst IP mehr squeezen? Wenn ja, welche Hände gegen welche Gegner?

      Was mir weiter zu denken gibt, sind die WonwithoutSD-lines: Ich könnte dort sicher mehr Geld gewinnen, wenn ich mehr Druck auf die Gegner aufbauen würde. Wie beeinflusse ich dies am besten?

      Schliesslich: Mache ich mir vlt. einfach zu viele Gedanken? Immerhin wäre ich wohl immernoch auf NL50 SH, wenn ich mich konzequent aus dem Deepstackplay rausgehalten hätte. Vielleicht muss ich mein Spiel gar nicht grundlegend umstellen, sondern nur punktuell darauf achten VPIP und PFR näher zusammen zu bringen.

      Ich würde einige Comments/Empfehlungen/Lob oder Tadel sehr schätzen, solange es konstruktiv ist und mich auf meinem Weg unterstützt.

      Danke!
  • 8 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hallo TomDurrer,

      Du postest hier einen klassischen Beitrag für die Sorgenhotline, weswegen ich den Thread dorthin verschoben habe.

      Zu Deiner Frage, ob Du Dir zuviele Gedanken machst: Wie ich das sehe, setzt Du Dich analytisch mit Deinem Spiel auseinander. Das sollte ja auch so sein, daher würde ich Deine Frage unmittelbar verneinen.
      Genau kann man das jedoch besser sagen, wenn man z.B. durch ein U2U-Coaching oder ein Video gesehen hat, wie derjenige wie und warum spielt und welche Gedanken er sich dabei macht.
      Ein Beispiel: Wenn sich jemand viel mit der Pokertheorie auseinandersetzt und sich während des Spiels auf NL10 Gedanken über 3rd-/4th-Level-Thinking macht, dann führt das sicherlich zu weit, aber das lässt sich mit den Infos, die Du uns gibst, so leider nicht feststellen.

      Viel Erfolg für die Zukunft! :)
    • Elazul
      Elazul
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 2.068
      Auch wenn ich keinen Plan davon habe, wie ein vernünftiger Non-SD-Winnings-Graph verlaufen muss, sieht das bei dir irgendwie nicht wirklich toll aus.

      Zu dem VPIP/PFR-Verhältnis: Das muss noch was anderes sein, als nur kleine PP, die du auf einen raise callst. MAche ich auf NL25 SH selbst so, dazu limpe ich auch mal gerne SC und raise kleine PPs ooP nicht gegen limper sondern complete nur und ich spiele trotzdem 15.3/12.5.

      Deinen AF finde ich auch ewas niedrig mit 2.9. Ich habe 3.8 und fahre damit eigentlich ganz gut, habe aber keine Ahnung, wo der AF bei SH so im Idealfall liegen sollte, vll.t kann sich da jemand mit mehr Erfahrung dazu äußern.

      3betten kannst du imo auch etwas öfter, auch wenn ich das jetzt eher weniger schlimm finde. 3 % ist halt der Wet, mit dem du wirklich nur Standard-3bets machst, da liegst du mit 4.3 nicht allzu weit drüber. Also einfach mal mehr restealen gegen aggressive CO- und BU-openraiser und loosere Spieler iP auch mal etwas lighter 3betten.

      Zum squeezen: Squeezeplay ist ja ein Platin-Artikel und ich bin immer noch der Meinung, dass man sowas auf den unteren limits nicht braucht bzw. es nicht profitabel ist, weil die Leute zu wenig folden. In perfekten Situationen (TAG opened von MP, anderer TAG cc am CO, du sitzt am BU), kannst du vllt. mal squeezen, ansonsten würde ichs damit nicht übertreiben.

      Und dass du das tilten abstellen musst, weißt du wohl selbst am besten. ;)

      Ansonsten: Kopf hoch, wird schon wieder. Hast NL25 SH ja gut gebeatet und teilweise sind es nur kleine Veränderungen am eigenen Spiel, die letztendlich ausreichen, um dich zum winning player zu machen.
    • TheLegend142
      TheLegend142
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 2.220
      Ich weiß immer noch nicht, wie man soo tight SH spielen kann. Versuch mal nen bißchen mehr zu stealen, ist das was mir jetzt einfällt. Muss ja nicht gleich >50% sein, aber so um die 30% sollte das schon sein. Dann geht auch dein PFR hoch.
    • TomDurrer
      TomDurrer
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 203
      danke für die Tipps, werde das zu implementieren versuchen. V.a das aufloosen des PFR gegen späte Positionen.

      Aber verzweifelt bin ich nicht, lasse auch den Kopf nicht hängen, ist mehr ein Punkt, den ich mal durch andere betrachtet haben wollte. Deswegen eher ein Selbstmanagment Prob als eine echte "Sorge".
    • TomDurrer
      TomDurrer
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 203
      Ich versuche dem Thread nochmal neun neuen Impuls zu geben...

      Ich habe in den letzten Session gezielt nur noch 3-4 anstatt 6 Tische NL25 Sh zu spielen. Ich glaube da neue Erkenntnisse ziehen zu können:

      vergleicht folgende Graphen, insbesondere Showdown winnings:

      1. 6-Tabling, 16/13er Stats (vor der Table-reduktion), willkürlich ausgewählt



      2. 3-4 Tabling 22/18er Stats (nach aufloosen)



      3. Der Graph für den ganzen Monats, hier gehts um die Einordnung der Veränderung in den Trend des Monats...




      Scheint doch massiv den Unterschied auszumachen. Meine hourly stieg trotz (bzw. wegen) der Tischreduktion beträchtlich (i know, no samplesize, aber Trend) und der Stylewechsel geht wie von selbst, rein dadurch dass ich mehr Aufmerksamkeit für die Action an den Tischen, für Dynamik und Playernotes habe.

      Was denkt ihr, komplett auf den 22/18er Style wechseln, Tischanzahl konstant reduzieren und gut ist, oder werde ich auch noch die andere Seite des varianzreicheren Stils kennen- und fürchten lernen?
    • rextyrann
      rextyrann
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 548
      solltest dich nicht auf ein style festlegen da es abhg is auf was für nem table du bist. deine stats sollten sich an den gegnern anpassen. sprich: looser spielen gegen nits und tighter gegen loose.

      aber man sieht halt dass du mit weniger tischen deine nonshowdownwinnings bei be hälst was ein gutes zeichen is. vlleicht investierst du einfach bei zu vielen tischen mehr in marginale hands um sie dann nur zu folden. währen du mit weniger halt dann besser spots erkennst um zu moven und die kleinen pötte vor dem showdown mitzunehmen.

      ansonsten denke ich isses am besten wie schon oben empfohlen dir paar mitstreiter zu suchen und u2u sessions zu machen mit weniger tischen bis du dir ganz sicher bist mit deinem play und wann du warum was machst. danach kannst du die tischanzahl langsam erhöhen/bzw. die limits hochgehen ;) .

      viel erfolg auf jeden fall!


      PS: hab nirgendswo lesen können auf welcher site du bist. das is manchmal auch ausschlaggebend was fürn style eher gängig is.
    • TomDurrer
      TomDurrer
      Bronze
      Dabei seit: 16.09.2007 Beiträge: 203
      Full Tilt...
      Denk mal eine Seite mit mindestens durchschnittlicher Kompetition... Suche mir stets Tische mit hohen Players/Flop und tiefen H/hour Werten, denn setz ich mich links von den nicht Fullstacked Players, weil die oft fishy sind. Da fahr ich dann ganz gut mit.

      u2u... Dann sollte ich mir wohl mal nen neues Headset orgen, wie in den alten WoW Zeiten. Leider hab ich nen mühsamen Nachbar hinter einer allzu ringhörigen Zimmerwand und die Tendenz, zu oft während der Nachtruhe zu "arbeiten" :-(
    • tobox
      tobox
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 444
      moin

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