Limpen an loose-passiven Tischen

    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Hab mir grad mal meine Stats angesehen und auf einer Seite (Everest) komme ich auf 22/11 (VPIP/PFR; SH). Natürlich ist die Differenz eigentlich viel zu groß, aber ich frage mich, ob das ganze nicht sehr profitable ist in diesem Fall. Ich habe mir nämlich angewöhnt an loose-passiven Tischen (teilweise kein Gegner mit PFR >5) vieles einfach auch nur mitzulimpen. Die 11% PFR sind normal für mich, da hab ich nichts geändert, nur limpe ich halt viele Hände mit die ich normal folde. Bisher (17k hands) war das sehr erfolgreich und ich habe den Eindruck, die hohen Imlied Odds gut nutzen zu können.
      Was meint ihr? macht das Sinn, an solchen Tischen ebenfalls mehr zu limpen oder sollte man sich das eher nicht angewöhnen?
  • 13 Antworten
    • moarsi
      moarsi
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2006 Beiträge: 1.620
      würde mit den händen, dann eher isolieren (raisen) als mitlimpen...
    • stylus20
      stylus20
      Black
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 9.020
      würde nicht auf die idee kommen firstin zu limpen, raise einfach value hände und bet sie durch. kannst ja evtl deine openraising rangen anpassen, kapieren so braindead monkeys sowieso nicht.
    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      also first-in limpe ich eigentlich relativ wenig, eigentlich nur SCs an ganz passiven Tischen, an denen ich quasi nie ein raise bekomme.

      Das Problem mit dem isolieren ist, dass ich in der Regel zu viele Caller bekomme und mir damit ja auch die implieds versaue. Typische Hände die ich mitlimpe sidn halt T7s oder K5s oder 76o... Damit will ich ja nicht unbedingt in nem 3-handed Pot postflop sein.
      Ich habe halt gemerkt, dass ich diese LP-Spieler Postflop selten aus der Hand bekomme, aber dafür relativ oft stacken kann, wenn ich richtig treffe, deshalb diese Anpassung...
      Meint ihr, dass ich das lieber sein lassen sollte?
    • potpeet
      potpeet
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 127
      Finde ich gut. Donke selber bei everest. Und es macht einem das Leben teilweise leichter. Hände wie 86s hinterherzulimpen. Wenn man hart trifft kann man leicht die fishe stacken. Auf jeden Fall angenehmer als mit 3 stations am flop ohne hit zu sein.

      Und wenn es für dich gut klappt warum nicht. Man muss ja nicht immer so spielen wie es andere vormachen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      An SH-Tischen gewinnt man das meiste durch Aggressivität und loose Calldowns gewisser Gegner. Daher solltest du versuchen, so häufig wie möglich die Initiative inne zu haben.

      Gibst du dir gegen viele Spieler kaum Foldequity, kann man sicherlich auch mal kleine Pps oder SCs in Position mitlimpen, das sollte aber eher eine Ausnahme sein und nicht dazu dienen, 22/11 Stats zu rechtfertigen. ;)

      Das ist einfach viel zu viel was du da mitlimpst...
    • potpeet
      potpeet
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 127
      Gegen monsterfishe ist das auf jeden Fall rentabel. 45o+ Q6s+ 45s+ A2s+

      Ich laufe auch 19/11 . Mit sehr guten results.
    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Original von MiiWiin
      An SH-Tischen gewinnt man das meiste durch Aggressivität und loose Calldowns gewisser Gegner. Daher solltest du versuchen, so häufig wie möglich die Initiative inne zu haben.

      Gibst du dir gegen viele Spieler kaum Foldequity, kann man sicherlich auch mal kleine Pps oder SCs in Position mitlimpen, das sollte aber eher eine Ausnahme sein und nicht dazu dienen, 22/11 Stats zu rechtfertigen. ;)

      Das ist einfach viel zu viel was du da mitlimpst...
      Ok, mal umgekehrt: Warum ist es schlecht, z.B. T8s an nem extrem passiven Tisch in MP zu limpen (UTG limpt auch)? Ich kriege vielleicht maximal jedes 3. Mal hinter mir nen Raise, eher seltener. Wenn ich treffe, werde ich sehr oft ausbezahlt... als Treffer zähle ich natürlich nur Straights, Flushs (und evtl. Draws) oder mindestens Two Pair

      Wie gesagt, das soll keine NL200+ Expert-Strategie sein, sondern eine Möglichkeit, noch mehr Geldaus den Fischen rauszubekommen
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.566
      Man sollte pre-Flop raisen, weil die Gegner oft pre callen und am Flop fit or fold spielen, sodass man das Pre-Geld einsacken kann.
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      raise ist doch viel besser, weil du auch oft den pot pre mitnimmst oder mit conti, auch ohne hit, und wenn man mal gut trifft, is auch gleich mehr geld drin
    • 2plus2is4
      2plus2is4
      Black
      Dabei seit: 20.05.2008 Beiträge: 4.335
      mitlimpen ist sicherlich etwas, was man gegen fische durchaus machen kann.
      ich bin wohl einer der wenigen die sowas nicht grundsätzlich ausschließen und auch ab und zu selbst tun.
      nur ich denke hier im forum findest du wenig anhänger, einfach weil so etwas hier nie gelehrt wurde, sondern stets davon abgeraten.
      ich finde aber auch man sollte, besondern in position, viele pötte gegen fische spielen - und mitlimpen bewirkt genau das.

      noch ne interessante strategie bei häufigen isolierern nach einem:
      fisch limpt, du limpst eine starke hand, jemand isoliert, fisch callt, du 3bettest mit sehr viel dead money im pot und benutzt eine line bei der dir niemand was abnimmt.. ;)
    • chessmasterD
      chessmasterD
      Black
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 2.385
      Openlimps finde ich grundsätzlich falsch, weil man die Initiative abgibt, sich die Möglichkeit nimmt die Blinds ohne Gegenwehr einzusammeln und seine Hand als grundsätzlich schwach definiert.

      Damit limpt behind > raise ist, müssen einige Bedingungen gegeben sein.
      - Deine Hand: soll sich in limped pots gut spielen, SCs, 22-66, Axs
      - Die Gegner: passive Calling stations. Je mehr sie auf raises preflop folden
      oder auf die cbet, desto profitabler ist ein Raise.

      ok, die obigen Faktoren wurden hier ja schon genannt. Ein ganz wesentlicher Aspekt, der nicht erwähnt wurde, sind die effektiven Stacksizes.
      - kleiner stack -> limp > raise
      - großer stack -> limp < raise

      Es macht obv keinen Sinn mit 87s zu raisen wenn 2 Fische mit,sagen wir, 25bb vor die gelimt haben. Wenn beide callen, ist der Pot am Flop um die 20bb groß und sie haben genausoviel left. So nimmt man einer Hand, die von Implied Odds lebt, eben diese weg.

      Dagegen bei 150bb Stacksize würde ich die Hand 100% gegen die beiden raisen, damit der Pot schon am Flop etwas größer ist und ich sie bei nem Hit stacken kann. In einem limped Pot würde sich das aber sehr schwer gestalten lassen.
    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Original von chessmasterD
      Openlimps finde ich grundsätzlich falsch, weil man die Initiative abgibt, sich die Möglichkeit nimmt die Blinds ohne Gegenwehr einzusammeln und seine Hand als grundsätzlich schwach definiert.

      Damit limpt behind > raise ist, müssen einige Bedingungen gegeben sein.
      - Deine Hand: soll sich in limped pots gut spielen, SCs, 22-66, Axs
      - Die Gegner: passive Calling stations. Je mehr sie auf raises preflop folden
      oder auf die cbet, desto profitabler ist ein Raise.

      ok, die obigen Faktoren wurden hier ja schon genannt. Ein ganz wesentlicher Aspekt, der nicht erwähnt wurde, sind die effektiven Stacksizes.
      - kleiner stack -> limp > raise
      - großer stack -> limp < raise

      Es macht obv keinen Sinn mit 87s zu raisen wenn 2 Fische mit,sagen wir, 25bb vor die gelimt haben. Wenn beide callen, ist der Pot am Flop um die 20bb groß und sie haben genausoviel left. So nimmt man einer Hand, die von Implied Odds lebt, eben diese weg.

      Dagegen bei 150bb Stacksize würde ich die Hand 100% gegen die beiden raisen, damit der Pot schon am Flop etwas größer ist und ich sie bei nem Hit stacken kann. In einem limped Pot würde sich das aber sehr schwer gestalten lassen.
      Genau das meinte ich! Meine Line bezieht sich ausschließlich auf Tische mit absoluten Callingstations. Da hab ich preflop keine FE und am Flop auch nicht, da sie da noch recht häufig c/c spielen um dann wenn überhaupt am Turn action zu machen, wenn die Hand für mich einfach schon zu teuer ist. ICh will es gegen solche Gegner doch vermeiden, am Turn mit T8s ohne Treffer in nem 30BB Pot zu sein
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich hatte ja bereits gesagt dass das Mitlimpen in Position durchaus möglich ist. Aber gerade first-in solltest du das vermeiden. Es gibt auch keine Calling Stations die Preflop alles callen und immer am Flop callen. Das zieht man bei solchen Argumentationen immer gerne hinzu, würden wir aber davon reden wie häufig du bspw. mit einem Set oder einer gefloppten Straight ausbezahlt wirst, dann spielen diese Spieler auf einmal nur die Nuts am Flop weiter und folden alles andere. ;)

      Zudem wirds recht schwer im unraised Pot ausbezahlt zu werden, mit drei normalen Valuebets kommst du da nicht weit. Willst du also einen Gegner stacken, muss da Preflop schon die Action her.

      Und ich sage es noch einmal, gegen wirklich sehr loose Spieler an loosen Tischen ist ein mitlimpen natürlich denkbar, aber first-in sollte man entweder raisen oder folden.