Frage zum ORC

    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.153
      Das ORC gibt ja an, mit welchen Händen ich openraisen kann, also ne Edge gegen die Spieler hinter mir habe.


      Allerdings wird da ja auch dead money der blinds mit einbezogen und je später die Position, desto weniger Equity haben die schlechtestenOpenraisinrangehände gegen die Hände der folgenden Gegner oder?


      Also muss ich ja auch beim openraisen auf die stats der Gegner achten!!? Wenn ich zB. im SB sitze mit T6o, dann reicht das ja nur deshalb für ein raise, weil man davon ausgeht, dass im BB ein TAG sitzt, der viele Hände folden wird, wir sind also darauf aus, den Big Blind direkt oder mit der contibet am flop mitzunehmen, aber wir wollen ja gar nicht, dass er callt. Wir pushen also mit dieser Hand gar nicht unsere Equityedge, sondern stalen nur.


      Wenn wir zB. AQo in MP2 haben, dann raisen wir deswegen, weil wir unseren Equityvorteil vergrößern wollen und das raise ist nicht nur dann gut, enn die hinter uns TAGs sind.


      Aber mit T6o im SB würden wir ja gegen einen BB mit sagen wir mal extrem 100% vpip (PFR st jetzt mal egal) und 100% WTS nicht openraisen, weil wir gegen seine range nen nachteil haben, oder nicht? Wobe ich grad sehe, dass wir gegen ne random hand 46% EQ haben, das reicht ja dann doch wieder, auch wenn wir ihn nie rausbekommen werden, weil ja schon 1,5$ im pot sind und wir die mit einem fold aufgeben würden.



      Also meine Frage nochmal: Wie beeinflusst es unsere Openraisingange, wenn ein (oder mehrere) deutlich loosere(r) Spieler hinter uns sitzt(sitzen)?


      Wir müssen ja dann tighter openraisen, oder einfach andere Hände openraisen und wenn ja, welche? Oder passt das ORC gegen jeden Gegnertyp hinter uns (was sehr praktisch wäre)?

      Das bezieht sich ja speziell auf stealsituationen, denn je früher unsere Position, desto gleichgültiger können uns die Gegner hinter uns sein, richtig?
  • 5 Antworten
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      du musst deine openraising-range natürlich an die Gegner hinter die (speziell der BB) anpassen. Wenn da ne Calling-station sitzt solltest du zumind. ein paar schwache no-sd-Hände aus der Range nehmen allerdings imo dafür ein paar schwächere sd-value-Hände mitreinnehmen, in letztem Punkt hab ich aber auch schon andere Meinungen gehört.

      Achja: wenn der Gegner ultra-loose ist (wie in deinem Beispiel 100% VPIP) kann man wieder looser werden, weil er halt extrem viel Trash in der Range hat...man müsste mal versuchen das mathematisch in ne Formel zu packen, aber das wird glaub ich kompliziert^^
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.153
      Original von NoSekiller
      du musst deine openraising-range natürlich an die Gegner hinter die (speziell der BB) anpassen. Wenn da ne Calling-station sitzt solltest du zumind. ein paar schwache no-sd-Hände aus der Range nehmen allerdings imo dafür ein paar schwächere sd-value-Hände mitreinnehmen, in letztem Punkt hab ich aber auch schon andere Meinungen gehört.

      Achja: wenn der Gegner ultra-loose ist (wie in deinem Beispiel 100% VPIP) kann man wieder looser werden, weil er halt extrem viel Trash in der Range hat...man müsste mal versuchen das mathematisch in ne Formel zu packen, aber das wird glaub ich kompliziert^^

      jo, die Formel hätte ich gerne, aber weil sie so kompliziert sein wird, gibt es sie wohl nicht :(


      Also einfach "nach Gefühl" die Range anpassen, also wie du sagst, zB. gegen callingstations nonSDvaluehände rausnehmen und evtl. Hände mitSDvalue dazu, die gegen enen TAG nicht profitabel spielbar wären also nicht im ORC stehen?


      Oder gibts da noch nen anderen Anhaltspunkt als "nur" die Schätzung?


      Was ich auch noch wissen wollte: Wenn wir zB. A2o im BU haben, der SB ist extrem loose und der BB extrem tight (ode ein TAG) sowohl pre- als auch postflop oder andersrum, dann können wir mit A2o bequem openraisen, aber wenn wir 2 Blinds haben, die sehr loose sind?? A2o nimmt ja stark ab, je mehr Spieler dabei sind, sollte man das dann folden? Wie gesagt, gibts da noch nen anderen Anhaltspunkt, wie man openraisen sollte in Abhängigkeit der Gegner hinter uns?
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.153
      anyone??


      Ich hab noch ne Frage zu den approx-charts:

      ist der rake, den man bezahlen muss, da mit berücksichtigt? Ich denke nicht, da davon nirgends die Rede ist, zB. wenn man einen openraiser 3betten will, dann braucht man gegen seine Range 46%, wenn es ein normaler Spieler ist, 48% gegen einen LAG wegen dem dead money der blinds, aber wirkt sich der Rak nicht auch noch darauf aus?


      Auf den niedrigen Limits bis 1/2 oder so beträgt der ja 5%, wenn wir ihn der Einfachheit halber mal linear auf beide Spieler verteilen, dann brauchen wir doch 2,5% mehr Equity oder wo liegt mein Denkfehler?
    • Kyroka
      Kyroka
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 938
      Außer vielleicht im SB ist das SHC so tight, dass man es quasi blind benutzen kann. Gegen zwei miese Spieler in den Blinds werde ich jedenfalls nicht tighter. Wenn ich die Blinds seltener direkt mitnehme, habe ich immer noch eine stärkere Range und Position um das ganze profitabel zu gestalten. Wenn man den BU je nach Gegnern in den Blinds deutlich looser raisen will, wird relevanter wer da in den Blinds sitzt. Da stößt man dann aber eh an die Grenzen solcher Charts.

      Rake ist nicht berücksichtigt. Im Prinzip kann man davon ausgehen, dass Spieler, die deutlich vom SHC abweichen, schlecht genug sind, dass man den Rake wieder reinholt. Die 46 bzw. 48% beruhen ja auch nur auf Schätzungen der schlussendlichen Potgröße gegen unterschiedliche Spielertypen. (Meiner persönlichen Meinung nach ist es ohnehin Unsinn hier eine Präzision in der Berechnung anzudeuten, die einfach nicht gegeben ist; allenfalls hat man einen Anhaltspunkt für den Einfluss eines Faktors; aber whatever).
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Du solltest nicht nur auf den VPIP schauen, sondern auch auf die Aggression und postflop Fertigkeiten deines Gegners. Ein looser Gegner, der am Flop fit-or-fold spielt, ist wesentlich geeigneter zum Stealen als ein LAG, der preflop genr mal 3betten und postflop um jeden Pot kämpft. Marginale Hände werden dann durchaus unprofitabel und du solltest deine Raising Standards etwas hoch setzen und auf Hände mit Showdown Value warten. Gegen Gegner die postflop eher passiv sind und die sich allgemein gut spielen lassen, brauchst du kaum Rücksicht zu nehmen. Der Steal ist dann zwar nicht wegen der Equity gerechtfertigt, allerdings wird dein Postflop Edge genug EV generieren um die Hand unter Strich profitabel zu gestalten.

      OnkelHotte hat seine Gedanken dazu im Artikel Blindsteals - Wie an die Gegner anpassen? niedergeschrieben.