Verdammt dünne Wände

    • KotteTHC
      KotteTHC
      Global
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 2.798
      Hola,
      ich habe das Problem, dass ich seit kurzem in einem sehr hellhörigen Haus wohne. Es ist echt extrem. Nachts kann ich meine Nachbarin schnarchen hören (!) oder ihren Wecker, der leise anfängt und lauter wird, hör ich vom ersten Ton an. Jetzt interessieren mich 2 Themenbereiche:

      1. Kann ich Mietminderung verlangen?
      Ich wurde weder im Vorfeld von der Baugenossenschaft noch bei der Wohnungsbesichtigung vom Mieter darauf angesprochen, zudem ist dies ein Problem, was bei der Besichtigung nicht vorhersehbar ist. Wie stehen die Chancen, dass die Miete gesenkt werden kann?

      2. Was kann ich baulich dagegen unternehmen?
      Ich dachte an Schalldämmung in Form von Korkplatten, hab allerdings keinen Plan, wie teuer sowas ist. Habt ihr diesbezüglich ein paar Tipps für mich?
  • 11 Antworten
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      Du müsstest zunächst Deinen Vermieter auf den Mangel hinweisen und ihn auffordern, diesen zu beseitigen. Ist dann natürlich fraglich, ob dies überhaupt möglich ist.
      Ist das eine Genossenschafts-Wohnung?
    • KotteTHC
      KotteTHC
      Global
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 2.798
      jup, ist eine genossenschaftswohnung.

      naja in punkto schalldämmung lässt sich ja bestimmt was machen, bin handwerklich aber kaum bewandert..
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      würde mich auf jedenfall mit allen mietern zusammensetzen, ich denke gemeinsam wird es was bringen.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      Original von KotteTHC
      jup, ist eine genossenschaftswohnung.

      naja in punkto schalldämmung lässt sich ja bestimmt was machen, bin handwerklich aber kaum bewandert..
      Mir sagte mal jemand von ner Genossenschaft, die Wohnungen hätten alle ähnliche Probleme, weil Baujahr um 1950 und schlechte Bausubstanz.
    • KotteTHC
      KotteTHC
      Global
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 2.798
      kann ich nur bestätigen, die schlechte bausubstanz. als ich die tapette vom vormieter entfernte kam teilweise die halbe wand mit ^^ deswegen dachte ich laie mir, einfach ne dicke korkplatte an die wand, die die schlafzimmer trennt. aber evtl. gibts da ja noch was besseres.
    • Lio70
      Lio70
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2006 Beiträge: 861
      Original von KotteTHC
      naja in punkto schalldämmung lässt sich ja bestimmt was machen, bin handwerklich aber kaum bewandert..
      Schalldämmung (im Gegensatz zur Schalldämpfung) funktioniert über Masse und Entkopplung. Korkplatten kannst Du also vergessen, weil die keine Masse haben.
      Am "einfachsten" ist eine abgesetzte Wand, also ein Ständerwerk vor oder auf der Wand (wichtig: von Boden/Decke/Wänden entkoppeln!) und dann eine oder zwei Lagen Rigips drauf. Solche baulichen Veränderungen solltest Du mit dem Vermieter besprechen und außerdem solltest Du schon handwerklich geschickt sein, denn wenn Du z.B. Schallbrücken einbaust, dann kannst Du das alles gleich wieder abreißen.

      Lio
    • TBone98
      TBone98
      Bronze
      Dabei seit: 25.07.2006 Beiträge: 1.657
      Lio hat Recht. Einfach Korkplatten rankleben bringt nichts. Da muss ne entkoppelte Wand davor. Am besten du sprichst mit deiner Nachbarin und ihr wendet euch gemeinsam an den Vermieter. Begründet euer Anliegen mit dem Recht auf Privatsphäre. Ich hatte das gleiche Problem hier. Konnte hören, wenn jemand bei meinem Nachbarn auf den Anrufbeantworter gesprochen hat. Mein Vermieter (war aber keine Genossenschaft) kam dann vorbei, hat sich das angesehen und uns zugestimmt, dass das so nicht geht und ne entkoppelte Wand vorsetzen lassen.

      Wenn sich die Genossenschaft querstellt, beim Mieterschutzbund vorsprechen und der Genossenschaft mitteilen, dass ab sofort die Mietzahlungen nur als "vorläufig" anzusehen sind. Wenn du einfach die Miete kürzt, kann es sein, dass das richtige Probleme gibt, falls es zum Rechtsstreit kommt und die Genossenschaft Recht bekommt.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      Bei Mietminderung ist die Frage, welcher Lärm "zumutbar" ist und wie hoch die Minderung (ca. 5 % ) sein darf. Beim Mieterbund bekommst Du für einen geringen Jahresbeitrag als Mitglied kompetente Rechtsauskunft. Aber wie das so ist: vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Soll heissen: gütliche Einigung ist immer die bessere Lösung.
      Ich hab in meiner damaligen Genossenschafts-Wohnung die Räume getauscht, also Wohn- und Schlafzimmer und zusätzlich mit den Nachbarn gesprochen. Dadurch wurde es etwas besser.
    • Pokermakaja
      Pokermakaja
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2007 Beiträge: 1.791
      Ich würd ausziehen. Auf eine Mietminderung dürftest du rechtlicher eher keinen Anspruch haben und mit Handwerksarbeiten hast du nur Theater.
    • onlinekasper
      onlinekasper
      Global
      Dabei seit: 04.01.2009 Beiträge: 674
      ausziehen! Es auf Duer wirst du es nicht aushalten, spreche aus Erfahrung. Ohropax gehen kurzfristig.
    • KotteTHC
      KotteTHC
      Global
      Dabei seit: 20.06.2007 Beiträge: 2.798
      nah, eher bring ich meine nachbarin auszuziehen, wofür gibts denn das bbv ^^ die wohnung ist an sich ein traum, das ist halt der einzige makel. und ich glaub so ne zwischenwand hinzubauen ist dann doch weniger aufwand und kostenintensiv, als schon wieder umzuziehen.

      solang werden die filmchen halt mit kopfhörern geschaut ^^