Thema OESD und Flushdraws: Warum "Hast du vor dem Flop nicht erhöht, sind sie wertlos"????

    • Smiles30
      Smiles30
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2008 Beiträge: 255
      Ich überarbeite grad die Strategie-Artikel und überdenke alles:
      warum sind OESDs und Flushdraws wertlos, wenn ich vor dem Flop nicht erhöht habe??

      Es hat doch wohl nur mit der FoldEquity zu tun??

      Wenn der Einsatz aber 1-2 BB ist und ich noch 8 oder 9 outs habe, 10 BBs im Pot sind, dann müsste es doch OK sein, oder??

      Ich denke, dass PS.de versucht hat die Inhalte stark zu vereinfachen in dem Einsteiger-Leitfaden. Ausserdem hab ich auch foldequity, wenn 3 Herz auf dem Flop sind - ich hab nur einz. Ich setze und der Gegner steigt aus, obwohl ich vorher nicht erhöht habe...



      Genaue Quelle: Strategie für Einsteiger:
      ..........
      OESD und Flushdraw spielst du nur dann, wenn du vor dem Flop erhöht hast. Dann spielst du sie, als wären sie schon fertige Blätter. Du setzt und erhöhst und versuchst, schon am Flop mit ihnen All-In zu kommen. Hast du vor dem Flop nicht erhöht, sind sie wertlos und du steigst auf jeden Einsatz hin aus.

      Hast du vor dem Flop erhöht, spielst du einen OESD und Flushdraw aggressiv. Du willst am besten schon am Flop damit All-In kommen. Hast du nicht erhöht, steigst du auf jeden Einsatz hin aus.
      Hast du es nicht geschafft, bis zur River-Runde all dein Geld in die Mitte zu schieben, und dein Draw hat sich nicht zur fertigen Straße oder fertigen Flush komplettiert, ist dein Blatt übrigens wertlos.

      .............
  • 1 Antwort
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      Hi Smiles,

      du hast es teilweise schon richtig erkannt, es geht in den Artikeln auch um Vereinfachung, damit Einsteiger nicht zu oft in Situationen kommen in denen sie teure Fehler machen (die ihnen mehr kosten als ihnen die situatione eigetnlich bringen könnte).

      In den Bronzeartikeln ist dann das Spiel nach Odds&Outs erklärt, das aufzeigt wann man draws profitabel spielen kann.

      "Wenn der Einsatz aber 1-2 BB ist und ich noch 8 oder 9 outs habe, 10 BBs im Pot sind, dann müsste es doch OK sein, oder??"

      Mit diesem Satz hast du auch recht, nur ist diese Situation extrem selten. Für einen 9 oder 10bb pot müssten ja ALLE spieler am tisch gelimped haben....und selbst wenn es dazu kommt wird jemand mit einer starken hand nicht so klein betten, sondern eher 2/3 potsize bis potsize, worauf du deinen draw dann folden musst.

      Es hat doch wohl nur mit der FoldEquity zu tun??

      Ich glaube du spielst darauf an, dass du in vielen unraised pötten einfach betten willst um den pot einzusacken. Das würde ich aber eigentlich nciht empfehlen, da mMn die Gegner nicht oft genug folden um dieses play profitabel zu machen.


      Kurzform:
      - ne bet ist meistens nicht profitabel
      - check/call geht meistens nicht
      - Einsteiger Artikel sind einfach gehalten --> draws sind darin wertlos im freeplay

      Im Vergleich zum Spiel als Preflopaggressor:
      Hier hast du durch deinen Preflopraise schon viel Stärke gezeigt und hast somit mehr Foldequity am Flop.
      Außerdem ist der Pot den du einsammeln kannst größer (!!)

      Grüße,
      Max