Reads auf Gegner

    • brow888
      brow888
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2008 Beiträge: 568
      Hi zusammen,

      verdonke im Moment irgendwie meine Kohle. Muss also intensiv an meinem Spiel arbeiten. Nun habe ich etwas schwierigkeiten Gegner einzuschätzen. Worauf sollte ich achten?? Was sind deutliche Zeichen für Reads??

      Spiele eigentlich immer 1-max2 Tische. Trotzdem kann ich die Gegner weder einschätzen geschweige denn auf eine Range setzen.

      Wäre für Hilfe dankbar.
  • 13 Antworten
    • Furo
      Furo
      Silber
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Stats...
    • JuliCash
      JuliCash
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 946
      würd ich auch sagen, man bekommt doch schon so ne einsteiger-version von elephant sofort oder?
      (ich hab PT3, aber das ist dir wahrscheinlich zu teuer und vielleicht nicht nötig)
    • minimalwerk
      minimalwerk
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2008 Beiträge: 691
      jo, wie meine Vorredner schon sagen. Schaue dir mal den Elephant (Trialversion hier bei Pokerstrategy zu bekommen), Pokertracker 3 oder den Holdem Manager an. Zu allen Programmen gibt es hier im Forum auch extra Bereich die dir schon einiges erklären.

      Wenn du jedoch kein Geld dafür ausgeben willst helfen die auch eigene Notes weiter. Ein guter Artikel findet sich unter:

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/no-limit/1281/

      Jedoch mußt du dafür Silber Status haben. Die Programme sind meiner Meinung jedoch besser und schneller zu verwenden^^

      lg
    • uni05mz
      uni05mz
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 3.303
      Ok, dann mein 1,5K-Post eben hier =)
      (cliffnotes unten)




      Original von Furo
      Stats...
      Sehe ich anders:


      Viele Spieler haben - die Besseren bewusst - die Schlechteren unbewusst - einen Gameplan. Sprich die Line wie sie eine Hand spielen wollen.
      Die Besseren Spieler wählen ihre Lines aufgrund ihres Wissens, das sich sich durch theoretische Überlegungen/Videos/Coachings usw. angeeignet haben. Sie wissen also in der Regel, was sie tun.
      Die zweite Gruppe - ich nenn sie mal Semitags, wählen ihre Lines danach aus, ob sie in der Vergangenheit erfolgreich waren oder halt nicht. Sie lernen also unbewusst und kennen die theoretischen Grundlagen nicht zu genüge.
      Dann gibts da noch die Vollfische, welche von der Theorie keine Ahnung haben und die auch nicht haben wollen ;) Aber Vorsicht - das heisst nicht, daß sie überhaupt nicht wissen was sie tun..

      Wenn Du also zunächst mit einem 'Unknown' am Tisch sitzt, sehe ihn erst mal als Tag an. Und dann schau Dir an, wie er spielt. Ich empfehle zu Anfang (Fixed Limit) nur zwei Tische zu spielen, und in der Zeit, in der Du nicht in einer Hand bist, die Spieler erst mal zu klassifizieren (s.o.). Ein lieber Coach hat mir mal beigerbracht, daß es 'Unknown' Spieler eigentlich nicht gibt. Von der ersten Hand an, weißt Du schonmal, in welche Klasse der Spieler einzuordnen ist.
      Auch 'Hat die Hand gespielt, wie ich es auch getan hätte' ist ein Read!

      So, als nächstes solltest Du Dir seltsam gespielte Hände ansehen. Sollte auch am Tisch funktionieren, da Du ja eh nur zwei offen hast ;) und diese in Playernotes ablegen.
      Wenn Du nun einige Notes von einem Spieler hast, und weisst wie er grundsätzlich einzuordnen ist, kommt ein wenig Denkarbeit auf Dich zu: Du solltest versuchen herauszufinden, WARUM er die Hand so gespielt hat, wie er es getan hat. Und wenn Du das geschafft hast, hast Du den Spieler in der Regel im Griff.


      Zum Thema Stats:

      Zunächst einmal rate ich davon ab, sich auf den Einsteigerlimits all zu viel mit Stats zu beschäftigen.
      Die Zeit ist meiner Meinung nach verschwendet, da es in der Regel viel grössere Baustellen am Spiel gibt, als daß der Umgang mit Stats hilfreich ist. Zu wissen was VPIP und PFR ist, sollte IMHO erst mal genügen.
      Desweiteren sind Stats auch nicht immer aussagekräftig, da sehr oft die Samplesize zu gering ist, bzw. die Spieler ihre Hände nicht immer gleich spielen.
      Wenn man nicht geminte Hände benutzt und einigermassen schnell aufsteigt, hat man niemals eine ausreichende Datenbasis..
      Ich persönlich nutze Stats, wenn ich einen Tisch joine, um einen groben Überblick zu bekommen. Ansonsten aber nur, wenn ich eine knappe Entscheidung zu treffen habe (Reads > Stats).

      Ich denke, als Einsteiger sollte man verstehen, daß mit Stats zu spielen nicht automatisch bedeutet, daß man einen Vorteil hat (schon gar nicht auf den Micros).

      Ähnlich wie der content hier nach Status aufgeteilt ist, denke ich, daß jeder Spieler selbst merkt, wann welche Stats für einen persönlich wichtig werden.



      Cliffnotes:
      - wenig Tische spielen
      - Playernotes machen
      - die Denkweise des Gegners herausfinden
      - sich nicht zu früh mit Stats beschäftigen
    • JuliCash
      JuliCash
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 946
      Original von uni05mz
      ...
      Wenn Du also zunächst mit einem 'Unknown' am Tisch sitzt, sehe ihn erst mal als Tag an. Und dann schau Dir an, wie er spielt.
      ...
      Seh ich anders:
      Weiß ja nicht, was du für Limits spielst, aber ich denk ma so NL10 oder so

      Deswegen würd ich dah "Unknown" als Calling Station ansehen:

      Sprich wenn er raised -> Toppair/Overpair schlecht
      Wenn er called -> Toppair/Overpair gut (3 Streets 4 Value)

      Nur so als Hilfestellung, natürlich viel zu allgemein
    • brow888
      brow888
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2008 Beiträge: 568
      Original von JuliCash
      Original von uni05mz
      ...
      Wenn Du also zunächst mit einem 'Unknown' am Tisch sitzt, sehe ihn erst mal als Tag an. Und dann schau Dir an, wie er spielt.
      ...
      Sprich wenn er raised -> Toppair/Overpair schlecht
      Wenn er called -> Toppair/Overpair gut (3 Streets 4 Value)
      das hab ich jetzt nicht ganz verstanden.

      Also ich spiele kein Cashgame. Spiele die 2$ SNG´s auf FTP. Aber das hat ja nicht direkt was mit den Reads zu tun. Notes versuche ich mir schon einige zu machen wenn ich ne wichtige Hand beim Gegner sehe. Allerdings sind es ja auf dem Limit noch wirklich so viele verschiedene Gegner das man selten mit den gleichen Leuten am Tisch sitzt.

      Oft habe ich es einfach, das ich die gegner ausbezahle weil ich Ihnen nicht zutraue die bessere Hand zu halten. Das versuche ich mir mittlerweile schon abzugewöhnen und nen bisschen weak/tight zu spielen. (natürlich nach SHC) Aber zu weak will ich dann ja nun auch nicht spielen weil ich ja auch chips haben möchte für meine guten Hände.
    • JuliCash
      JuliCash
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 946
      achso, na ja SnGs ist halt nochma ganz was anderes
      Weak/Tight ist für die early Phase sicher der richtige weg.
      Ich denke "Reads" sind in SnGs vor allem für die Einschätzung der Pushing/Callingranges wichtig für das Lategame.
      Denke hier kannst du mal mit dem ICM-Trainer rumprobieren, das liefert ne ganz gutes Gefühl für so Situationen

      edit:
      denke mit dem Grundsatz Loose Pushen / Tight callen kannste nicht soo viel falsch machen

      Also Viel Grlück :-)
    • brow888
      brow888
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2008 Beiträge: 568
      so werde ich es auch machen. allerdings noch ne Frage dazu.

      Wenn ich sowieso nur noch (sagen wir einfach mal) 4-8BB habe und an der Bubble bin, hab ich ja nicht wirklich zeit viel zu warten auf super Blätter. Würde aber bedeuten das ich so gut wie kaum etwas calle aber recht viel selbst pushe (also z.B. auch 94s o.ä.) ?
    • GoaFraggle
      GoaFraggle
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2007 Beiträge: 2.327
      Wie soll man konkrete Reads schon beschreiben? Wenn Du nur ein bis zwei Tische spielst, dann sollte es ja kein Problem sein, Dir nach jedem Showdown, wo ein Gegner ne ungewöhnliche Hand zeigt (z.B. 2Pair mit J6o, aber preflop n Raise gecallt) eine entsprechende Note zu machen ("callt mit J6o prf ein XX BB Raise in early Phase" oder so ähnlich).

      Oder wenn jemand ständig limp/callt oder mit TPTK am Flop AllIn pusht oder sowas ... das sind alles sehr hilfreiche Reads, die Dir auch noch innerhalb des selben SnGs weiterhelfen können, egal ob Du den Gegner in nem andren SnG nochmal wiedertriffst oder nicht.

      Und unabhängig von vorhanden oder nichtvorhandenen Reads ... wenn Du merkst, daß Du Deine Gegner nach dem Motto "der hat doch nix" oft ausbezahlst, obwohl Du z.B. selbst keine gute Hand hast, dann ist das kein readabhängiges Problem, sondern ein grundsätzliches Problem.
      Ne weaktighte Line in der early Phase ist ja ok (ich mags lieber weakloose), aber spätestens ab der middle Phase sollte schon der übliche TAG Style her.

      Vielleicht schauste Dir noch mal ein paar Basisartikel zu Preflop- und Flopplay an, speziell zu SnGs ... da wirste auf jeden Fall die ein oder andere Antwort zu Deinen Fragen finden.
    • JuliCash
      JuliCash
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 946
      Original von brow888
      so werde ich es auch machen. allerdings noch ne Frage dazu.

      Wenn ich sowieso nur noch (sagen wir einfach mal) 4-8BB habe und an der Bubble bin, hab ich ja nicht wirklich zeit viel zu warten auf super Blätter. Würde aber bedeuten das ich so gut wie kaum etwas calle aber recht viel selbst pushe (also z.B. auch 94s o.ä.) ?
      Ja so allgemein kann man das net sagen, aber tendenziell stimmt das schon. Halt immer auf Position, Gegner (dann calling-ranges) usw achten

      Am besten Hände ins SnG-Forum hochladen, bei denen du dir unsicher bist
    • brow888
      brow888
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2008 Beiträge: 568
      jap mache das nun wieder verstärkt. hab das nen bisschen schleifen lassen. will auf jeden fall wieder aufsteigen. kein bock loosing player zu sein.
      ach so...was für nen przentwert sollte man beim ICM trainer haben auf welche Samplesize?? 98% hab ich mal gelesen? Ich mein klar 100% ist natürlich am besten aber mal so für den Anfang?
    • brow888
      brow888
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2008 Beiträge: 568
      Original von brow888
      jap mache das nun wieder verstärkt. hab das nen bisschen schleifen lassen. will auf jeden fall wieder aufsteigen. kein bock loosing player zu sein.
      ach so...was für nen przentwert sollte man beim ICM trainer haben auf welche Samplesize?? 98% hab ich mal gelesen? Ich mein klar 100% ist natürlich am besten aber mal so für den Anfang?

      edit: letzte frage hat sich erledigt!
    • NamenIos
      NamenIos
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 1.009
      Bis du die Reads einsetzen kannst brauchst du vor allem erstmal die Kenntnisse wie du sie anwenden kannst.
      Verstehe was das ICM-Modell sagt und überlege wie sich Calling- und Pushingranges ändern wenn man von den Nash-Gleichgewichten abweicht. Seh zu, dass du die Nashranges abschätzen kannst und sie an die Callingranges der Gegner anpassen kannst.

      Arbeite nicht an Reads die sind auf 2$ SNGs definitiv weit überbewertet und die Gefahr ist viel größer dass du sie falsch interpretierst, arbeite erstmal an der Push und Fold Phase und spiel early einfach sehr Tight nach SHC.