Rituale gegen den Zombie Mode

    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Ich hab ein Riesenproblem, dass ich unbedingt in den Griff bekommen muss, bevor ich dran denken kann, NL100SH wirklich zu schlagen.

      Wenn ich an einem Tisch sitze und mir jemand ne Menge Action entgegenbringt, sei es durch häufige 3bets oder auch einfach häufiges callen/floaten, verfalle ich oft in einen Automatisierungsmodus, wo ich immer aggressiver werde, ohne dass ich das wirklich mit Sinn mache.
      Oft endet das dann in irgendwelchen komplett verblödeten Moves und BLuffs in selten dämlichen Spots.
      Auf NL50 fiel das nicht so ins Gewicht, weil die Aggression erstens weniger war, die Gegner weniger floateten und ich das an anderer Stelle wiederreinholte.

      Mir passiert das nicht, wenn ich mir ordentlich über meine Aktionen Gedanken mache, aber meistens habe ich in diesen Phasen die Buttons schon gedrückt, wenn mir bewusst wird, dass der Spot gefährlich war.

      Habt ihr Strategien, sich das langfristig abzugewöhnen, sich nicht anstecken zu lassen, die Aggressionen der Gegner besser in Relation setzen zu können, oder einfach Rituale, die euch wieder in einen aktiven geistigen Zustand bringen, wenn die Gefahr da ist, dass man abgleitet?
  • 3 Antworten
    • hazzardous
      hazzardous
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2005 Beiträge: 1.961
      Huhu!

      Wir arbeiten in nem anderen Thread auch grade dran :)

      Enttiltungsmethoden
    • diego666
      diego666
      Silber
      Dabei seit: 19.02.2006 Beiträge: 17.292
      Ja da kommen bestimmt einige Hilfreiche Dinge zusammen, hier ist es aber noch etwas spezieller vielleicht.
      Es ist oft nicht mal durchgängiges steaming und rumtilten (schon irgendwie ne Art Tilt), es ist vielmehr in einzelnen Situationen zombiehaftes Drücken der Buttons ohne, dass man wirklich über die Situation nachdenkt.

      Ich hatte mir schon überlegt, so eine Bimmel vom Hotelempfang zu holen, die ich jedes Mal drücke, wenn ein größerer Pot ansteht.

      Ich werde den anderen Thread aber im Auge behalten, danke.

      Weiß nicht, wenn ein Mod denkt, es ist das Gleiche, kann er es ja auch zusammenführen.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Mach Dir klar, weswegen Du pokerst. Wenn Du strategisch pokerst, ist eines Deiner Kernziele sicherlich die Maximierung Deiner Winrate, wo mir immer als erstes in den Kopf kommt: Spielt der Spieler wirklich die für ihn richtige Anzahl Tische?

      Zum Tilt gehört auch das von Dir beschriebene Phänomen und ich kann mir lebhaft vorstellen, dass man sowohl aggressiver wie auch passiver werden kann, wenn man überbeansprucht ist. Das kann z.B. der Fall sein, wenn ein Gegner einen exploitet hat, weil er weiß, dass man auf sein call/float kein vernünftiges Rezept hat und plötzlich wild spielt.

      IMO rührt das daher, dass man nicht genug Zeit hat, sich mit der Situation auseinanderzusetzen:
      1. Du hast keine Zeit.
      2. Du hast keine passende Antwort.
      3. Du merkst, dass Du exploitet wirst.
      4. Du spielst suboptimal.
      5. Es geht zu Lasten Deiner Winrate.

      Es mag ungewöhnlich klingen, aber ich würde mal für einige Sessions weniger Tische spielen. Das bringt Zeit und Du hast eine bessere Möglichkeit, Dich mit den Gegebenheiten und den besseren Gegnern auf dem neuen Limit auseinanderzusetzen.

      Original von diego666
      Ich hatte mir schon überlegt, so eine Bimmel vom Hotelempfang zu holen, die ich jedes Mal drücke, wenn ein größerer Pot ansteht.
      Auch ne gute Möglichkeit :D