Commiting Bets.

    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Hier im Forum liest man in Hand Bewertungen öfters so Sätze wie "Raise doch mehr am Turn, dann biste am River eh commitet." Beispiel: Effektive Stacks 100 $ Wir haben 7 :heart: 7 :diamond: , raisen 5 $ und nur der BB callt uns. Flop 7 :spade: 8 :spade: 2 :heart: Check, Wir betten 8 $, der Gegner callt. Pott 26 $. Szenario 1: Turn 6 :club: Der Gegner leadet für 10 $. Es sieht aus, als wollte er sich selber gute Odds geben, also könnten/müssen wir raisen. Wir raisen auf 25 $, Gegner callt. Pott 76 $ River 9 :spade: Gegner pusht oder macht ne Bet von 30 oder 40 $, wir haben noch 60 $ über und eine sehr toughe Decision die wohl im Fold gipfelt. Szenario 2: Turn 6 :club: Wir raisen ca. Potsize auf 45 $. Gegner callt wiederum. Pott 116 $ Wir haben 40 $ über und der Pott ist 116 $ groß. Jetzt können /müssen wir jeden Riverpush callen. Solche und ähnliche Hand Histories tauchen hier immer wieder auf, Hero hat sich für Spielweise 1 entscheiden, die ultimative Draw complete Karte kommt am River und die Frage ist "Wie spiele ich den River". Darauf kommt dann immer irgendwann die Antwort: Raise einfach mehr am Turn, dann biste am River eh commitet. Man gibt in dem Fall die Chance auf, einen Fehler am River zu machen, indem man den Turn irgendwie anders spielt, als man das normalerweise machen würde. Da man ja eigentlich von schlechteren Händen / One Pair / Two Pair / Gutshot gecallt werden möchte, müsste man eigentlich nicht auf 45 $ raisen am Turn. Besser wäre es auf 25-30 $ zu raisen, da es dem Gegner mehr Chance gibt, mit schlechteren Händen drinzubleiben / uns auszubezahlen. Man gibt also am Turn EV auf, indem man durch den großen Raise den Gegner einige Hände folden lässt, die man eigentlich dabei haben wollte. Kann das so richtig sein? Anderes Beispiel: K :heart: K :diamond: Stack 105 $ Sehr shorter Spieler (MP1) raist auf 6 $ PF, wir reraisen auf 15 $. Der Button callt cold. MP1 callt all-in. Flop J :heart: T :club: 5 :spade: Vom Button kriegen wir noch action mit JJ, TT, QQ, dem sehr unwahrscheinlichen AJ, AA und wenn er suckt KQ. Der Pott ist ca. 40 $ groß. Ich bette Potsize um mich zu commiten. Gegner pusht. Ich sage mir... Tjah jetzt muss ich noch 50 $ callen in nem 200 $ pott, da kann ich nicht mehr folden. Hätte ich hingegen gleich gesagt "Coldcall Range ist JJ, TT, QQ, KK, AA" da es immerhin ein 15 bb raise PF ist, hätte ich am Flop 25 $ betten können und gegen All-in Raise evtl noch folden können. Das kann doch nicht richtig sein, bloß um sich schwierige Entscheidungen zu ersparen, offensichtlich nicht optimale Moves zu machen oder? Oder meint ihr, dass sich in den meisten derartigen Situation der negative EV den unsere Bet/unser Raise hat dadurch aufwiegt, dass wir nie fälschlicherweise die beste Hand folden müssen? Ich mache solche Bets ja auch selber gerne, aber die können doch beim besten Willen nicht optimal / die richtigste Lösung sein oder? P.S.: Bitte hängt euch nicht mit Rechnungen und Hand Ranges an den Beispielen auf. Die sind da, um das Prinzip klar zu machen, nicht um für sich disktutiert zu werden oder sowas. Bitte hier nur Diskussionen über das Prinzip der Commiting Bets, die hier so oft vorgeschlagen werden.
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    • Kysus80
      Kysus80
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2006 Beiträge: 1.632
      In NL ist es doch so, dass du deine Gegner in schwierige Situationen bringen willst(damit sie Fehler machen, von denen wir profitieren) Selber versuchst du widerrum schwierige Situationen zu vermeiden, da du bei diesen oftmals Fehler machst. Wir gewinnen also Geld, wenn der Gegner Fehler macht, aber verlieren Geld, wenn wir Fehler machen. Deshalb macht man in manchen Situationen ein play, um sich die Entscheidung später leicht zu machen, oder dem Gegner schwer.