Winnings aber Un>Zufriedenheit

    • ayatolla
      ayatolla
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2008 Beiträge: 4.780
      Folgendes Problem.
      Ich gewinne im Moment solide, und meine Pokerwochen haben meistens 5 Tage mit Winnings und zwei mit Verlusten.
      Am Ende bleibt aber meist ein recht gutes Plus.

      Das dumme ist nur, wenn ich gewinne freue ich mich zwar, aber so wirklich bringen mich die 50$ am Tag nicht weiter, da ich erstens mehr verdiene und 2. weiß, dass es irgendwann wieder runter geht. Ich kann mich also qausi immer nur im retrospekt freuen, wenn ich daran denke, was ich den letzten Monat gewonnen habe, und was ich mir davon kaufen kann.

      Wenn ich dann aber mal einen Tag 50$ verloren habe wurmt mich das. Ich bin einfach angekackt, und das wesentlich mehr (wenn man das irgendwie messen kann) als wenn ich den gleichen Betrag gewonnen hätte. Auch da kratzt mich das Geld da eigentlich weniger...

      ABER: Mir macht das Spiel echt Spass, aber diese ständige unzufriedenheit nervt dann einfach...

      Gibts da irgendwelche Rangehensweisen, wie man sowas in den Griff bekommen kann, oder muss man eben damit leben, wenn man Pokern will.

      PS: Ich hoffe mal hier gehts nicht zu wie im sonstigen Forum wo man erstmal todgeflamed wird.
  • 3 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Ich fange mal mit dem Ende an:

      Original von ayatolla
      PS: Ich hoffe mal hier gehts nicht zu wie im sonstigen Forum wo man erstmal todgeflamed wird.
      Flamen ist im Psycho-Forum streng untersagt und führt zu entsprechenden Sanktionen. Davon einmal abgesehen wird er von mir auch regelmäßig gelöscht, sollte sich jemand hier daneben benehmen.

      Zum Thema: Um der Problematik auf den Punkt zu kommen, solltest Du Dir die Frage stellen, warum Du eigentlich pokerst. Wenn Du, wie Du schreibst, Spaß am Spiel hast, dann sieh es auch als ein Spiel an und denk nicht an das Geld. Kavalor, einer unserer Coaches, hat mal sinngemäß geschrieben, dass er z.B. Hände bewertet, weil er Lust darauf hat. Er hat einfach Bock darauf, sich mit Poker auseinanderzusetzen und das ist imo eine ganz wichtige Voraussetzung dafür, erfolgreich zu sein. Geld verdienen wollen wir alle und wenn das Dein primäres Ziel ist, musst Du Dir schlicht die Frage stellen, ob Du Dich für gut genug hältst, irgendwann mehr mit Poker zu verdienen als mit Deinem jetzigen Job. Für die meisten kommt letzteres aber nicht in Frage, daher rate ich normalerweise dazu, Poker als das anzusehen, was es für die meisten auch ist: Ein Hobby und Spiel - egal, ob man gewinnt oder verliert. Wenn man dann mal seine Frau zum Essen ins beste Restaurant führen kann, weil man eine Kleinigkeit ausgecasht hat, sollte man das als "the icing on the cake" betrachten und sich den Stress wegen $50 mehr oder weniger einfach sparen.
    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      das ist doch eine normale sache, wenn du gewinnst, dann siehst du das als gerechtfertigt an, weil du dir über deine Gegner ein edge gibst, sonst würdest du ja nicht spielen. Wenn du verlierst ärgert es dich umso mehr weil du ja der Meinung bist du hättest es verdient zu gewinnen weil die anderen schlechter sind. Also ganz normale reaktionen, dann kommt es ja auch darauf an welche Limits du spielst, wenn du NL10 spielst, sind 50$, 5 stacks und ne Menge Holz, da freut man sich definitiv mehr darübr als wenn man auf NL100 50$ gewinnt, denn das ist ja nur ein halber stack. Im übrigen ist Poker genau aus dem Grund psychisch so anstregend, wenn man verliert ist das negative Gefühl stärker als das positive Gerfühl wenn man gewinnt.

      Gruß

      Sascha
    • nads
      nads
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2007 Beiträge: 1.163
      Original von Sascha26
      Im übrigen ist Poker genau aus dem Grund psychisch so anstregend, wenn man verliert ist das negative Gefühl stärker als das positive Gerfühl wenn man gewinnt.
      der satz fasst es super zusammen!
      die lifetime winnings sind wie auch OP erwähnt mein mittel um mich von diesen negativen Gefühlen möglichst frei zu machen.