Was überwiegt suckouts oder leaks?

    • neuk
      neuk
      Global
      Dabei seit: 01.04.2008 Beiträge: 94
      Vl. kann mir wer von euch weiterhelfen bzw mir nen guten Rat geben.

      Hier meine Geschichte:

      Ich spiele jetzt schon ca. ein jahr Poker. War am anfang wie wahrscheinlich die meisten zu zu beginn ihrer karriere ein ziemlicher fisch, gewonnen verloren, jeden draw nachgelaufen und immer gedacht flush mit a sind nuts*gg*.

      Dank ps.de und verschiedenen Büchern konnte ich mich weiterentwickeln und baute mir meine erste größere bankroll von ca. 2k auf. Hab immer nebenbei gespielt und ist im grunde super gelaufen hab mir einiges auscashen lassen und war ziemlich happy. Obwohl ich mein spiel damals noch nicht als gut bezeichnen würde, machte ich satt gewinn und hatte immer ein gutes gefühl beim spielen. Wenn ich downs hatte waren die auch zu 100%meine schuld, weil ich unausgeglichen oder tilt war(heute werde ich gottseidank nicht mehr tilt)

      Im sommer begann ich mich dann wirklich intensiv mit poker zu beschäftigen und wollte die sache sozusagen professionell angehn. War auch winning player alles ok! Dann rieten mir zwei freunde die schon nl400 spielen ich solle die plattform wechseln, weil es auf der seite,wo ich zockte keinen rakeback usw gab.

      Ich cashte dort eine solide br für nl50 ein, am anfang war alles ok 8 stacks up nach zwei tagen viele fische usw. Dann begann eine sehr schwierige Phase ich rutschte ins minus und mir gelang es nicht zu gewinnen, spielte 60000hände breakeaven. Ich war ein bisschen verzweifelt aber ich versuchte durchzuhalten, die gegner waren teilweise noch schlechter als auf der alten plattform. Ich verlor auch nicht unbedingt nur große geschichten aber jeden coinflip oder auch noch bessere situationen verlor ich gegen shortstacks. Immer wieder luckten mich die shortstacks aus!
      Ich überwund diese Phase und erspielte mir in 10000 händen die br für nl100. Ich hatte zwar nur ein BB von 1.5 (PT3) auf Nl50 aber da die spieler auf nl100 genauso schlecht (mit ausnahme der regs) sind machte ich mir deswegen keine sorgen.

      Auf Nl100 lief es super hatte nach 20000 händen einen BB von 6. Hatte zwar zu meinen bedauern nie nen richtigen upswing aber ich erwirtschaftete solide gewinne.
      Ich spielte normal weiter und dann kam der SCHLIMMSTE DOWNSWING meines LEBENS. Ich verlor mit händen mit denen man eigentlich gar nicht verlieren kann. 6 mal verloren wo wir am flop gepusht haben und ich zu 99%Favorit war kein schmäh. 9set gegen overset das erst geturnt oder gerivert wurde natürlich meistens deep usw....
      Mit harter arbeit, stundenlang spielte ich 8tische holte ich die paar k die ich verloren hatte in wenigen tagen wieder rein. Ich war so happy.

      Nur kurz später die ernüchterung in 3tagen vorgestern, gestern und heute ist meine br die eigentlich schon locker für nl200gereicht hat futsch, hab lediglich ein mini br für nl50. Diesmal kann ich nicht mal behaupten dass grauenvolle badbeats schuld wären. Meine ganze Arbeit war umsonst!

      Das schlimmstef für mich ist früher wusste ich warum ich verlor, doch diesmal weis ich nicht mal das.

      Seit ich so ausgeluckt wurde, verlor ich das positive denken ich seh am flop nach dem push ok ich bin vorne und denk schon zB: es kommt sicher sein flush.
      Sogar wenn ich aa gegen kk oder schlechter pushe habe ich direkt angst, dass er sein set bekommt. Dieses Vertrauen ist einfach weg. Als könnte ich es mit meine gedanken beinflussen kommt öfter als es sein dürfte laut wahrscheinlichkeit die karte die mir den todestoß versetzt. Hab alles probiert wegschaun, an was anderes denken....funzt leidet nicht.

      Meine Fragen!

      Ist es für einen guten spieler, denn ein guter spieler möchte ich sein, oder werden, normal dass man 60000 hände breakeaven spielt?

      Wieviele sessions nacheinader können negative beendet werden. Ab wann spricht man von abnormal?

      Bei mir ist es meistens so, dass ich 4,5 sessions hintereinander positiv abschließe mit 2,3stacks gewinn. Dafür verlier ich dann in der 5 oder 6 sessions oft 6-8 stacks. An was kann das liegen?

      Wie bekomme ich mein positvies Gefühl wieder? Kann man als guter ehrgeiziger spieler eine session mit - beenden ohne, dass es einen belastet?

      Werden profis manchmal auch von fischen zerlegt?

      Ist es möglich obwohl meine stats passen, dass ich so große leaks habe wenn ja wie kann ich diese herausfinden und eleminieren? (PS hab alles was mit tischanzahl zusammenhängt schon ausprobiert)

      Kann es teils an meinen hohen went to showdown von 29 liegen? spiel shorthanded und hab stats von 17/14

      Kann man überhaupt jeden Tag dahingrinden oder wird das spiel da einfach schlechter?

      Bin für jeden ernstzunehmenden Vorschlag dankbar
  • 4 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von neuk
      Ist es für einen guten spieler, denn ein guter spieler möchte ich sein, oder werden, normal dass man 60000 hände breakeaven spielt?
      Absolut. Selbst BE-Phasen von 100-150k Händen können durchaus vorkommen.


      Wieviele sessions nacheinader können negative beendet werden. Ab wann spricht man von abnormal?
      Das lässt sich nicht mit einer Zahl beziffern, weil einfach viel zu viele variable Komponenten eine Rolle spielen wie z.B. Spielstärke, Anzahl der gespielten Hände pro Session etc.


      Bei mir ist es meistens so, dass ich 4,5 sessions hintereinander positiv abschließe mit 2,3stacks gewinn. Dafür verlier ich dann in der 5 oder 6 sessions oft 6-8 stacks. An was kann das liegen?
      Ganz banal: Du versuchst, den Verlust wieder reinzuholen. Dabei macht man häufig Fehler, spielt schlechter, was dann langfristig zu noch größerem Verlust führt. Denk immer daran, nicht ergebnisorientiert zu spielen.


      Wie bekomme ich mein positvies Gefühl wieder? Kann man als guter ehrgeiziger spieler eine session mit - beenden ohne, dass es einen belastet?
      Selbstverständlich. Ich kenne mittlerweile einige gute Spieler, die sich furchtbar über eine Session ärgern können, wenn sie zwar Gewinn erzielt haben, aber einfach schlecht gespielt haben. Diese Haltung steht im Kontext zu meiner obengenannten Aussage: Diese Spieler handeln nicht ergebnisorientiert. Sie können also durchaus Verlust einfahren und zufrieden sein - wenn sie denn nur gut gespielt haben.


      Werden profis manchmal auch von fischen zerlegt?
      Short term: Luck is King. Long term: Skill is King. Alles klar? ;)


      Ist es möglich obwohl meine stats passen, dass ich so große leaks habe wenn ja wie kann ich diese herausfinden und eleminieren? (PS hab alles was mit tischanzahl zusammenhängt schon ausprobiert)
      Die Anzahl Deiner Posts weist nicht gerade auf exzessives Nutzen der Handbewertungsforen hin. Das würde ich Dir dringend empfehlen, wenn Du besser werden möchtest.


      Kann es teils an meinen hohen went to showdown von 29 liegen? spiel shorthanded und hab stats von 17/14
      Da muss ich leider passen, ich spiele diese Variante nicht.


      Kann man überhaupt jeden Tag dahingrinden oder wird das spiel da einfach schlechter?
      Das kann man auf jeden Fall. Du solltest nur für die passenden Rahmenbedingungen sorgen (z.B. dass Du ausgeruht und emotional auf der Höhe bist, wenn Du spielst).


      Bin für jeden ernstzunehmenden Vorschlag dankbar
      Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Ans Herz legen möchte ich Dir noch folgenden Artikel, den Du im Sticky findest Varianz, Tilt und das Streben nach Aufstieg.

      Zukünftig wieder mehr Erfolg wünsche ich Dir :)
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      wegen den Verlustsessions: ich hab im monat auch einen Tag, da gehen bei mir die lichter aus und ich verdonke 5-6 stacks. Einfach bisschen tilten und die winnings der woche sind hin.

      Ich hab mir mein losingstop eingeführt von 3 stacks, halte es aber nicht wirklich ein (ich arbeite aber dran).

      Solltest auch probieren, man ärgert sich den abend trotzdem, das es runter ging, aber im ende effekt ist es besser sich über 3 stacks zu ärgern als über 8.
    • neuk
      neuk
      Global
      Dabei seit: 01.04.2008 Beiträge: 94
      Danke für die durchaus hilfreichen antworten! Es stimmt ich habe nochkeine hände gepostet. Besprich die meistens mit meinen beiden freunden die schon regs auf nl 400 sind! Außerdem war ich nachdem ich schon goldstatus hatte ewig bronze, muss auf einer seite nebenher spielen, dass ich überhaupt silber bin, weil ich auf über meine hauptplattform leider nicht getrackt bin. Und erst ab silber kann man ja ins handbewertungsforum posten glaub ich.
      Noch dazu kommt, dass ich nicht so gut mit pc-kenntnissen bewandert bin, wegen dem konvertieren usw. Aber du hast recht, ich habe nocht keine hände gepostet, das werde ich aber ändern.

      Was ich nicht verstehe ist die antwort mit dem verlust wieder reinzuholen. Ich mach ja vier bis 5 tage hintereinander soliden gewinn und keinen verlust! So 2-6 stacks durchschnittlich! Nur dann verlier ich gleich immer innerhalb von 2 tagen so 5, 6 stacks oder sogar 1bis2k Obwohl es mir bewusst nicht auffällt, kann es sein dass das mit einer unbewussten gier zusammenhängt?

      An die Sache mit dem Stop nach 3stacks down egal nach welcher Situation und wieviele fische noch auf irgendwelchen tische herumlaufen etc. hab ich auch schon gedacht. Fällt mir aber so schwer beim umsetzten. Aber ich werd da versuchen disziplinierter zu sein. Die erfolgreichsten Leute an der Börse haben ja alle auch so ein System und setzten Stopps und Grenzen. Egal ob sie glauben die aktie kommt noch, fällt sie unter eine bestimmte grenze, gehen sie raus. Da muss ich mich in zukunft auch zusammenreissen.

      Danke nochmal für die raschen und hilfreichen Ratschläge!!!
    • TheLegend142
      TheLegend142
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 2.220
      Tendentiell ist dein wts doch etwas hoch. Hängt zwar vermutlich mit deinem sehr tighten Spielstiel zusammen (raist nur gute Hände) aber trotzdem. 17/14 ist schon sehr tight für SH. Würde an deiner Stelle mal nen paar mehr Videos anschauen und gucken wo du dein Spiel noch ein kleines bißchen aufloosen kannst, insbesondere im BU und im CO geht das sehr gut je nach Gegnern. Ansonsten halt die Strategieartieartikel noch mal lesen und die Hände im Forum bewerten bzw. mal kritisch nachfragen, wenn du eine Hand anders gespielt hättest.

      Als Stop-Loss-Limit komme ich persönlich mit einer max. 4Stacks down/Tag - Regel ganz gut klar, so schrottest du nicht gleich zu viel deiner BR und kannst trotz 2-3 verlorenen Flipps noch weiterspielen. Ab 4 Stacks kommt dann doch immer noch das Ergebnisdenken durch und beim Looses chasen droppt man doch noch mal schnell 2-3 Stacks zusätzlich, die man hätte vermeiden können.