DoN-Spiel verbessern

    • Maus90
      Maus90
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2009 Beiträge: 63
      Hi,

      ich spiele im Moment auf Stars die 5+20$ Turbos DoN's und es läuft im Moment nicht so richtig gut. Hab im Moment nen Downswing und möchte daher verstärkt an meinem Spiel arbeiten.

      Was könnt ihr empfehlen?
      Hände versuche ich oft zu posten und Strategieartikel hab ich alle über SnG's und den einen über DoN's gelesen.

      Außerdem habe ich ein Problem wenn hinter mir ein BigStack sitzt der 40-80% seiner Hände spielt. Da er fast jeden Push callt spiele ich sehr tight und kann kaum die Blinds stehlen und verliere so in der späten Phase viele Chips.

      Außerdem verliere ich selbst mit QQ,KK oft, da diese Leute mit Ax callen und öfters auch mal treffen.

      edit: ich hab mir jetzt nen Spieler mit hohem ROI angesehen und mir ist aufgefallen das er out of Position(also first to act, bei noch 6 Spielern) raist weil gerade die sehr tighten Spieler in den Blinds sitzen, ist das ein profitables Spiel? Denn ich habe das Gefühl das die Gegner da mehr Respekt haben als wenn man SB ist und in den BB raist.

      Im Moment hab ich auch nen negativen Roi, und das obwohl es am Anfang gut lief. Als Software benutze ich Poker Office und bin damit zufrieden.

      Wäre über jeden Tipp zur Verbesserung meines Spiels dankbar.

      Maus
  • 2 Antworten
    • meistermieses
      meistermieses
      Bronze
      Dabei seit: 31.12.2006 Beiträge: 11.991
      Ersteinmal muss du dir natürlich eine ausreichende Samplesize erspielen, sagen wir mal ein paar tausend DONs um zu sehen wo du stehst. Wenn du oft mit QQ, KK gegen Ax verlierst dann hat das ja nichts mit Unvermögen zu tun sondern eher mit Pech und Varianz.

      Gegen loose Bickstacks musst du natürlich einige EV+ Pushes aus dem SB auslassen. Das ist einfach so und kann man nicht ändern. Sitzen dafür tighte Regs in den Blinds, dann kannst du auch wenn sie Bigstacks sind viele EV- Pushes aus dem SB machen, meistens halt any two.So gleicht sich das ungefähr aus.

      Bei 6 Spielern ist es ganz wichtig zu schauen, ob der Tisch tight oder loose ist. Bei tighten Tischen kann man teilweise aus einer hinteren Position any two raisen/pushen, bei loosen dann nur sehr gute Hände. Meistens empfiehlt es sich auch in Mediumstacks zu pushen, die bei einem Call crippeled wären. Auch sehr wichtig ist, dass wenn man sehr viele Chips hat, nichts unötiges riskiert und mit wenig Chips schaut, dass man seinen Stack zusammenhält und FE behält. Es muss ja nur noch ein Spieler ausscheiden. UTG würde ich nur sehr tight raisen. 6- handed kann man ja nur sehr tight callen, dass heißt ich raise/pushe lieber aus einer hinteren Position, da dann die Chance kleiner ist, dass ein Gegner mit einer starken Hand aufwacht. Da die Gegner sowieso nur tight callen können spielt es nicht so eine große Rolle ob man UTG oder aus dem SB raist. Wenn man nicht mit mindestens 70% vorne liegt darf man je nach Stackgrößen normalerweise über einen Call nicht nachdenken. Und bei einem Raise UTG kann es wirklich passieren, dass jemand hinter einem mit etwas starkem aufwacht, mit dem er callen kann.
      6-handed kannst du auch oft die Zeit ablaufen lassen, damit der Shortstack noch die nächste Blindstufe abbekommt. Ist sehr wichtig und wird oft unterschätzt. Der Sprung von 300/600 auf 400/800 macht schon gute 300 Chips aus, die der Shorty dann normalerweise weniger hat.

      Wichtig ist, dass man in der mittleren und späten Phase einige Steals und manchmal sogar Resteals einbaut. Außerdem würde ich starke Hände sehr agressiv spielen, da du maximal protecten solltest. Du musst ja nicht Bigstack sein um zu gewinnen, es reicht einfach, wenn du deine Chips zusammenhälst. Und da würde ich Suckouts mit großen Valueraises vorbeugen um den Gegnern keine guten Odds zu geben. Dann brauchst du dir auch keine Sorgen um Limps von Pockets auf Setvalue zu machen, sondern kannst dann einfach dein Toppair weiter durchbetten.

      Und ganz wichtig ist natürlich, dass du nur sehr tight callst.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Hi,
      das wichtigste beim Spielen von DoNs ist das Erhalten der eigenen foldequity durch pushes, bei denen man sich viel foldequity gibt.
      Die Situation mit dem loosen bigstack hinter dir ist typisch und bedeutet halt einfach, dass du da fast nix vom sb pushen kannst. (Gute Aces oder pairs natürlich trotzdem, aber eben viel weniger als in einen midstack)
      D.h. du musst dir die richtigen Stacks zum reinpushen aussuchen und dann reinstellen, auch wenn du utg oder utg+1 bist.
      Bsp.: 7 handed,100/200 blinds, du hast 1100 chips,bb hat 1500, bigstack 4500 oder so etwas. Ein wunderschöner spot. Wenn du hier nochmal durch die blinds gehst isses aus mit foldequity - gegen den bigstack hinter dir sowieso - also pusht du auch J9, Q8s, 45s oder so spekulativen Kram utg oder utg+1. Also auch Hände, die man vom sb weglegen müsste gegen den bistack.
      Bei Stars muss man etwas looser spielen aufgrund der Antes im Vergleich zu anderen Seiten, da sich stealen mehr lohnt und warten mehr kostet.
      Ich kann nicht 100%ig sagen, ob das etwas loosere pushen aus ep oder mp auch auf den 5ern so profitabel ist, aber auf höheren buyins ist es das definitiv. Und ich denke, da man ber 5ern mit Sicherheit noch schlechtere Ax etc. calls vom bb von einem sb push bekommen wird, müsste das pushen von mp in einen midstack doch immernoch besser sein, als dann any2 vom sb pushen zu müssen...