Die Philosophie des Pokerns

    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      Führen wir uns vor Augen, warum wir Poker so lieben?
      Freiheit, (mathematische) Herausforderung, Geld gewinnen....
      Es ist zum einen der Kampf um Anerkennung. Jeder Mensch braucht sie, manche mehr und manche weniger. Sind wir nicht stolz auf uns, wenn wir manche levels schlagen, oder einen tollen fold machen, ein Turnier gewinnen...??? Damit zusammen hängt natürlich auch der Konkurrenzkampf, wir wollen unsere Gegner besiegen (manche wollen sie sogar vernichten). Es ist für viele das Streben auf der Leiter immer ein Stück weiter nach oben zu gelangen, immer weiter, immer weiter.
      Das liegt in der Natur des Menschen. Und jeder der behauptet, dass ihm dieses Gefühl fremd ist (und sei es außerhalb des Pokerns), der lügt meiner Meinung nach. Denn wer will denn keine Anerkennung???
      Zum anderen ist es Freiheit, Freiheit zu spielen wann und wo man will, die Freiheit um wie viel Geld man spielt usw. Diese Selbstständigkeit, sich niemanden unterordnen zu müssen, ist das, was viele Menschen brauchen und auch wollen. Aber mit dieser Freiheit folgt natürlich auch die Verantwortung, es gibt keine Ausreden, keinen (direkten) Halt, keinen, der einem sagt wann er aufhören muss oder welches level er spielen muss.
      Das genau ist auch die Gefahr des Pokern-keine/wenig Kontrolle. Aber gleichzeitig ist es auch die Chance, für sich selber Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu verwirklichen. Und ich denke, dass Vorteile die Gefahr mehr als aufwiegen.
      Ebenfalls für alle wichtig, ist natürlich auch der Gewinn, den jeder erzielen will. Er wiederum hat zwei Funktionen, zum einen eine rein finanzielle (Geld/Unterhalt verdienen/Nebenjob/Taschengeld aufbessern...), zum anderen aber ebenfalls Anerkennung. Um sagen zu können, man selbst ist ein erfolgreicher Pokerspieler.
      Und nun sollten sich Pokerspieler entscheiden (abgesehen von ihren Pokerskills), wollen sie Profi werden und eben professionell spielen, dabei Gefühle wie der Wunsch nach Anerkennung, Freude, Ärger.....hinter diesem Anspruch anstellen, also das "Pokergefühl" für rein mathematisches, kaltes Pokerspiel aufgeben???
      Oder ist ihnen das Gefühl wichtiger als ein paar Dollar, auf irgendeinem Pokerkonto?
      Nach meinem persönlichen Empfinden macht genau das Poker aus, die uneingeschränkte Leidenschaft für das Spiel, sich Bestätigung zu holen und damit sich selbst glücklich zu machen, denn das ist für mich der Sinn des Lebens, den der Beruf des professionellen Pokerspieler nicht ausfüllen kann, da dann Poker zum stumpfen Alltag wird. Poker soll das bleiben was es ist, und was es ist, muss jeder selbst entscheiden.

      Würde mich über eine angeregte Diskussion im Forum freuen.
  • 26 Antworten
    • disaC
      disaC
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 31
      Hab' grad meinen Rekord im Wii Bowling geschlagen! 290 Punkte (12 strikes in Folge)

      Wii habe ich von Poker Winnings gekauft. Ich erhoffe mir große Anerkennung durch meine Erfolge.
    • RaiserBlade
      RaiserBlade
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 5.784
      wenn du nicht pokerst um Geld zu verdienen hast du schonmal den Sinn von Poker nicht verstanden, und dann eröffnest nen Thread mit so nem Titel, mann mann mann.
    • Instinctively
      Instinctively
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2008 Beiträge: 2.191
      Original von RaiserBlade
      wenn du nicht pokerst um Geld zu verdienen hast du schonmal den Sinn von Poker nicht verstanden, und dann eröffnest nen Thread mit so nem Titel, mann mann mann.

      es kommt nur drauf an an welcher Stelle man persöhnlich den Gewinn, die Herausforderung, oder den Spaß stellt. Gibt genug leute bei denen der Gewinn alleine nicht an erster Stelle steht
    • RaiserBlade
      RaiserBlade
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 5.784
      Original von Instinctively
      Original von RaiserBlade
      wenn du nicht pokerst um Geld zu verdienen hast du schonmal den Sinn von Poker nicht verstanden, und dann eröffnest nen Thread mit so nem Titel, mann mann mann.

      es kommt nur drauf an an welcher Stelle man persöhnlich den Gewinn, die Herausforderung, oder den Spaß stellt. Gibt genug leute bei denen der Gewinn alleine nicht an erster Stelle steht
      Wenns dir um Hersuaforderung und Spaß geht würde ich lieber Sport machen, also solchen bei dem man seinen ganzen Körper bewegt.
    • Krylle
      Krylle
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2009 Beiträge: 2.040
      Das Thema wurde doch schon mehrfach durchgekaut. INteressanter finde ich Pokerethik.
    • ktec
      ktec
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 2.781
      Original von RaiserBlade
      Original von Instinctively
      Original von RaiserBlade
      wenn du nicht pokerst um Geld zu verdienen hast du schonmal den Sinn von Poker nicht verstanden, und dann eröffnest nen Thread mit so nem Titel, mann mann mann.

      es kommt nur drauf an an welcher Stelle man persöhnlich den Gewinn, die Herausforderung, oder den Spaß stellt. Gibt genug leute bei denen der Gewinn alleine nicht an erster Stelle steht
      Wenns dir um Hersuaforderung und Spaß geht würde ich lieber Sport machen, also solchen bei dem man seinen ganzen Körper bewegt.
      ja, was du am liebsten machen würdest kann man aber nicht auf die Allgemeinheit beziehen.

      Fakt ist, dass es unterschiedliche Gründe gibt um zu Pokern und Geld ist nur einer davon, wobei er von vielen hier der Hauptgrund ist
    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      am wichtigsten ist doch Toleranz, wenn einer für sich selbst entscheidet, dass es ihm bei Poker nur um Geld geht, ist das OK.
      Für mich ist Geld aber nur ein Faktor von diesem tollen Spiel.
      Ich habe auch nicht gesagt, dass Geld keine Rolle spielt, sondern dass es sein kann, dass es für manche Spieler wichtiger sein kann das "Gefühl des Pokerns" mit allen seine Facetten zu erleben. Und das ist bei mir so.
    • RaiserBlade
      RaiserBlade
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 5.784
      Original von paule7777
      am wichtigsten ist doch Toleranz, wenn einer für sich selbst entscheidet, dass es ihm bei Poker nur um Geld geht, ist das OK.
      Für mich ist Geld aber nur ein Faktor von diesem tollen Spiel.
      Ich habe auch nicht gesagt, dass Geld keine Rolle spielt, sondern dass es sein kann, dass es für manche Spieler wichtiger sein kann das "Gefühl des Pokerns" mit allen seine Facetten zu erleben. Und das ist bei mir so.
      Welche hast du denn schon kennengelernt?
      Würde denken, dass du noch nie nen 10-20 Stack Downswing hattest.
      So wie du hätte ich vor nem Jahr wsl auch geschrieben.
      Macht dir Poker Spaß, wenn du 20 Stacks Down bist?
      Dein "Gefühl des Pokerns" - was auch immer du damit genau meinst, wird sehr stark von deinen Winnings abhängen. So wie du schreibt einfach keiner, der Poker auch wegen Swings schonmal gehasst hat, "Pokerhass" ist übrigens auch eine der Facetten, die man zwangsläufig kennenlernt wenn man mal etwas engagierter an die Sache rangeht;)

      Und naja, vllt ist meine Meinung von dir auch schon negativ beeinflusst, weil mir bei deinem ersten Satz schon die Galle hochkam.
      Kann auch falsch liegen, naja säzz poka.


      vllt kannst ja kurz sagen welches Limit du spielst, welchw Variante und wieviel Hände du schon ungefähr gespielt hast. Danach wird meine Meinung bestimmt etwas objektiver:)
    • Nikname
      Nikname
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2008 Beiträge: 571
      Original von paule7777
      Führen wir uns vor Augen, warum wir Poker so lieben?
      Freiheit, (mathematische) Herausforderung, Geld gewinnen....
      Es ist zum einen der Kampf um Anerkennung. Jeder Mensch braucht sie, manche mehr und manche weniger. Sind wir nicht stolz auf uns, wenn wir manche levels schlagen, oder einen tollen fold machen, ein Turnier gewinnen...??? Damit zusammen hängt natürlich auch der Konkurrenzkampf, wir wollen unsere Gegner besiegen (manche wollen sie sogar vernichten). Es ist für viele das Streben auf der Leiter immer ein Stück weiter nach oben zu gelangen, immer weiter, immer weiter.
      Das liegt in der Natur des Menschen. Und jeder der behauptet, dass ihm dieses Gefühl fremd ist (und sei es außerhalb des Pokerns), der lügt meiner Meinung nach. Denn wer will denn keine Anerkennung???
      Zum anderen ist es Freiheit, Freiheit zu spielen wann und wo man will, die Freiheit um wie viel Geld man spielt usw. Diese Selbstständigkeit, sich niemanden unterordnen zu müssen, ist das, was viele Menschen brauchen und auch wollen. Aber mit dieser Freiheit folgt natürlich auch die Verantwortung, es gibt keine Ausreden, keinen (direkten) Halt, keinen, der einem sagt wann er aufhören muss oder welches level er spielen muss.
      Das genau ist auch die Gefahr des Pokern-keine/wenig Kontrolle. Aber gleichzeitig ist es auch die Chance, für sich selber Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu verwirklichen. Und ich denke, dass Vorteile die Gefahr mehr als aufwiegen.
      Ebenfalls für alle wichtig, ist natürlich auch der Gewinn, den jeder erzielen will. Er wiederum hat zwei Funktionen, zum einen eine rein finanzielle (Geld/Unterhalt verdienen/Nebenjob/Taschengeld aufbessern...), zum anderen aber ebenfalls Anerkennung. Um sagen zu können, man selbst ist ein erfolgreicher Pokerspieler.
      Und nun sollten sich Pokerspieler entscheiden (abgesehen von ihren Pokerskills), wollen sie Profi werden und eben professionell spielen, dabei Gefühle wie der Wunsch nach Anerkennung, Freude, Ärger.....hinter diesem Anspruch anstellen, also das "Pokergefühl" für rein mathematisches, kaltes Pokerspiel aufgeben???
      Oder ist ihnen das Gefühl wichtiger als ein paar Dollar, auf irgendeinem Pokerkonto?
      Nach meinem persönlichen Empfinden macht genau das Poker aus, die uneingeschränkte Leidenschaft für das Spiel, sich Bestätigung zu holen und damit sich selbst glücklich zu machen, denn das ist für mich der Sinn des Lebens, den der Beruf des professionellen Pokerspieler nicht ausfüllen kann, da dann Poker zum stumpfen Alltag wird. Poker soll das bleiben was es ist, und was es ist, muss jeder selbst entscheiden.

      Würde mich über eine angeregte Diskussion im Forum freuen.
      Kann dass mal jemand Korrekturlesen,
      Absätze würden dem Text/Geschwafel besser stehen.....
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      ja, viel spaß beim kennenlernen des downswings, spaß ist etwas anderes ;)
    • Nikname
      Nikname
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2008 Beiträge: 571
      Original von chrischiberlin
      ja, viel spaß beim kennenlernen des downswings, spaß ist etwas anderes ;)
      Mag ja sein,
      deswegen kann man solche Texte aber trotz allem etwas besser strukturieren und in eine etwas leserlichere Form bringen. ;)
    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      Original von RaiserBlade
      Welche hast du denn schon kennengelernt?
      Würde denken, dass du noch nie nen 10-20 Stack Downswing hattest.
      So wie du hätte ich vor nem Jahr wsl auch geschrieben.
      Macht dir Poker Spaß, wenn du 20 Stacks Down bist?
      Dein "Gefühl des Pokerns" - was auch immer du damit genau meinst, wird sehr stark von deinen Winnings abhängen. So wie du schreibt einfach keiner, der Poker auch wegen Swings schonmal gehasst hat, "Pokerhass" ist übrigens auch eine der Facetten, die man zwangsläufig kennenlernt wenn man mal etwas engagierter an die Sache rangeht;)

      Und naja, vllt ist meine Meinung von dir auch schon negativ beeinflusst, weil mir bei deinem ersten Satz schon die Galle hochkam.
      Kann auch falsch liegen, naja säzz poka.


      vllt kannst ja kurz sagen welches Limit du spielst, welchw Variante und wieviel Hände du schon ungefähr gespielt hast. Danach wird meine Meinung bestimmt etwas objektiver:)
      Du hast vollkommen Recht, wenn du sagst, das Poker in einem Downswing kein Spaß macht. Aber ich ziehe daraus andere Schlüsse.
      In einer solchen Situation, die ich schon erlebt habe (bin schon einmal mit meinem Konto broke gegangen) mache ich mir bewusst, was ich an Poker liebe und versuche das Positive aus der Situation zu nehmen, d.h. nicht, dass mir Geld egal ist, aber man kommt aus den Downswings heraus, wenn man daran glaubt.
      Mag sein, dass du das anders siehst, dass ist auch OK. Doch ich habe das Gefühl, dass du glaubst, du weißt genau über Poker bescheid und ich nicht.
      Ich kann nur sagen, viele Wege führen nach Rom.
    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      Achja ich spiele 10/25 NL (ca. 50000 Hände)
      Turniere: 5-25$ Buy in

      Mag sein, dass du erfahrener bist, d.h. aber nicht unbedingt, dass deine Meinung richtig und meine falsch ist.
    • RaiserBlade
      RaiserBlade
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 5.784
      Also, du hast bisher 50K Hände gespielt, bist in denen schon einmal broke gegangen und spielst jetzt NL25.
      Das sind nicht viele Hände und ich frag mich wie man mit 50K Händen auf NL25 (spielst ja keine SSS) kommt. Hast du selbst eingezahlt oder hältst du dich nicht ans BRM?

      Wenn dem so ist halte ich deinen Post für noch lächerlicher als ich es eh schon tue, wenn dem nicht so ist wünsch ich dir weiterhin viel Spaß beim pokern.
    • Jarostrategy
      Jarostrategy
      Silber
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 5.603
      Jeder hat wie gesagt andere Beweggründe zu Pokern. Allerdings finde ich schon das es viele andere Dinge neben dem Geld gibt.

      Mir macht Poker auch im Down Spaß, wenn ich davon überzeugt bin gut zu spielen. Ich freue mich über auch wenn ich ausgesucked werde weil ich mein Geld als Favorit investiert habe.

      Wie sich die realen Gewinne dazu verhalten ist mir eigentlich relativ egal. Ich glaube einfach, dass ich damit für mich das bestmögliche Spiel erreiche was ich erreichen kann was zwangsläufig auch wieder zu mehr Moneyz führen wird ;) .
    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      Danke, endlich mal jemand, der mir aus der Seele spricht und obwohl er vielleicht ein besserer Pokerspieler ist als ich, meine Meinung teilt bzw. respektiert.
      Denn wirklich gute Menschen/Pokerspieler tolerieren andere Meinungen, obwohl sie es aus ihrer Sicht besser wissen. Die anderen sind eher Wichtigtuer oder Klugscheißer.
    • Troppo
      Troppo
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2008 Beiträge: 1.721
      Schöner Post. Da es den wenigsten hier gegeben ist Pro zu werden sollte man Poker auch als das sehen was es für die meisten hier ist. Ein paar $ und ein Selbstbestätigung.

      Troppo
    • paule7777
      paule7777
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 1.206
      danke
    • Nichtschwimmer
      Nichtschwimmer
      Black
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 6.974
      Nur ums Geld gehts beim Pokern eigentlich nur den Leuten, die davon leben und nicht so viel Geld damit verdienen, dass ihnen das Geld wieder egal sein kann.
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