Hu?

    • klick4FUN
      klick4FUN
      Bronze
      Dabei seit: 30.12.2008 Beiträge: 1.864
      hello
      ich bin von sss auf sh umgestiegen und in den ersten 40k händen gerademal BE und mit bonus leicht im plus
      nach längeren analysieren meiner stats und vergleiche mit anderen bin ich drauf gekommen das ich das postflop-spiel schlecht einschätzen kann und oft zu agg agiere und in den richtigen zu passiv
      deswegen schmeiß ich mich jetzt immer auf den micros ins HU
      interessanterweiße spiel ich da zu 90% gegen 40/2 deppn was meine winrate rasant steigen lässt
      nur wird es sich auf höheren limits wsl nicht mehr so leicht sein soclhe spieler zu finden
      deswegen wollt ich fragen ob es ein paar grundlegende weisheiten gibt die man beachten sollte...die mich am richtigen weg führen;)
      immer auf nen noob warten kann ja auch nix^^
  • 4 Antworten
    • Marinho
      Marinho
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2007 Beiträge: 3.574
      Grundlegene Weisheiten im HU, der war gut!

      Wie wärs hiermit:
      Spiel einfach deinen Gegner, anders ist HU nicht zu schlagen!

      Klingt trivial ist aber wahr.
    • praios
      praios
      Black
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 7.424
      gegner spielen
      TP=nuts
      oesd,fd=nuts :D
    • Bluejanis
      Bluejanis
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2007 Beiträge: 2.991
      vllt helfen dir ja auch einige videos. speziell sh sollten die dir einiges bringen, wenn du das überhaupt noch spielen möchtest
    • Wolf87
      Wolf87
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2007 Beiträge: 2.160
      Original von Bluejanis
      vllt helfen dir ja auch einige videos. speziell sh sollten die dir einiges bringen, wenn du das überhaupt noch spielen möchtest
      Finde ich gar nicht. Ich spiele alle NL-Varianten, sowohl SH als auch HU.
      HU ist mMn ein komplett anderes Spiel, was sich nicht mit SH auch nur ansatzweise vergleichen lässt.

      1) Standardspiel und Lernen wie man richtig adaptet
      Das erste was du imo im HU lernen solltest ist das "standardspiel" (was aber sehr schnell getan ist)
      Beispiel: Es gibt preflop mehrere Ansätze, welche im HU gegnerabhängig gewählt werden sollten. (2 bb raise, 3bb raise, 100% BU Raise - 50% BU Raise ect.) Normalerweise fängst du mit einer generellen Standardstrategie an:
      Bei mir und den meisten anderen ist das preflop ca. 75-80% Raise vom BU, 3 BB Raise.

      Je nach Gegner musst du dann adapten. Ist der Gegner ein maniac, der dich jede zweite Hand 3bettet wenn du IP bist kannst du beispielsweise erstmal ein paar Hände mehr folden (=tighter werden). Funktioniert das nicht richtig, bist du bald beim 2BB-Raise preflop, da dann der Gegner spieltheoretisch mehr callen muss, anderenfalls kannst du auch viel lighter 3bets callen weil der pot viel kleiner ist. Oder bluff4betten. Daran muss er wieder adapten ect, sonst macht er einen Fehler. Dies alles hier ist also ein individuelles Spiel.

      Das Ganze lässt sich natürlich nicht nur auf das preflop-, sondern auch auf das postflop-Spiel übertragen.
      Beispiel: Anfangs gegen jeden unknown-Gegner wird erstmal 100% cbet gesetzt. Je looser er dann im Verlauf callt, desto weniger wird gecbettet bzw. desto mehr 2nd barrels werden gesetzt als Gegenstrategie.

      Die "Prinzipien", also Grundlegende (abstrakte) theoretischen Aspekte musst du verstanden haben, damit du weist wie du auf bestimmte Verhaltensmuster deiner Gegner reagieren kannst (= korrekt adapten).

      Diese Komponente lernst du nicht, oder zumindest nur eingeschränkt im SH!

      2) Generelles Postflopspiel
      Natürlich musst du generell das Postflop-Spiel beherrschen, also Sachen wie Potcontroll und Protectionsbets, Valuebets ect. müssen sitzen. Gerade vbets werden im HU sehr viel dünner gesetzt als im SH. Diese grundlegenden Dinge haben etwas mit dem sog. postflopspiel zu tun, welches du in allen Varianten im NL beherrschen musst, also sowohl FR, als auch SH, als auch im HU. (außer bei der SSS :D )
      Das Postflop-Spiel ist - und da gebe ich meinem Vorredner Recht - im SH gut erlernbar. Gegnerell ist es aber ein vom HU losgelöstes Gerüst, da es einfach generelles Element beim Postflopspiel ist und (bitte nicht unterschätzen) einfach im HU viel weitergehender ist.
      Beispiel: Im SH folgende Situation: Du bettest mit AT, das board ist TK7.
      Klar ist, du bettest am Flop als cbet, Gegner callt. Turn blankt. Meistens spielst du hier c/c, willst zumindest irgendwie billig zum showndown, setzt vielleicht wenn villain auch checkt am River noch ne vbet. Aber nicht im HU:
      Hier heisst es oft: bet Flop, bet Turn, vielleicht sogar noch bet River for value.
      Ist natürlich ein blödes Beispiel gewesen, soll dir aber nur klarmachen, dass die Konzepte nicht 1zu1 von SH auf HU übertragbar sind.

      3) Image
      Mach dich deines Images bewusst und nutze es aus. Im SH auf den lowstakes bis midstakes komplett nutzlos bis wenig nutzbar, im HU Pflichtstoff. Im HU sind nicht die stations, sondern die maniacs dein primäres Opfer, die dir Geld schenken!

      4) Board besser readen lernen
      Wichtig um bluffs häufig zu catchen. Fast jeder Gegner blufft. Fast kann man sagen, je mehr er bluffen muss,desto weniger Ahnung hat er ^^
      Stimmt zwar nicht zwangsläufig, da bluffs nunmal ein nicht unwichtiger Bestandteil sind, da einfach oft das board verfehlt wird und man im Gegensatz zu FR oder SH eben immer nur gegen einen Gegner spielt, den man so oft rausdrücken kann.

      5) Lernen, effektiv notes zu machen
      Wichtig, um schnell und effizient sich das Gegnerverhalten zu notieren, was im Zusammenspiel mit 4) und 2) wichtig werden kann.
      Beispiel: c/raist der Gegner oft am Flop, ist es nicht schlecht mit 2nd pair oder sogar mit Toppair+ mal am Flop behind zu checken. Notes sind sauwichtig, stats verlieren an Bedeutung weil das Spiel zu dynamisch ist.

      Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben, das ist natürlich alles nicht abschließend sondern soll dir nur helfen ein paar Problemfelder zu finden, welche man der Reihe nach abarbeiten kann.
      Ich hab das Ganze hier in 10min geschrieben, erhebe also keinen Anspruch auf Vollkommenheit und Richtigkeit! Dies ist nur eine Starthilfe.

      In diesem Sinne gutes Gelingen und viel Erfolg im HU!