Conti-Bet, aber wann?[edit]

    • chris1989
      chris1989
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 2.608
      hi,

      ich habe da mal eine frage zur conti-bet, denn ich verliere zuviel geld durch schlechtes postflop spiel.

      erstmal ein paar infos zu meinem spiel:
      ich spiele die sss nach SHC+einige erweiterte Hände
      limit: NL10
      Conti-bet: eigentlich immer wenn ich postflop einen gegner habe. 2/3 potsize bet (>1/2Stack= All-In)

      in vielen fällen laufe ich dann mit 2 overcards gegen ein kleines pocketpair oder er trifft das board.

      deswegen meine frage:
      wie kann ich sowas verhindern(oder zumindest arg mindern)
      gibt es iwelche regeln, tipps wie ich mich verbessern kann

      den strategyartikel zu contibets habe ich gelesen, aber iwie hilft er mir nicht sonderlich oder ich verstehe ihn nicht richtig :P

      ich hoffe ihr könnt mir helfen

      gruß
      chris

      edit:

      Beispiel: ich halte KK und Flop ist xxA, soll ich da immer c/f spielen oder conti-bet?
      oder KK gegen folgenden Flop QQx, wie sieht es hier aus?

      welche stats der gegner ausser fold to contibet etc. könnten mir helfen?
  • 11 Antworten
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Hallo chris1989!

      Ich habe deinen Beitrag mal hierhin verschoben. Hier sitzen die Experten, die dir bestimmt weiterhelfen können! :P
    • knoodie
      knoodie
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2009 Beiträge: 2.196
      schau dir mal den thread an
      Continuationbet, immer?

      da rät ingolpoker gerade anfängern immer zu contibetten.
      Klar wirst du manchmal vonner rotzhand gecallt die aber am river trotzdem noch ihr paar trifft, bzw bereits was gehittet hat und du verlierst dein stack mit AK.
      Es kommt aber auch oft genug vor, dass villain foldet oder seine scheisshand, mit der er callt, sich nicht verbessert und du mit A high gewinnst.


      Zu KK bei xxA Board:
      Wenn du first to act bist, setzt du deine contibet, hast ja preflop sicherlich geraist und bereits Stärke demonstriert.
      Wenn nicht kommt es darauf an.
      Hatte grad gestern ne Hand gepsotet mti der oben beschriebenen Situation. Villain hat am Flop geminbettet. Der Handbewerter sagte, dass er die minbet nicht respektieren würde.
      Wenn Villain aber relativ hoch reindonkt, würd ichs folden...
    • DarkZonk
      DarkZonk
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2008 Beiträge: 19.198
      wichtig ist es, die mathematik hinter der conti bet zu kennen.

      1. wir adjustieren die größe unserer Contibet am Board, nicht an unserer Hand.
      Ist das board nicht drawlasting ca. 1/2 Potsize
      ist es sehr drawlastig -> 3/4 potsize.

      dazwischen bewegt sich unsere contibet immer.

      2. kleine donks kann man ignorieren, bei größeren wirds da sehr sehr eng, meistens is n fold besser.

      3. wenn wir unsere contibets immer in der oben genannten größe machen, brauch unsere contibet nur ca. jedes 3te mal klappen um profitabel zu sein. Erfahrungsgemäß ist sie das.


      mfg
    • Soapp
      Soapp
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2009 Beiträge: 111

      3. wenn wir unsere contibets immer in der oben genannten größe machen, brauch unsere contibet nur ca. jedes 3te mal klappen um profitabel zu sein. Erfahrungsgemäß ist sie das.
      und wenn JEDER conitbettet ? Sprich, wenn jeder weiss dass man immer ne contibet macht, dann widerspricht sich das doch, oder?
    • DarkZonk
      DarkZonk
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2008 Beiträge: 19.198
      und?

      selbst wenn sie wissen, wass wir immer ne contibet machen (halbwegs gute spieler wissen das), wissen sie nicht ob wir getroffen haben oder nicht.

      Wir können ja auch auf nem 972 rainbow board einfahc KK halten. wogegen es ihnen nicht viel bringt action zu machen.

      von daher, ist die contibet immer profitabel. und die gegner wissen, dass wir immer eine machen.
    • drahnreb2
      drahnreb2
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2009 Beiträge: 20
      Original von DarkZonk

      3. wenn wir unsere contibets immer in der oben genannten größe machen, brauch unsere contibet nur ca. jedes 3te mal klappen um profitabel zu sein. Erfahrungsgemäß ist sie das.

      mfg
      Kanns Du das mal näher ausführen (Beispielrechnung o.ä.)?

      Vielen Dank vorab!
    • johnrobinweber
      johnrobinweber
      Global
      Dabei seit: 17.08.2008 Beiträge: 627
      habs auch mal so in nem SSS video gehört und ziehs durcH!
    • Hobbes35i
      Hobbes35i
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.436
      Original von drahnreb2
      Original von DarkZonk

      3. wenn wir unsere contibets immer in der oben genannten größe machen, brauch unsere contibet nur ca. jedes 3te mal klappen um profitabel zu sein. Erfahrungsgemäß ist sie das.
      Kanns Du das mal näher ausführen (Beispielrechnung o.ä.)?
      Der Erwartungswert berechnet sich so:

      EV = (Wahrscheinlichkeit, dass die Cbet klappt)*Gewinn - (Wahrscheinlichkeit, dass die Cbet nicht klappt)*Verlust

      Gewinn ist der Pot, den wir mit der Cbet einsacken, Verlust ist die Cbet selbst (und nicht das Geld, was wir preflop investiert haben, das gehört uns jetzt schon nicht mehr).

      Also, ein Beispiel: Wir raisen im CO auf 4bb, der SB callt, alle anderen folden. Der Pot ist am Flop 9 bb groß und wir betten 4,5 bb. Der SB foldet mit der Wahrscheinlichkeit p. Damit der Move profitabel ist, muss der EV größer als null sein.

      p * 9 bb - (1-p) * 4,5 bb > 0
      p * 9 bb - 4,5 bb + p * 4,5 bb > 0
      p * 13,5 bb - 4,5 bb > 0
      p * 13,5 bb > 4,5 bb
      p > 1/3

      Wenn p größer als 1/3 ist, d.h. wenn Villain mindestens einmal in drei Fällen foldet, ist die Cbet langfristig profitabel.

      Is klar? =)
    • drahnreb2
      drahnreb2
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2009 Beiträge: 20
      @Hobbes35i

      Danke für die Erklärung! Soweit so klar!

      Nur noch kleine Nachfrage:
      So wie ich Dein Beispiel verstehe unterstellst die EV-Berechnung im Bsp., dass Hero verliert, wenn Villain nicht foldet.
      Das würde bedeuten, dass p <1/3 sein kann wenn ich davon ausgehe den Pot auch noch gewinnen zu können, wenn Villain callt oder reraised, denn schließlich besteht ja auch noch die Möglichkeit, dass meine Hand stärker ist als seine, oder?
    • lryyyyyy
      lryyyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2007 Beiträge: 3.214
      So ist es. Es kann natürlich sein dass du am Turn oder so noch dein Set hittest.
    • Hobbes35i
      Hobbes35i
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.436
      Original von drahnreb2
      So wie ich Dein Beispiel verstehe unterstellst die EV-Berechnung im Bsp., dass Hero verliert, wenn Villain nicht foldet.
      Das würde bedeuten, dass p <1/3 sein kann wenn ich davon ausgehe den Pot auch noch gewinnen zu können, wenn Villain callt oder reraised, denn schließlich besteht ja auch noch die Möglichkeit, dass meine Hand stärker ist als seine, oder?
      Richtig, die Rechnung gilt für den worst case. Allgemeiner kann man die EVs noch feiner aufteilen, z.B. auch auf Valuebets, bei denen man noch ausgesuckt werden kann. Wie man es aufteilt, hängt immer von der Fragestellung ab. Um zu überprüfen, ob man bei der Aufteilung alle Fälle überlappungsfrei berücksichtigt hat, kann man einfach die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten aufaddieren und gucken, dass 100% rauskommt.