Psychologie-Artikel/Videos

    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      Ich wollte da mal nachfragen, ob die Euch was bringen fürs Pokern, gerade wenn ich die Vids anschaue, ich kann da einfach nichts mitnehmen, dass es beim nächsten Downswing zB. unwahrscheinlicher ist, dass ich tilte oder so.


      Ich bin nicht lesefaul, wenn es um ein Thema geht, dass mich interessiert, wie zB. die normalen Strategieartikel von PS.de zur Pokertheorie, aber wenns um Psychologie geht, dann muss ich mich immer dazu zwingen, mal wieder einen zu lesen, habe aber gar keinen Spaß dabei und ich spüre auch wie gesagt nicht, dass es mir was bringt.

      Ich spiele momentan FL1/2$, vielleicht wirds später wichtiger, aber wie gesagt, jetzt gerade kann ich all dem Psychologiezeugs nichts abgewinnen.


      Wie geht es euch da so? Lest ihr die alle bzw. welche sind besonders wichtig? Gerade die Videos bringen mir überhaupt nichts, was jetzt keine Kritic an pascl sein soll, der das wirklch gut macht, aber ich finde das Thema Psychologie einfach total langweilig und uninteressant.


      Ich weiß, dass man wissen muss, wie man sich in Downswings verhält und man irgend ne Strategie haben muss, wie man Tilt vermeidet, aber kann man das sich nicht auch anders aneignen, ohne die ganze Zeit etwas lesen zu müssen, was einen nicht interessiert?


      Was ich übrigens super finde, sind diese 2 Artikel von MiiWiin hier:
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/1065/
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/1090/


      sind zwar aus der NL-Sektion, aber fast alles gilt logischerweise auch für die anderen Varianten.


      Ich finde es gut, dass sie sich auch auf die praktische Anwendung beim Pokern beziehen, man weiß, dass man dies und das zB. gege Tilt tun kann, was ich bei den meisten anderen Psychologieartikeln vermisse, ich kann die nicht mit Pokern in Verbindung setzen...


      Reicht nicht auch die Erfahrung aus, um daraus zu lernen? ;)



      Hoffe auf Ratschläge =)
  • 14 Antworten
    • Knolle4all
      Knolle4all
      Bronze
      Dabei seit: 29.02.2008 Beiträge: 220
      Hi HamburgmeinePerle

      Ich wollte da mal nachfragen, ob die Euch was bringen fürs Pokern, gerade wenn ich die Vids anschaue, ich kann da einfach nichts mitnehmen, dass es beim nächsten Downswing zB. unwahrscheinlicher ist, dass ich tilte oder so.


      Also mir bringen sie was. Ich schaue sie mir öfter bei Gelegnheit an.

      Ich bin nicht lesefaul, wenn es um ein Thema geht, dass mich interessiert, wie zB. die normalen Strategieartikel von PS.de zur Pokertheorie, aber wenns um Psychologie geht, dann muss ich mich immer dazu zwingen, mal wieder einen zu lesen, habe aber gar keinen Spaß dabei und ich spüre auch wie gesagt nicht, dass es mir was bringt.


      Der Psychologische Part ist beim Pokern enorm wichtig. Tableimage, History etc. ist auch auf 1/2 schon ein großes Thema. Setzt du dich frisch an einen Tisch und räumst erstmal ordentlich ab, werden die zukünftigen Raises mehr respektiert als wenn du die ersten Hände totally trash overplayst oder weak aggierst etc. Wenn es dich nicht interessiert wirst du bald sehr große Probleme bekommen.


      Wie geht es euch da so? Lest ihr die alle bzw. welche sind besonders wichtig? Gerade die Videos bringen mir überhaupt nichts, was jetzt keine Kritic an pascl sein soll, der das wirklch gut macht, aber ich finde das Thema Psychologie einfach total langweilig und uninteressant.


      Wichtig sind alle =) Finde ich zumindest.


      Ich weiß, dass man wissen muss, wie man sich in Downswings verhält und man irgend ne Strategie haben muss, wie man Tilt vermeidet, aber kann man das sich nicht auch anders aneignen, ohne die ganze Zeit etwas lesen zu müssen, was einen nicht interessiert?


      Um Tilt zu vermeiden ist es unbedingt nötig sich damit auseinanderzusetzen und als Hilfestellung bietet dir PS.de diese Artikel. Anders aneignen? Nutze die Community um dir Infos zu besorgen wie andere Spieler mit dieser Thematik umgehen. Deal with the Downswing

      Reicht nicht auch die Erfahrung aus, um daraus zu lernen?


      Nein, isoliert betrachtet reicht allein Erfahrung leider nicht aus. Auf der anderen Seite ist es jedem eine Lehre, wenn er besoffen/bekifft etc. einige 100bb vertiltet hat.


      Wenn du kein Interesse an Psychologie hast, emopfehle ich dir 1/2 als das Ende deiner Karriere anzusehen. Wenn das für dich ok ist dann bleibe auf deinem Standpunkt. Falls du vorhast höhere Limits zu spielen, setze dich mit der Materie auseinander.

      Lese doch einfach jeden Tag einen einzigen Strategieartikel und arbeite dich entspannt, aber konsequent durch. Am Ende schaust du dann zurück und denkst: "Es war nicht viel, aber gelernt habe ich trotzdem was"


      ich wünsche dir auf deinem Weg viel Erfolg!

      Grüße
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      Erst mal vielen Dank für deine ausführliche Antwort Knolle4all!


      Ich weiß, dass der psychologische Part immer wichtiger wird, je höher man in den Limits aufsteigt.

      Allerdings ist mein Problem, dass ich die in den Artikeln und vor allem Videos vorgestellten Konzepte nicht auf das Spiel Poker übertragen kann.


      Ich verstehe nicht, was du meinst, enn du von Tableimage und History sprichst und dass die Gegner auf 1/2 meine Raises mehr respektieren usw. Das ist doch ein spieltheoretischer Hintergrund, den man dann mit Balancing ausgleicht!!? Ich sehe die Verbindung zur Psychologie nicht ?(


      Mein ZIel ist es schon, höher als 1/2 zu kommen und ich bin auch bereit, dafür mich mit Psychologie zu beschäftigen, aber bisher haben mir die PS.de-Artikel und vor allem die Videos wie gesagt nicht sehr zugesagt und ich weiß nicht, wie ich das alles auf Pokern anwenden soll!?


      Lohnt sich ein Buch, wie zB. "Ace on the River", um sich von der psychologischen Seite her zu verbessern?
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Ich sehe vieles ganz ähnlich wie Knolle4all, aber bei seiner Empfehlung schießt er imo über das Ziel hinaus.

      @ OP: Möglicherweise hast Du aktuell deswegen kein Interesse an dem psychologischen Part des Spiels, weil er bisher noch keine große Rolle für Dich gespielt hat.

      Sieh es doch mal folgendermaßen: Es ist ein Angebot. Du MUSST es nicht nutzen. Ich habe zwar Zugriff auf jeden Content, nutze ihn aber nicht komplett. Zum einen ist das so, weil auch meine Zeit begrenzt ist, zum anderen ist das so, weil es mir auch einfach noch zu hoch ist und ich mit den entsprechenden Gedankengängen kaum etwas anzufangen weiß. Da kann ein High-Stakes-Video dann schnell mal langweilig werden, während NL100/200 Videos für mich zur Zeit der absolute Knüller sind ;)
      Ein anderes Beispiel: Ich war zu meiner FL-Zeit in der glücklichen Lage, ein priv. Coaching mit kobeyard zu haben. Bei so einem Coaching merkt man dann erst, wie gut er wirklich ist und was einem selbst fehlt. Der Punkt ist aber, dass ich auch gemerkt habe, dass ich seinen Gedankengängen zwar folgen konnte, aber das war es dann auch. Ich hätte a) mir selbst diese Gedanken nie gemacht und b) hätte ich sie so wie auch nicht umgesetzt. Von daher habe ich von dem Coaching vom reinen Content her weniger mitgenommen.

      Von daher lautet mein Rat: Content? Ja. Aber bitte selektiv! :)

      Original von HamburgmeinePerle
      Lohnt sich ein Buch, wie zB. "Ace on the River", um sich von der psychologischen Seite her zu verbessern?
      Nein. Das Buch ist sehr interessant geschrieben, aber von der psychologischen Seite habe zumindest ich wenig mitgenommen.
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      Original von michimanni
      Ich sehe vieles ganz ähnlich wie Knolle4all, aber bei seiner Empfehlung schießt er imo über das Ziel hinaus.

      @ OP: Möglicherweise hast Du aktuell deswegen kein Interesse an dem psychologischen Part des Spiels, weil er bisher noch keine große Rolle für Dich gespielt hat.

      Sieh es doch mal folgendermaßen: Es ist ein Angebot. Du MUSST es nicht nutzen. Ich habe zwar Zugriff auf jeden Content, nutze ihn aber nicht komplett. Zum einen ist das so, weil auch meine Zeit begrenzt ist, zum anderen ist das so, weil es mir auch einfach noch zu hoch ist und ich mit den entsprechenden Gedankengängen kaum etwas anzufangen weiß. Da kann ein High-Stakes-Video dann schnell mal langweilig werden, während NL100/200 Videos für mich zur Zeit der absolute Knüller sind ;)
      Ein anderes Beispiel: Ich war zu meiner FL-Zeit in der glücklichen Lage, ein priv. Coaching mit kobeyard zu haben. Bei so einem Coaching merkt man dann erst, wie gut er wirklich ist und was einem selbst fehlt. Der Punkt ist aber, dass ich auch gemerkt habe, dass ich seinen Gedankengängen zwar folgen konnte, aber das war es dann auch. Ich hätte a) mir selbst diese Gedanken nie gemacht und b) hätte ich sie so wie auch nicht umgesetzt. Von daher habe ich von dem Coaching vom reinen Content her weniger mitgenommen.

      Von daher lautet mein Rat: Content? Ja. Aber bitte selektiv! :)

      Original von HamburgmeinePerle
      Lohnt sich ein Buch, wie zB. "Ace on the River", um sich von der psychologischen Seite her zu verbessern?
      Nein. Das Buch ist sehr interessant geschrieben, aber von der psychologischen Seite habe zumindest ich wenig mitgenommen.

      danke Dir auch erst mal ;)


      Also willst du damit sagen, dass ich irgendwann sowieso selbst die Psychologieartikel lesen werde, wenn "es für mich dann eine Rolle spielt" wie du sagst? Oder sollte ich mich einfach dazu zwingen, jeden Tag 1 Artikel und 1 Video über Psychologie anzuschauen, wie Knolle4all es empfiehlt? Ist es auch das, was du mit "selektiv" meinst? Bzw. was meinst du mit "Wenn es für mich eine Rolle spielt"? Wenn ich mal nen harten Downswing habe oder wenn ich mich zu schlecht für ein Limit fühle!??


      Ich verstehe deinen Ratschlag nicht ganz. :(


      Ich will am besten sowas hören, wie "Mach das!" oder so, weil dann könnte ich mich wirklich dazu motivieren, diese Artikel ausgiebig zu studieren, wenn ich weiß, dass sie mir etwas bringen. Ich weiß, dass es wohl bei jedem Einzelnen unterschiedlich ist, was ihm etwas bringt und was nicht.

      Ich weiß aber auch, dass ich ohne Psychologie wohl nicht weit kommen werde im Pokern und das habe ich eigentlich schon vor =)

      Wenn du mir jetzt nen Artikel oder so speziell empfehlen würdest, oder wenn du sagst, das man alle auswendig kennen muss und dies unerlässlich ist (etwas übertrieben dargestellt), dann würde ich mich durchringen sie auswendig zu lernen, weil ich WEISS, dass es mir was bringen wird.


      Oder sagst du einfach, dass ich wie gesagt früher oder später selber merken werde, dass nur der Skill nicht ausreicht und ich von daher von selbst irgendwann Gefallen an den Psychologiertikeln finden werde?



      Ich währe sehr erfreut, wenn du mir noch nen Ratschlag geben könntest, weil ich das Thema derzeit sehr Ernst nehme und mich bisher halt fast nur mit spieltheoretischer Strategie auseinanergesetzt habe und mich auch so fühle, als ob ich das Limit FL1/2$ mit meinem Skill auf jeden Fall deutlich schlagen werde, wenn ich die ganzen Fische auf dem Limit sehe.
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Ich denke besonders auf den kleineren Limits überwiegt einfach der spielerische Aspekt dem Psychologischen. Der Grund ist einfach, dass noch sehr viele spielerische Fehler von den Gegnern gemacht werden. Je höher du aber in den Limits aufsteigst, desto kleiner wird die Edge gegenüber deinen Gegnern und desto wichtiger wird die psychologische Komponente.

      Wenn 2 Spieler gegeneinander spielen, die beide auf dem selben spielerischen Niveau sind, dann wird longterm derjenige gewinnen der weniger tiltet und mehr A-Game spielt. Solange du merkst das die Gegner einfach schlecht sind und dich Downs nicht zu sehr belasten, würde ich mir darüber erstmal keine Gedanken machen. Wenn du aber merkst das die Luft dünner wird und du einen erheblichen Teil deiner Winrate vertiltest, dann solltest du schon versuchen deine Psyche zu trainieren.

      Das man nicht höher als 1/2 spielen sollte ohne sich verstärkt mit der psychologischen Komponente vom Poker auseinanderzusetzen halte ich für übertrieben, ich denke auch mal das Knolle davon ausgegangen war das du NL meinst.
    • Knolle4all
      Knolle4all
      Bronze
      Dabei seit: 29.02.2008 Beiträge: 220
      Also ich meinte natürlich NICHT das 1/2 das endgültige Ende der Fahnenstange ist, wenn man sich nicht mit Psychologie beschäftigt. Ich habs aber so ausgedrückt sehe ich grade^^ verflucht =) sorry

      ich meine nur es gehört zur Weiterentwicklung eines Pokerspielers dazu..


      Ich gehe jetzt grillen..
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      okay, Xybb, das leuchtet mir ein.


      Hab allerdings immer noch ne Frage:
      Angenommen, ich spiele jetzt saen wir mal auf FL5/10$ gegen einen Spieler, der vom spieltheoretischen Skill her genau gleich gut wie ich ist. Gleichzeitig nehme ich an, dass ich zu 100%tiltresistent bin, zur Vereinfachung des Beispiels.
      Wenn wir jetzt mal vom Rake absehen, heißt das dann, dass ich gegen diesen Spieler zu 100% zumindest break even spielen werde auf Dauer? Wenn er eben auch zu 100% Tiltresistent ist, dann sind wir ja genau gleich gut, aber er kann nie besser sein!?


      Oder anders ausgedrückt:
      Geht es bei der Psychologie in Sachen Poker nur um die Vermeidung von Tilt? Wenn ichdas also zu 100% schaffen würde (illusorisch denke ich, aber egal), dann bräuchte ich keine weiteren psychologischen Kenntnisse?

      Oder gibt es noch andere Dinge, die man mit Psychologie erreichen muss als die Vermeidung von Tilt? Natürlich unter der Bedingung, dass ich in "Normalform" absolut perfekt spielen würde. Das BRM zähle ich auch zum Spielskill. Ebenso sehe ich davon ab, dass ich magels Konzentration schlecht spiele.


      Und all die Psychoartikel zielen dann sozusagen darauf ab, dass man den Tilt in den Griff bekommt und Downswings möglichst spurlos an einem vorbeigehen?
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Also wenn man die psychologische Ebene auf das vermeiden von Tilt herunterbricht, dann bist du aus psychologischer Sicht perfekt, wenn du 100% Tiltresistent bist.

      Besonders Online verstehe ich die psychologische Komponente als Tiltresistenz.

      Das bedeutet also, wenn du gegen einen Gegner spielst, ihr beide das selbe spielerische Niveau habt aber du 100% Tiltresistent bist, dann wirst du mindestens BE gegen ihn spielen (vorrausgesetzt es gibt keinen Rake).

      Mangel an Konzentration würde ich btw. auch als Tilt bezeichnen.

      Ansonsten könnte man als psychologischen Aspekt auch das inducen von Tilt und wohl auch das Hineinversetzen in den Gegner auffassen, aber dass wird mMn eher selten gemeint, wenn man vom psychologischen Aspekt spricht.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von HamburgmeinePerle
      Also willst du damit sagen, dass ich irgendwann sowieso selbst die Psychologieartikel lesen werde, wenn "es für mich dann eine Rolle spielt" wie du sagst? Wenn ich mal nen harten Downswing habe oder wenn ich mich zu schlecht für ein Limit fühle!??
      Exakt. Content reinziehen, weil der Content da ist, halte ich einfach nicht für sinnvoll.


      Ich will am besten sowas hören, wie "Mach das!"
      Das würde ich tun, wenn ich konkret wissen würde, was Dir hilft. Aktuell weiß ich nur, dass Du mit dem Psychologie-Content nix anzufangen weißt - und das finde ich absolut ok.


      Ich weiß aber auch, dass ich ohne Psychologie wohl nicht weit kommen werde im Pokern und das habe ich eigentlich schon vor =)
      1/2 und 2/4 FL SH lassen sich noch recht geschmeidig schlagen, ohne dass man auf speziellen Psychologie-Content zurückgreift. Danach kann man immer noch weiter sehen. Ich denke, das wäre an der Zeit, wenn Du mal 100k Hände mit einer vernünftigen Winrate vorweisen könntest und Dir auf 3/6 die Grenzen aufgezeigt werden. DANN macht sowas imo Sinn.


      Oder sagst du einfach, dass ich wie gesagt früher oder später selber merken werde, dass nur der Skill nicht ausreicht und ich von daher von selbst irgendwann Gefallen an den Psychologiertikeln finden werde?
      Genau :)


      Ich währe sehr erfreut, wenn du mir noch nen Ratschlag geben könntest, weil ich das Thema derzeit sehr Ernst nehme und mich bisher halt fast nur mit spieltheoretischer Strategie auseinanergesetzt habe und mich auch so fühle, als ob ich das Limit FL1/2$ mit meinem Skill auf jeden Fall deutlich schlagen werde, wenn ich die ganzen Fische auf dem Limit sehe.
      Wie gesagt: Das sehe ich auch so! Diese Limits wirst Du einfach mit spieltheoretischem Skill noch leicht schlagen können - ohne Dir Gedanken über 3rd-Level-Thinking, Meta-Gaming o.ä. Dir Gedanken machen zu müssen. Ich hoffe, das bringt Dich etwas weiter :)
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von Xybb
      Mangel an Konzentration würde ich btw. auch als Tilt bezeichnen.
      Warum? Wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr richtig konzentrieren kann, dann höre ich auf zu spielen. Aber warum tilte ich dann vorher Deiner Meinung nach?
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Original von michimanni
      Original von Xybb
      Mangel an Konzentration würde ich btw. auch als Tilt bezeichnen.
      Warum? Wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr richtig konzentrieren kann, dann höre ich auf zu spielen. Aber warum tilte ich dann vorher Deiner Meinung nach?
      Ich meine, wenn du spielst obwohl du dich nicht konzentrieren kannst. Generell Abweichungen vom A-Game denke ich kann man allgemein als Tilt zusammenfassen. Im Endeffekt ist es ja nur eine Definitionssache :) .

      Mit Mangel an Konzentration meine ich auch einfach nur das du an dies und das denkst, vlt. im Internet surfst oder Fernsehen schaust und trotzdem weiter spielst. Wenn du merkst das du dich nicht mehr konzentrieren kannst und den Tisch leavst ist ja auch alles in Ordnung.
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.134
      @michimanni:

      Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen! Ich hab jetzt zwar schon einige Psychologieartikel und Videos angeschaut (und so schlimm sind sie gar nicht ;) ) und ich werde es jetzt auch weiterhin tun, halt in geringerem Maße als den spieltheoretischen Aspekt.

      Vielen Dank auch an alle anderen, ich bin nur sehr erschrocken nach der ersten Antwort, dass man ohne Psychologie schon auf 1/2 nicht weit kommt.

      Also heiter weiter... :D
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von HamburgmeinePerle
      @michimanni:

      Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen!
      Gern geschehen!


      Also heiter weiter... :D
      Genau das... :)
    • amayaner
      amayaner
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2009 Beiträge: 2.267
      QUOTE von xybb:

      Ich denke besonders auf den kleineren Limits überwiegt einfach der spielerische Aspekt dem Psychologischen. Der Grund ist einfach, dass noch sehr viele spielerische Fehler von den Gegnern gemacht werden. Je höher du aber in den Limits aufsteigst, desto kleiner wird die Edge gegenüber deinen Gegnern und desto wichtiger wird die psychologische Komponente.

      Wenn 2 Spieler gegeneinander spielen, die beide auf dem selben spielerischen Niveau sind, dann wird longterm derjenige gewinnen der weniger tiltet und mehr A-Game spielt. Solange du merkst das die Gegner einfach schlecht sind und dich Downs nicht zu sehr belasten, würde ich mir darüber erstmal keine Gedanken machen. Wenn du aber merkst das die Luft dünner wird und du einen erheblichen Teil deiner Winrate vertiltest, dann solltest du schon versuchen deine Psyche zu trainieren.

      Das man nicht höher als 1/2 spielen sollte ohne sich verstärkt mit der psychologischen Komponente vom Poker auseinanderzusetzen halte ich für übertrieben, ich denke auch mal das Knolle davon ausgegangen war das du NL meinst.

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      Brilliant formuliert! Hätte ich genauso gesagt, dass auf höheren Limits spieltechnisch keine edge mehr da ist und man den wirklichen Value aus seinem eigenen Mindsetup, Psychologie kriegt.

      Ich weiss allerdings nicht genau wo grad das größere Problem bei Dir ist:
      1. Das Verstehen, dass die Psychologie wichtig ist
      2. Die Motivation, sich dieses Psychozeugs anzueignen

      Ich glaube, dass der Mensch ein faules Wesen ist, was sich nur bewegt, wenn es davon einen Vorteil, Profit hat. Ich kannte einen Hund, der Tierarzt sagte, dass er total taub wäre. Hat man aber das Wort "Fressi" nur geflüstert, ist dieser 14 jährige Hund wie ein Welpe aufgesprungen und kam angerannt.

      Ich glaube, dass ist eher dein Problem, ohne das negativ zu meinen. Du siehst nicht den wirklichen Anreiz, dir zusätzlich zu deiner spielerischen Edge auch noch die Mindsetupedge anzueignen. Aber da sage ich Dir: Denk mal an deinen ROI! Wovon wird dein ROI runtergezogen? Richtig, von Tiltmoves, B-Game, schlechten Overplays oder nicht vorhandenen Laydowns gegen den 70/15 Fisch. Denn Du bekommst dein Geld ja nicht durch die Madehands, die maximal Value kriegen, sondern von "dem gespaarten" Geld bei den tough Spots.