definition LAG

    • kobeyard
      kobeyard
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 2.749
      da ich ja aktiver forumleser und teilweise auch -poster bin, ist mir ein kleines verständnisproblem aufgefallen. entweder von mir oder von vielen anderen mitgliedern. definition LAG: loose-aggressive --> loose für preflop, aggressive für postflop. im beispielhand-forum findet man immer wieder die implizite aussage, ein LAG würde oft mit any 2 bluffen und sowieso postflop wie ein kleiner maniac spielen. meines erachtens ist das aber falsch. ein TAG spielt postflop oft aggressiver als ein LAG nur weniger hände preflop. viele LAGs sind postflop ausgesprochen stark. mir fällt nun auch spontan kein terminus ein, der die implizite aussage, dass jemand postflop deutlich zu aggressiv, aber dennoch nicht dumm spielt ein - höchstens vielleicht "overaggro". feedback erwünscht
  • 15 Antworten
    • Moriaty
      Moriaty
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 1.056
      Na ich denke, der Begriff LAG als solcher sagt über die Postflop-Qualitäten erstmal gar nicht viel aus. Überhaupt verallgemeinern die ganzen Stereotypen Begriffe/Abkürzungen ja so sehr, daß über die Qualität des einzelnen Spielers gar nicht so viel ausgesagt werden kann - abgesehen vom Preflopspiel vielleicht noch. Du hast schon recht, daß man deshalb unterscheiden müsste - aber ob man dem mit "overaggro " gerecht wird? Am besten dürfte es funktionieren, wenn man bei Hanbeschreibungen einfach genauer beschreibt, wie man den Spieler einschätzt. So jedenfalls meine Gedanken dazu :)
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Ein tight-aggressiver Spieler weiß, wann er aggressiv spielen muss und wann er eben foldet. Preflop wie Postflop. Ein loose-aggressiver spieler spielt sehr viel "looser", aber genauso aggressiv. Vielleicht spielt er any pair (ob 22 Holecards oder A3 bei 38K-Board) sehr aggressiv oder alles ab middle pair, ohne auf das Board zu schauen oder sowas. Der Begriff bezieht sich aber immer auf die ganze Spielweise, nicht nur pre- oder post-flop...
    • DonSalva
      DonSalva
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 11.700
      Original von kobeyard85 definition LAG: loose-aggressive --> loose für preflop, aggressive für postflop.
      loose/tight ist ja eher ne angabe für die handrange bzw. den VPIP-wert. und "aggressive" bezeichnet die spielweise pre- als auch postflop. wenn man mehr bettet/raist als callt, dann ist man eben aggressiver als die passiven, die eher den check/call-modus spielen.
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Ein looser Spieler mit dem gleichen AF wie ein TAG spielt deutlich aggressiver als ein TAG. Wobei man natürlichauch immer den WTS betrachten muss.
    • artymowl
      artymowl
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 1.059
      also ich versuche dann zB gute Profispieler zu finden die genau diesen Styles passen und zu zu LAG finde ich irgendwie keinen besseren als Sammy Farha, aber einen der teils sogar profi maniac style spielt ist todo leonidas, auf den passt dieses overaggressive...
    • Wemserstylez
      Wemserstylez
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 537
      im Online Poker gibts da noch Bel0wAb0VE der den LAG Style in MTT's spielt. Sehr erfolgreich sogar! Dem könnt ihr mal zu schauen und ihr werdet euch wundern was der teilweise am SD auspackt! Aber er owned die anderen!
    • RolatoR
      RolatoR
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 1.103
      Original von artymowl also ich versuche dann zB gute Profispieler zu finden die genau diesen Styles passen und zu zu LAG finde ich irgendwie keinen besseren als Sammy Farha, aber einen der teils sogar profi maniac style spielt ist todo leonidas, auf den passt dieses overaggressive...
      also wenn einer LAG ist, dann Sammy Farha IMHO. allerdings macht er das durch gutes postflop spiel und vorallem reads wieder "wett".
    • FastExer
      FastExer
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2006 Beiträge: 2.218
      Daniel Negreanu und Phil Ivey wurden noch nicht erwähnt. Beides hervorragende LAG's.
    • Winni
      Winni
      Global
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 2.506
      Ist bei Sammy aber auch ne Stärke... die Leute sind eben auch deutlich looser, wenn sie gegen ihn spielen, weil er fast alles haben könnte - und wenn er dann tatsächlich mal ein Monster hat siehts schlecht aus. Daniel ist natürlich auch super. ;)
    • FAUSI
      FAUSI
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 497
      Original von Erzwolf Ein looser Spieler mit dem gleichen AF wie ein TAG spielt deutlich aggressiver als ein TAG. Wobei man natürlichauch immer den WTS betrachten muss.
      Hervorragendes Beispiel für Poker-Deutsch!
    • Feldhase7
      Feldhase7
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2005 Beiträge: 1.631
      Original von kobeyard85 im beispielhand-forum findet man immer wieder die implizite aussage, ein LAG würde oft mit any 2 bluffen und sowieso postflop wie ein kleiner maniac spielen. meines erachtens ist das aber falsch. ein TAG spielt postflop oft aggressiver als ein LAG nur weniger hände preflop. viele LAGs sind postflop ausgesprochen stark.
      Ich würde dazu folgendes sagen: Ein LAG spielt viel mehr Hände preflop und spielt postflop sehr sehr agressiv. Dies würde ich aber nur auf den höheren Limits so stehen lassen, weil sie Postflop zwar sehr agressiv spielen, aber eben auch sehr gut. Auf den kleineren Limits kann ein LAG durchaus auch einen echt schlechten Spieler darstellen. Ich denke man muss hier zwischen kleinen und großen Limits, aber auch zwischen NL und Fixed Limit unterscheiden. Schließlich kann im NL ein guter LAG auch deutlicher winning player sein, was (glaub ich) in FL net geht.
    • FastExer
      FastExer
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2006 Beiträge: 2.218
      LAG ist viel eher eine erfolgreiche turnierspielart, als eine im cashgame. die aggression schürt angst im gegenüber, aus dem turnier auszuscheiden. mit diesem druckmittel arbeiten LAG's und können so readabhängig auch schwächere hände druckvoll spielen. im cashgame lässt sich LAG sicherlich auch spielen, jedoch stellt ein stack dort bloß einen bruchteil der tatsächlichen bankroll des gegenübers dar und für selbigen geht es nicht um "alles oder nichts". daher würd ich im cashgame auch weiterhin hart zu TAG-spiel tendieren.
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Gus Hansen ist auch ein LAG oder (bzw Tendenz zum Maniac)?
    • Thurisaz
      Thurisaz
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 16.587
      Ja, ist er definitiv. Ich würde sagen, der erfolgreiche TAG bezieht seine Stärke vor allem durch die Spielstrategie an sich, der LAG hingegen durch gute Reading Ability, sie spielen eher die Situation bzw. die Gegner, als die Karten. Leute wie Dave Ulliott, Phil Ivey, Gus Hansen, Daniel Negranu, oder Sam Farha können theoretisch alle möglichen Hände spielen, weil sie schwächere Spieler nach dem Flop sehr gut einschätzen und herausdrängen können. Sie bekommen Geld durch die vielen gestohlenen Pötte, als auch durch die Monster Hände die ihnen niemand abnimmt. Wir sehen, über die Stärke an sich muss die Bezeichnung LAG noch lange nichts aussagen, das kann vom absoluten Spinner bishin zu oben genannten Profis reichen. Bei Turnieren haben LAGs eine höhere Erfogs-Chance, weil sie sich leicht dem notwenigen aggressiveren Stile, der in den späteren Phasen notwendig wird, anpassen können (eigentlich müssen sie sich ja nicht anpassen). Einem konservativeren Spieler fällt es eher schwer, sich umzustellen. Thurisaz
    • Merlinius
      Merlinius
      Diamant
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.520
      http://forumserver.twoplustwo.com/showflat.php?Number=5910509