Mathematik/Spieltheorie im Poker

    • RoyalTomek
      RoyalTomek
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      Dabei seit: 24.05.2008 Beiträge: 253
      Hallo,

      gibts hier noch andere Leute, die Mathe studieren (oder zumindest ein fundiertes Wissen davon haben) und an Poker aus mathematischer/spieltheoretischer Sicht interessiert sind (und damit meine ich nicht, wie man seine Potodds berechnet :D )?

      Denke, dass da in Zukunft noch sehr viel "zu holen ist". Verfolge ein wenig die Pokergruppe der University of Alberta, die scheinen recht erfolgreich zu sein und veröffentlichen auch die entsprechenden Papers auf ihrer Seite.

      Weiters ist auch der Vater von Chris Ferguson Professor für Mathematik und hat einige Papers zum Thema verfasst.

      Hab mir jetzt auch das Buch "Mathematics of Poker" besorgt. Finde den Ansatz richtig interessant. Es ist wohl das erste seiner Art (oder ich kenne zumindest kein anderes), aber aus diesen Gedanken lässt sich noch viel entwickeln. Schade nur, dass das Mathe in dem Buch immer noch auf "Einsteigerniveau" gehalten ist, somit sollte es theoretisch doch den meisten zugänglich sein :D .

      Bin für Gedankenaustausch, neue Ideen und Vorschläge gerne zu haben.
  • 29 Antworten
    • beNjilicious
      beNjilicious
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2008 Beiträge: 1.911
      barry greenstein: "math is idealic" ;)
    • Nickexistiertbereits
      Nickexistiertbereits
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2007 Beiträge: 1.364
      mein skype nick:
      nickexistiertbereits
    • Knudsen
      Knudsen
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      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.314
      idiotic, nicht idealic
    • RoyalTomek
      RoyalTomek
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      Dabei seit: 24.05.2008 Beiträge: 253
      Chris Ferguson: "If you think the math isn't important, you don't know the right math."

      Bin eher Anhänger von dem Spruch :D

      @Nickexistiertbereits: Fahr heut abend heim nach Wien, dann mach ich Skype an.
    • beNjilicious
      beNjilicious
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      Dabei seit: 15.10.2008 Beiträge: 1.911
      Original von Knudsen
      idiotic, nicht idealic
      da würd ich mich glatt streiten.
      is schon leichte ironie, wenn barry sagt es wäre halt eben nur idealismus, aber als einer DER Pros, wärs Blasphemie die Mathematik hinterm Poker als Idiotie darzustellen.

      die varianz macht die mathematik short term gesehen eben zum idealismus.
    • qwertzui666
      qwertzui666
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 6.583
      Original von beNjilicious
      Original von Knudsen
      idiotic, nicht idealic
      da würd ich mich glatt streiten.
      is schon leichte ironie, wenn barry sagt es wäre halt eben nur idealismus, aber als einer DER Pros, wärs Blasphemie die Mathematik hinterm Poker als Idiotie darzustellen.

      die varianz macht die mathematik short term gesehen eben zum idealismus.

    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.314
      Original von beNjilicious
      Original von Knudsen
      idiotic, nicht idealic
      da würd ich mich glatt streiten.
      is schon leichte ironie, wenn barry sagt es wäre halt eben nur idealismus, aber als einer DER Pros, wärs Blasphemie die Mathematik hinterm Poker als Idiotie darzustellen.

      die varianz macht die mathematik short term gesehen eben zum idealismus.
      soweit ich weiß sagte er "math is idiotic" als teil einer wette, ähnlich wie damals bei "lol donkaments"

      edit: http://www.pokernewsdaily.com/math-is-idiotic-on-high-stakes-poker-1651/
    • Cedarblock
      Cedarblock
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2007 Beiträge: 131
      ich glaube, dass poker auf den höheren limits immer mehr durch gemischte strategien bestimmt wird. so wie eben beim schnick schnack schnuck spielen oder beim elfmeterschießen ;)
      wenn man in identischen spots gut randomisiert, so ist man glaube ich langfristig vorne.
    • OrcaAoc
      OrcaAoc
      Gold
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 4.818
      Schade nur, dass das Mathe in dem Buch immer noch auf "Einsteigerniveau" gehalten ist


      Naja also das Niveau verstehen wahrscheinlich >90% der Leute in Deutschland nicht mehr, Einsteiger ist selbst in quotes schon was anderes ;)
    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.314
      kann mir dazu jemand was genaueres sagen?
      studiere selbst mathe und würd gern wissen, wie das niveau so ist. also obs mir überhaupt was bringt oder mir das auch evtl. so schon klar ist.
    • lego
      lego
      Bronze
      Dabei seit: 08.03.2005 Beiträge: 5.823
      abgesehen davon, dass es natürlich interessant sein kann sich sehr mathematisch mit poker zu beschäftigen, traue ich mich hier mal eine vermutung auszusprechen:

      für 99% der pokerspieler hat es überhaupt keinen wert sich derart damit auseinanderzusetzen. die zeit ist viel besser darin investiert, mehr hands zu spielen und sein handreading zu verbessern oder sich mit leaks in seinem eigenen spiel auseinanderzusetzen.

      mathematisch richtige blufffrequenzen oder noch tiefer greifende sachen sind wohl unter nl1k vergeudete liebesmühe und selbst so weit oben bin ich mir nichtmal sicher
    • nikkel84
      nikkel84
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2009 Beiträge: 7
      Original von RoyalTomek
      Hallo,

      gibts hier noch andere Leute, die Mathe studieren (oder zumindest ein fundiertes Wissen davon haben) und an Poker aus mathematischer/spieltheoretischer Sicht interessiert sind (und damit meine ich nicht, wie man seine Potodds berechnet :D )?

      Denke, dass da in Zukunft noch sehr viel "zu holen ist". Verfolge ein wenig die Pokergruppe der University of Alberta, die scheinen recht erfolgreich zu sein und veröffentlichen auch die entsprechenden Papers auf ihrer Seite.

      Weiters ist auch der Vater von Chris Ferguson Professor für Mathematik und hat einige Papers zum Thema verfasst.

      Hab mir jetzt auch das Buch "Mathematics of Poker" besorgt. Finde den Ansatz richtig interessant. Es ist wohl das erste seiner Art (oder ich kenne zumindest kein anderes), aber aus diesen Gedanken lässt sich noch viel entwickeln. Schade nur, dass das Mathe in dem Buch immer noch auf "Einsteigerniveau" gehalten ist, somit sollte es theoretisch doch den meisten zugänglich sein :D .


      Wo gibts denn die besagten Papers der University of alberta?

      Bin für Gedankenaustausch, neue Ideen und Vorschläge gerne zu haben.


      Wo gibts denn die besagten Papers der University of alberta?
    • RoyalTomek
      RoyalTomek
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2008 Beiträge: 253
      @Knudsen: Wenn du weiterführende Vorlesungen in Spieltheorie besucht hast bzw. die Originalarbeiten von Neumanns kennst, kannst es dir wahrscheinlich sparen. Ansonsten finde ich es sehr lesenswert, auch wenn nicht sonderlich fordernd (für einen Mathematiker). Das "schwierigsten", was da anfindest, sind Bayesformel, ML-Schätzer oder mal eine Ableitung, also elementar. Aber trotz allem lesenswert.

      Denke, dass es sich sehr auszahlt, damit zu beschäftigen. Klar, NL50 wird man auch quasi gänzlich ohne solches Wissen schlagen, aber vielleicht geht es noch besser?

      @nikkel84: http://poker.cs.ualberta.ca/ Da hast die Papers, einige MSc und PhD Arbeiten. Bei uns auf der Uni gäbe es ja auch einige Spieltheoretiker, aber ob jemand von Poker besonders Ahnung hat. Eigentlich schade, so eine Forschungsgruppe auf dem Gebiet würd mich schon sehr reizen.
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Wen dieser Aspekt des Spiels interessiert sollte mal bei pokerai.org vorbeischauen (Bottingforum) dort gibts ein Subforum in dem Fachartikel zu Poker publiziert werden und meiner Meinung nach auch auf sehr hohem Niveau zu diesem Thema diskutiert wird.
    • nikkel84
      nikkel84
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2009 Beiträge: 7
      Original von RoyalTomek
      @Knudsen: Wenn du weiterführende Vorlesungen in Spieltheorie besucht hast bzw. die Originalarbeiten von Neumanns kennst, kannst es dir wahrscheinlich sparen. Ansonsten finde ich es sehr lesenswert, auch wenn nicht sonderlich fordernd (für einen Mathematiker). Das "schwierigsten", was da anfindest, sind Bayesformel, ML-Schätzer oder mal eine Ableitung, also elementar. Aber trotz allem lesenswert.

      Denke, dass es sich sehr auszahlt, damit zu beschäftigen. Klar, NL50 wird man auch quasi gänzlich ohne solches Wissen schlagen, aber vielleicht geht es noch besser?

      @nikkel84: http://poker.cs.ualberta.ca/ Da hast die Papers, einige MSc und PhD Arbeiten. Bei uns auf der Uni gäbe es ja auch einige Spieltheoretiker, aber ob jemand von Poker besonders Ahnung hat. Eigentlich schade, so eine Forschungsgruppe auf dem Gebiet würd mich schon sehr reizen.
      Also ich halte es für nicht verkehrt diese Kenntnisse zu haben, allerdings verspreche ich mir auf den niedrigen Limits nicht allzuviel davon...
      @RoyalTomek... An welcher Uni bistn du?
    • RoyalTomek
      RoyalTomek
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2008 Beiträge: 253
      Na ja, die niedrigen Limits sollten sich auch von selbst schlagen, bei den Affen, die da herumdonken. Irgendwann hat man aber vielleicht größere Ambitionen als NL50.

      Studier an der TU in Wien. Du bist aus Deutschland?
    • nikkel84
      nikkel84
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2009 Beiträge: 7
      jap, studiere in Bremen...
    • changert
      changert
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2006 Beiträge: 191
      habe mathe studiert, promoviere gerade, waere auch an nem Austausch wegen Spieltheorie interessiert. skypenick : thomas.trenner
    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 7.975
      Darf ich fragen welche Limits man als Mastermind der Mathematik so spielt ? Manchmal glaub ich , ich sehe zu wenig den Mathematischen Aspekt in dem Spiel
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