Metagame?

  • 42 Antworten
    • FalstaFF
      FalstaFF
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      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Ich interpretiere es so:

      Metagame ist die Spielweise, die die jeweilige Spielweise eines speziellen Villains, oder die Standart(stereotypische)spielweise von mehreren Villains "schlägt", d.h. gegen diese +EV ist.

      Das Metagame entwickelt sich also zum einen Allgemein weiter. Wie zum Beispiel die Aggressivität Preflop bei Shorthandedtischen in den letzten 1-2 Jahren massiv, vor allem PF, zugenommen hat.

      Zum Anderen entwickelt sich das Metagame auch während des Spielens am Tisch, gegen einen oder mehrere Villains weiter. Stichworte, Tableimage, "WasDenkenDieWasIchJetztSoSpielenWürde?"...


      Im Metagame (existiert natürlich nur abstrakt) versucht man die Spielweise anderer zu exploiten und eine +EV Strategie gegen dere Strategie zu entwickeln.


      Ich hoffe das konnte helfen und ich hoffe, dass diese Interpretation den Nagel auf den Kopf trifft!

      Have Fun with Metagame ^^
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.402
      vergess das wort vor nl400 einfach. du levelst dich sonst nur selbst.
    • IjustD0it
      IjustD0it
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2005 Beiträge: 1.680
      Vielend Dank Falsta! Das war echt super erklärt?

      und wo wir schon beim thema sind..was heißt leveln???:)
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Original von betboi18
      Vielend Dank Falsta! Das war echt super erklärt?

      und wo wir schon beim thema sind..was heißt leveln???:)
      lvl? :)

      sonst:

      du denkst dass er denkt das seine oma denkt usw.
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Naja... wer vor NL400 engstirnig spielt, der schlägt halt alle Limits mit 2-4 ptbb falls er keine leaks hat... je nach laune der varianz.


      Wer sich aber schon früh im Metagame "übt", sich selber seine Gedanken macht und das durchaus dynamische Spiel der low-limits durch wechselnde Gänge bestimmt, der lernt nicht nur "vor", sondern vergewaltigt auch jeden "Reg" der low-mid-limits.
    • IjustD0it
      IjustD0it
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2005 Beiträge: 1.680
      hehe auf jeden;)
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      Original von Krach-Bumm-Ente
      vergess das wort vor nl400 einfach. du levelst dich sonst nur selbst.
      würd ich so nich sagen, allerdings sollte man nich übertreiben sonst wie gesagt self-level
    • dhw86
      dhw86
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 12.263
      ich kann den ratschlag nur weitergeben, levelt euch nicht selbst in irgendwas rein, vor den midstakes sollte man einfach die leute valuetownen und reading skills entwickeln :)
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Ich komme mir auf eine sehr große Samplesize unter Nl400 und ständig versuchtem Metagame nicht gelevelt vor.

      Die ganzen Mid- oder High-roller sollten endlich aufhören auf untere Limits derart "herabzublicken."

      Es muss doch außer Frage stehen, dass ein denkender LAG, der sich im Metagame versucht, eine VIEL größere Winrate hat, als der Standart0815TAG welcher nobrain-masstabled.
    • dhw86
      dhw86
      Bronze
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 12.263
      das problem sehe ich eher darin, dass viele anfangen sich selbst zu leveln und immer argumente für herocalls, bluffshoves etc sucht und auch findet.
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Damit hast Du sicherlich recht.

      Der Schlüssel liegt doch darin, sein Spiel so objektiv wie nur möglich zu betrachten.
      Dann kann man sich im Metagame versuchen..

      Wenn man sich zu schlechten Calls, bzw. Moves überredet, dann sollte wohl irgendwann der Lerneffekt kommen, wenn man Geld verliert... und sei es auch erst, nachdem man sich 50k Hände den Downswing oder Doomswitch eingeredet hat.

      Aber auch in Sachen Rentablilität kann es doch nur von Vorteil sein, wenn man das Metagame schon früh "beginnt". Wenn man erst auf Nl400 (o.ä.) damit anfängt, dann wird man für Fehler knallhart bestraft. Funktioniert es hingegen schon auf NL10 oder Nl20, steigt man zwangsweise schneller auf, da höhere Winrate. Außerdem ist man in toughen und marginalen Spots besser durch bereits vorhandene Erfahrung vorbereitet.

      Nur die Meinung eines NL25-Pros ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Also eins ist doch klar: Nachdenken schadet nie!

      Egal welches Limit und wieviele Tische man spielt, man sollte eigentlich immer das Ziel haben sich Session für Session mehr in das Spiel einzufinden und dabei natürlich lernen über seine eigenen zwei Karten hinauszuschauen und zu überlegen was der Gegner hält.

      Auch weitere Gedanken zu möglichen Plays sind enorm wichtig, die Grenze ist halt dort erreicht wo ihr euch überlegt auf was euch der Gegner setzen könnte und ob er deswegen Line X wählt. Hier kann man halt daneben liegen weil sich der gegner in Wirklichkeit überhaupt keine Gedanken über irgendwas macht sondern einfach seine Hand sieht bzw. seine Lines runterspult.

      Aber auch diese Einschätzung auf welcher "Ebene" man sich befinden könnte ist ja schon wichtig. Und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass du deinen Gegner einschätzen kannst, er dich aber nicht. ;)
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Wenn ein Villain "seine Lines runterspult", dann wäre es ja schon eine Art Metagame genau dies für sich zu nutzen.. Ich hab da so den Standart-TAG im Kopf, der am Flop zu 75% ne Cb macht und dann unimproved check-fold all the way spielt ;)
    • rons
      rons
      Black
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 1.011
      Original von FalstaFF
      Wenn ein Villain "seine Lines runterspult", dann wäre es ja schon eine Art Metagame genau dies für sich zu nutzen.. Ich hab da so den Standart-TAG im Kopf, der am Flop zu 75% ne Cb macht und dann unimproved check-fold all the way spielt ;)
      aber das hat nix mit metagame zu tun, du intepretierst einfach nur die stats...
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Ne, ich pass auf welche lines er tendiert zu spielen und mit welcher Sorte von Händen.
      Dazu liefern die Stats doch nur Indizien. (Es gibt z.B. ja auch TAGs die mittelstarke Madehands am Turn nur checken for potcontrol, anstatt 3 streets durchzubarreln... die folden dann natürlich nicht, wenn Du versuchst sie aus dem Pot zu raisen/betten. Statistisch zeigt sich trotzdem ein hoher Cbet-wert und ein weit niedrigerer Turn-cbet-wert..)


      Das Anpassen auf diese Lines (bzw. auf den Style des Villains) ist ja auch nur der erste Schritt im Metagame.. Danach erst entwickelt es sich weiter und auch NUR wenn eben dieser TAG, oder diese TAGs mitdenken und auf Dich reagieren.

      Natürlich gibt es auf unteren Limits tendenziell weniger solche TAGs die bereit sind sich auf so etwas einzulassen. Das ist auch nicht nötig, da die limits sowieso schon profitabel genug sind. Das bestreite ich ja nicht.

      Da findet sicherlich viel mehr Metagame gegen "thinking Fishe" statt, die anfangen darauf zu reagieren, wenn Du sie x-mal isolierst, die Blinds attackierst, etc. ...


      EDIT: Ach ja, korrigiert mich gern, wenn Ihr anderer Ansicht seid. Ich poste ja nur meine Theorie und lerne SEHR gerne dazu.
      (aber bitte postet mehr als Einzeihler ;) Daraus lernt man oft wenig^^)
    • proudcastle
      proudcastle
      Bronze
      Dabei seit: 28.05.2005 Beiträge: 3.483
      Also auf den kleinen Limits verlier ich die meiste Kohle, weil ich mich selbst lvl. So hab ich es geschafft durch einen großen Cashout, Downswing, bisschen Tilt und konsequentes Selbstleveln mich von NL400/600sh auf NL50 runterzudonken. Yeehaa!

      Aus eigener Erfahrung kann ich deshalb sagen, dass man vor NL400 (ggf. noch NL200 auf ein paar Seiten) den Begriff Metagame echt vergessen kann. Die TAGs/Regs auf den Limits denken meistens garnicht so weit. Die machens richtig und spielen straight forward.

      @FalstaFF: Thinking Fish ... naja ;) Die meisten spielen ihren Stiefel einfach runter. Wenn ich 10mal im BU nen CO open 3bette und er beim 11. mal 4bettet. Dann muss der Typ noch lange nicht adapted haben.. der kann auch nur endlich mal ne Premiumhand halten. Das ist ein Moment wo man sich gerne mal selbst levelt und ich hab da schon so manchen Stack verpulvert, weil ich dachte, dass er denkt, dass ich ihn zu oft 3bette. ;)

      Gruß
      proudcastle
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Original von proudcastle


      @FalstaFF: Thinking Fish ... naja ;) Die meisten spielen ihren Stiefel einfach runter. Wenn ich 10mal im BU nen CO open 3bette und er beim 11. mal 4bettet. Dann muss der Typ noch lange nicht adapted haben.. der kann auch nur endlich mal ne Premiumhand halten. Das ist ein Moment wo man sich gerne mal selbst levelt und ich hab da schon so manchen Stack verpulvert, weil ich dachte, dass er denkt, dass ich ihn zu oft 3bette. ;)

      Gruß
      proudcastle
      this.

      selbst bei "regs" wirst du dich häufiger selber leveln als dass du da richtig was rausziehst.
    • FalstaFF
      FalstaFF
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2007 Beiträge: 850
      Wenn man auf einen speziellen Villain adapted und seinen "Stiefel," den er "runterspielt" möglichst perfekt ausnutzt. Dann reicht das erstmal an Metagame. Nennen wir es einfach Basis des Metagames.

      Wenn der Villain nun einfach nicht adapted, dann geb ich euch völlig recht und es ist nicht mehr nötig.

      Und NEIN, Fishe sind keine Hohlköpfe, die hirnlos ihren Stiefel spielen. Was habt ihr denn für Vorstellungen?? Natürlich guckt ein Fish was er da tut. Und es gibt tatsächlich Fishe, die eben adapten, d.h. noch lange nicht, dass sie das gut machen.


      Grundsätzlich spielt doch jeder Spieler einen "Style." Das sagt noch nichts über positive oder negative Winrate aus. Fishe haben eben einen "Style" mit knapper bis starker negativer Winrate.
      Sind wir uns da einig?
      Das heißt noch lange nicht, dass ein Fish am Tisch sitzt und hirnlos Call/raise-buttons drückt!!

      Ich denke dass TAGs viel eher dazu neigen "ihren Stiefel runterzuspielen," während Fishe eben moven und rumdonken.. viel bluffen und weit mehr auf den gameflow achten!!
      Wer hier aufpasst, der liest heraus, dass ich keinesfalls schreibe: "Fishe adapten gut." Ich sage nur: "sie adapten." Warum also nicht diese wiederspenstige Zappeln der Fishe für sich nutzen??
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.461
      Metagame ist die Verarbeitung von aufgeschnappten Details über den Gegner, die in deinem und seinem Wissen existieren.

      Ist nochn bisl mehr und subtiler als die Meisten hier schreiben.

      Edit: Wichtig bei dem Wort Metagame ist eben, dass ihr Beide euch über eine Sache bewusst seid, die in der Historie auftrat, muss nicht Historie sein, ist aber in den meisten Fällen daraus entstehend.