SSS & Psychologie

    • BelyiM
      BelyiM
      Black
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.248
      Es gibt 100 Threads zum Thema Steals, 75 zum Thema AK, 50 zu Sklansky-Pushes, aber fast nichts zum Thema Psychologie.
      Welche psychischen Voraussetzungen sollte man als SSS'ler mitbringen und was unterscheidet die SSS im Hinblick Psychologie von anderen Pokervarianten?

      Ich spiele nun schon recht lange Poker, und obwohl ich ganz genau weiß, wie varianzreich das Spiel ist, konnte ich an meinen Denkmustern kaum etwas ändern bisher: Wenn ich "hot runne", denke ich ich bin der beste und frage mich sowas wie "was fürn Auto kauf ich mir nächsten Monat von dem Geld", wenn es schlecht läuft kommen sofort die Selbstzweifel "schlage ich das Limit überhaupt?" und ich versuche plötzlich wieder, mein Geld zu sparen....WARUM??
      Ebenfalls hinterfrage ich mein Spiel immer nur, wenn es schlecht läuft. Dann rechne ich nach, schaue im HM wie es in verschiedenen Situationen läuft etc. Im Upswing ist mir das alles egal...WARUM??

      Ich hoffe ich bin nicht der einzige und ihr habt vielleicht auch einige Anregungen, wie man konkret an sich arbeiten kann.
  • 31 Antworten
    • OldIndian
      OldIndian
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1.798
      solche fragen beschäftigen mich auch dauernd...

      diese nacht ist mir z.b. aufgefallen, dass ich anfangs extrem scheiße gespielt hab und ich hab mich daraufhin immer selbst beschimpft, wenn ich nicht bald mein a-game finde muss ich aufhören...

      zum thema:
      man sollte mMn so apathisch wie möglich spielen - d.h. versuchen die momentan BR zu vergessen, und keine moves auf grund von vergangenen ereignissen zu machen...jeder spot muss isoliert gesehen werden außer wenn sich der spot erst durch vergangene history deiner meinung nach ergibt....

      in der praxis sehr schwierig und ich denke es gehört eine menge übung dazu...



      weiterhin ist es sehr wichtig wirklich jede session im nachhinein zu analysieren (und nein, ich mache das leider auch nciht :( )

      aber eig dauert sowas gar nicht solange und ist mMn extrem förderlich fürs eigene spiel...

      und zur selbstbestätigung eine paar knifflige hände posten und bewerten ist sicherlich auch sehr hilfreich für das eigene selbstbewusstsein - gerade im down; im up kann dich das evtl auch wieder auf den boden der tatsachen holen ;)


      abeschließend finde ich, dass es unmöglich ist, wie eine maschine ohne jegliche tiltmoves zu spielen, aber das ziel sollte es sein so nahe wie möglich an diesen zustand heran zu kommen....

      wie man das schafft, muss letztendlich jeder für sich selber wissen und daran arbeiten...

      man kann der beste SSS´ler der welt sein, aber wenn man auf alle 1000 hände einen stack vertiltet, ist die winrate ganz schnell weg :(
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      ja, das problem mit der psyche kennt wohl jeder. gerade, wenn man in wenigen händen 20 stacks dropt, ist es schwer, total losgelöst von der bankroll zu spielen.

      ich versuche mir das auch anzutrainieren, klappt natürlich noch nicht immer. aber ich denke, dass das der weg ist, um dauerhaft erfolgreich zu spielen. man muss sich auf die aktuelle hand konzentrieren, sie so gut wie möglich spielen, sein spiel verbessern und nicht auf ergebnisse achten.

      ist natürlich nahezu unmöglich, da poker meiner meinung nach sehr ergebnisorientiert betrachtet wird (logisch, man will geld gewinnen), aber man sollte dorthin tendieren und die ergebnisse nur über einen längeren zeitraum betrachten. sehr defensives brm hilft dabei natürlich ungemein, den monetären wert beim poker zu vergessen und "einfach" gut zu spielen.

      poker ist bis zu gewissen limits nicht schwer, aber genau an diesen dingen scheitern die meisten spieler, würde ich behaupten. die edge ist halt, gerade bei sss, nicht so riesig, da fallen kleine (psychologisch bedingte) fehler so sehr ins gewicht, dass die gesamte winrate im arsch ist.

      ich glaube, die eigentschaft bringt man nicht von anfang an mit, sondern die muss man sich durch erfahrung erarbeiten. ich komme auch immer besser damit klar, bin aber noch weit entfernt davon, das so hinzubekommen, wie ich eigentlich möchte :)
    • slap666
      slap666
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 356
      ich versuche mir immer klar zu machen, pokern dem gesetz der großen zahlen folgt, aber wenn man in ein paar hände die stacks nur so um sich wirft, fällt mir das oft schwer...
      ich schaffe es, nach fast jeder session, mir zumindest die größten verlusthände anzusehen... die gewinne schau ich mir auch oft an, nur um zu sehen ob ich nur luck hatte oder gut gespielt hab.
      winners tilt ist so ein sache:
      wenns am anfang der session gut läuft, mach ich meist die größten fehler.
      so eine richtige strategie dagegen hab ich aber auch noch nicht gefunden.
      die fehler die ich meine sind sachen wie looser restealen, AT utg raisen und auf 3bet nicht weglegen(doppelter fehler:D )... so dinger eben, denke ihr kennt das.
      mit downs kann ich ganz gut umgehen. ich spiele dann mehr tische. klingt erst mal dumm, ist klar. aber mit mehreren tischen verfolge ich die hände nicht so sehr. man stellt halt rein und kümmert sich um eine andere hand.
      hinzu kommt das ich oft das gefühl hatte keine hände zu bekommen, wenn ich grade ein paar mal ausgesuckt wurde. das machte mich ungeduldig und dann wieder looser. leider kann ich mich nicht an ich-höre-für-heute-auf-wenn-ich-5-stacks-down-bin-regeln halten. steht ja auch im wiederspruch zu den großen zahlen.
    • BelyiM
      BelyiM
      Black
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.248
      Naja es muss nicht unbedingt ein Fehler sein, ATo aus UTG zu raisen, aber der Call sollte wirklich zu 99,98 % falsch sein :)
      Allerdings kenne ich das auch, wenn ich tilte beim Spielen verfalle ich oft in Denkmuster wie "der hat bestimmt n kleines Pocket" anstatt in kompletten Ranges zu denken.

      An das Gesetz der großen Zahlen versuche ich eher nicht zu denken, denn die Information, dass ich in den letzten 1000 Händen nur 30 % W$@Sd hatte, interessiert den Zufall ja nicht. Es gibt mir keine "Garantie", dass ich das mal wieder zurückbekomme. Da denke ich lieber wie ein Roulette-Spieler "Jetzt bin ich 10mal ausgesuckt wurden, jetzt muss aber mal wieder Schluss sein".

      Viele Tische zu spielen ist sicherlich ein ganz guter Weg, um dem Tilt etwas aus dem Weg zu gehen, allerdings bin ich schon so trainiert im Multitablen, dass ich trotzdem noch jeden Bad Beat mitbekomme...lryyy hatte glaube ich mal geschrieben, dass er sich absichtlich nicht den Showdown gibt, sondern schon damit zufrieden ist in der Situation die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sicherlich auch ne Möglichkeit, dafür bin ich nur irgendwie viel zu neugierig...leak?
    • MFR
      MFR
      Silber
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 1.967
      Das "Gesetz der großen Zahlen" besagt ja gerade nicht, dass es einen Ausgleich für vergangene Verluste gibt, dies hatten wir schon einmal in einem anderen thread, was weg ist ist weg. Es soll dich eben gerade abhalten von dem Gedanken, jetzt wird zum xten Mal meine Contibet gecallt oder sogar gereraist, obwohl von unterschiedlichen Gegnern, es kann nicht sein, dass ich schon wieder beat bin, also push ich. Obwohl ich die psychische Verfassung gut nachvollziehen kann, ist bei mir ähnlich, sie ist zwar schwächer geworden aber vollständig überwunden habe ich es noch nicht. :(
    • edgetrader
      edgetrader
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2008 Beiträge: 164
      Also mir hat es extrem geholfen ein sehr tightes BRM zu haben, ab 200 Stacks merke ich extrem wie ich gelassener über das ganze Spiel nachdenke. Da 30 stacks swings ja wirklich als normal anzusehen sind. Es ist schon deutlich einfacher für die gesamte psychologie zu wissen, dass es halt nur 15% sind und nicht ein drittel der BR bei 100 Stack BRM. Da die psyche ein so extrem wichtiger aber unterschätzter Bereich ist, ist ein tightes BRM ein absoluter +ev move.
      Man fährt halt in ruhigen Fahrwassern dahin und pendelt nicht immmer "from zero to hero and back again"! :D

      (ich hoffe die BRM antwort ist nicht zu 0815, aber es ist einfach der entscheidente Schlüssel zu einer gelassenen psyche)
    • slap666
      slap666
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 356
      die großen zahlen zitiere ich meisten in situationen herbei, in denen ich ein paar mal hintereinander mit mit der dominierenden hand verloren habe.
      so nach dem motto AA gegen JJ hab ich halt ~80% aber das ich das 3 mal hintereinander verliere kann eben passieren. hab ich diese situation beliebig oft, dann mach ich gewinn:)

      was das brm angeht rteichen mir auf nl50 bisschen mehr als 55 stacks. aber aufsteigen werde ich wohl overrolled.

      vllt kann sich mal wer zu meinem plan äußer?
      ich hab ziemlich viel sh gespielt und dann wieder zum bonus clearen wieder sss angefangen. macht mir auch im moment richtig spaß, aber nl20 hab ich mehr oder weniger vernichtet. denke aber, das nl50 ein angenehmes level ist sein spiel zu verbesser und will da erst mal 100k oder mehr hände verbringen.
      ist die überlegung ok? hab das gefühl das gegener hier langsam anfagen raises zu respektieren und nicht bnur bingo spielen. das tuen aber noch genug um meiner verluste durch fehler zum kompensieren. denke auf nl100 hochgrinden wäre auch recht kurzfristig drin, aber mit 10$ am tisch fühle ich mich recht wohl. mit mehr ist vllt nicht mehr so...
      abstieg auf nl20 wäre dann noch eine alternative. das hab ich ja nicht nachhaltig geschlagen.
      vllt solltet ihr noch wissen, das ich im ipokernetz spiele.
      hoffe, das ist jetzt nicht zu off topic
    • BelyiM
      BelyiM
      Black
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.248
      Dass ein tightes BRM dazu führt, dass downs einen nicht so belasten, ist klar. Dafür muss man dann aufpassen, dass einem die Stacks nicht "zu egal" werden und man anfängt, -EV moves zu machen, weil man denkt "naja die paar $". Ist halt ne Gratwanderung zwischen "nicht wohlfühlen" und "zu wohlfühlen".
      Ich hab im Moment auch ~200 Stacks für mein Limit, trotzdem zeige ich noch die oben beschriebenen Reaktionen Überschätzung und Unterschätzung der eigenen Leistung.

      @slap666: Finde es unnötig zu lange Zeit auf NL50 zu investieren, sobald du die BR hast solltest du einfach auf NL100 aufsteigen. Fortschrittlicher zu spielen ist eben ein fließender Prozess, das muss man nicht auf einem Limit lernen, sondern kann zwischendurch auch gut wechseln. Zumal NL100 i.d.R. wirklich noch gut zu schlagen ist.
      Dass du dich zur Zeit mit 10 $ am Tisch wohlfühlst ist ganz normal, Anfänge auf neuen Limits sind immer ungewohnt, aber mit der Zeit und der wachsenden BR wirst du dich an die neuen Stacks gewöhnen und dich bald plötzlich auf NL100 wohlfühlen und den Aufstieg zu NL200 nicht wagen wollen ;)
    • Datalife999
      Datalife999
      Silber
      Dabei seit: 05.02.2009 Beiträge: 944
      Was mir hilft ist während der Session/dem Tag immer mal wieder in einer Pause kleine Ziele genauer zu definieren.

      Beispiel:

      Angenommen es läuft 1a und man ist nach 1. Stunde spielen 5 Stacks up > erstmal Pause und die gewonnenen sowie verlorenen Hände analysieren. Dauert max. 20 min. Nun setze ich mir ein Max. und Min. an verlorenen/gewonnenen Stacks für die nächste Pause ( oder eben eine Zeit, was halt zuerst eintrifft ).

      Man fängt also nach seiner Pause wieder an, hat seine 5 Stacks up und den Kopf wieder einigermaßen frei. Max. Verlust könnte hier bei 4 Stacks liegen und Max. Winnings bei 5 weiteren Stacks > Pause ( Jetzt könnte jemand sagen "Ja aber zwischendurch auf die BR gucken ist auch nicht gut" Stimmt, sollte man auch nicht tun. Es geht hier um grobe Richtwerte. Man merkt ja, dass man gerade 5 all-ins verloren und/oder an mehreren Tischen mehr als 5 BB nachkaufen musste )

      Es geht einfach darum diesen Tunnelblick, den man manchmal bekommt und anfängt Dummheiten, egal aus welchem Grund, zu machen zu durchbrechen. Ähnlich wie die Situation Nachts bei Regen eine lange Strecke auf der Autobahn zurücklegen zu müssen. Ab und zu mal den Blick kurz nach rechts oder rechts bewegen, oder auf das Radio, und/oder mal die Spur wechseln, kurze Pause einlegen - Beine vertreten.
      Oder die Situation man betritt einen Raum, wollte etwas sagen und es ist ganz einfach kurz weg. Da hilft es auch kurz nochmal raus zu gehen und die Situation zu wiederholen, meißt fällt es einem dann wieder ein.

      Habe das ganze jetzt wohl ein wenig zu ausführlich geschrieben, das wichtigste ist wohl das fett Gedruckte. Klingt auch viel komplizierter als es ist. Ich hoffe man versteht was ich meine :)
    • TomRyans
      TomRyans
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2007 Beiträge: 98
      IMO ist das grösste Problem von Multitabling SSS, dass man innert 5 Minuten locker über 5 stacks dropen kann (resp. die ganzen Winnings einer manchmal mehrstündigen Session vernichtet weden). Und mit einer solchen Situation klar zu kommen ist definitiv nicht einfach, vor allem in der Anfangsphase des BR-Buildings. Ich habe hier im Forum viele Beiträge gelesen von Spieler, welche es bis NL100 geschafft haben, jedoch dann einen heftigen DS, gekoppelt mit Tilt hatten und schlussendlich fast broke gingen.

      Ich denke genau hier ist es wichtig ein konservatives BRM zu haben (vor allem auf den höheren Limits) und nicht Stack um Stack zu verlieren und dann plötzlich nach 30 Stacks down (>50% der BR) das Limit zu wechseln. Wie man hier sein BRM gestalten will ist jedermanns Sache.

      Ich zum Beispiel habe bis NL100 eine 50 Stacks-Strategie (für das neue Limit) gewählt und innerhalb dieser Strategie zusätzlich mir ein persönliches Stoploss von 5 Stack (auf dem neuen Limit) gesetzt. Es ist nämlich total deprimieren ewige Losses zu chasen. Bereits 10 Stacks erneut zu erspielen kann manchmal dauern und ist schon mühsam genug, also möchte ich nicht mit der Situation konfrontiert sein 50 Stacks chasen zu müssen.

      Ein weiterer Bestandteil meiner Strategie ist beim Limitwechsel das neue und das alte Limit zu mixen, bis ich schlussendlich 60 Stacks habe. Ab 60 Stacks spiele ich nur noch das neue Limit. Für mich hat es den Vorteil, dass ich nicht ungeduldig auf das neue Limit warten muss und vor allem nicht alle 2 Sessions absteigen bzw. aufsteigen muss.

      Persönlich, denke ich nicht, dass ein 100%iges tiltfreies Spiel möglich ist. No matter who. Wie bereits im Thread erwähnt, ist das Ziel eher an diese 100% ran zu kommen. In schlechten Zeiten sollte man unbedingt versuchen sich auf Erfahrungswerte zu stützen und immer daran denken, dass es overall (hoffentlich) aufwärts gegangen ist. Schlecht Zeiten sind auch sehr gut, um sich vom Spiel ein bisschen zu lösen, Beiträge zu lesen, Videos zu schauen, etc.

      Ein weiterer Psychologischer Aspekt der SSS hat auch viel mit Disziplin zu tun. Beim Multitabling kann es durchaus vorkommen, dass man an 5 Tischen gleichzeitig 3-bettet wird. Für die Spieler, welche mit Stats spielen (wie ich) ist wichtig manchmal den Zahlen zu glauben als emotional und instinktiv zu handeln und dabei einen -EV call / push zu machen. Ich selber habe extrem Mühe damit und werde z.T. schnell emotional und nerve mich ab dem 5. Move und shove den Stack mit einer marginalen Hand rein. Hin und wieder geht es gut, doch in den 100k Händen, die ich gespielt habe habe ich garantiert Geld verloren.

      Relativ kurz gefasst, denke ich dass die wichtigsten Bestandteile der SSS-Psychologie "tightes und individuelles BRM, Disziplin und Rückblick auf Erfahrungswerte" sind.

      Gruss,
      TR
    • slap666
      slap666
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 356
      sind echt ein paar sehr gute denke ansätze dabei. danke euch:)
    • paradoxpoker
      paradoxpoker
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2009 Beiträge: 2.588
      mir gehts genauso, vorallem nach einem limitaufstieg,
      man verliert zwar "nur" 5-10 Stacks, was aber 10-20 Stacks vom vorigen limit sind.
      Ich spiel dann einfach kein A game mehr und denke, der kann auch AK haben dann flip ich ja noch.. usw
    • WMer
      WMer
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 602
      Bin auch der Meinung, dass durch ein 100 Stack BRM die psychische Belastung deutlich abnimmt.
      Was hier angesprochen wurde, dass man auch nicht zu lang auf einem Limit bleiben sollte, weil die BR dann zu groß ist und einem die paar $ dann egal sind kann ich nicht ganz nachvollziehen. Was macht man, wenn man eine so hohe BR hat für z.B. NL1K und dieses Limit schlägt? Wo soll ich dann noch aufsteigen wenn ich noch was anderes zu tun hab außer zu pokern und mir nicht die Nacht zum Tag machen kann? Soll also heißen es geht irgendwann nicht mehr weiter! Ich persönlich habe ein Wohlfühllimit gefunden und kann nicht sagen, dass es mir egal ist wenn ich meinen Stack in die Mitte schiebe (obwohl ich ein paar 100Stacks habe), da bin ich zu ehrgeizig dafür :D
    • UncleBums
      UncleBums
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2006 Beiträge: 743
      also ich kann jeden 100 stacks nur empfehlen. wenn ich mir überlege wie übel es war 10 stacks zu verlieren als ich noch mit 20-40 stacks BRM gespielt habe.
      irgendwann habe ich dann den upwsing erwischt der es mir ermöglichte 80-100stacks zu spielen. und ich sags euch man schläft ruiger. verliert man mal 5 stacks nach gang, geht die welt halt nicht direkt unter (auch wenns immer bitter bleibt ;) )
    • BelyiM
      BelyiM
      Black
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.248
      Original von WMer
      Bin auch der Meinung, dass durch ein 100 Stack BRM die psychische Belastung deutlich abnimmt.
      Was hier angesprochen wurde, dass man auch nicht zu lang auf einem Limit bleiben sollte, weil die BR dann zu groß ist und einem die paar $ dann egal sind kann ich nicht ganz nachvollziehen. Was macht man, wenn man eine so hohe BR hat für z.B. NL1K und dieses Limit schlägt? Wo soll ich dann noch aufsteigen wenn ich noch was anderes zu tun hab außer zu pokern und mir nicht die Nacht zum Tag machen kann? Soll also heißen es geht irgendwann nicht mehr weiter! Ich persönlich habe ein Wohlfühllimit gefunden und kann nicht sagen, dass es mir egal ist wenn ich meinen Stack in die Mitte schiebe (obwohl ich ein paar 100Stacks habe), da bin ich zu ehrgeizig dafür :D

      Naja ich hab nicht geschrieben, dass die Stacks einem egal sind, sondern "zu egal" im Sinne von "nicht mehr wichtig genug". Wenn man mich jetzt z.B. zwingen würde, NL10 zu spielen, also mit 2 $ am Tisch, müsste ich schon sehr ehrgeizig sein, um das nicht als playmoney anzusehen ;) Bei Stacks ab NL1k greift das Prinzip natürlich nicht mehr so stark, da es erstmal ewig dauert, bis man hier wirklich so viele Stacks hat und weils eben viel mehr Geld ist.
      Andererseits wird es auch hier irgendwann so einen Punkt geben, wenn durrr jetzt anfangen würde SSS auf NL1k zu spielen, würde ihm da wohl auch irgendwie der Thrill fehlen :)

      Und ich hab ja nur geschrieben, dass das eine Gefahr ist, nicht dass das auf jeden zutrifft.
    • MFR
      MFR
      Silber
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 1.967
      Wenn du SSS ausgereizt hast und es dir zu langweilig wird, dann kannst du doch auf BSS umsteigen, da wird es noch eine Weile dauern bist du die Limits spielen kannst, die du mit SSS schon gespielt hast. Aber der Thrill muss einfach irgendwann immer nachlassen, ist halt die Frage ob dies die Motivation des Spiels sein sollte. Wenn das wirklich ein wichtiger Bestandteil der Motivation für Pokern ist, ist halt die Frage ob Pokern das richtige Spiel ist.
    • WMer
      WMer
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 602
      Original von LarstheB
      Original von WMer
      Bin auch der Meinung, dass durch ein 100 Stack BRM die psychische Belastung deutlich abnimmt.
      Was hier angesprochen wurde, dass man auch nicht zu lang auf einem Limit bleiben sollte, weil die BR dann zu groß ist und einem die paar $ dann egal sind kann ich nicht ganz nachvollziehen. Was macht man, wenn man eine so hohe BR hat für z.B. NL1K und dieses Limit schlägt? Wo soll ich dann noch aufsteigen wenn ich noch was anderes zu tun hab außer zu pokern und mir nicht die Nacht zum Tag machen kann? Soll also heißen es geht irgendwann nicht mehr weiter! Ich persönlich habe ein Wohlfühllimit gefunden und kann nicht sagen, dass es mir egal ist wenn ich meinen Stack in die Mitte schiebe (obwohl ich ein paar 100Stacks habe), da bin ich zu ehrgeizig dafür :D

      Naja ich hab nicht geschrieben, dass die Stacks einem egal sind, sondern "zu egal" im Sinne von "nicht mehr wichtig genug". Wenn man mich jetzt z.B. zwingen würde, NL10 zu spielen, also mit 2 $ am Tisch, müsste ich schon sehr ehrgeizig sein, um das nicht als playmoney anzusehen ;) Bei Stacks ab NL1k greift das Prinzip natürlich nicht mehr so stark, da es erstmal ewig dauert, bis man hier wirklich so viele Stacks hat und weils eben viel mehr Geld ist.
      Andererseits wird es auch hier irgendwann so einen Punkt geben, wenn durrr jetzt anfangen würde SSS auf NL1k zu spielen, würde ihm da wohl auch irgendwie der Thrill fehlen :)

      Und ich hab ja nur geschrieben, dass das eine Gefahr ist, nicht dass das auf jeden zutrifft.
      Ich hoffe du fühlst dich nicht angegriffen von mir-es ging mir nur um die Thematik ;) Ich kann jetzt nur für mich sprechen indem ich sage, dass ich immernoch auf 180 bin wenn ich zum dritten Mal in Folge gegen eine 30% shove und mir jedes mal die Nuts gezeigt werden.

      So richtig erkennen tu ich den Unterschied nicht, den du meinst. Redest du davon, dass ich mit ner 6stelligen BR die bspw. 80$ einfach mal reinstelle um zu gucken was er hat->also zu loose werden? Das wär dann natürlich schon schlecht. Aus diesem Grund versuche ich eben auf Monatsbasis einen bestimmten Betrag zu erspielen und verdränge damit den Gedanken "ach meine BR is so groß, der kann mich mal". :D Monat für Monat sich Ziele zu setzen ist glaub ich sehr sehr wichtig damit die Vergangenheit keine Rolle bei irgendwelchen Entscheidungen spielt. Wenn es dann mal einen Monat scheisse lief, gucken woran hats gelegen und dann im nächsten Monat daran arbeiten (wenn es spielerische Fehler waren). Btw das sollte ich vielleicht auch mal wieder tun :D
    • BelyiM
      BelyiM
      Black
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.248
      Original von MFR
      Wenn du SSS ausgereizt hast und es dir zu langweilig wird, dann kannst du doch auf BSS umsteigen, da wird es noch eine Weile dauern bist du die Limits spielen kannst, die du mit SSS schon gespielt hast. Aber der Thrill muss einfach irgendwann immer nachlassen, ist halt die Frage ob dies die Motivation des Spiels sein sollte. Wenn das wirklich ein wichtiger Bestandteil der Motivation für Pokern ist, ist halt die Frage ob Pokern das richtige Spiel ist.
      Hmpf! Hab nie behauptet dass SSS für mich ausgereizt ist. Es ist auch noch nicht so, allerdings spiele ich ab und zu tatsächlich ein wenig BSS, um auch in das Spiel mit 100 BB zu finden und um evtl. langsam einen Umstieg vorzubereiten, wer weiß.
      Naja und "thrill" war vielleicht nicht die glücklichste Wortwahl, trotzdem spielt der Faktor "Geld gewinnen" im Pokern doch eine tragende Rolle. Vor Allem für uns SSS'ler, da wohl der Wettkampf bei den wenigsten im Vordergrund steht, denn dann würde man kaum SSS spielen. Mit der Strategie geht man dem Wettkampf ja schon eher aus dem Weg, als ihn zu suchen.
      Wie auch immer, sobald es um Geldbeträge geht, die einen nicht interessieren, sinkt bei einigen sicherlich der Anreiz, ihr bestes zu geben, was für mich nicht nur A-Game heißt, sondern auch das Weiterbilden und sich Reinhängen, um immer besser zu werden. Klar, neben dem Geld können einen noch Faktoren wie Wettkampf (s.o.) oder Spass am Spiel motivieren, aber sicherlich nicht jeden in dem Maße, wie er durch den Anreiz motiviert wird, ein für ihn "ordentliches Sümmchen" mit dem Spiel zu verdienen.

      @WMer Wieso sollte ich mich angegriffen fühlen? Hast du Beleidigungen in deinem Text versteckt, die ich nicht finde? :)
      Das mit den Zielen finde ich nen ganz guten Punkt, ich versuche mir auch immer Ziele zu setzen. Leider glaube ich, zu geldorientierte Ziele, dabei kann man neben der Gewinnorientierung sich noch so viel mehr vornehmen. Heute Abend werde ich mal wieder 12-Tablen und dabei versuchen, 100 % konzentriert und perfekt zu spielen. Mal sehen obs was bringt :)
    • MFR
      MFR
      Silber
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 1.967
      Kurzfristig geldorientierte Ziele finde ich problematisch, es kann ja sein, dass du alles richtig machst und dennoch nicht dein Ziel erreichst. Dann schon eher Ziele wie das, welches du genannt hast, oder dass man sich vornimmt sich mit theoretischen Aspekten zu beschäftigen oder dass man sich auch im Nachhinein mit gespielten Händen noch mal auseinandersetzt. Etwas was ich z.B. viel zu sehr vernachlässige.
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