Zustandekommen der Backdoor Outs???

    • BigBigTree
      BigBigTree
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2006 Beiträge: 16
      Wie kommen eigentlich die 1,5 Outs für ein Backdoor- Straight bzw. Flush zusammen. Wieviele Outs bekomme ich hier für meine Backdoor Straight? Ich hab hier ja nur die 3 Sechser u. 3 Zehner, da 1 Sechser u. Zehner schon zu meinen 9 FlushDraw Outs zählen. Pre-flop: Hero 9 :diamond: K :diamond: Flop: A :diamond: 7 :diamond: 8 :club:
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    • dayero
      dayero
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2005 Beiträge: 1.723
      backdoor outs sind letztlich nur eine abschätzung der wahrscheinlichkeit, daß dein draw mit zwei weiteren karten ankommt, hat also mit normalen outs, die direkt bestimmten karten entsprechen, wenig gemein. 1,5 outs ist eine gute abschätzung für eine vollwertige backdoor auf nutflush oder -straight. im genannten beispiel hast du nur 6 karten für einen ziemlich schwachen straight. ganz leicht könnte man sogar noch den runner runner clubflush discounten, aber da wirds echt albern imho. genell würde ich so schwache backdoors kaum bis gar nicht berücksichtigen. dass sie tatsächlich einen fold inkorrekt machen ist sehr selten. viel wahrscheinlicher ist, daß man sie als entschuldigung für looses spiel heranzieht ;) weitere schwächungen von backdoors, die man berücksichtigen sollte, sind bei flushs naturgemäß die stärke des flushs und bei straights, die anzahl der möglichen runner runner kombinationen. damit meine ich, daß z.b. 765 eine stärkere backdoor als 975 ist, weil letztere nur über zwei gutshots zum straight kommt, während erstere über zwei oesds und zwei gutshots zum ziel kommt, was zu einer höheren equity und natürlich auch spielbarkeit führt, denn mit oesd dürfte aus einer marginalen hand meistens eine sehr anständige geworden sein. ob man backdoors tatsächlich soviel liebe fürs detail angedeihen lassen muss, ist eine andere frage. letztlich geht es hier nur um 1-2% equity und im regelfall macht man gerade als anfänger weit gröbere fehler als seine backdoors korrekt zu bewerten.
    • pokerisdrugfree
      pokerisdrugfree
      Silber
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 2.801
      Ich beziehe Runner-Runner Flush-Draws immer ein. Zu oft machen die einen Call profitabel wo Viele falscherweise folden. Outs für RunnerRunnerflushdraws berechnen sich so: Angenommen du hast die Möglichkeit auf den Runner Runner Nut-Flush, dann kommt am Turn in 10 von 47 Fällen eine vierte Karte zu deinem Flush und lässt dir dann am River die typischen 9 Outs. Die anderen 37 von 47 Fällen kommt am Turn keine vierte Flush-Karte, so dass der Draw busted ist. Am Flop hast du also n expected Value von 10/47 * 9 (outs), ergibt 1,9 Outs am Flop. Wenn die Nutflush Hand also vorraussichtlich am Showdown die beste Hand sein wird, kann man sich dafür gut 2 Outs geben. Für schwächere Flushs dann 1,5 - 1 Outs. Oder in Prozentrechnung: Runner Runner EV am Flop: 10/47 * 9/46 = 4,2 % 4,2 % * 46 unbekannte Karten ergibt ca 190 bzw 1,9 Outs. Runner Runner Straights berechnen sich genau so, allerdings gibts hier Unterschiede abhängig davon ob man mit mehreren Möglichkeiten die Straight machen kann oder eine spezielle Karte braucht.
    • pokerisdrugfree
      pokerisdrugfree
      Silber
      Dabei seit: 19.07.2006 Beiträge: 2.801
      zu deinem Beispiel noch: Du hast hier die Chance auf den Nutflush schon am Turn, hast also mindestens 35 % Pot Equity die dich nahezu immer profitabel callen lassen. Es ist also nicht nötig noch Outs für Backdoor Straights zu bestimmen. Im Zweifelsfall 1 Out für die Backdoor straight da bist du auf der sicheren Seite
    • SunTzu81
      SunTzu81
      Black
      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 1.646
      Runner Runner Straight Draws muss man natürlich auf halb suited Boards auch abwerten. Außerdem muss man bedenken, wieviele der möglichen Kombinationen zu den Nuts führen und wieviele nur zum Idiot's End. 7:heart: auf 8:spade: 9:spade: K:club: Flop z.B. macht keinen besonders beeindruckenden Backdoor Straight Draw.