[NL] Da ist guter Rat teuer!

    • Tobbes
      Tobbes
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2005 Beiträge: 1.105
      Hallo erstmal! So wie es aussieht werde ich mein Gewerbe im kommenden Jahr aus mehreren Gründen nicht mehr ausüben können. Ich würde wohl nen Job finden, wenn ich einen suchen würde, aber wenn man einmal selbstständig war, will man das natürlich nicht! Also...... was tun? Den Schritt wagen und versuchen seinen Lebendsunterhalt mit Poker zu finanzieren? Habe Januar 2006 mit 5$ auf PS angefangen, und mich ab März wirklich intensiv mit Poker auseinandergesetzt. Hab mich durch alle Limits erfolgreich hochgespielt, und habe zZ rund 5,3k BR und spiele 5/10, oder noch 3/6 wenn gute Tische da sind. 1,5k$ habe ich im Juni oder Juli ausgecasht und mit ca 500$ Rest neu von unten, also .5/1 angefangen. Ab 6k werd ich 10/20 nebenbei antesten, aber bis ca. 8k hauptsächlich 5/10 spielen, denke ich.Falls nix DS mäßig schiefläuft natürlich. DS kenn ich nämlich auch schon zur genüge. Nebenbei fange ich an mich intensiver mit SnGs zu beschäftigen, wenn der Abend gut gelaufen ist und das Pensum frühzeitig erreicht wurde! ;) Konnte bisher aber nur unregelmäßig spielen. Manchmal 5k+ Hände in 1 Woche, dann weniger als die hälfte in einem Monat. Das würde sich dann natürlich ändern. 1-1,5k Hände am Tag sollten es schon werden. Privat habe ich ca 15k€ Rücklagen, könnte mich also einige Monate über Wasser halten, zumal weiterhin Geld reinkommt (ca 500€/Monat). Ich habe sicher noch Leaks, die ausgemerzt werden können/müssen, aber ich bin sicher das ich das Zeug dazu habe, und Freunde die mich gut kennen sagen, das sowas genau das richtige für mich wäre! Die kennen mich halt! ;) Jedenfalls würde ich gerne wissen was ihr davon haltet! Son bißchen mulmig ist mir ja schon bei dem Gedanken. Aber wirklich nur ein kleines bißchen! ;) Danke im voraus für euer Feedback!
  • 7 Antworten
    • wusah
      wusah
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2006 Beiträge: 15.879
      Egal wie du dich nun entscheidest, ich wünsch dir schonmal viel Glück dabei. Und halt uns auf dem Laufenden :)
    • Abnoe
      Abnoe
      Black
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 2.834
      Von 5/10 und 3/6 kann man sehr gut leben. Das ist das erste. Rücklagen von 15k€ sind wichtig und gut, ohne solche würd ich mir den Schritt nicht überlegen. Wichtig wären noch Stats. Wenn du die beiden Limits über eine vernünftige Anzahl an Hände (was auch immer ihr FL spieler da für angebracht haltet, 50k oder so) mit >=1BB/100 schlägst, kommst du auf ein Monatseinkommen von ungefähr 3000$, wobei ich denke dass 30.000 Hände eigentlich recht wenig sind, wenn du deinen Lebensunterhalt bestreiten willst. Wenn du 6 tablest, kannst du auf FR tischen wohl ungefähr 350 Hände / Stunde schaffen. Dir muss allerdings klar sein, dass Pokern dann dein Beruf wird, das heißt du solltest schon versuchen, die 2k Hände / Tag zu spielen, was dann natürlich auch in einem schon überdurchschnitttlichen Verdienst für mitteleuropäische Verhältnisse resultieren würde. Langer Rede kurzer Sinn, wenn deine Samplesize groß genug ist, du dir dieses Leben vorstellen kannst und glaubst, auch mit dem Faktum Downsing, das heißt einfach mal ein Monat kein/weniger Einkommen, klarkommst, solltest du es einfach mal für 3-6 Monate versuchen.
    • Schmette
      Schmette
      Silber
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 5.252
      Das ist sicher ein inetressantes Thema. Es wurde sicherlich scon alles gesagt. Rücklagen sind schonmal gut. Dein Limit ist auch gut. Mich würde noch interessieren was du beruflich machst oder gemacht hast. Stell dir vor du spielst 2 Jahre O-Poker und es klappt auch recht gut. Dann wird Pokern auf einmal verboten oder es läuft nicht mehr so rund. Kannst du dann wieder in dein Berufsleben ohne Probleme einsteigen? Ich glaube das du weißt worauf ich anspiele. Nunja dein Skill spricht für dich und ich hoffe das es für dich gut funktioniert.
    • Oerp
      Oerp
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2006 Beiträge: 176
      Die erste Frage die ich mir hier stellen würde wäre: Was mache ich wenn Poker wirklich verboten werden sollte? Es macht sich halt schlecht im Lebenslauf wenn man 2 Jahre nicht wirklich nachweisen kann, oder man reinschreibt professioneller Pokerspieler gewesen zu sein! Warum nicht Poker als Nebenverdienst zu seinem normalen Job! Ich könnte mir auch nicht vorstellen von Poker zu leben, gerade mit dem Hintergedanken des Verbotes oder eines möglichen Downswings! Ich habe auch 5/10 erfolgreich bestritten bis zu einem üblen Downswing, wenn ich mir überlege das ich damals von dem Geld hätte leben müssen, AUA! Also, überlegs dir vorher wirklich gut ob du diesen Schritt bereit bist zu gehen! So genug moralapostelt, viel Glück egal wie du Dich entscheidest!
    • Tobbes
      Tobbes
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2005 Beiträge: 1.105
      Da ich meine größte DB durch nen Crash verloren hab, kann ich meine Stats nicht 100% genau wiedergeben. Außerdem hab ich den Fehler gemacht meine DB zu zerstückeln und für jedes Limit ne eigene zu öffnen, um dann doch zu vergessen das ich die DB umstellen muß wenn ich das Limit wechsel. Dann spielt man noch auf verschiedenen Seiten und hat seinen Screenname gewechselt..... Bis ich das alles zusammengesucht hab ist der Tag um. Zumal viele Daten halt fehlen. Kann aber sagen das ich auf 2/4 und 3/6 mind. 20k+ Hände gespielt hab. 2/4 war ehr 2,5, 3/6 ehr 1,5BB/100. .5/1 hab ich über 30k Hände sogar mit 3,x BB/100 geschlagen. .5/1 halt. Wenn meine bisherigen Werte so bleiben würden, wäre ich zufrieden. 5/10 hab ich erst 3-4k Hände, die aber mit nem fetten Up begonnen haben. Haben aber natürlich keine Aussagekraft. Das Online-Poker irgendwann mal verboten wird, macht mir auch Sorgen. Aber als ich mich selbstständig gemacht habe, wußte man auch nicht was kommt! Risiko ist immer da. Aber ich glaube wenn ich es nicht versuche beiß ich mir irgendwann in den Arsch. Es steckt ja definitiv ne Menge Geld im Poker, und wenn ich wieder anfange LKW zu fahren, muß ich meinen Lebensstandart auf jeden Fall zurückschrauben. Und wer will das schon?!
    • RicFlair
      RicFlair
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 2.865
      hi tobbes :) egal wie du dich entscheidest: viel glück dabei! bloß würde ich jetzt gerade den zeitpunkt um auf profi-onlinespieler umzusteigen als sehr ungünstig einstufen. falls es mal in deutschland verboten werden sollte müsstest du zwangsläufig aufhören oder umziehen. wenn du familie hast oder z.b. nicht grenznah wohnst kann das ziemlich ätzend sein. solltest du z.b. nahe der grenze wohnen könntest du ja die paar km über die grenze ziehen und so wäre das problem gelöst. wenn du jetzt aber in kassel oder braunschweig oder so wohnst isses doof weil das mitten in deutschland liegt
    • Benido
      Benido
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2006 Beiträge: 13.853
      Auch hier, genauso wie ich das auch beim cubaner gemacht habe, sei darauf hingewiesen das eine lücke im lebenslauf entsteht, die man irgendwie begründen muss, solltest du dich später doch noch mal auf eine anstellung bewerben müßen weil weder poker noch die selbständigkeit genügend geld zum leben läßt... insofern: der schritt an sich muss gut überlegt werden, da 2 jahre arbeitslos bzw "online-pokerprofi" im zweifel bei einigen menschen in den personalabteilungen dieser welt nicht soo gut ankommen werden... bei deinem vorhaben an sich viel glück! wenn du es angehen solltest, geduldig sein, den spaß nicht verlieren und dann wird das schon :)