Psychologische Probs beim Limitwechsel

    • KOz829
      KOz829
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2006 Beiträge: 40
      Ich schreib einfach mal hier rein, obwohl ich eigentlich keine konkrete Frage hab bzw. keine die so umfassend is, dass sie mein Prob auf den Punkt bringen würde. Deswegen schreib ich einfach mal von meinen Erfahrungen die ich beim Bankrollaufbau erlebt hab. Anfänglich kam ich als absoluter Tournament Player zu Pokerstrategy, das is jetzt 3 Monate her. Hab mich zunächst sehr an der SSS orientiert, weil ich nach apokalyptischem Downswing in 5$-Turnieren ( jedes 2. Turnier suckout on the bubble und das ca. 25mal) ne neue Pokerphilosophie gesucht hab. Hat auch alles super funktioniert, nach anfänglichen Einfindungsschwierigkeiten bin ich mit meinem Buyin bei 10$ NL immer höher gegangen bis letztendlich halfstacked. Als ich dann ca. Mitte November bei 400$ incl PS-Bonus angekommen war hab ich mir gedacht es wäre mal langsam an der Zeit für nen Limitwechsel auf 25$ NL. Von nem vollständigen shortstack hab ich nichmehr viel gehalten weil ich schon ne Zeit lang halfstacked das Limit darunter gespielt hatte. Deswegen immer schön mit 10$ an die Tische gesetzt, wobei ich sagen muss dass ich idR 6 gleichzeitig spiele. Lief auch ganz gut, bis ich irgendwann auf den Rat mehrerer Leute gehört hab, die der Meinung sind, dass es sich erst lohnt, wenn man mit seinem Geld auch ein Maximum an Druck ausüben kann, sprich fullstacked-Befürworter. Das lief auch regelmäßig gut, allerdings nur die ersten 2-3 Stunden. Danach hatte ich entweder einige Bad Beats, die mich aus der Bahn geworfen haben oder ich wurde nachlässig und hab mehrere dicke Pötte nach dem Motto "irgendwann muss ich ja mal gewinnen" gespielt. Damit hab ich aus den regelmäßigen +30$ an Einzeltagen gerne mal -50$ bis -120$ gemacht. Aus den zeitweise 450$ wurden dann innerhalb von 3 Wochen 150$ und ich war schon geneigt das Pokern komplett an den Nagel zu hängen, allerdings spiel ich jetzt seit einer Woche wieder die guten alten NL 10$ und habe mühelos fullstacked wieder 200$+. Dabei is es ganz egal, ob ich 2 oder 12 Stunden spiele, es funktioniert einfach. Habe gerade volltrunken nach Dscobesuch 2 1/2 Stunden gespielt und meine 50$ problemlos eingefahren. Die "Frage" is jetz: Woran kann es liegen, dass ich beim höheren Limit ziemlich schnell unterlegen bin, obwohl ich viele theoretisch-mathematische Grundlagen aus dem Eff-Eff beherrsche, weitestgehend sehr gute Reads auf meine Gegner habe und selbst extrem bewusst (sagen wir kontrolliert tight) spiele? Der Limitsprung selbst kann unmöglich bis zu knappen 200$ "Gewinn"-Spanne bei mir führen. Und wer sich jetz durch diesen Roman durchgearbeitet hat darf mir natürlich auch weitere Fragen zu meiner Situation, zu meinem Pokerverständnis oder zu meiner Perspektive zu diversen Händen stellen, ich denk da könnten noch einige Infos zu ner vernünftigen Analyse fehlen. Naja, aber wie gesagt: Mein Problem lässt sich wohl kaum in eine konkrete Frage packen... MfG Christoph Edit: Mittlerweile 70 für heut, es is wirklich als kann ich da machen was ich will... Edit 2: Merke grad dass ich bei Limit gelandet bin. Bitte einmal Thread nach NL verschieben. Thx.
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    • Kampfschildkroete
      Kampfschildkroete
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2006 Beiträge: 1.833
      Wie du schon sagtest, du bist NL Spieler. Aber ich kenn von FL sowas ähnliches, dass ich beim Limitaufstieg durch die größeren Pötte im Unterbewussten beeinflusst werde und so zu passiv spiele, keine Ahnung, ob das bei NL ähnlich sein kann. Bei mir hat es jedenfalls geholfen, 2 Tische mit dem alten Limit und gleichzeitig 2 neue zu spielen. Was stark unterschätzt wird, ist das posten von eigenen Händen, wo man sich unsicher ist, scheinst du bei 3 Beiträgen bis jetzt noch nicht gemacht zu haben, aber es hilft ungemein viel (ich dachte anfangs auch, dass es reicht andere durchzulesen, aber seitdem ich mehrere Hände poste, merke ich, dass die dieselben Fehler seltener wiederhole).