Wie lernt man richtig?

    • schlaftablette
      schlaftablette
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 208
      hey
      ich spiele schon fleißig aber leider reduziert sich meine Bankroll damit auch! Dachte immer, in den kleinen Limits würden so viele Fische rumlaufen aber ich verliere sogar Geld, wenn ich mich an die SHC + "Wie verhälst du dich bei ..." halte. Wie lernt man am besten, wie man spielt? In den Videos ist es irgendwie sehr kompliziert gemacht und ich verstehe nicht immer alles. Soll ich jetzt weiter auf mein Glück hoffen und praktisch spielen oder was soll ich lernen?
  • 7 Antworten
    • Karmaplayer
      Karmaplayer
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2007 Beiträge: 374
      Hast du schon die Bronzesektion verinnerlicht?
      Wenn nicht wäre das dein erster Schritt, vorallem die Bronzecharts und die Standardlines sind für den Anfang sehr gut.
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Beim Vids schauen ist es am Anfang ne gute Sache, dass Video vor einer Entscheidung anzuhalten und sich die Frage zu stellen wie man selber spielen würde. Danach weiterlaufen lassen und schauen, was der Caoch sagt. Wenn du dann nicht kapierst was der Coach sagt oder warum er ne Hand so spielt, die Passage nochmal anschauen mit Fokus auf der Begründung der Coachs, zusätzlich kannste dir dann noch die relevanten Artikel raussuchen und nochmal durchgehen damit sich die Theorie festigt.

      Ansonsten kannste auch Trainigsessions spielen mit weniger Tischen und den Schwerpunkt auf eine bestimmte Thematik legen wie z.B. Blinddefence oder SHC. Während der Session dann Hände grabben und später nachanalysieren.

      Wichtiger Punkt ist auch noch, dass man die Standartmoves nicht einfach auswendig lernen sollte, sondern sich die Idee, die dahinter steckt vergegenwärtigen sollte.

      Gerade am Anfang ist imo Starthandselektion mit am wichtigsten. Dann solltest du Odds und Outs anwenden können und dementsprechen wissen, wie man mit Draws spielt. Und als weiteren Punkt solltest du wissen, wie man mit Madehands spielt und deren Stärke richtig einschätzen können. (Boardstruktur, Gegnerzahlt etc.)
    • Finwe8
      Finwe8
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2008 Beiträge: 13
      Wichtiger Punkt ist auch noch, dass man die Standartmoves nicht einfach auswendig lernen sollte, sondern sich die Idee, die dahinter steckt vergegenwärtigen sollte.


      Find ich sehr wichtig vor allem in Bezug auf conti bet.
      Ich habe die Erfahrung in meinem kleinen limit gemacht, dass meine conti bet immer gecallt wird (weil eben so lose gespielt wird), so dass der Grund "foldequity" schonmal wegfällt.
      Da hab ich viel reingebuttert bis mir das klar wurde.
      Deswegen mache ich jetzt keine "standartzüge" mehr, bei denen ich net weis warum ich sie mache.
      Bzw ich zieh mir rein wieso und bewerte die situation dann selbst.

      Und was bei mir immernoch die größte fehlerquelle ist, ist das postflop spiel.
      Kannst dich an die SHC halten wie de willst, wennde nacher Fehler machst.

      sind so meine Erfahrungen, bin aber auch noch ziemlich Anfänger also koregiert mich ruhig^^
    • Calemann
      Calemann
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2006 Beiträge: 4.686
      Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht mir die Theorie handschriftlich (imo sehr wichtig!) und in meinen eigenen Worten zusammen zu fassen.

      Das bringt einfach mehr als wenn man dem Coach nur zuhört und es sich so versucht zu merken.

      Kann man genauso auf Vorlesungen an der Uni anwenden ;)

      Hände nachanalysieren ist auch sehr wichtig, weil man gerade am Anfang viele Fehler macht, die man gar nicht so bemerkt.

      Lieber mehr Hände ins Forum stellen als zu wenig!
    • Paty17
      Paty17
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 1.048
      Original von Finwe8
      Ich habe die Erfahrung in meinem kleinen limit gemacht, dass meine conti bet immer gecallt wird (weil eben so lose gespielt wird), so dass der Grund "foldequity" schonmal wegfällt.
      Da hab ich viel reingebuttert bis mir das klar wurde.
      Deswegen mache ich jetzt keine "standartzüge" mehr, bei denen ich net weis warum ich sie mache.
      Bzw ich zieh mir rein wieso und bewerte die situation dann selbst.
      Naja, kann dann aber auch ganz leicht dazu führen, dass man zu passiv wird. Bluffs oder Semibluffs braucht man wohl nicht ziehen, aber gerade die Contibet fand ich damals schon sehr hilfreich, als ich sie kennenlernte.
      Entweder Villain spielt tight, dann hat man Foldequity oder er spielt sehr loose, dann is die Conti noch gut und gerne for value. Z.b. Overcards c/c oder c/f spielen find ich einfach zu weak. Zum Glück können die Gegner das auf dem Limit noch net ausnutzen.
    • Doninhas
      Doninhas
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2007 Beiträge: 629
      Es ist tatsächlich so, dass manche Gegner auf den Mircos any2 am Flop callen. Emrahh hat das mal in einem seiner Videos gesagt: "Viele Gegner auf diesen Limits fangen erst am Turn an zu denken."
      Darum lohnt es sich meistens, den Turn zu 2nd barreln und den Pot so mitzunehmen.

      Im Grunde ist das sehr profitabel. Wenn Villain mir mir am Flop in 3/5 Fälle immer eine SB schenkt, mach ich die Conti um so lieber :)
    • aceofspace
      aceofspace
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.342
      Das allerwichtigste wurde noch gar nicht genannt -> Hände posten!!!!!

      Wenn du die Strategie-Artikel gelesen hast, dann ab in die Handbewertungsforen.
      Entweder passiv mitlesen oder besser noch aktiv posten!

      So kannst du dein Theorie-Wissen aktiv testen und auch gleichzeitig überprüfen, ob du es richtig angewandt hast. Ausserdem wirst du noch viel neues dazulernen.

      Die Kombination aus Strategie-Artikeln und Handbewertungen ist imo einfach der beste Mix zum Lernen.

      edit -> Videos können zu Anfang wirklich recht schwierig zu verstehen sein. Ich würde mir an deiner Stelle Viedos erst anschauen, wenn das Grundwissen sitzt.