FL-Midstakes-Donker auf NL50

    • Schnicker
      Schnicker
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 18.476
      Hallo,

      ich spiele eigentlich FL, will aber auch NL bisschen besser können und donke mir deshalb auf NL50 SH mit der BSS einen zusammen.
      Irgendwie weitergebildet in Form von Artikel lesen, Video schauen oder so habe ich bisher so gut wie nicht, da ich meistens NL spiele, wenn FL nicht so gut läuft, ich aber Lust auf pokern habe.

      Seit Januar2009 sind so 20k Hände zusammengekommen, ich weiß dass es keine perfekten Stats gibt, aber vielleicht fällt dem ein oder anderen ja was auf. Nachdem ich zwischenzeitlich mal 8Stacks im Plus war ist es derzeit grad mal 1Stack :)

      VPIP: 25,8%
      Pfr: 18,2%
      Open Raise Late: 33,4%
      Fold SB to Steal: 86,2%
      Fold BB to Steal: 75,3%
      AF: 5,0
      Handbereich SD: 3,8%
      WtSDwsF: 20,5%
      W$@SD: 49%
      W$wsF: 42,1%
      Big Blinds auf 100: 0,5

      BB/100 könnte bisschen besser sein, da ich gefühlsmäßig sagen würde, dass ich die Mehrheit der Flips verloren habe, aber 20k Hände ist da ja auch noch nicht die Riesensamplesize. Leaks habe ich natürlich auch mehr als genug, mich würde nur mal interessieren, ob ich z.B. zu loose meine Blinds defende oder so.

      Danke im Vorraus.
  • 23 Antworten
    • boooobby05
      boooobby05
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2007 Beiträge: 1.400
      Mich wundert, dass du als FLer so nen niedrigen WTS hast. Ich hatte als ich vor 1 1/2 Monaten von FL zu NL umgestiegen bin einen von 30 :D .

      dein Vpip ist n bisl zu hoch vlt und sollte näher am PFR sein. Aber ich denke mal, so einen stil kann man eig. trotzdem profitabel auf NL50 zocken.
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Hi CoJSchnicker,

      Kann dir zu deinen Stats leider nix sagen weil ich in der selben Lage bin wie du.

      Eigentlich FL Low-/Midstake Reg auf Abwegen... Nachdem ich während der Gladiator-Promo auf Party im April meine halbe BR (>-2000 BB) gebusted habe, wollte ich mal zur Ablenkung bisschen NL zocken. Erstens um ein zweites Standbein zu haben wenn mal wieder keine Tische da sind, zweitens da bei Homegeme-Runden eh nur NL gespielt wird...

      Habe mich also Gestern das erstmal seit langen wieder an die NL Tische gesetzt und das ohne Elephant und ohne Ahnung von ORC. Habe erst 9-Tabling und dann 6-Tabling betrieben, alles NL25 fürs erste. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden:


      Da ich eh kaum Ahnung von NL Strategie usw. habe (obwohl ich die Gold-Artikel alle mal gelesen habe, da ich mit NL bei PS.de angefangen hatte), hatte ich kaum Erwartungen an die Session und wollte nur Spass. Also habe ich mal den TAG und LAG-Style bleiben lassen und gleich mal den FAG-Style (fishy aggressiv) ausgepackt. Hier meine Stats zur Session:


      Also meinen Spass hatte ich :D . Habe entdeckt dass ich sehr gute Skills habe die Leute zum Tilten zubringen, so dass sie einfach alles callen oder rüber shoven, wenn man mit den Nuts in sie hinein minbettet (das minbetten konnte ich nicht bleiben lassen). Ich behaupte mal dass ich aufgrund meiner FL-Erfahrung, gute reading-skillz und Postflop besser bin als der NL25 standard TAG, obwohl ich mit den Betsizes weniger Ahnung habe. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass die meisten Leute auf solch extreme losness nicht adapten können, und ihrerseits mit Losness und sinnloser Aggression reagieren, d.h. Rebluffen was die Tatsatur hergibt...blos in den falschen Spots.

      Naja, aber der FAG-Style darf ja nicht mein Ziel sein, daher meine Frage und der Bogen zurück zu OP: Was sind denn "gute Stats" für NL SH? Und welche Artikel sollte ich als erstes mal lesen? Und wo finde ich ein ORC? Die Strategiesektion ist so mit SSS vollgemüllt, dass ich mich nimmer zurecht finde...
    • knorki
      knorki
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 6.643
      Original von CoJSchnicker
      VPIP: 25,8%
      Pfr: 18,2%
      Open Raise Late: 33,4%
      Fold SB to Steal: 86,2%
      Fold BB to Steal: 75,3%
      AF: 5,0
      Handbereich SD: 3,8%
      WtSDwsF: 20,5%
      W$@SD: 49%
      W$wsF: 42,1%
      Big Blinds auf 100: 0,5
      Die Gap zwischen VPIP und PFR ist definitiv zu groß. Versuche hier mal etwas weniger zu coldcallen und gehe etwas mehr in den raise/fold-Modus preflop. Der Rest sieht auf den ersten Blick okay aus.

      Position-Stats könnteste noch posten.

      Vom Grundsatz her isses aber egal welche preflop stats du hast, solange du in der Lage bist diese postflop gut umzusetzen. DIE ultimativen stats gibts nicht, hier wird dir niemand ein Patentrezept geben und Leaks lassen sich imo auch nur seehr im Ansatz vermuten.

      Wie wärs wenn du mal nen Vid machst und hier rein stellst? Dann haben wir ne viel bessere Grundlage :)

      @feanor1980: Wenn du es schaffst auf NL50+ diesen 55/33er Style profitabel zu spielen fress ich nen Besen :D Du solltest nochmal die Artikel über das grundsätzliche preflopspiel bei NL durcharbeiten, sonst wirst du schnell viel Geld verlieren. Die 7k Hände sind obv reiner upswing. Das ist eines der wenigen Beispiele, welche preflopstats man nicht mehr profitabel postflop spielen kann ;)
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Die Gap ist schon groß, aber muss ja nicht jeder mit 18/16 rumlaufen.

      Überleg dir trotzdem mal, was du wann coldcallst.
      Ich nehme an du callst viele PP cold, dazu halt noch suited connector und ein paar broadways.

      PP kannste oft nicht coldcallen, vor allem nicht gegen weite ranges, da ist häufig 3bet oder fold (ich tendiere da eher zum fold) eher angebracht.

      sc sind halt son ding, kann man sicherlich ip coldcallen, aber das megaplay ist es jetzt auch nicht, auch weil du auf nl50 deine coldcalling range sicherlich nicht balancen brauchst.

      sowas wit AT, AJ, KQ usw coldcalle ich auch relativ häufig, weil du die raising range einfach zum großteil dominatest, dich mit ner 3 bet aber gegen ne stärkere range isolierst.
    • Schnicker
      Schnicker
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 18.476
      Ja, PP coldcalle ich eigentlich immer, wenn Villain nen großen Stack hat.
      Was macht ihr am BU mit 55 wenn UTG geraist hat, was wenn CO geraist hat? ( UTG und CO jeweils TAGs )

      Außerdem complete ich viel im SB, also auch so Sachen wie J9o bei einem Limper.
      Bei FL ist das ein easy complete, bei NL besser weglassen? Eigentlich hat man bei NL ja viel größere Implieds, wie macht ihr das?
    • Schnicker
      Schnicker
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 18.476
      Original von feanor1980

      Also habe ich mal den TAG und LAG-Style bleiben lassen und gleich mal den FAG-Style (fishy aggressiv) ausgepackt. Hier meine Stats zur Session:


      solid, i like :heart: :P
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Original von belze
      Die Gap ist schon groß, aber muss ja nicht jeder mit 18/16 rumlaufen.

      Überleg dir trotzdem mal, was du wann coldcallst.
      Ich nehme an du callst viele PP cold, dazu halt noch suited connector und ein paar broadways.

      PP kannste oft nicht coldcallen, vor allem nicht gegen weite ranges, da ist häufig 3bet oder fold (ich tendiere da eher zum fold) eher angebracht.

      sc sind halt son ding, kann man sicherlich ip coldcallen, aber das megaplay ist es jetzt auch nicht, auch weil du auf nl50 deine coldcalling range sicherlich nicht balancen brauchst.

      sowas wit AT, AJ, KQ usw coldcalle ich auch relativ häufig, weil du die raising range einfach zum großteil dominatest, dich mit ner 3 bet aber gegen ne stärkere range isolierst.
      Hmm, ist das Standard bei NL? Hätte jetzt vom Gefühl her genau umgekehrt gehandelt. D.h. PP eher gecoldcallt und AT, AJ, KQ evtl. A9 ge3betted... Grund: PP haben im Grunde eine gute Playability und ich kann mich leicht davon trennen, wenn ich nicht hitte. Mit Ax will ich Information haben und möglichst viel FE aufbauen.

      Nochmal meine Frage: Was hat den der durchschnitts TAG für Stats? Rein zur Orientierung.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      3bet-Pots

      Das Problem bei AT(/AJ) ist, dass fast gar nicht gut hitten kannst.

      Wenn du das A triffst, bekommst wohl nur Value von besseren Händen (2pairs+ oder Aces die dich dominieren)
      Das T ist weitaus besser für dich, allerdings machst damit öfters auch nur Midpair und wirst gegen Action sehr schwierige Entscheidungen zu treffen zu haben. IP geht's noch, aber OOP bist da gegen gute Gegner oft ziemlich verloren.
      Wenn mit T dagegen Toppair triffst sind in der 3bet-Calling-Range von Villain halt viele Overpairkombis die dich möglicherweise schlagen.


      Bei Pockets ist's dagegen so, dass entweder verfehlst und eine relativ wertlose Hand hast - oder du hittest in ca. 12 % aler Fälle richtig hart am Flop - und hast auch einigermaßen gute Chancen Villain tatsächlich zu stacken, weil er halt auch oft noch eine gute Hand hat mit der er deine 3bet gecallt hat.


      Raised Pots
      Da sind viel mehr Hände in Villains Range, z.B. kleine Asse, Hände wie KT, QT, JT die du mit AT halt alle schön dominierst. Natürlich gibt's Hände die dich auch dominieren, aber eben auch noch genügend schlechtere die dir trotzdem Value geben.

      Und mit Highcards triffst halt jeden dritten Flop und nicht jeden achten wie mit Pockets.

      Natürlich haben PP eine gute Playability - nur ist's so dass halt so selten hittest, wenn dich immer leicht davon trennst bei Non-Hit dann wird Postflop der Foldbutton bald dein allerbester Freund sein.

      Gegen gute Gegner wirst im Raised Pot mit PP auch so deine Probleme haben, weil halt oft die bessere Hand folden willst, weil eben oft so eine dumme mittelstarke Hand hat, mit der nicht so recht weißt wo stehst.

      Mit Highcards dagegen bist noch gegen sehr viele Hände vorne wenn TP triffst, gerade mit AT, AJ und so.
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      @tomsnho:

      Gute Analyse wo man wie steht mit welchen Händen, aber Begründung für eine bestimmte Line sehe ich da drinnen nicht.

      D.h. es kommt halt sehr darauf an wie man Postflop weiter spielt. Wenn man sich grundsätzlich mit PPs unwohl fühlt sobald man nicht hittet ist es durchaus ein Argument jedes PP zu 3betten um die FE zu maxiemieren. Wenn man jedoch in der Lage ist PPs auch Postflop ui zuspielen, da man Villain und vorallem das Board gut einschätzen kann, dann gibt es keinen Grund den Foldbotton zu deinem Freund zu machen. Oft wird der Openraiser, wenn man seine Openraising Standards kennt halt nur Overcards halten und dann lassen sich PPs sehr gut spielen. Man wird ui halt keine grossen Pötte verlieren... Warum sollte ich den Pot dann Preflop schon aufblähen wenn ich eh nur jedes 8. mal hitte? Sollte ich hitten kann sich Villain von Overcards/Overpairs auf ragged Boards eh seltener trennen und ich kriege die Kohle die ich Preflop liegen gelassen habe durch Villains Contis meistens wieder rein...

      Mit AJ/AT will ich ja wissen wo ich stehe! Klar ist Villains Range weiter, sollte ich nur callen, aber deswegen hat Villain doch nicht seltener eine Hand die mich dominated. Blos ohne Information werde ich ihn oft ausbezahlen. 3bette ich ihn hingegen wird er mich mit besseren Händen oft 4betten aber genauso oft nur callen, sowie mit einigen händen die ich dominate. Meistens jedoch reduziert sich Vilains Range soweit dass man Postflop, den Pot ui mit einer Conti mitnehmen kann oder wenn Villain Gegenwehr zeigt ist man halt beat, und wird ihn nicht ausbezahlen...

      Also ich denke ich verstehe deine Argumentation für die Lines, aber man kann damit halt auch die andere Line begründen.
      Imo ist es wichtig wie man sich Postflop gegen bestimmte Gegner mit welchen Händen fühlt, und wie man damit in der Lage ist weiter zu spielen! D.h. mal so und mal so - ist fürs Balancing eh das Beste.

      Aber wie gesagt ich bin NL Noob und lasse mich gern eines Besseren belehren.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Damit hast schon REcht und es ist auch nicht grundsätzlich falsch Pockets zu callen oder AJ/AT zu 3betten ... mach ich auch oft genug ... hängt aber vom Gegner ab.

      @Warum Pot aufblähen wenn ich nur jedes 8. Mal hitte

      Mit AT hittest du grob geschätzt jedes 6. Mal das Ace, damit wirst aber nur wenig Profit machen, weil von kleineren Pairs nicht sehr viel Value bekommst, bei Toppair hat Villain hingegen fast immer einen besseren Kicker
      Dann triffst du jedes 6. mal in etwa das T, wobei du des Öfteren kein Toppair hast (und deine Hand im Grunde kaum mehr wert ist als 55 oder 77 unimprovesd) und dich sowohl JJ+ als auch die Hände die TP gehittet haben (v.a. bei K und A so einige Kombinationen) dich im Sack haben. Wenn du mit T Toppair triffst, dann hat Villain entweder Overpair, selten mal JT oder T9 (falls er damit überhaupt 3bets callt) und selten mal Underpair (manche callen nie miittlere Pockets, manche öfters), schlechtere Hände wirst relativ selten stacken (außer Villain hat Straight- oder Flushdraw, aber dann hast am Flop auch nicht so das Equity-Monster)

      Was ich mit dem Roman hier aussagen will - du hittest zwar jedes 3. und nicht jedes 8. Mal, wirst aber eigentlich noch seltener glücklich als mit Pockets ;)


      @im Raised Pot hat Villain doch nicht seltener eine Hand die mich dominated

      Sagen wir so, wenn mit AT den T triffst, dann macht hat im ReRa-Pot Villain eig. nie KT oder QT, und ganz selten JT oder T9 ... und wird selbst wenn er JT oder T9 hat, muss er dich nicht unbedingt im vollen Umfang ausbezahlen.

      Im Raised Pot kann Villain genauso gut JT - KT halten, T9, ev. sogar T8 ... außerdem gehört AT zu den stärksten Händen deiner Range weil du obv. kaum JJ - AA coldcallen wirst, gerade auf niedrigen Limits (auf NL400+ viell. eher wenn hinter dir sehr aktive Squeezer sitzen und du einen Squeeze inducen willst) und Villain somit mit any T-Toppair gegen deine Range immer noch sehr gut dasteht.


      @ kommt aufs Postflop-Spiel an

      Da hast vollkommen REcht. Ich hab mich halt auch darauf bezogen, dass du sagtest PP unimproved "kann ich leicht folden, wenn ich nicht hitte" ... rein auf Setvalue zu spielen geht viell. in sehr kleinen Limits oder gegen besonders offensichtlich spielende Gegner. Gegen aggressive TAGs hingegen ist das ziemlich EV- und da bist mit einer 3bet oer u.U. mit ienem Fold besser dran.
      Wenn ein gutes Postflop-Spiel hast, dann kannst PP gegen viele Gegner auch profitabel mit einem CC spielen.


      Du bist neu im NL und ich bin auch nur ein NL100-Donk und da gibt's viele weitaus kompetentere Leute hier die dir weiterhelfen können.
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Original von tomsnho
      ....
      @ kommt aufs Postflop-Spiel an

      Da hast vollkommen REcht. Ich hab mich halt auch darauf bezogen, dass du sagtest PP unimproved "kann ich leicht folden, wenn ich nicht hitte" ... rein auf Setvalue zu spielen geht viell. in sehr kleinen Limits oder gegen besonders offensichtlich spielende Gegner. Gegen aggressive TAGs hingegen ist das ziemlich EV- und da bist mit einer 3bet oer u.U. mit ienem Fold besser dran.
      Wenn ein gutes Postflop-Spiel hast, dann kannst PP gegen viele Gegner auch profitabel mit einem CC spielen.
      War so gemeint dass ich PPs ui halt kaum um Stacks spielen würde, sondern eher for bluffinduce... Mit TPGK tut man sich da schwerer zu folden.


      Du bist neu im NL und ich bin auch nur ein NL100-Donk und da gibt's viele weitaus kompetentere Leute hier die dir weiterhelfen können.
      Denke, dass der NL100-Donk mich locker noch in Sack steckt ;) . Danke für deine Analyse und Gedanken.
      Werde definitiv noch paar Artikel lesen müssen, aber so Foren-Disskusionen bleiben halt besser im Gedächtnis.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Btw. was ich noch vergessen hab und obv. sehr wichtig ist - es kommt auch auf die Position und somit auf die Raising-Range des Gegners an.

      Gegen einen UTG-Raise kann man Pockets durchaus eher nur coldcallen, gerade weil Villain oft doch eine sehr starke Hand hat die dich auch bei Hit noch gut ausbezahlt ... gegen CO/BU-Raises bist mit 3bets oft besser dran, v.a. wenn du selber in den Blinds und somit OOP bist.

      Ebenso wie AT/AJ gegen einen UTG-Raise ein klarer Fold ist sofern Villain nicht sehr aggro pre ist, gegen CO dagegen kannst am BU gut coldcollen mit der Hand, weil er am CO vermutlich mal alle suited Aces, viell. sogar schlechtere offs. Aces ... und halt Hände wie KJ,KT,QJ,QT,JT,T9,J9s in seiner Range hat.

      Aber nehm mal an das war dir eh klar.
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Original von tomsnho
      Aber nehm mal an das war dir eh klar.
      Jo ;) , aber Position haben wir in der Tat vernachlässigt.
    • feYVGaMbLe
      feYVGaMbLe
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 478
      bitte mehr! :s_thumbsup:
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Mehr wovon?

      Frage: wieviel Stacks Swings sind denn normal auf NL allegemein und speziel NL25?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Also erstmal: Welche Artikel helfen? Ich denke hier => http://de.pokerstrategy.com/strategy/no-limit/#bronze von Bronze bis Gold ist alles dabei, auch das gesamte Preflop-Play. Ein OR wird dann auch nicht benötigt. ;)

      Was für Stats hat ein TAG? es schwankt zwischen den tighten 16/13 Spielern und den aggressiveren Spieler bis evtl. 25/20. Ales darüber kann man schon als LAG einordnen, aber das sieht und argumentiert ohnehin jeder etwas anders.

      Was 3-bettet man? Auch beim NLH hat jede Bet einen Sinn, also entweder for Value oder als Bluff. In dem Moment wo du genau weißt warum du bettest/raist, hast du schon vieles richtig gemacht. Sitzt du mit 44 im SB und der BU stealt, kannst du mit der Hand beruhigt 3-bet/folden. Es ist quasi ein Bluff. Jedoch mit dem Riesenvorteil, im Falle eines Calls Postflop har treffen zu können oder aber zu moven.

      Wenn du mit einer Hand wie AJ- 3-bettest, warum dann? In dem Fall wo du am Flop dein Toppair triffst kommst du aus der Hand im Grunde nicht mehr raus! Möchtest du gegen Gegner X auf einem A22 Board mit deiner AT-hand aber nicht broke gehen...was machst du dann? way ahead/way behind? Bet/folden! Welchen Sinn sollte denn diese Bet haben? Wenn du es nicht wirklich weißt, dann gehe einen Schritt zurück und 3-bette nicht!

      Also bei jeder 3-bet überlegen warum (Value/Bluff) und wie du bei evtl. aufkommenden Flops spielst!

      Lücke zwischen VPIP/PFR: Sie sollte nicht allzu groß sein, aber gewisse Schwankungen sind da def. in Ordnung. Sowas wie 23/17 finde ich noch gut!

      Winner auf hohen Limits: Es gab vor kurzem mal jemanden der hier die 3 größten Winner in seiner Datenbank auf NL1k im Jahr 2009 gepostet hat. Die drei hatten folgende Stats: 19/15 ; 19/15 ; 20/15, und dabei jeweis 3-bet-Werte von 3-5. Da kann sich nun jeder seine eigenen Gedanken machen!

      LAG "erfolgreicher"? Natürlich kann man als LAg erfolgreich spielen, aber es ist halt ein anderes Spiel. Beim Fixed Limit kann man an den Stats ablesen, ob jemand Fehler begeht, da nahezu alles auf dem Equity-Prinzip aufbaut.

      Dies ist im NLH nicht der Fall. Man kann auch mit 55/33 profitabel spielen (auch longterm), wenn man es den Postflop drauf hat. Dir stehen da einfach viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung als beim FL (bspw. höhere FE, bessere Payout bei Hit etc.).

      Empfehlen würde ich es aber nicht. Gerade als Einsteiger sollte man einen soliden Style pflegen, alles Prinzipien verstehen und dann je nach Lust und Laune aufloosen (und zwar dann wenn man der Meinung ist dass man mehrere Spots +EV spielen kann, nicht weil man mit 19/15 "uncool" spielt. ;)


      PS: Willkommen beim No Limit...!Hoffe ihr bleibt uns treu... :s_cool:
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von feanor1980
      Mehr wovon?

      Frage: wieviel Stacks Swings sind denn normal auf NL allegemein und speziel NL25?
      Auf NL25 kann ich es nicht einschätzen, aber meine größten Downs war jeweils über 100k Hände einmal 30 Stacks und einmal 45 Stacks.
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      @ MiiWiin: Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

      Artikel
      Die Sektion kenne ich zwar schon. Verstehe ich das jetzt richtig: Alle Artikel sind BSS, die SSS-Artikel sind im Titel gesondert genannt! Habe beim "durchzappen" nie gewusst obs jetzt SSS oder BSS ist.

      Stats
      16/13 ? auf SH! Und dass soll profitabel sein? Gegen so einen bin ich doch ständig auf b/f...

      3-Bet Preflop
      Deine Erklärung für 3-Bet PPs Pre, leuchtet ein: Bluff mit "suckingout-Potential". Bin aus dem FL halt gewohnt PPs grundsätzlich als madehand zu betrachten, die man bei entsprechender Boardentwicklung durchaus zum SD bringen kann. Klar beim NL sind die Gefahren/Kosten viel größer, aber halt die Ranges bei den meisten auch viel kleiner was einem hilft seinen Standtpunkt gut einzuschätzen zu können. Was ich auch gemerkt habe: trifft man sein Set am Turn, glaubts einer eh keinem und Villain ist quasi schon gestackt mit seinem TPTK. Man darf halt nur nicht an seinen Händen kleben, sondern muss sich schnell davon trennen können, sobald das Board Villains Range hittet, bzw. Gegenwehr kommt. Ich lass mich auch lieber mit PPs aus der Hand bluffen als mit TPWK, da man sich dann weniger outplayed vorkommt...

      AJ 3betten: deine Erklärung für coldcall deckt sich quasi mit meiner: Man kommt schwer aus der Hand raus und spielt lieber WA/WB bzw. for Potcontroll. Finde aber teilweise dass man "billiger" zum SD kommt mit 3bet Preflop IP, da man dann Initiative hat und die Betsizes bestimmt und sich Freecards nehmen kann. Grosser Vorteil hierbei ist natürlich auch die FE am Flop. Callt Villain den Flop und man spielt cb am Turn, wird Villain sehr oft den River bluffen, d.h seine Blufffrequency ist deutlich höher als wenn man stur cd spielt. Man ist somit zum selben Preis am SD und balanced sein cb (was eh meistens ein weakspot darstellt), Tiltvalue bei Villain ist auch nicht zuverachten wenn er so am River seine KK auf A22 Q 6 gegen unser AT in seinen Augen for Value bettet.

      Es kommt halt sehr auf den Gegner an, wie an mit welcher Hand spielt, gegen Aggro finde ich 3bet mit AT auch nicht gut...

      Das wichtigste ist halt, wie du sagts dass man Planvoll vorgeht! Man sollte Preflop schon einen Plan haben wie man auf allen Streets reagiert bei call und raise - und das an den/die Gegner angepasst!

      Ich bin halt noch ein bisschen in der FL-Denkweise verwurzelt. D.h. es hilft mir in vielen Dingen (z.B.das Planvollvorgehen: da man bei FL meistens zum SD geht ist sowas dort unerlässlich, oder dass lesen der Boardtextur in Verbindung mit Ranges). Aber klar werde ich dadurch auch viele Fehler begehen, und muss erstmal mit den ganz anderen Betsizes und den vielen Möglichkeiten, die man bei NL hat umgehen lernen.
      Ich denke schon dass ich überlegt vorgehe, aber ob meine Überlegungen dann richtig sind oder nur Trugschlüsse gilt es halt noch herraus zufinden.

      Wenn ich hier meine Lines Verteidige, dann nicht weil ich davon überzeugt und lernunwillig bin. Sondern das Gegenteil, weil ich darin unsicher bin. Will halt meine Gedanken aufzeigen und evtl. Fehler darin entdecken. Denn von sturen Standards-Nachahmen (ohne zu wissen wieso) halte ich nicht viel, dann reisse ich lieber mein Ding runter und weiss warum!

      LAG/Winner/meine Stats
      Habe mittlerweile meine 55/33 in 35/26 umgewandelt ;) , biss zu einem 19/15 ist wohl noch ein weiter Weg. Allerdings ist auch meine Winrate bisschen runter gegangen, muss wohl wieder auflosen :f_biggrin:

      Macht halt einfach soviel Spaß, rum zu spewen und den Fish am Table zu verkörpern! Und solange die TAGs höchstens durch Tilt adapten, ziehe ich diesen Stiefel durch bis ich auch die NL- /TAG-Strategie durch habe...

      Fand 19/15 nie uncool, mir gehts nur um die Kohle und am coolsten ist der der die meiste Kohle einstreicht!

      Ein weiterer Vorteil am LAG-Style ist dass man genau merkt wann und in welchen Spots die TAGs Tilten, so dass man sowas im eigenen Spiel verhindern kann.

      Swings
      Hatte eigenlich gemeint so pro Session sagen wir mal 2K Hände!
      30-45 Stacks auf 100K H? Dann stelle ich mich mal auf 40-60 ein bei meinem Skill, Swing ja schon pro Sesion zwischen 10 und 15 Stacks...


      Danke für die Begrüssung, denke ich werde NL definitiv nochweiter verfolgen macht im Moment mehr Spass als FL!
    • Schnicker
      Schnicker
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 18.476
      Hallo,

      irgendwie will das mit den Aliases bei mir nicht klappen. Deshalb mal nur meine PP-Stats, da habe ich inzwischen ~17k Hände gesammelt und ein paar Fragen zu den Werten, die man sich im Graph des Holdem Managers anzeigen lassen kann. Limit ist NL50 SH BSS.

      Winnings: ~$2, yippie :D
      Showdown Winnings: ~$660
      Non Showdown Winnings: ~ -$658
      All-In EV: ~$350

      Ist das normal, dass die Non Showdown Winnings so sehr im Minus sind? Fressen bei mir halt exakt die SD-Winnings auf. Oder sind meine SD-Winnings zu niedrig?
      Heißt das All-In EV, dass ich grad einfach bisschen Pech bei den Flips etc. habe und mir nach Equity $350 mehr zustehen?
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