Petition gegen "Zensur"

  • 70 Antworten
    • TfS
      TfS
      Bronze
      Dabei seit: 07.10.2006 Beiträge: 336
      f1
    • aaa11111
      aaa11111
      Global
      Dabei seit: 02.01.2009 Beiträge: 2.103
      petitionen bezwecken praktisch nie etwas. alles vergeudete zeit.
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Original von aaa11111
      petitionen bezwecken praktisch nie etwas.
      Ganz im Gegenteil. Ich kenne keine Petition, die nicht etwas bezweckt.
    • Karmaplayer
      Karmaplayer
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2007 Beiträge: 374
      lol wie der Server einfach voll überlastet ist^^
    • Chiller3k
      Chiller3k
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2007 Beiträge: 4.326
      Ich möchte, um Missverständnissen vorzubeugen, nur einmal Anmerken, dass dieser Post hier nicht von Pokerstrategy stammt, sondern von mir als Privatperson.

      https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

      Schon mehr als 10.000 Unterzeichnet.
      Wenn ich mich richtig erinnere (Vorsicht Halbwissen) braucht es mindestens 50.000 damit der Inhalt in einer Ausschusssitzung behandelt wird

      Wer mehr über das Thema erfahren will sollte über Google sicherlich schnell fündig werden

      Hier ein Bericht auf heise:
      http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769

      Nur um Klarheit zu schaffen: Ich bin klar für härtere Strafen für Sexualstraftaten und für Kindesmisshandlung. Allerdings denke ich, dass diese Sperre der falsche Weg ist, da zum einen keiner außer dem BKA Einsicht in die Liste der gesperrten Seiten hat (soweit ich weiß gibt es auch keine Gesetzesgrundlage die regelt wie eine Seite wieder aus der Liste verschwindet) und zum Anderen wird damit zumindest die Grundlage für weitere Einschnitte gelegt. Sobald die Technik erst einmal da ist wird sie sicherlich auch für andere Dinge genutzt.
      Ich übernehme allerdings keine Haftung für die Richtigkeit der Informationen/Angaben. :f_wink:
    • mcashraf
      mcashraf
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.398
      Petition gegen "Zensur"
    • Chiller3k
      Chiller3k
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2007 Beiträge: 4.326
      ah... Thx.

      Wundere mich nur was das bei Poker Allgemein zu suchen hat. ?(
      Werde nachher mal schaun ob das Thema im Small Talk mehr Aufmerksamkeit bekommt und dann u.U. meinen Thread closen/deleten.
    • mrinsane
      mrinsane
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 1.447
      [x] mitgezeichnet

      Sind jetzt schon über 11k
    • hausse2
      hausse2
      Global
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 1.499
      "Nur um Klarheit zu schaffen: Ich bin klar für härtere Strafen für Sexualstraftaten und für Kindesmisshandlung"

      Allein, dass jeder, der sich gegen die Zensurinfrastruktur richtet, immer betonen muss, dass er gegen Kindesmissbrauch/Kinderpornos ist, zeigt, wie perfide die Strategie von VDL und Co. angelegt ist...

      Trotzdem natürlich erfreulich, dass die Resonanz auf die Petition so groß ist
    • Pokerboydd
      Pokerboydd
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 1.813
      Das Problem: wo ist das Problem? Ich verstehe die Internet Zensur nicht, wohl weil für mich 'das Internet' ein zu abstrakter Begriff ist.

      Ich als Internet Provider brauche mir von niemandem vorschreiben lassen (Stichwort Freiheit), zu welchen Seiten ich zugriff gewähre. Ähnlich einem Verlag, der trotz Pressefreiheit das Recht hat, über gewisse Dinge einfach nicht zu berichten, gewisse ANzeigen nicht zu schalten etc...

      Das 'Geschrei' wäre vielleicht weniger gering, wenn die Provider sagen würden (ohne Gesetz): gebt uns eine Sperrliste, wir setzen die um, WEIL WIR DAS WOLLEN

      Sicher, Freiheit für Meinung, Information etc., alles korrekt und wichtig, abder die derzeitige Diskussion ist einfach (von beiden Seiten) imho WEIT weg von jeder Realität.

      Ich nutze den Dienst eines Providers, der Provider hat Hausrecht, und bietet mir was er will. Ist sein ANgebot vertraglich festgeschrieben, hab ich u.U schlechte Karten, ist es das nicht kann ich versuchen mir 'das volle, unzensierte Internet' zu erstreiten, oder den Provider wechseln.

      Schließlich stehen unzählige Wege offen, am Internet teilzunehmen, und solange niemand Hand an die Root DNS Server legt, sehe ich nirgends eine Internetzensur.
    • gronzi
      gronzi
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2005 Beiträge: 539
      ich bin für ne petition gegen petitionen, wer macht mit?
    • Pokerboydd
      Pokerboydd
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 1.813
      Original von gronzi
      ich bin für ne petition gegen petitionen, wer macht mit?
      Begründung?
    • Chiller3k
      Chiller3k
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2007 Beiträge: 4.326
      würde mich hier auch über eine Sachliche Diskussion freuen.

      @Pokerboydd:

      ich zitiere mal von nem Bericht auf heise:

      Der Grundrechtseingriff lässt sich nach Ansicht der Justizministerin auch nicht durch den Einbau einer Klausel zur Berechtigung von Websperren in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Provider quasi wegzaubern. Zwar könne jedermann vorab und von sich aus in eine Beschränkung seiner Rechte einwilligen. Es bestünden jedoch erhebliche Zweifel, ob bei der verfolgten Vertragslösung von einer Freiwilligkeit auszugehen sei. Diese seien besonders groß, weil laut Familienministerium die marktbeherrschenden Anbieter einbezogen werden sollten. Deren Kunden wären so faktisch gezwungen, im Interesse der Beibehaltung eines Netzzugangs die umstrittene Klausel hinzunehmen. Nicht zuletzt böte der nicht gesetzliche Ansatz auch keine hinreichenden Möglichkeiten etwa für Verfahrenssicherungen, dass keine legalen Inhalte auf die "Blacklist" gelangen.


      Das Problem ist sicherlich auch das das ganze im Moment eher theoretischer Natur ist. Wie es in Wirklichkeit aussehen wird kann man jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen (und ich habe auch noch die Hoffnung das der Fall gar nicht erst eintritt)
      Wenn sich die große Masse der Internetprovider das Ganze unterstützt, ist auch das Problem, das die "Kleinen" die benötigte Kapazität nicht liefern können. Klar kann man argumentieren, das sich auf Grund der sinkenden Kundenzahl die Einstellung der restlichen Provider sicherlich ändern wird aber es wird meiner Meinung nach dann einen Zeitraum geben in dem dann, wenn man "unzensiert" surfen will das Angebot mehr als beschränkt sein wird
    • Pokerboydd
      Pokerboydd
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 1.813
      Naja, diese ganze Materie mit Grundrechten etc. ist mir in diesem Zusammenhang nicht so präsent, dass ich da fundiete Aussagen treffen kann.

      Nur folgende Argumentation aus meinem Arbeitsalltag, die Juristerei hierbei ist 'gehört haben' vermengt mit Halbwissen.

      In meiner Firma verbieten wir private Internetnutzung. Da das jedoch nicht überwacht wird, hat si da eine so genannte 'betriebliche Übung' eingestellt, de facto ist die Rechtslage so als würden wir private Nutzung erlauben. Damit treten wir imho nach dem Gesetz als Provider (für unsere Nutzer) auf, mit allen Rechten und Pflichten. (Kein personalisiertes Logging wegen dem Datenschutz z.B.)

      Nun gibt uns der Gesetzgeber (umsichtiges Handeln eines Geschäftsmannes) aber unter andem Auf, einen Proxy zu betreiben, sprich: wir filtern Inhalte, um z.B. Porn Seiten zu sperren, youtube zu sperren (Bandbreite sparen) und Malware filtern.
      Sind wir nun ein Provider, der das Internet zensiert? Zensiere ich für meine Nutzer?

      Frage: wird ein Internet Provider, der damit wirbt "nie wieder Viren" (weil er halt auch ein ANti Virus Gateway vorschaltet) positiv oder negativ aufgenommen? Darf der das?

      Frage 2: Ich kann Viren weder über meinen web.de noch über meinen gmail Account verschicken oder empfangen. Zensiert mein Mailanbieter damit meine Post?
    • Chiller3k
      Chiller3k
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2007 Beiträge: 4.326
      Hi Pokerboydd,

      ich denke in Wesentlicher unterschied zwischen den beiden beispielen die du Aufführst und dem was das BKA vorhat ist, dass bei deinen Beispielen die Kriterien nach denen gefiltert wird offen liegen, genau wie die Listen bzw. Methoden. Man hat also die Möglichkeit zu prüfen in wie weit die Einschränkungen gerechtfertigt sind.
    • BoPer
      BoPer
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.992
      Original von hausse2
      Allein, dass jeder, der sich gegen die Zensurinfrastruktur richtet, immer betonen muss, dass er gegen Kindesmissbrauch/Kinderpornos ist, zeigt, wie perfide die Strategie von VDL und Co. angelegt ist...
      richtig, die wissen schon was sie machen...

      ich denk mal 13,5k in nicht mal 24h dürfte neuer rekord sein. hab schonmal erwähnt, dass das vermutlich nichts bringen wird ist aber ein zeichen das man setzen sollte.
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      Mit nem Stück Papier wo ihr euern Namen hinkrakselt werdet ihr garantiert nichts ereichen ;)
      Das einzige was evtl Sinn macht ist auf die Straße gehen und demonstrieren, aber selbst das ist eigentlich aussichtslos
    • Albatrini
      Albatrini
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 15.546
      verschoben in Small Talk


      ~Alex
    • Gorith
      Gorith
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2007 Beiträge: 740
      Original von Pokerboydd
      Das Problem: wo ist das Problem? Ich verstehe die Internet Zensur nicht, wohl weil für mich 'das Internet' ein zu abstrakter Begriff ist.

      Ich als Internet Provider brauche mir von niemandem vorschreiben lassen (Stichwort Freiheit), zu welchen Seiten ich zugriff gewähre. Ähnlich einem Verlag, der trotz Pressefreiheit das Recht hat, über gewisse Dinge einfach nicht zu berichten, gewisse ANzeigen nicht zu schalten etc...

      Das 'Geschrei' wäre vielleicht weniger gering, wenn die Provider sagen würden (ohne Gesetz): gebt uns eine Sperrliste, wir setzen die um, WEIL WIR DAS WOLLEN

      Sicher, Freiheit für Meinung, Information etc., alles korrekt und wichtig, abder die derzeitige Diskussion ist einfach (von beiden Seiten) imho WEIT weg von jeder Realität.

      Ich nutze den Dienst eines Providers, der Provider hat Hausrecht, und bietet mir was er will. Ist sein ANgebot vertraglich festgeschrieben, hab ich u.U schlechte Karten, ist es das nicht kann ich versuchen mir 'das volle, unzensierte Internet' zu erstreiten, oder den Provider wechseln.

      Schließlich stehen unzählige Wege offen, am Internet teilzunehmen, und solange niemand Hand an die Root DNS Server legt, sehe ich nirgends eine Internetzensur.
      Weisst du ich sehe das ganz anders. Der Provider bietet Infrastruktur. Der Verleger einer Zeitung darf dir natürlich sagen, dass er deine Artikel nicht veröffentlichen will. Aber ein Drucker kann dir nicht verbieten deine eigene Zeitung zu drucken und deine Artikel dort zu veröffentlichen. Ich sehe die Rolle des Providers eher analog zu der des Druckers. Er stellt Infrastruktur bereit. Das heißt Provider sollten verpflichtet sein NUR Kunden, die gegen geltendes Recht verstoßen (und hier ist eine Verurteilung erforderlich) zu sperren.

      Und ja, wenn das alles auf freiwilliger Basis passieren würde, gäbe es keinen Aufschrei, weil ich ja auch meinen eigenen Rechner ins Netz hängen kann wenn ich Lust (und Geld) habe... das heißt ich kann selbst mein Provider werden.