[NL25 SH BSS] Up-Up-Up-Down

    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Mal eine Frage an euch.

      Zuerst kurz meine Stast NL25SH nach Neustart:

      25k Hands
      VPIP 22 - PFR 16 - 3b 6 - WTS 23 - AF 3.0 - Conti: 64% - Fold to 3b - 65%

      Damit habe ich W$SD 57,5% - AvAllinQ 67.5 %

      Insgesamt sieht das für mich relativ ordentlich aus. Im SD und im All-In bin ich immer dicker Favorit. WTS ist nicht zu hoch und nicht zu klein.

      Ich erlebe seit ich pokere jedoch immer wieder das gleiche Phänomen.

      Ich spiel 4 Tables, meistens so 600-800 Hände am Abend. In der Zeit bin ich im Schnitt ca. 6 mal All-In. Mit durchschnittlich 2/3 Equity gewinne ich also normal 4 und 2 verlier ich. Das ist ok. Ich mache ohne besonderes Glück pro Session also 1 - 1,5 Stacks plus im Schnitt mit den normalen Cooler, Suckouts - was man halt so erlebt gegen die ganzen Fische und Vollidioten da draussen.

      Regelmässig jedoch, meist einmal die Woche, bekomme ich eine absolut abartige Session reingedrückt, in der ich in 30-40 Minuten 5-6 Stacks droppe und Vs permanent 2-4 Outer hitten, TwoPairs rivern - Gutshots, Overcards im River zum Topset werden - oder ich mit QQ im Turn Topset triffe und V gleichzeitig mit KJ dank der Queen seinen Gutshot etc. KK vs AA pf - AA vs KK pf -> KK set ... die ganze Palette eben.
      Das ist dann so eine Session, in der ich von 6 mal All-In trotz Favorit im Schnitt 5-6 mal verliere und die ganzen Winnings der Sessions in der Woche zuvor verpulvere ...

      Ich hatte noch nie eine Session, in der ich 4-5 Stacks up war, also mal ohne Cooler oder Suckouts alles einkassiere.

      Geht euch das auch so? Wie kann es sein, dass man regelmässig - obwohl man wie immer spielt - in solche Sessions rennt und einfach so derb auf die Fresse bekommt?

      Das hat imho auch nix mit Leaks oder so zu tun - wenn ich als Favorit meine Kohle in die Mitte schiebe, hab ich obvious alles richtig gemacht.

      Das bringt mich noch in die Klappse. Bin etwas ratlos. Rein statistisch gesehen ist es einfach sehr unwahrscheinlich, dass man bei 6 mal All-In mit 67% EQ 5 mal verliert oder sogar alle verliert. Das passiert mir einfach zu häufig ?(

      Bin ich einfach der derbste Pechvolge oder hat Poker doch ne "let the fish not go broke protection"?
  • 12 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Ich möchte darauf hinweisen, dass wir neue Richtlinien in der Sorgenhotline - u.a. für das Erstellen von Threads - haben, daher habe ich mir erlaubt, den Titel leicht zu editieren.

      Original von torytrae
      Bin ich einfach der derbste Pechvolge oder hat Poker doch ne "let the fish not go broke protection"?
      In meinen Augen ist es weder noch. Von besagten Sessions kann vermutlich jeder von uns berichten - es darf nur nicht dazu führen, dass Du anfängst falsch zu spielen.

      Was verstehst Du unter "es bringt Dich in die Klappse"? Tiltest Du oder nervt es Dich nach der Session nur und bis zum Ende der Session spielst Du A-Game? Sollte ersteres zutreffen, würde ich mir an Deiner Stelle eine Art Stop-Loss setzen, z.B. 3 Stacks verlieren = Ende der Session. Ist ersteres nicht der Fall, würde ich mir an Deiner Stelle keine Sorgen machen. Du kannst nicht mehr machen, als als Favorit Deine Kohle reinzustellen. Machst Du alles richtig, hast Du Dir auch nix vorzuwerfen :)
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Danke fürs editieren :)

      Ja, Stop-Loss ist eine gute Sache. Nehm ich mir immer vor, aber halt mich nie dran ;(

      Vielleicht ist SH auch einfach nicht das richtige - die Swings sind einfach so derb, da man so oft mit marginalen Händen spielen muss.

      Dennoch glaube ich, dass meine Stats eigentlich zeigen, dass ich da ne dicke Edge hab, das $ Ergenbnis sagt aber was anderes. :s_cry:
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      Also ich finde deine Stats ok, ich spiele etwas mehr showdowngebunden mit 26% WTSD aber vielleicht spielst du auch schon zu loose für das Limit, hast du darüber mal nachgedacht?

      Ich 22/16 sind solide stats aber als ich das Limit gespielt habe, hatte ich so 17/15 was zwar total vernittet ist aber es geht darum zu gewinnen.

      Zu deinen Händen....

      Ich würde mich nicht zu sehr auf die Hände stürzen bei denen du denkst das du richtig gespielt hast, weil cooler suckouts etc. gehören immer dazu.
      Ich hatte auch schon oft das Problem das ich mich über solche Dinge aufgeregt hatte, das bringt nichts schau dir halt die größten loooosing Hände an und überlege dir eventuell Alternative Lines.
      Ansonsten versuche halt wo anders 1-2BB rauszuholen.


      P.S. dein ATS Wert würde ich gerne noch wissen der ist wichtig...

      good luck an den tischen...
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      ATS 31% - denke, das ist okay für das Limit. Ich steale halt nicht gegen Calling-Stations oder Aggrodonks. Steal halt - bei passenden tighten Vs - vom CO aus.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von torytrae
      Danke fürs editieren :)
      Gern geschehen :)


      Ja, Stop-Loss ist eine gute Sache. Nehm ich mir immer vor, aber halt mich nie dran ;(

      Vielleicht ist SH auch einfach nicht das richtige - die Swings sind einfach so derb, da man so oft mit marginalen Händen spielen muss.

      Dennoch glaube ich, dass meine Stats eigentlich zeigen, dass ich da ne dicke Edge hab, das $ Ergenbnis sagt aber was anderes. :s_cry:
      Jetzt lies doch mal, was Du selbst geschrieben hast. Was hältst Du für wahrscheinlicher?
      1. NL25 SH ist kaum schlagbar, weil man zu oft mit marginalen Händen spielen muss.
      2. Du hast ein disziplinarisches Problem, weil Du Dich nicht an ein Stop-Loss halten kannst/willst, was Du eigentlich für eine gute Sache hältst.

      Wenn Du wirklich eine dicke Edge auf NL25 hast (und die ist mit dem Content von PS.de nun wirklich drin...), dann wird es sich langfristig auszahlen. Allerdings musst Du der Mathematik auch eine Chance geben: Wenn Du die +EV-Spots, die Dich zum Winning Player machen, quasi einstampfst, weil Du an anderer Stelle zu undiszipliniert bist, dann führt das genau zu dem Ergebnis, was Du anführst: Eigentlich dicke Edge, aber Du siehst nix davon in klingender Münze.

      Fazit: Bemühe Dich um Disziplin, das wird Deiner Winrate vermutlich sehr gut tun. Anfangen würde ich an Deiner Stelle mit den Psychologie-Videos hier anschauen.

      Viel Erfolg für die Zukunft :)
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      kann mich michi nur anschließen, aber bis man das merkt das Disziplin genauso wichtig ist wie der eigentliche Skill selbst dauert es seine Zeit.
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Ich spiele eigentlich nicht undiszipliniert. Wenn ich merke, dass ich tilte, höre ich auf.

      Das Problem am stop-loss ist aber, dass es ergebnisorientiert ist - und man eigentlich nicht ergebnisorientiert denken sollte.

      Optimalerweise höre ich auf, wenn ich merke, dass ich 2 Hände schlecht gespielt habe - overplayed, Draws sinnlos gejagt, tilt play und sowas. Das klappt ganz gut.

      Wenn ich 2 mal nacheinander mit 75% EQ am Flop broke gehe und V jedesmal den 3-4 Outer im River hittet, tja.

      Vermutlich wäre es dennoch besser, dann aufzuhören, da man wohl auch unbewusst tiltet.

      Ich geh erstmal wieder 1 Limit auf NL10 runter, BRM halt. Und dann mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich werde auch tighter werden. 22 ist wohl zu loose für das Limit, auch SH.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von torytrae
      Wenn ich 2 mal nacheinander mit 75% EQ am Flop broke gehe und V jedesmal den 3-4 Outer im River hittet, tja.
      Als Psycho-Mod höre ich natürlich Stimmen. Diese sagen mir nach 3 Stacks down gern mal "jetzt kann der Sch***kerl doch nicht schon wieder gehittet haben!". Wenn ich in DER Situation calle und nicht folde, was ich eigentlich tun würde, dann tilte ich. Tilt will man vermeiden --> aufhören. Zumindest für den Moment.

      Natürlich sind nicht alle Situationen identisch und jeder Spieler handelt unterschiedlich, tiltet länger oder kürzer und, und, und... Als brauchbare Daumengröße hat sich allerdings die "3-Stacks-down"-Regel eingebürgert und ich rate jedem Spieler (egal, ob er sich für tiltanfällig hält oder nicht), sich mit der Materie zumindest grundsätzlich einmal auseinanderzusetzen.
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Hab mir grad die 2 Tilt Artikel von MiiWin durchgelesen, macht Sinn. Werde das auch so machen. Danke fürs Feedback :f_biggrin:
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von torytrae
      Danke fürs Feedback :f_biggrin:
      Sehr gern :)
    • andreee
      andreee
      Bronze
      Dabei seit: 18.06.2006 Beiträge: 2.884
      Jemand auf tulltilt spielt mit dem gleichen nick wie du hier im forum hast deswegen nehme ich mal an das du es bist :D

      Mir ist aufgefallen das du recht häufig auf drawy boards den flop behind checkst und dann am turn action machst. Es kann natürlich sein das du durch zufall immer stark gehittest hast am turn.

      Wollte nur drauf hinweisen vll macht es ja sinn sich nochmal über protection bzw potcontrol wann was sinnvoll ist auseinanderzusetzen. Falls es mir nur so vorgekommen ist dann vergiss einfach was ich geschrieben habe ;)
    • nadines1986
      nadines1986
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2007 Beiträge: 176
      Hallo!

      Spiele auch seit 21K Händen (wieder) NL 25 SH, habe im Dezember nach ner längeren Pause angefangen auf NL 5 FR.

      Meine Stats usw. sind Deinen recht ähnlich, und ich erlebe hin und wieder ähnliches. Darf ich fragen, mit wievielen Stacks Du auf das Limit gegangen bist?

      Da ich mich von ganz unten sehr diszipliniert hochgearbeitet habe und selbst auf NL 5 mein derbster Swing 13 Stacks down waren (8 Bad Beats auf 3000 Hände...), bin ich erst mit 40 Stacks auf NL 25 SH gewechselt, sprich mit 1000$.

      Das Ding ist einfach, dass viele dazu neigen, zu hohe Gewinnerwartungen zu haben, und meiner Meinung zu wenig Stacks für ein Limit haben.

      Als Beispiel:

      Ich habe 130K Hände auf NL 5 FR gespielt, mit 6,78 BB/100 (ich weiß, recht irre, aber da ich auch zu "psychologischen Problemen" neige im Downswing, und ich erst komplett sicher im Spiel werden wollte, habe ich es ein paar Monate durchgezogen), danach ca. 35K Hände auf NL 10 FR und SH, wobei ich einen Upswing hatte mit 11 BB / 100. Bin Mit ca. 1000$ auf NL 25 SH gewechselt und stehe momentan nach 21K Händen mit 4,88 BB/100 da, bei ner leicht überdurchschnittlichen Bad-Beat-Quote.
      Frustriert mich zur Zeit auch etwas, da es die ersten 15K Hände besser lief, aber es ist doch einfach "normal", das selbst auf diesen Limits alle 30K Hände selbst bei diszipliniertem Spiel ohne Ansammlung von groben und kleinen Fehlern ne BE-Phase von 10K Händen kommt.
      Und dann gibt es noch zwischendurch die richtigen Downs... .
      Spiel das vier und fünfache Deiner jetzigen Samplesize und schau dann nochmal auf Deine Gesamtwinnings.