Die gegnerische Range abwägen - aber in welcher Reihenfolge?

    • Witman
      Witman
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 3.234
      Folgende Situation:

      Wir haben eine marginale made hand und werden am turn geraised. Wir betrachten die range des Gegners und vergleichen die Hände, die uns beat haben und die Hände, die wir schlagen. Aber in welcher Reihenfolge? Die equity lässt sich dabei nur schwer einschätzen.

      Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob man zuerst die Hände betrachtet, die einen schlagen, oder die, gegen die man vorne liegt. Betrachtet man die Hände, gegen die man vorne liegt zuletzt, ist man doch möglicherweise eher gewillt noch zu callen.

      Ein für mich typischer Gedankengang: "Die Hand hat mich beat, und die, und die... die auch... aber er könnte auch ein kleineres PP raisen!! Also call!!" :f_eek:

      Ich meine auch mal von einem psychologischen Experiment gehört zu haben. Den Probanden wurden dabei 3 Bilder in unterschiedlicher Reihenfolge gezeigt. Ein mieser Kampfhund, ein niedliches Baby und ein langweiliger Stuhl. Je nachdem, ob vor dem Stuhl der Kampfhund oder das Baby gezeigt wurde, haben die Probanden mit dem Stuhl unterschiedliche Emotionen verbunden. Öhm, naja, egal. Ich denke ihr wisst was ich meine.

      Habt ihr schonmal darüber nachgedacht bzw. eure Denkweise angepasst?

      Gruß witman
  • 3 Antworten
    • Flyswatter
      Flyswatter
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2008 Beiträge: 1.772
      Die Reihenfolge sollte bei nem rationaldenkenden Menschen ja eigentlich keine Rolle spielen. Grundsätzlich würd ich aber den Anteil der Semibluffs in seiner Raisingrange bestimmen. So ergibt sich dann ob man oft genug für nen CD vorne ist.
      Die Odds kann man sich auch schon im Vorraus mal einprägen da HU die Spots ja immer wieder gleich sind.
      HU, IP nach c/c, c/r von V. ists auch immer gut, zu schaun was er schon am Flop ge-c/r hätte so fallen oft einfach Madehands raus und die Range verschiebt sich eher zu Semibluffs.
      Man kann aber am Tisch nur abschätzen und sollte in der Nachanalyse solche Spots immer wieder durch gehen um ein Gefühl dafür zu bekommen.
    • andyy1
      andyy1
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 1.816
      Lustig darüber hab ich auch mal nachgedacht.

      Ich versuche mich zu zwingen beim Spielen sowohl erstmal die Hände durchzugehen, die man schlägt als auch die Hände die einen Beat haben.
      So dass man auch beide Seiten durchgegangen ist um eine einseitige Entscheidung zu vermeiden.

      Und klar, so wie Flyswatter schon gesagt hat, durch Nachanalyse das Handreading konsequent ausbauen.
    • BennyTK
      BennyTK
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 1.644
      mit der zeit wenn man genug spielt wird das auch intuitiv geschehen dass du deine chancen auf dem board abschätzten kannst...equity analysen können natürlich die intuition immer mal wieder aufbessern, passiert wohl schnell dass man sich bei manchen konstellationen generell verschätzt..