Was mach ich noch - ich werd Koch!

    • Pokermedic
      Pokermedic
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2007 Beiträge: 791
      Hi,

      ich habe da mal eine Frage bei der mir vielleicht jemand hier helfen kann:

      Meine große Leidenschaft ist das Essen und die Zubereitung desselbigen. Ich arbeite aber nicht in der entsprechenden Branche, habe aber dennoch den Traum irgendwann ein kleines Restaurant aufzumachen. Das Ganze will ich dann aber auch vernünftig angehen, daher folgende Frage:

      Kennt jemand von euch eine Möglichkeit eine Kochlehre neben dem normalen Beruf zu bestreiten? Also ich meine so etwas wie ne Abendschule oder ähnliches. Meinen Job aufgeben und ne Lehre anfangen kommt für mich aus familiären Gründen nämlich nicht in Frage. Habe bei der VHS mal geguckt, aber die bieten nur Themenkochkurse und ähnliches an.

      Würd mich freuen, wenn jemand nen Tip für mich hätt :f_p:
  • 16 Antworten
    • Knoetersen
      Knoetersen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2008 Beiträge: 4.356
      also hab da nicht so den plan, aber ich denke wenn du ne vollwertige ausbildung als koch machen möchtest geht das wohl eher nicht mal eben so nebenbei.

      wenn dann nur über ne umschulung oder bewirbst dich halt direkt.
      aber deinen bisherigen job wirste wohl quitten müssen.

      musst ja schliesslich den ganzen tag in der küche stehen und zur berufsschule.

      und da der beruf des kochs viel zeit in anspruch nimmt, abends arbeiten und am wochenende arbeiten, denk ich das man das nicht so im vorbei gehen regeln kann.
    • SubZero2000
      SubZero2000
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 7.746
      Bezüglich Koch kann ich dir auch nicht weiterhelfen, du solltest allerdings auch bedenken, dass du zum Eröffnen eines Restaurants nicht nur fundierte Kenntnisse im Bereich des Kochens besitzen musst, sondern auch Kentnisse darin wie man ein ordentliches gewinnbringendes Restaurant führt. Viele Leute denken das geht so nebenher und landen dann schnell in der Schuldenfalle....nur meine 50 Cents.
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Original von SubZero2000
      Bezüglich Koch kann ich dir auch nicht weiterhelfen, du solltest allerdings auch bedenken, dass du zum Eröffnen eines Restaurants nicht nur fundierte Kenntnisse im Bereich des Kochens besitzen musst, sondern auch Kentnisse darin wie man ein ordentliches gewinnbringendes Restaurant führt. Viele Leute denken das geht so nebenher und landen dann schnell in der Schuldenfalle....nur meine 50 Cents.
      Ich denke, das solltest du dir wirklich zu Herzen nehmen! Gut Kochen ist zwar ein guter Anfang, aber man muss auch alles gut planen. Man muss sich eine Zielgruppe aussuchen, die Portionen so anpassen, dass man eine gute Gewinnspanne hat, der Gast aufjedenfall satt wird usw.

      Hast du eventuell mal beim BIZ angefragt? Die sind doch eigentlich extra für sowas gemacht :)
    • DasNiveau
      DasNiveau
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2009 Beiträge: 1.420
      Ich hab gehört die Arbeit als Koch soll nicht so sein wie viele es sich denken. Besonders der Stress machen einem zu schaffen.

      Mein Cousen hatte eine Ausbildung und ist danach dann aber doch zur Bundeswehr. Er meinte einfach das Koch zuviel Zeit benötigt und zuwenig einbringt.

      Wenn du Kochen magst, dann bring es dir selber bei und geb vllt. in eins zwei Jahren einen Kochkurs.
    • Bommel64
      Bommel64
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2009 Beiträge: 2.353
      Ich hab bereits mehrer Praktika als Koch gemacht und kann nur sagen: "LASS ES" Du arbeitest im Schnitt von 10-14uhr und von 14-22 Uhr je nach Öffnungszeiten.. Genrell halt SA+SO arbeiten und nicht selten arbeitest du die Pausen durch. Am WE arbeitest du generell auch bis tief in die Nacht. Dazu kommt ne Menge stress und Hektik und geschrei und ein Kasernenton. LAss es einfach ist meine wärmste Empfehlugn!
    • Kluengelkerl
      Kluengelkerl
      Bronze
      Dabei seit: 08.06.2005 Beiträge: 150
      Hm also wenn du Kohle übrig hast und du meinst du schaffst alles über Küche/Einkauf/Service usw zu organisieren versuche es doch einfach mal.
      Einen guten Jungkoch über casting zum überprüfen der Fähigkeiten einstzuellen, ist bestimmt hilfreich. Und natürlich ne Augenweide von Bedienung, die auch der Karte mächtig is und ne freundliche Ausstrahlung hat.
      Location wär noch wichtig, irgendwas mit Charme. dann erstmal Kochprofis einschalten zum feintuning :D

      Wenn ich mal gross cash beim turnier mach ichs auf jeden fall so.
    • fasteddie
      fasteddie
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 633
      Original von Bommel64
      Ich hab bereits mehrer Praktika als Koch gemacht und kann nur sagen: "LASS ES" Du arbeitest im Schnitt von 10-14uhr und von 14-22 Uhr je nach Öffnungszeiten.. Genrell halt SA+SO arbeiten und nicht selten arbeitest du die Pausen durch. Am WE arbeitest du generell auch bis tief in die Nacht. Dazu kommt ne Menge stress und Hektik und geschrei und ein Kasernenton. LAss es einfach ist meine wärmste Empfehlugn!
      #2

      Hab sieben Jahre neben Schule/Studium in einer Großküche ausgeholfen und kann mich Bommel da nur anschließen. Ich war immer so saufroh, dass ich auf den Dreck nicht angewiesen war und ich das alles nicht so nah an mich rankommen lassen musste. Aber die Azubis....Autsch...die kriegen brutalst auf's Maul und die Chefs sind eigentlich auch alle am Ende (Drogen, Alkohol, Depressionen usw.). Und das in einem sehr gut laufenden Großbetrieb.

      Ich habe auch mal bei einem Sternekoch ein Praktikum gemacht. Der Bastard hat sich feiern lassen und seine Angestellten geknechtet. Am ersten Tag hat mich einer von denen zur Seite genommen und gesagt "du bist aufm Gymnasium und willst Koch werden, was soll der Scheiß, stehst du auf Vodka, Koks und Männerärsche oder was?".

      Ein Kumpel von mir hat ein kleines Restaurant in recht guter Lage mit Klasse Essen, immer gut besucht aber trotzdem lebt er seit Jahren immer an der Grenze zum Existenzminimum weil er nicht gut wirtschaftet.

      Du siehst, ich kenne einige Facetten der Gastronomie und ich würde dir nicht grundsätzlich von deinem Vorhaben abraten, aber dir dringend empfehlen dir das sehr genau zu überlegen. Mit schön relaxed am Herd stehen, neue Gerichte ausprobieren und das Kochen als Beschäftigung genießen hat der Job in 99% der Zeit/Fälle leider rein gar nichts zu tun.
    • Eric84
      Eric84
      Bronze
      Dabei seit: 14.07.2007 Beiträge: 6.962
      Das in der Gastronomie im Gegensatz zu anderen Gewerben verhältnismäßig oft Drogen konsumiert werden kann ich bestätigen.
    • Bommel64
      Bommel64
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2009 Beiträge: 2.353
      Original von fasteddie
      Ich habe auch mal bei einem Sternekoch ein Praktikum gemacht. Der Bastard hat sich feiern lassen und seine Angestellten geknechtet. Am ersten Tag hat mich einer von denen zur Seite genommen und gesagt "du bist aufm Gymnasium und willst Koch werden, was soll der Scheiß, stehst du auf Vodka, Koks und Männerärsche oder was?"
      Zu mir hamsse au gesagt. "Du bist aufen Gymmi, mach ABI und such dir nen vernünftigen Job"
    • Bisskopf
      Bisskopf
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 111
      Vllt um mal ne andere Seite der Medaillie aufzuzeigen, als die die hier gezeigt wird. Kochen bzw. ne Kochausbildung ist zwar hart, sehr hart, aber das heißt noch lange nicht, dass es sich nicht lohnt. Ich hab meinerseits ne Kochausbildung zumindest für etwas über ein halbes jahr gemacht. Dabei war ich in zwei Häusern. Einmal im Marriott in Bremen und dann im Marriott am Potsdamer Platz und ich muß sagen, dass obwohl die Ausbildung bis zu meiner Kündigung sehr hart war, hat sie auch sehr sehr viel spass gemacht hat. Ich kann schon gut verstehen, warum der Beruf für viele ein Erfüllung darstellt.

      Auch gibt es für Köche andere Arbeitszeiten als von 10-12 und von 15-20 uhr nochmal. Siehe als Beispiel Hotelküchen!!! Und auch wenn die Ausbildung sehr hart ist, kann es nie zu hart sein, wenn man an dem Job spass hat.

      Jedoch kann ich dringend davon abraten, so eine Ausbildung nur nebenher zu machen, dass wir auch im Falle einer Kochausbildung nichts.

      Vllt noch warum ich abgebrochen habe. Auch wenn der Ton oft sehr rau ist, gibt es gewisse Grenzen, welche ich für mich überschritten sah, besonders in Berlin. Darüber hinaus ist die Bezahlung unterirdisch, ausser du machst die selbstständig.
      Da hab ich dann doch lieber angefangen zu studieren
    • Pokermedic
      Pokermedic
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2007 Beiträge: 791
      Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

      Scheint ja ein ziemlich hartes Business zu sein, wenn man es von der Pieke auf lernt... :rolleyes:

      Hatte sowieso eher vor das Ganze in Form eines "Hobbys" aufzuziehen und nicht so sehr zum Gelderwerb - also unter der Voraussetzung, dass irgendwann mal Rücklagen in entsprechender Höhe vorhanden sind. Zu diesem Zweck habe ich mir halt gedacht, dass es nicht schaden kann das Ganze professionell anzugehen aber soweit ich weiß brauch man ja keinen Meister o.ä. um ein Restaurant zu eröffnen... Dann werde ich das Lernen von Grund auf wohl doch bleiben lassen und weiterhin auf Gespräche bzw. Bücher zurückgreifen.

      Kluengelkerls Kommentar ist wohl das, was am ehesten meinen Vorstellungen entspricht... - will ja nicht weltberühmt werden :f_biggrin:
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Original von Eric84
      Das in der Gastronomie im Gegensatz zu anderen Gewerben verhältnismäßig oft Drogen konsumiert werden kann ich bestätigen.
      Ich hab in der Schulzeit und während des Zivildienstes in der Gastro gejobbt und muss sagen dass das nicht unbedingt ein schlechter Nebeneffekt war... :f_biggrin:

      Die Kellnerinnen sind nach der Arbeit auch immer gut abgegangen. :s_cool:
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von Pokermedic
      Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

      Scheint ja ein ziemlich hartes Business zu sein, wenn man es von der Pieke auf lernt... :rolleyes:

      Hatte sowieso eher vor das Ganze in Form eines "Hobbys" aufzuziehen und nicht so sehr zum Gelderwerb - also unter der Voraussetzung, dass irgendwann mal Rücklagen in entsprechender Höhe vorhanden sind. Zu diesem Zweck habe ich mir halt gedacht, dass es nicht schaden kann das Ganze professionell anzugehen aber soweit ich weiß brauch man ja keinen Meister o.ä. um ein Restaurant zu eröffnen... Dann werde ich das Lernen von Grund auf wohl doch bleiben lassen und weiterhin auf Gespräche bzw. Bücher zurückgreifen.

      Kluengelkerls Kommentar ist wohl das, was am ehesten meinen Vorstellungen entspricht... - will ja nicht weltberühmt werden :f_biggrin:
      Wie wärs mit der Alternative, dir einen ausgebildeten Koch als Partner (oder Angestellten) zu suchen? Dann hätteste dein Restaurant, könntest auch in der Küche mitmachen, aber jemand anders hätte noch ein Auge drauf?!

      Vllt hilfts dir ja weiter.
    • JimDuggan
      JimDuggan
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2006 Beiträge: 3.146
      Ich bin jetzt Koch seit 15 jahren und sicher habe ich zwischendurch auch daran gedacht den job zu wechseln aber ich liebe es einfach den stress und es haelt dich Jung, aber nur um spaeter mal ein Restaurant zu eroeffnen ist es sicher nicht die richte wahl ne Kochlehre anzufangen da kannst du lieber nebenbei versuchen in ein paar Restaurants reinzuschnuppern oder Catering unternehmen.
      Und ne menge kohle solltest du schon mal zur seite legen denn in D bekommst du wohl so gut wie keine Unterstuetzung mehr von Banken.

      zur Info, es gibt auch noch genug Unternehmen wo du kein Teildienst arbeitest als Koch. Und wie schon geschrieben wurde ist eine Kochausbildung sicherlich nicht einfach und auch nicht gut bezahlt.
    • Acidbrain
      Acidbrain
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 5.956
      haha, das klingt wie in der Klinik. kann man echt alles 1zu1 übertragen :f_frown

      pls more :f_love:
    • LilRazor
      LilRazor
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2008 Beiträge: 1.502
      habe auch koch gelernt... hartes business :P gerade in ländlichen betrieben.. das faustrecht gilt meistens noch..

      kann auch nur von eigenen restaurants abraten.. das geld wird meist in "alt-eingesessen" verdient. gerade die sterneküchen verdienen meist wenig.. und gerade die angestellten dort ..

      ich habe mein abitur auf einem fachgymnasium für ernährung nachgeholt und studiere nun wirtschaftsingenieur.

      menschlich gesehen war die kochlehre total in ordnung ("zum mann gemacht werden"), manchmal sehne ich mich nach dem abendlichen "in-der-scheiße-sein" zurück.. aber meist überwiegt die freude nicht mehr mit dem hungerlohn abgespeist zu werden in zukunft ;)