Bei Katze Bauch nach OP aufgeplatzt (Rechtsstreit inside)

    • baTitan
      baTitan
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2008 Beiträge: 8
      Vor einigen Wochen ist mir leider was sehr trauriges passiert:

      Mein Freund und ich hatten uns vor einem halben Jahr eine Baby Katze zugelegt, und waren auch sehr glücklich mit ihr. Doch ca. im fünften Monat bekam sie ohne erkennbaren Grund Brechanfälle, wo sie sich komplett ausgekotzt hat. Sind mit dem kleinen direkt zu unserer Tierärztin gefahren und haben sie durchchecken lassen. Beim ersten mal bekam sie zwei Spritzen und uns wurde gesagt, das es nun besser werden sollte - wurde es aber nicht! Im laufe von zwei Wochen waren wir insgesamt 5 mal bei der Tierärztin, ohne Erfolg. Nachdem die Ärztin sämtliche Chemiekeulen ausprobiert hatte, und nichts angeschlagen hatte, vermutete sie, dass ihm irgendwas quer im Magen hängt (Haargummi o.ä., weil man auf den Röntgen Bildern auch nix erkennen konnte ). Da der Kater demnächst eh kastriert werden sollte, wollte sie bei dieser Operation auch direkt mal den Bauch öffnen und nachschauen ob er irgendeinen Fremdkörper verschluckt hatte. Da wir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich frustriert waren, das nichts dem Kleinen geholfen hatte, stimmten wir zu.

      Also wurde er Operiert. Bei der Operation machte die Ärztin zuerst den Bauchschnitt. Dabei sah sie, dass seine Lymphknoten geschwollen waren. Sie vermutete Leukose (Katzen Krebs), nahm eine Probe zur Untersuchung und rief uns mit dieser Diagnose an. Total geschockt entschieden wir uns gegen eine Kastration, weil wir davon ausgingen, das der kleine eh nicht mehr lange zu leben hat. Also nähte die Ärztin ihn wieder zu, und paar Stunden später konnten wir ihn mit nach Hause nehmen.

      Paar Tage später rief sie uns an um uns von den Laboruntersuchungen der Probe zu berichten - sie waren negativ! Unser Kater hatte keine Leukose! Merkwürdigerweise ging es ihm seid dem Tag der Operation besser, er erholte sich und nahm wieder zu. Dies wunderte uns sehr, da ja eigentlich nichts gemacht wurde.

      Einige Tage dann nach der Operation, bemerkte mein Freund, wie die Narbe eine kleine Ausbeulung bekam, welche die Tage immer etwas Größer wurde. Am 10ten Tag nach der Operation hatten wir sowieso einen Termin zum Fäden ziehen (es war ein Freitag). Zu diesem Zeitpunkt war die Ausbeulung ca. Daumen dick. Ich wies die Ärztin darauf hin und frage was das sei. Sie meinte das die innere Naht gerissen zu sein scheint, dies aber völlig ungefährlich sei. Also zog sie ihm die Fäden und wir nahmen ihn wieder mit nach Hause.

      Am nähsten Tag (Samstag morgen) saß ich mit meinem Freund im Arbeitszimmer, als unser Kater wie vom Teufel gehetzt durch das Zimmer lief. Beide dachten wir wtf?! - was ist den mit dem los? Mein Freund sprang auf und folgte ihm ins Wohnzimmer, ich lief direkt hinterher - und dann sah ich ein Bild was mich bis heute nicht ruhig schlafen lässt: Die Naht von unserer kleinen Katze war tatsächlich aufgeplatzt, überall war Blut und die Gedärme hingen raus :baby: Mein Freund schnappte sich eine Decke und wickelte ihn so gut es ging ein, ich rief bei meiner Mutter an, die nur paar hundert Meter entfernt wohnt, und bat sie sofort vorbeizufahren. Sie kam sofort mit dem Wagen rüber und wir fuhren zu der Praxis der Ärztin, weil das die nächste Praxis von uns aus war und wir wussten das sie Samstags Notdienst hatte. Mein Freund trat die Tür auf mit dem Kater ihm Arm und schrie die Ärztin an, dass die Nähte gerissen seien und sie ihn operieren müsse. Damit begann sie auch sofort. Alles in allem hat es keine 10 Minuten gedauert, vom Bauchbruch bis zum OP beginn. Nach paar Minuten kam die Ärztin aus dem OP und sagte uns, das es gut aussieht. Sie müsse zwar ein Stück vom Darm entfernen (ist irgendwie beschädigt worden als die Katze mit offenen Gedärmen rumlief), aber er würde wahrscheinlich überleben. Um ihm nicht auch noch eine dritte Operation zumuten zu müssen, beschlossen wir, ihn auch direkt kastrieren zu lassen, wenn er eh schon unter Narkose steht. So geschah es dann auch.

      Nach ca. 2 Stunden war die OP überstanden, und die Ärztin schlug vor, ihn mit zu sich zu nehmen, da er an den Tropf musste (er wurde ja am Darm operiert und konnte demnach keine feste Nahrung zu sich nehmen) und damit sie ihn beobachten konnte, um im Ernstfall einzugreifen. Wir stimmten zu, da wir zwar total wütend waren, wie so etwas überhaupt passieren konnte, aber wir dennoch froh waren, dass wir Glück im Unglück hatten und alles so schnell wieder begradigt werden konnte. Ein wenig hat es uns schon beruhigt, da er ja jetzt in "guten" Händen war.
      Bereits hier sagte mein Freund ihr, das er nicht bereit wäre anfallende Kosten zu tragen, da es sich hierbei offensichtlich um eine Folge eines Fehlers ihrerseits handelte. Sie meinte nur das wir uns schon einig werden, und sie uns bei den Kosten entgegenkommt. So sind wir erstmal verblieben. Bis zum Zeitpunkt des Fäden ziehen am Freitag haben wir bereits über 500 euro in der Praxis gelassen!

      Samstag Abend noch rief sie uns noch an und erzählte, dass er soweit stabil war, und Sonntag mittag hieß es dann, er sei über den Berg, und wir könnten ihn Abends abholen. Kurz vor dem verabredeten Termin zur Abholung, rief die Ärztin wieder an und sagte wir sollten uns doch noch mal an der Praxis treffen, da der Kater angefangen habe, aus unerfindlichen Gründen aus der Kastrationswunde zu bluten. Mein Vater und mein Freund sind dann dort hin gefahren, für mich war das alles schon zu viel.

      An der Praxis angekommen, gab die Ärztin dem Kater noch Beruhigungsmittel und säuberte die Kastrationswunde. Sie könnte sich die Blutungen aber nicht erklären und sagte, das Kater normalerweise nicht aus der Kastrationswunde bluteten. Sie meinte unsere Katze habe Blutgerinnungsstörungen. Mein Freund brachte dann aber den Einwand, ob es nicht sein könne, dass der Kater noch innere Blutungen habe, immerhin hat er ja seine Gedärme über den Fußboden geschliffen. Die Ärztin holte ein Ultraschall gerät, und schaute im Bauchraum nach - und tatsächlich, er blutete im Inneren. Hätte mein Freund nicht diese Idee gehabt, hätte und diese Tierärztin eine Katze mit nach Hause gegeben, die nachts qualvoll innerlich verblutet wäre X( Auf jeden Fall meinte die Ärztin dann sie müsse ihn noch mal öffnen und nachschauen. Nun wurde unser Kater zum dritten mal narkotisiert und operiert :( Mein Freund und mein Vater mussten assistieren (es war Sonntag Abend, und in der Praxis war ausser den dreien niemand). Als der Kater offen war, stellte die Ärztin nun fest, das er an der Niere blutete (aus unerfindlichen Gründen ?( ) und eingeschläfert werden musste. Um dem kleinen weiteres Leid zu ersparen, stimmte mein Freund zu.

      Die nächsten paar Tage waren ziemlich schlimm. Seine Katze zu verlieren ist schon eine traurige Sache, aber dann noch auf so eine schreckliche Weise, das ist wirklich hart!

      Zwei Wochen lang haben wir daraufhin nichts mehr von der Ärztin gehört. Ich habe angenommen das sie ihre Fehler still schweigend akzeptiert hat und uns in Ruhe trauern lässt. Doch siehe da, ziemlich genau zwei Wochen später haben wir einen Brief im Briefkasten, indem sie bedauert was passiert sei, aber es bei unserer Katze eine Verkettung von unglücklichen Umständen gab, sie aber dennoch die beiden Operationen und die Versorgung bei sich in Rechnung stellen müsse. Zwar zu einem geminderten Satz, aber dennoch verlange sie noch 200 euro für ihre Mühen.

      Mein Freund hat daraufhin ein Schreiben erstellt, worin er schrieb das er diese Rechnung nicht zahlen werde, und seine Sicht der Dinge erläutert hat. Vor ein paar Tagen bekamen wir dann die Antwort, in welcher sie sich rechtfertigt, das sie nichts falsch gemacht habe und sich nichts Vorwerfen müsse, und dass wir die Rechnung doch besser zahlen sollten.

      Wie würdet ihr in so einer Situation reagieren. Mein Freund hat eine Rechtsschutzversicherung und finanziell geht es uns auch gut, nur dennoch sehen wir nicht ein, für ihre "Leistungen", welche unsere kleine Katze qualvoll in den Tod geführt haben, auch noch Geld zu bezahlen. Darüber hinaus empfinde ich es als sehr dreist, nach all den Dingen die vorgefallen sind noch eine Rechnung auszustellen.

      Was kann passieren wenn wir diese Rechnung einfach nicht zahlen?

      Cliffnotes:
      - Katze nach Operation Bauch aufgeplatzt
      - wurde 2 mal Notoperiert, ist aber dennoch gestorben
      - meines Erachtens nach Fehler von Ärztin
      - überhaupt sehr schlechte Behandlung
      -> 1. Fehldiagnose: Katze hat Leukose
      -> 2. Fehldiagnose: Die Naht hält auf jeden Fall -> Behandlungsfehler
      -> 3. Fehldiagnose: Katze hat Blutgerinnungsstörungen

      - Was ist nun zu tun? Rechtsstreit anstreben ?

      Danke an alle die sich die Mühe gemacht haben, diesen Text zu lesen (ich weiss ist was lang geworden). Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen, diese Sache liegt mir sehr am Herzen! LG
  • 40 Antworten
    • DigitalRaid
      DigitalRaid
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2006 Beiträge: 4.654
      Tut mir Leid um euren Kater. Verdammt üble Geschichte. Mir ist ganz schlecht beim Lesen geworden. Ich würde jedenfalls keinen Cent bezahlen. Ist ne ziemliche Frechheit nach der Geschichte auch noch Geld zu fordern.
    • Kaiypoker
      Kaiypoker
      Silber
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 960
      Erstmal mein Beileid zu der ganzen Geschichte ...

      Habe selber 2 Katzen und kann mir sehr gut vorstellen wie du dich fühlst ...

      Zur Kastration und der "Daumen Dicken Beule" an der Narbe :

      Unser Kater hatte dies auch nach der Kastration ich fand es recht "verwunderlich" aber die Tierärztin und auch meine Freundin vergewisserten mir das es völlig normal sei und es überhaupt nichts mit aufgerissenen Nähten zutun hat.


      Was mit der Katze passiert ist ist natürlich einfach nur traurig und ich glaube ich hätte die Tierärztin wohl auch in dem Moment am liebsten eine Reingehauen aber naja ich denke , dass es halt bei nem Tier passieren kann weil man "ihn" ja schlecht kontrollieren kann ob er still im Bett liegt.

      Jedoch glaube ich können solche Komplikationen auftreten ...


      Kommen wir zum Punkt :) Ich persönlich würde auch erstmal keinen Cent bezahlen weiss aber aus persönlichen Erfahrungen das es manchmal einfach besser ist sowas zu zahlen und es runter zu schlucken...



      Ich glaube das sie euch mit den 200Euro wirklich entgegen gekommen ist , du denkst dir jetzt sicherlich: Ist der Verrückt , die hat unsere Katze getötet ... Jedoch rate ich euch die Sache so anzunehmen die 200 Euro zu bezahlen weil ich einfach glaube , dass Sie diesen Rechtsstreit gewinnen wird.


      Ergo : Ihr habt mehr Kosten ob ihr nun rechtsschutzversichert seid oder nicht und zweitens was meiner Meinung nach viel wichtiger ist , ihr müsst immer wieder über die Sache nachdenken ...



      Also versuchen ab zu haken die Ärztin wechseln und die bittere Pille schlucken ...



      Gruss Tim
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      tut mir leid um euren kater.

      wenn ihr nicht bereit seid zu zahlen fahrt halt gleich in ne andere praxis. die tieraerztin haette den sonntag bestimmt auch gern anders verbracht. kann bislang nicht sehen, dass sie wirklich einen fehler gemacht hat, warum also nicht fuer die muehen bezahlen?
    • hupsibo
      hupsibo
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 382
      Ich würde diesen Vorgang mit einen anderen Tierarzt besprechen und fragen ob ein offensichtlicher Behandlungs-/Operartionsfehler vorlag.
      Sollte dies der Fall sein, natürlich verklagen....Für solche Fälle sollte man den Kadaver eigentlich einen anderen Tierarzt vorlegen können (natürlich denkt man zu diesen Zeitpunkt nicht an sowas). Kompetente Tierärzte sind leider Glückssache. Ich fahre immer sogar zu meinen Tierarzt zwei Städte weiter. Meine Setterhündin wäre beinahe an einen Pflanzendorn gestorben, weil der Tierarzt die Entzündung falsch behandelt hatte. ich dachte für so eine Kleinigkeit könnte ich zu einen Tierarzt aus der Nähe fahren. Ich studiere Tierpsychologie und habe zu einen Forum einer Universität in der Schweiz Zugang in dem u.a. Tiermedizin behandelt wird. Mit deinem Einverständnis kann ich den Fall gerne dort schildern und poste dir die Ergebnisse...
    • tobe666
      tobe666
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 2.005
      Ich glaube nicht dass du in dem Rechtstreit nur irgendwie Land siehst.
      Wenn Menschen am Werk sind passieren leider fehler. Wenn es dann einen selber trifft ist es natürlich hart. Nichts desto trotz hasst du bestimmt vor der OP einen Wisch unterschrieben womit sich die Ärztin komplett abgesichert hat. Wenn nicht, dann ist sie dumm aber normal laufen keine OP's ohne rechtliche Absicherung. Zudem kommt noch, dass deine Katze vor Gericht einfach wie eine Sache (z.B. Auto) gesehen wird.

      Tut mir leider aber da hilft wohl nur Trauern. Aber mit einem Rechtstreit wirst du nur unnötige Zusatzkosten bekommen.

      Auf was willst du denn evtl. Klagen? Auf Sachbeschädigung?
    • Petathebest
      Petathebest
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2006 Beiträge: 2.634
      Hat die Katze nach dem Bauchschnitt einen Halstrichter bekommen, damit er sich die Wunde nicht lecken kann? Wenn nein, würde ich sagen, Behandlungsfehler.

      edit: achja, ihr habt nicht zufällig eine Pflanze namens Beaucarnea (Elefantenfuss) in der Wohnung?
    • hupsibo
      hupsibo
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 382
      Original von tobe666
      Ich glaube nicht dass du in dem Rechtstreit nur irgendwie Land siehst.
      Wenn Menschen am Werk sind passieren leider fehler. Wenn es dann einen selber trifft ist es natürlich hart. Nichts desto trotz hasst du bestimmt vor der OP einen Wisch unterschrieben womit sich die Ärztin komplett abgesichert hat. Wenn nicht, dann ist sie dumm aber normal laufen keine OP's ohne rechtliche Absicherung. Zudem kommt noch, dass deine Katze vor Gericht einfach wie eine Sache (z.B. Auto) gesehen wird.

      Tut mir leider aber da hilft wohl nur Trauern. Aber mit einem Rechtstreit wirst du nur unnötige Zusatzkosten bekommen.

      Auf was willst du denn evtl. Klagen? Auf Sachbeschädigung?
      Absoluter Schwachsinn! Die Zeiten haben sich schon seit längerem geändert.

      U.a. das Landgericht Bielefeld stellte fest, dass der für Tierveltzungen zu zahlende Schadensersatz grundsätzlich höher liegen könne als der Marktwert des Tieres. Dies ergebe sich aus der besonderen Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Haustier. Jedoch sei eine Obergrenze einer solchen Ersatzpflicht für Schäden an Mischlingen und anderen objektiv nicht wertvollen Tieren anzusetzen.
    • tobe666
      tobe666
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 2.005
      Original von hupsibo
      Original von tobe666
      Ich glaube nicht dass du in dem Rechtstreit nur irgendwie Land siehst.
      Wenn Menschen am Werk sind passieren leider fehler. Wenn es dann einen selber trifft ist es natürlich hart. Nichts desto trotz hasst du bestimmt vor der OP einen Wisch unterschrieben womit sich die Ärztin komplett abgesichert hat. Wenn nicht, dann ist sie dumm aber normal laufen keine OP's ohne rechtliche Absicherung. Zudem kommt noch, dass deine Katze vor Gericht einfach wie eine Sache (z.B. Auto) gesehen wird.

      Tut mir leider aber da hilft wohl nur Trauern. Aber mit einem Rechtstreit wirst du nur unnötige Zusatzkosten bekommen.

      Auf was willst du denn evtl. Klagen? Auf Sachbeschädigung?
      Absoluter Schwachsinn! Die Zeiten haben sich schon seit längerem geändert.

      U.a. das Landgericht Bielefeld stellte fest, dass der für Tierveltzungen zu zahlende Schadensersatz grundsätzlich höher liegen könne als der Marktwert des Tieres. Dies ergebe sich aus der besonderen Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Haustier. Jedoch sei eine Obergrenze einer solchen Ersatzpflicht für Schäden an Mischlingen und anderen objektiv nicht wertvollen Tieren anzusetzen.
      Und wo habe ich jetzt Schwachsinn erzählt? Hier steht nur dass der Schadenersatz größer als der Marktwert des Tieres sein kann. Habe ich das je bestreitet? Ich habe nur gesagt dass das Tier als Sache angesehen wird und er wegen diversen Absicherungen seitens der Ärztin kaum Chancen haben wird.
    • daphne66
      daphne66
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2008 Beiträge: 806
      erstmal sorry für Dich - hab selber seit Jahren Haustiere, da leidet man echt mit.
      Behandlungsfehler sind schwer nachzuweisen - das ist immer der Kern des Rechtsstreits.
      Ich würde aber - schon aus Prinzip - gegen die Ärztin vorgehen, alleine um solche Vorfälle für die Zukunft zu vermeiden. Eine kostengünstige Alternative wäre z. B. an die Berufsvereinigung der Tierärzte zu schreiben: sowohl an die Bundestierärztekammer als auch an die entsprechende Landesvereinigung.
      Einfach die Beschwerde vortragen und eine Stellungnahme fordern.
      Vielleicht gibt es dort auch eine Schlichtungsstelle, die den Vorgang fachlich beurteilt.
    • hupsibo
      hupsibo
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 382
      Schwachsinn dahingehend, das das Tier EINFACH als SACHE angesehen wird....Wäre es als Sache anzusehen, wie es früher war ist der Streitwert in der Tat geringfügig. In diesen Fall kannst du gar nicht beurteilen, ob sich ein Prozeß hinsichtlich der Kosten lohnen würde. Fakt ist einfach, ist ein Behandlungsfehler nachweisbar, sollte man den Klageweg einschreiten. Auch eine schriftliche Absicherung wird nicht berücksichtigt. Dafür sind die Tierärzte ja auch Berufshaftpflichtversichert.
    • tobe666
      tobe666
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 2.005
      Also soweit ich auf dem laufenden bin werden Tiere vor Gericht als Sache angesheen habe jedoch spezielle Rechte.

      Bsp.
      schadenersatz: wird ein Tier arg verletzt und übersteigen die Arztkosten den "wert" des Tieres muss derjenige trotzdem die Arztkosten zahlen.Bei einem Auto müsste er nur den Wert zahlen.

      Das Problem was ich sehe ist, wie willst du den Behandlungsfehler nachweisen? Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube dass du in Beweispflicht bist ganz im SInne im Zweifel für den Angeklagten. Wenn du sagst es war ein Behandlungsfehler sagt der Tierarzt die katze ist vom Stuhl gesprungen und dadurch ist die Nabe gerissen.

      Aber bevor ich weiter mit meinem gefährlichem Halbwissen rede solltest du einfach mal mit jemanden reden der sich auskennt. Spricht Rechtsanwalt und Tierarzt.
    • baTitan
      baTitan
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2008 Beiträge: 8
      Danke erstmal für die vielen netten Antworten.

      Ein kleiner Edit:

      Mir geht es nicht darum, die Ärztin jetzt auf Schadensersatz zu verklagen. Da hat tobe666 schon recht, rechtlich gesehen ist ein Haustier eine Sache und man kann höchsten den Marktwert einklagen, und keine emotiale Schäden o.ä. einklagen, habe mich da schon bei meinem Rechtsanwalt informiert. Es geht einfach darum die Rechnungen abzuwehren, die entstanden sind nachdem der Katze der Bauch aufgeplatzt ist. Da diese Kosten ja praktisch durch die Ärztin selbst verursacht worden sind, und ich aus Prinzip nicht zahlen möchte.

      Kann die Ärztin ihre Rechnung einklagen oder so? Bzw. was passiert, wenn man diese Rechnung einfach nicht zahlt? Ich habe ihr ja schon ein Schreiben geschickt wo ich gesagt habe das ich nicht bereit bin zu zahlen.

      @ Petathebest: Ja sie hatte eine Halzkrause. Und haben unsere Wohnung "Katzensicher" gemacht. Da stehen keine giftige Pflanzen die sie zum Brechen bringen :)

      @ hupsibo: Ich habe mit einem anderen Tierarzt gesprochen. Dieser sagte ihm wäre sowas noch nie passiert, bzw. sowas darf nicht passieren. Er sagte selbst das er nach so einer Geschichte aus Anstand keine Rechnung mehr geschickt hätte. Für ihn war der Hauptpunkt die Blutung an der Niere. Er wunderte sich woher das plötzlich gekommen sein soll, und meinte auch das die Ausbeulung sofort hätte behandelt werden müssen. Nur sagte er mir auch das ich Schwierigkeiten bekommen werde der Ärztin Schuld nachzuweisen, vor allem da das Tier ja nicht autopsiert wurde. Wenn du mags kannst du die Geschichte natürlich posten, bis jetzt bin ich damit auch noch nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Ich will die Tage eine sauber ausformulierte Beschwerde schreiben und sie an die Tierärztkammer schicken. Auch habe ich darüber nachgedacht, irgendwie an die Presse zu gehen, weil ich das nicht auf sich beruhen lassen kann. Diese Geschichte ist so krass, dass mein Freund und ich das Bedürfniss haben das zu veröffentlichen, um vor dieser Ärztin zu warnen.

      @ Kaiypoker: Die Ärztin rechtfertige sich ihn ihrem Schreiben das sowas passieren kann, da das Tier ja nicht ruhig gestellt wurde. Der andere Tierarzt meinte aber das man von einem Tier nicht erwarten kann, dass es ruhig im Bett liegt.
    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.324
      tut mir leid dass es so schlimm verlaufen ist.

      wollte aber noch anmerken, dass du bei der leukose nicht von fehldiagnose sprechen kannst, höchstens von einer nicht bestätigten vermutung, das ist ein großer unterschied.

      wenn ihr eh rechtsschutzversichert seid, kannst du doch mal zu nem anwalt gehen und dich unverbindlich beraten lassen und die versicherung übernimmt das, oder etwa nicht? möchte hier aufgrund von inkompetenz keine rechtliche empfehlung aussprechen.
    • kearney
      kearney
      Global
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 6.694
      Üble Geschichte, ich würde der Tierärztin keinen Cent zahlen - die soll mal froh sein dass sie keinen Schadenersatz zahlen muss (eben wegen "Sachbeschädigung", Tierquälerei usw.).

      Falls ihr Rechtschutzversichert seid: Anwalt nehmen und Klage einreichen wäre meine Line, bei solchen Angelegenheiten werd ich zum Kohlhaas... :s_evil:
    • Knudsen
      Knudsen
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 4.324
      Original von baTitanAuch habe ich darüber nachgedacht, irgendwie an die Presse zu gehen, weil ich das nicht auf sich beruhen lassen kann. Diese Geschichte ist so krass, dass mein Freund und ich das Bedürfniss haben das zu veröffentlichen, um vor dieser Ärztin zu warnen.
      ich weiß nicht, würde höchstens nach nem gewonnenen rechtsstrei an die presse, sonst verklagt sie euch evtl. noch wegen übler nachrede oder so ?(
      weiß allerdings da auch nicht, wie die rechtslage ist.
    • emrah999
      emrah999
      Black
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 3.873
      mein herzlichstes Beileid um euren Kater, echt traurig was mit ihm passiert ist.

      Ich persönlich würde der "Ärztin" nichts zahlen, eine Frechheit nach solch einer Reihe von Kunstfehlern noch Geld zu verlangen
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      oh man armes Tier :/ ich würde mir nen Anwalt direkt nehmen bei sowas ... das ist viel zu komplex um das hier eben zwischen Tür und Angel abzuwägen. Einerseits hat sie einen Anspruch auf erbrachte Leistugen andererseits scheint da einiges im argen zu sein so dass sie die Verantwortung dafür tragen könnte ....

      Das muss nun nen Anwalt der sich am besten in so Fällen auskennt auseinandernehmen.

      Denke dass hier halt fachliche Fehler gemacht wurde, da die Ärztin "schmlampig" nachgesorgt hat ... und wenn sie genauso operiert na dann gute nacht...

      Wenn ein Tier blutet obwohl es das nicht sollte, sollte man als Tierarzt vielleicht 2 Ecken weiter denken ...
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Original von Shatterproofed
      oh man armes Tier :/ ich würde mir nen Anwalt direkt nehmen bei sowas ... das ist viel zu komplex um das hier eben zwischen Tür und Angel abzuwägen. Einerseits hat sie einen Anspruch auf erbrachte Leistugen andererseits scheint da einiges im argen zu sein so dass sie die Verantwortung dafür tragen könnte ....

      Das muss nun nen Anwalt der sich am besten in so Fällen auskennt auseinandernehmen.

      Denke dass hier halt fachliche Fehler gemacht wurde, da die Ärztin "schmlampig" nachgesorgt hat ... und wenn sie genauso operiert na dann gute nacht...

      Wenn ein Tier blutet obwohl es das nicht sollte, sollte man als Tierarzt vielleicht 2 Ecken weiter denken ...
      Da der Kater demnächst eh kastriert werden sollte, wollte sie bei dieser Operation auch direkt mal den Bauch öffnen und nachschauen ob er irgendeinen Fremdkörper verschluckt hatte. Da wir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich frustriert waren, das nichts dem Kleinen geholfen hatte, stimmten wir zu.

      find ich irgendwie ma krass ... dass man das einfach so macht ...
    • baTitan
      baTitan
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2008 Beiträge: 8
      Mein Freund hat bereits eine kostenlose Erstberatung durch den Rechtschutz in Anspruch genommen. Das war direkt nach dem Horror WE, wo die Ärztin noch keine Rechnung geschickt hatte. Sein Rat war damals Abzuwarten ob überhaupt ne Rechnung und dann daraufhin mit einem Schreiben Stellung zu nehmen. Er sagte auch das er auf keinen Fall zahlen würde, und das es aufgrund der krassen Ereignisse rechtlich ganz gut aussehen würde für uns.

      Bis jetzt sieht es so aus:
      1. Diese schlimme Sache ist passiert
      2. Wir getrauert und abgewarten
      3. Nach zwei Wochen kam Rechnung und Beileidsschreiben
      4. daraufhin hat mein Freund eine Stellungsnahme geschreiben das er nicht einsieht zu zahlen
      5. Dann kam wieder ein Brief mit Rechtfertigungen ihrerseits und der Bitte die Rechnung doch zu begleichen

      So ist der Stand der Dinge. Die Frage ist jetzt: Whats my Line?

      Wir wollten jetzt einfach abwarten ob sie die Rechnung einklagt oder so, und schon mal bei der Tierärztekammer beschweren....