peter principle gedanken

    • kobeyard
      kobeyard
      Coach
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      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 2.749
      hab grad im private coaching von ps.de mit tzare (10/20 regular) über die eigenarten seines limits gesprochen und dabei festgestellt, dass sich das peter principle doch deutlicher manifestiert, als ich dachte.

      ich glaube, man kann eine relativ deutliche grenze ziehen, bis wo bestimmte stilrichtungen profitabel sind und ab wann man vor allem spieler einer anderen stilrichtung als winningplayer identifizieren kann.

      konkret lief der gedankengang so:

      bis 1/2-2/4 reicht es aus den klassischen ABC-Tag-stil zu spielen und aufgrund des hohen rakes und der ausreichenden anzahl von fischen dadurch die besten ergebnisse zu erzielen. die reading-fähigkeiten sind dabei noch nicht sehr ausgeprägt, aber es ist auch egal, da man durch das befolgen einfacher regeln gute gewinne ohne große varianz einfahren kann.

      bis 5/10-10/20 ist es vermutlich gut die gegner mit recht hohem anteil an fischen und/oder sehr weaken spielern mit schwachen readingskills durch besonders große aggression zu überfahren. man sieht auf 2/4 bis 5/10 oft, dass die aggressivsten spieler auch die größten winner sind, da sie weake TAGs maximal exploiten und gegen fische ihre tighte range immer radikal durchballern (meist for value).

      ab 10/20 werden die thinking player zahlreicher. der anteil an sehr aggressiven spielern nimmt langsam überhand und es macht nicht mehr viel sinn feuer mit feuer zu bekämpfen, sondern durch dosierte gegenfeuer, aber auch andere mittel. der durchschnittliche thinking player kann so gegen fische, aber auch gegen LAGs gute winnings einfahren, indem er die situationen versucht zu evaluieren und aus seinem repertoire die besseren lines zu wählen. er bleibt dabei, aber seinen standards treu und versucht nicht durch kreative und exploitive plays seinen EV zu maximieren.

      ab 30/60-50/100 findet man letztbeschriebenen spieler dann häufiger. diese spieler werden auch bis 100/200 hoch die größten winner sein. sie arbeiten ständig an ihrem spiel und versuchen gegen jeden spieler perfekt zu adapten. sie haben dabei keinen eigenen starren stil, den sie nur leicht adjusten, sondern passen sich voll und ganz den gegnern an. sie können 40/30/2.3/35 genauso spielen wie 24/18/1.8/42. sie bestechen durch kreative lines und sind sich der metagaming-ebene bewusst. sie binden deceptive plays in ihr spiel ein, um unberechenbar zu bleiben. diese spieler haben auch gegen thinking TAGs oft noch kleine edges und exploiten die fische maximal durch ihre perfekt angepassten lines, ihre sehr guten reads und den fakt, dass sie schon länger auf diesen stakes unterwegs sind und deshalb über eine ausreichende bankroll verfügen.
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