Evolutionsfrage

    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.971
      Neulich in sone Dokumentation reingezappt. Da kam folgendes Beispiel als typisch für die Evolutionstheorie:
      Die langen Federn des Pfauenmännchens behindern ihn bei der Flucht und wird somit leichter zur Beute. Ergo: Das Männchen mit den prachtvollsten Federn kriegt das Weibchen und darf sich vermehren.
      Das ist doch ein Widerspruch, oder nicht?
      Normalerweise müsste das Männchen mit den kleinen Federn sich vermehren, Kinder haben auch kleine Federn und können besser fliehen und haben damit bessere Überlebenschancen.
  • 34 Antworten
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      Evolution führt nicht zwangsläufig zum effizienteren besseren lebewesen sondern lediglich zu denen welche mit ihrer derzeitigen Umwelt am besten klarkommen.

      Es koennte z.b. sein das die Federn sich dazu eignen (oder geeignet haben) Feinde durch die Groeße und Farben abzuschrecken so das der Pfau garnicht fliehen muss.
      Das war vermutlich so erfolgreich das weibchen den trieb entwickelt haben sich eher zu Pfauen mit großen prächtigen Federn hingezogen zu fühlen.
      Es koennte sein das sich die Feinde inzw. angepasst haben und das ganze tatsächlich nachteilig ist.
      In diesem fall würden Pfauen entweder aussterben oder sich erneut anpassen.

      beleg für meine these:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Pfau
      Die plastisch leuchtende Federzeichnung von großen, blau irisierenden „Augen“ soll Fressfeinde abschrecken, die diese als Augen von großen Säugetieren interpretieren sollen. Wenn dies nicht genügt, um einen Angreifer in die Flucht zu schlagen, setzt der Hahn die gefächerten Schwanzfedern in eine laut rasselnde Bewegung.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Also ich dachte es wäre so, dass der größer Erfolg bei den Pfauenchicas die niedrigeren Überlebenschancen gegenüber Feinden überkompensieren rein evolutionär.
      Da kann man ja noch so gut vor Feinden wegrennen können, ohne Mojo gibts halt keinen Nachwuchs...
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      das würde nicht erklären warum es den weibchen überhaupt so wichtig ist das die männchen große federn haben.
    • peaq1
      peaq1
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2008 Beiträge: 924
      bei solchen tieren geht es rein um die optik. ist so wie bei guppies udn auch vielen anderen tieren. weibchen potthässlich und die männchen prachtvoll bunt. is ja nicht so dass daddy iwie seine nachbrut beschützt. der knallt die olle und macht sich dann ausm staub. da isses egal wie schnell er rennen kann. weg is weg. hat überhaupt nichts mit survival of the fittest zu tun.
    • peaq1
      peaq1
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2008 Beiträge: 924
      edit: serious doppelpost
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.971
      Eure Antworten mögen ja alle stimmen, aber es wurde halt bewusst als Beispiel für die Evolution dargestellt und dann machts doch keinen Sinn? Vielleicht lag ja der Fehler auch beim Filmemacher. Aber logisch ist das, wenn man es so darstellt imo nicht.
    • toolz555
      toolz555
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 1.918
      Original von peaq1
      bei solchen tieren geht es rein um die optik. ist so wie bei guppies udn auch vielen anderen tieren. weibchen potthässlich und die männchen prachtvoll bunt. is ja nicht so dass daddy iwie seine nachbrut beschützt. der knallt die olle und macht sich dann ausm staub. da isses egal wie schnell er rennen kann. weg is weg. hat überhaupt nichts mit survival of the fittest zu tun.
      Da widerspreche ich dir aber vehement. Nix in der Evolution ist sinnlos. Das hat mit Sicherheit nicht nur was mit Optik zu tun. Kein Weibchen hat was davon, wenn ihre Jungen nur lustig aussehen. Irgendein Mechanismus muss es haben und ich bin der Meinung, das Tiere, die größer Wirken durch ihre Federn einfach seltener angegiffen werden.
      So wie es im Film beschrieben ist, ist es auf jeden Fall nen Widerspruch. Es sei denn, die Mänchen mit den langen Federn würden halt, weil sie nicht wegrennen können erstmal auf den angreifer losgehen und ihn in die Flucht schlagen.
      Halte ich aber eher für unwahrscheinlich. :D
    • ForellenBogen
      ForellenBogen
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2008 Beiträge: 126
      also warum pfauenweibchen auf prachtvolles männergefieder stehen ist soweit nicht aufgeklärt ... man vermutet, je prächtiger das pfauenkleid desto parasitfreier ist der männliche teil


      Die langen Federn des Pfauenmännchens behindern ihn bei der Flucht und wird somit leichter zur Beute. Ergo: Das Männchen mit den prachtvollsten Federn kriegt das Weibchen und darf sich vermehren.

      die schlussfolgerung check ich nicht ganz...
    • SlowLarry
      SlowLarry
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 940
      http://en.wikipedia.org/wiki/Handicap_principle
    • peaq1
      peaq1
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2008 Beiträge: 924
      hab ja nicht behauptet das irgendwas an der evolution sinnlos ist. und auch nicht, dass die federn des pfauen nur ein reines schönheitsmerkmal sind.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Original von SlowLarry
      http://en.wikipedia.org/wiki/Handicap_principle
      Wollte ich grad auf deutsch posten...


      http://de.wikipedia.org/wiki/Handicap-Prinzip
    • drunkenJedi
      drunkenJedi
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2007 Beiträge: 853
      Original von josch2001
      Eure Antworten mögen ja alle stimmen, aber es wurde halt bewusst als Beispiel für die Evolution dargestellt und dann machts doch keinen Sinn? Vielleicht lag ja der Fehler auch beim Filmemacher. Aber logisch ist das, wenn man es so darstellt imo nicht.
      Es geht darum dass Werbung nur dann wirklich effektiv ist wenn sie kostspielig ist. Die Botschaft ist in etwa folgende: "Ich hab ein lächerlich unpraktisches Federkleid und hab trotzdem bisher überlebt, das zeigt dass ich gute Gene hab und somit ein wünschenswerter Sexualpartner bin."
      Anscheinend ist der Vorteil bei der Fortpflanzung groß genug um die verringerte Lebenserwartung mehr als auszugleichen.

      Edit: :f_mad: hab die Wikipedia-Links nicht gesehen
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.971
      Original von ForellenBogen
      also warum pfauenweibchen auf prachtvolles männergefieder stehen ist soweit nicht aufgeklärt ... man vermutet, je prächtiger das pfauenkleid desto parasitfreier ist der männliche teil


      Die langen Federn des Pfauenmännchens behindern ihn bei der Flucht und wird somit leichter zur Beute. Ergo: Das Männchen mit den prachtvollsten Federn kriegt das Weibchen und darf sich vermehren.

      die schlussfolgerung check ich nicht ganz...
      Ich ja eben auch nicht, deswegen ja meine Frage.

      @allle: Ja, so machts natürlich dann irgendwie Sinn mit dem ich hab nen Nachteil und bin trotzdem noch da. Danke
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.394
      ich hab nach deiner Frage etwas danach gesucht wie Leben überhabt von allein entstanden sein kann, weil mich diese Frage schon länger interessiert. Ich weiss nicht ob es erlaubt ist, aber ich verlinke mal eine Diskussion aus einem anderen Forum darüber, weil dort wirklich sehr interessante Antworten zu lesen sind. Eine davon folgende die mich sehr beeindruckt hat:

      "Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
      Was ist eigentlich Leben?
      Ihr diskutiert hier doch munter drauf los, wie wahrscheinlich es war, das auf der Erde leben entstanden ist, aber ich möchte mal meine Meinung zum Thema loswerden, was Leben überhaupt ist.

      Also Manche meiner Vorredner meinten, es gäbe bestimmte "Bedingungen" dafür, ob nun etwas als "Lebendig" angesehen werden kann oder nicht.
      Meiner Meinung nach gibt es dieses Wort nur in unserer Vorstellung, nicht aber in der "Realität". Was ich damit meine, ist, dass der übergang von "toter" Materie zu "Lebender" fließend ist. Man könnte behaupten, ein "Lebewesen" sei GENAU ein Lebendes Wesen, zB. ein Mensch sei ein Lebewesen. Aber wo genau ist dann die Grenze zwischen dem Lebewesen Mensch un seiner (toten) Umgebung? Wenn ich jetzt zB auf dem Schulweg einfach in die Ecke spucke, ist dieses Spuckehäufchen von mir dann ein separates(oder viele separate) Lebewesen von mir oder bin ich es der dann da auf der Strasse vor sich hin trocknet? Allein der Mensch ist meiner Meinung nach kein einziges Leben sondern eine Ansammlung von Milliarden, die sich gegenseitig {brauchen;anziehen;versorgen} also eigentlich eine Symbiose aller Zellen die das Gesamtbild des Lebewesen hervorbringen.
      Ob es nun denkt oder nicht, ob es tot ist oder nicht (meine hornhaut ist tot, gehört sie nun also nicht zu mir?), ob es sich nun fortpflanzt oder nicht.

      Leben ist nur eine Form von chemischen Reaktionen. Was diese auszeichnet, ist, das sie "geplant" (DNS=Bauplan der Eiweise) ablaufen.
      Aber was heist das "geplant"? Ich denke mir das so: Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zelle etwas bestimmtes tut(sich vermehrt) ist sehr groß, genausogut kann sie aber auch etwas anderes tuen(mutieren, sterben)
      Andererseits ist die wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Tiefseevulkan und seine Umgebung eine "Zelle" hervorbringt sicher sehr gering, aber über hunderte von Millionen von Jahren ist es eben statistisch sicher nicht mehr unwahrscheinlich das so ein Tiefseevulkan zufällig irgendwas hervorbringt was sich nun selbst replizieren kann.
      Es muss so sein, sonst wären wir heut nicht hier. Ob es nun auf der Erde geschah oder nicht sei dahingestellt.
      Jetzt könnte man sagen, etwas lebt, wenn es sich selbst replizieren kann.
      Es gibt aber viele Dinge, die sich selbst replizieren können. Ein Gedanke oder eine Raubkopie oder ein (PC-)Virus sind beispiele.

      Also entweder sind Raubkopien auch Lebewesen oder es gibt keine endgültige definition dafür, was Lebewesen nun eigentlich sind.

      So sehe ich das. "

      ich bin durch Zufall auf eben diese Seite 11 gestoßen, aber werde mir den Thread aufjeden fall noch mal ganz durchlesen.
    • ForellenBogen
      ForellenBogen
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2008 Beiträge: 126
      ganz einfach ... definiton des lebens ist:

      a) Stoffwechsel
      b) Wachstum und Entwicklung
      c) Vermehrung und Fortpflanzung
      d) Reizbarkeit (Fähigkeit zur Reaktion auf Änderungen der inneren und äußeren
      Lebensbedingungen
      e) Aktive Bewegung: z.B. Turgorbewegung (durch Druckänderungen im inneren
      der Zelle hervorgerufen)
    • XxxAlberichxxX
      XxxAlberichxxX
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2008 Beiträge: 102
      Original von drunkenJedi
      Original von josch2001
      Eure Antworten mögen ja alle stimmen, aber es wurde halt bewusst als Beispiel für die Evolution dargestellt und dann machts doch keinen Sinn? Vielleicht lag ja der Fehler auch beim Filmemacher. Aber logisch ist das, wenn man es so darstellt imo nicht.
      Es geht darum dass Werbung nur dann wirklich effektiv ist wenn sie kostspielig ist. Die Botschaft ist in etwa folgende: "Ich hab ein lächerlich unpraktisches Federkleid und hab trotzdem bisher überlebt, das zeigt dass ich gute Gene hab und somit ein wünschenswerter Sexualpartner bin."
      Anscheinend ist der Vorteil bei der Fortpflanzung groß genug um die verringerte Lebenserwartung mehr als auszugleichen.

      Edit: :f_mad: hab die Wikipedia-Links nicht gesehen
      Genau das ist im Grunde richtig. Merkmale die auf das Nervensystem von Sexualpartnern anziehend wirken werden über die Generationen durch ihren Erfolg solange verstärkt, bis diese Merkmale das Überleben des Individuums so stark gefährdet, das der positive Effekt durch das Risiko ausgeglichen wird. Dies führt unter anderem bei Pfauen zu dem imposanten Federkleid, bei Wild zu grotesken Geweihen, bei Walrössern zu den langen Stosszähnen. In der Evolution pendelt sich alles bei gleich bleibenden Bedingungen in einem Gleichgewicht ein.
    • toolz555
      toolz555
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 1.918
      Original von Cuoco199
      Also entweder sind Raubkopien auch Lebewesen oder es gibt keine endgültige definition dafür, was Lebewesen nun eigentlich sind.

      So sehe ich das. "

      ich bin durch Zufall auf eben diese Seite 11 gestoßen, aber werde mir den Thread aufjeden fall noch mal ganz durchlesen.
      Leben muss sich aber per Definition selbst replizieren können und das macht ne Raubkopie nicht. Oder hat sich dein iTunes-Ordner schonmal von allein auf deine externe Festplatte kopiert? :D
    • Progamer
      Progamer
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 1.090
      mich würde viel mehr interessieren wie homosexualität aus evolutionärer sicht zu erklären ist ?(
    • boeserbose
      boeserbose
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2008 Beiträge: 88
      haben da mal mit unserem bio lk lehrer drüber geredet...
      und laut evolution isz homosexualität schwachsinn... also nicht das ich jetzt was gegen homosexuelle hätte^^
      aber es macht für eine art keinen sinn, da es ja um Fortpflanzung und um das überleben der Art geht. Daher lässt s sich am ehesten so erklären, das es einfach daran liegt, das der mensch keinen natürlichen feind hat, sprich das überleben der art durch homosexualität nicht gefährdet ist, daher ist der fortplanzungs zwang bei uns menschen nicht mehr so groß wie bei vielen anderen Arten. Dahr denke ich das homosexualität einfach ne logische schlussfolgerung ist, quasi aus langeweile;)

      Fazit: nach der evolution schwachsinn aber trotzdem logisch da kein fortplanzungsdruck mehr auf uns liegt, wie in der steinzeit z.B., der uns dazu zwingt das sich jeder unbedingt fortpflanzen muss.
      Ich mein bei uns is es ja auch nich mehr so wichtig wer der tollste ist wie in der tier welt... hier können sich auch fette und hässliche fortpflanzen xD eig. ein dicker fail der evolution oder wie sieht ihr das?

      achso und zu dem weiter oben, auch dicker fail, wie mein vorsprecher schon meinte... ne raubkopie kann sich nicht selbstreplizieren, zellen aber schon.
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