Erfahrungsaustausch Knorpelschaden i. Knie

    • Wurschdinho
      Wurschdinho
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 343
      Hallo Sportsfreunde!

      Ich wollte hier mal fragen wer alles Erfahrungen mit Knorpelschäden und Arthrose im Knie hat?

      Zu meiner nicht ganz kurzen Krankenakte:

      - 03/2003 beim Basketball rennt mir ein Gegenspieler bei der Landung nach einem Layup ins vollbelastete rechte Knie -> Diagnose Kreuzbandriß und schnellstens unters Messer

      - 04/2003 Standart-Arthroskopie um die genauen Verletzungen erkennen zu können(stellte sich im Nachhinein als total unnötige OP heraus, aber was soll man gegen die Meinung von Ärzten machen??) jedenfalls wurde mir Außen- und Innemeniskus ein bisschen bearbeitet und die Reste des vorderen Kreuzbandes entfernt

      -07/2003 erneute Knie-Op (Pforzheim), bei der mir eine Kreuzbandplastik eingesetzt wurde.
      anschliessend eine mehr als schlechtlaufende Reha. Ich konnte nach über 6 Monaten immer noch nicht joggen obwohl ich heftigsten Muskelaufbau betrieben hatte und im Schnitt 400 km/ Monat aufm Rennrad und Ergometer abgeradelt habe. Dazu natürlich noch ständie Koordinationsübungen

      -Sommer 2004 konnte ich endlich wieder einigermaßen anfangen mit Fußball (was mein eigentlicher Sport ist). Ich hatte anfangs starke Probleme vor allem mit dauernden Schwellungen die abpunktiert werden mussten( kein Blut nur Reizflüssigkeit). Jedenfalls ging es irgendwann wieder relativ gut. Aber das auch nur für eine gutes halbes Jahr dann...

      -Sommer 2005 nach dem anfang des Jahres ein Knorpelschaden im Knie entdeckt wurde durfte ich mich einer erneuten OP unterziehen (wieder in Pforzheim): Mikrofrakturiereung bzw. Knorpelglättung und Gelenkspülung.
      Die Reha hier ging im Vergleich zur Kreuzbandreha sehr schnell und nahezu problemlos vorüber und ich konnte nach gut 3-4 Monaten, soweit ich mich noch erinnern kann, wieder meine Fußballschuhe schnürren.

      -Sommer 2007 hier haben die altbekannten "Knorpelschaden" Schmerzen wieder langsam angefangen und wurde monatlich stärker.

      -Anfang 2008 hab ich dann die Kickerei einegstellt und mich nur noch dem Radlen gewidmet. Aber die Schmerzen wurden nicht wirklich weniger bzw sie wurden weiterhin stärker.

      - 2008- heute hab ichs dann mit Dingen wie erneute KG und Akupuntkur versucht. Dazu verschieden Arztbesuche und auch Hyaluronspritzen. Vor kurzem war ich dann in Straubing bei einem der besten Kniespezialisten Deutschlands. Das war meine letzte Hoffnung , aber auch er konnte mir nicht helfen. Er meinte ich solle einen Knorpelspezi aufsuchen. Jetzt habe ich gehört dass Knorpel-OPs 1. nicht sehr vielversprechend sind und 2. nahezu unbezahlbar (10 -15k€)

      Ich würde gerne wissen ob jemand da draussen ne ähnliche Erfahrung mit Knorpelverletzungen gemahct hat bzw. Tipps hat.

      Bin für jede Info oder jeden Bericht froh

      Danke für die Zeit

      DW
  • 5 Antworten
    • glowie
      glowie
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2008 Beiträge: 310
      Kenne den Werdegang.
      Habe mir vor ca. 9 Jahren (1999) das Knie überdehnt, also nach hinten durchgeknickt.
      Keine Bänderrisse oder ähnliches (oder die Ärzte haben es nicht bemerkt), aber ein Knorpelschaden, der sogar zu fühlen war (bei Bewegung eben so ein rumpeln im Knie zu merken).
      Habe dann noch ca 1 1/2 Jahr ohne Behandlung (mit Bandagen, etc. ebenfalls Basketball gespielt. Operieren wollte keiner, weil ich damals erst 14 war.
      Nach den anderthalb Jahren, also als ich dann 16 war (2001) , hab ich aufgehört mit dem Basketball weils halt gar nicht mehr ging (wie du schon schreibst, es wurde immer schlimmer).
      Hab dann gar keinen Sport mehr gemacht (was natürlich dem Rest des Körpers nicht gut tat) und hab die ganze Zeit nur sinnlose Krankengymnastik zum stärken des Inneren Oberschenkelmuskels (keine Ahnung wie der heißt) bekommen, die aber mit meinen Schmerzen absolut nichts zu tun hatten.
      Das ging dann drei Jahre (bis 2004/ Mitte 2005) so und dann bin ich zu einer anderen Ärztin, die einen Komplettcheck von meinem Knie gemacht und letztendlich dann auch die OP verordnet hat bei einem Kniespezialisten. Bei mir kommt noch hinzu, dass meine Kniescheiben erbbedingt durch eine Spitze an der Vorderseite den Meniscus reizen.
      Was sollte also gemacht werden: Knorpelglättung und Kniescheibe "abschleifen.
      Wie bei dir, ging es mit der Reha relativ schnell, auch wenn sie zeitweise äußerst schmerzhaft war.
      Habe danach auch versucht wieder Sport zu treiben (Fitness, Radfahren, etc.) aber bei mir ist bis heute bei längerer Belastung ein Schmerz vorhanden, der auch je nach Tagesform ohne Belastung auftreten kann.

      Beim Arzt bin ich bis jetzt noch nicht wieder gewesen, weil ich nicht glaube (und das wurde mir auch vor der OP von dem Kniespezialisten gesagt), dass man es 100% wieder herstellen kann.
    • Wurschdinho
      Wurschdinho
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 343
      Thx erstmal Glowie für die schnelle Antwort.

      Die Knieverletzung hatte ich mir mit 21 zugezogen und bin mittlerweile 27. Mein Problem ist halt dass die Schmerzen in der Kniekehle und unterhalb der Kniescheibe d.h. am Übergang von Unter- zu Oberschnekel und im Prinzip im ganzen Knie verteilt sind. Das ist also der Dauerzustand. An guten Tagen ists locker zu ertragen und an schlechten gibts oftmal lähmende Stiche ins Gelenk. Je nach Belastung bzw. Stellung des Knies.
      Die Streckung ist übrigens seit der Kreuzband-OP sehr schlecht und ich habe seit Jahren immer ein gereiztes Gelenk. Es fühlt sich permanent so an als wäre immer ein bisschen zu viel Flüßigkeit im Knie.
      Klar, ob Schmerz oder Schwellung, nach langer oder großer Belastung wird das natürlich stärker.
      "Knacken" und"Krachen" im Knie ist natürlich auch ständig zu fühlen und sogar zu hören. Macht aber keine Schmerzen. Hört sich aber jedenfalls an wie ganz dumpfes Fingeschnippen oder so.

      Naja genug gejammert.

      Achja über die ganzen Jahre muss ich sagen fühlt man sich halt oft mies behandelt, was ich aber nur indirekt den Ärzten zuweisen will. Viel eher muss ich auf das deutsche Gesundheitssystem verweisen. Man fühlt sich als Kassenpatient doch schon oft gerade bei sowas als Mensch 2ter oder dritter Klasse behandelt. Aber das ist ein anderes Thema
    • glowie
      glowie
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2008 Beiträge: 310
      Hm, ja wie gesagt, mit den Bändern, außer der Meniscus-Reizung) hab ich ja Gott sei Dank nichts zu tun, aber ehrlich gesagt, mir reicht es mit dem Knorpel und meinen missgebildeten ( :P ) Kniescheiben.

      Stimmt schon, was du da von wegen Kassenpatienten sagst. Da hatte ich ein bisschen mehr Glück, weil die Ärztin, bei der ich war, eine gute Freundin meiner Mutter ist und dazu noch sehr gute Kontakte zu Spezialisten hat. Deshalb ging bei mir dann immer alles relativ schnell.

      Trotzdem ist der Ausgang, also dass es eh nie wieder 100% wird, natürlich nicht befriedigend und bei dir scheint es ja, wenn überhaupt gerade mal bei 50-60% zu sein.

      Machst du denn immer noch Sport? Also das Radfahren z.B.? Ich hab nämlich bei mir festgestellt, dass entgegen der landläufigen Meinung, Radfahren für mein Knie nicht toll ist.
      Gerade wenn sich immer wieder Flüssigkeit, was ich ja (achtung Ferndiagnose!!! :) ) eher Wundwasser nennen würde, deutet ja daraufhin, dass da immer noch irgendwas entzündet ist, reibt oder ähnliches. Eventuell, wenn du es bis jetzt noch nicht ausprobiert hast, hilft dir ja eine Erholungsphase von 1-2 Jahren?
    • giZZmo
      giZZmo
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 496
      Ich hab auch seit einigen Jahren Probleme mit den Knorpeln in meinen Knien. Die ersten Anzeichen hatte ich so ca. in der 12. Klasse. Sind da halt häufiger mal 3000m gelaufen und danach dann halt, was man sonst noch so im Sportunterricht macht. Hatte dann nachmittags bis Abends leichte Knieschmerzen. Das war dann am nächsten Tag immer komplett wieder weg. War damals davon ausgegangen, dass es normal wäre, dann leichte Knieschmerzen zu haben. Hatte zu der Zeit auch beim Tischtennis gelegentlich Knieschmerzen. Dass ging dann irgendwann aber wieder komplett weg. Irgendwann hatte ich dann auch beim Krafttraining an der "Beinstrecker-Maschiene" (kein Plan, wie die genau heißt. Beinpresse meine ich auf jeden Fall nicht) zunehmend Probleme, so dass ich hier erst stetig mit dem Gewicht runtergegangen bin bzw. diese Übung komplett weggelassen habe.
      Mit 21 hatte ich dann beim Tischtennis regelmäßig Schmerzen, insbesondere auch nach dem Sport haben auch die Sehnen, die vom Quadrizeps kommen geschmerzt/gebrannt. Hatte während des Spielens dann imm stechende Schmerzen direkt im Knie unter der Kniescheibe. Als es dann irgendwann soweit war, dass die Knieschmerzen nach dem Training beim Treppensteigen in den zweiten Stock zu meiner Wohnung nur noch einigermaßen erträglich waren, wenn ich mich kräftig mit den Armen am Treppengeländer abgestützt hab, hab ich dann mit Tischtennis aufgehört. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade 22 geworden.
      Natürlich auch beim Orthopäden gewesen, auch Kernspin gehabt, aber da konnte nur ein minimaler Knorpelschaden festgestellt werden. Irgendwas am meniskus war auch noch, war aber wohl nicht so wild. Orthopädin meinte, dass mein Knie halt aussehen würde wie das eines 35-40 jährigen. Aber irgendwie bin ich mir relativ sicher, dass nicht jeder 40 jährige starke Knieschmerzen hat... Naja, Ärztin meinte dann noch, dass man den Knorpel halt glätten könnte, aber das, was dann nachwächst nicht so gut wäre wie der "original Knorpel". Und ausserdem bestünden auch Chancen, dass alles von ganz alleine wieder gut wird. War dann noch bei 2 verschiedenen Krankengymnasten, wobei mir in der ersten Praxis keine Übung gezeigt werden konnte, die keine Schmerzen verursacht hat. In der zweiten Praxis meinten sie dann, dass wohl mein Quadrizeps und die Sehen, die am Knie vorbeilaufen zu kurz wären. Deshalb würden sie am Knorpel reiben, was dann halt schmerzt. Wirklich weiterhelfen konnte man mir hier auch nicht....und das ist jetzt 3 Jahre her...
      Anfangs war es auch nur das rechte Knie, das Probleme gemacht hat. Und rechts ist es irgendwann tatsächlich besser geworden, so ziemlich seit dem Zeitpunkt, an dem es bei ausnahmslos jeder Treppenstufe relativ laut knirscht/knackt. Dafür ist es links jetzt viel schlechter. Vor zwei Jahren hatte ich noch mal mit Kumpels Fußball gespielt. Während des Spielens hatte ich auch keine Probleme, laufen ging eigentlich ganz gut, nur danach ca. 3 Tage relativ starke Knieschmerzen, die dann langsam abgeklungen sind, bis es nach ca. 1,5 Wochen wieder so war, wie vor dem Fußballspiel. Mittlerweile ist es so, dass ich nach 10 Minuten auf dem Laufband schon mit 1-2 Wochen Knieschmerzen rechnen muss....Und wenn ich so eure OP-"Erfolgsgeschichten" lese hab ich auch nicht dass gefühl, dass mich dass voranbringen würde, zumal die Sehnen dann ja immernoch zu kurz wären und am Knorpel reiben würden. Und darüber hinaus bin ich leider auch nur Kassenpatient.
      Da ich mich aber nicht daran erinnern kann, in den letzten 3 Jahren mal einen einzigen Tag gehabt zu haben, an dem ich wirklich von morgends bis abends komplett schmerzfrei war, ohne dass irgendwann mal dieser stechende und irgendwie "glühende" Schmerz urplötzlich oder auch "gemächlich" durch Knie zog, muss ich wohl langsam doch mal darüber nachdenken, weiterführende Maßnahmen einzuleiten... :(
    • Wurschdinho
      Wurschdinho
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 343
      Hi zusammen!

      Also wenn ich das so lese dann fällt mir auf, dass ich nicht ganz alleine dastehe mit meinem schmerzenden Problem-Knie.
      Also gizzmo dich scheint es extrem getroffen zu haben, weil du ja anscheinend von Nautr aus Probleme haben musst. Also spirhc du hast es ja nicht mal herausgefordert wie ein Hobby oder Profisportler. Dazu haste noch Probs mit beiden Gelenken. Mein Beileid!

      Ich hatte eigentlich nie Verletzungssorgen. Fußumknicken geht bis heute noch ohne Probleme weg und Zerrungen oder ähnliche hatte ich auch nie. Nur dieses verdammte Knie will bzw. wollte nicht mehr werden.
      Meine persönliche Annahme war eigentlich immer, dass an derKreuzbandplastik etwas nicht stimmt. Darauf komme ich weil seit jener OP die Probleme nicht aufhören wollten. Ich habe seither immer schon Probleme mit der Streckung, Schwellungen und ne ständige Reizung im Knie. Es fühlt sich je nach Tagesform so an als würde zuviel Flüssigkeit oder so darin sein.
      Tägliche Schmerzen habe ich eiegntlich auch. Treppenabsteigen und auch aufsteigen sind die reinste Katastrophe, besonders mit schweren Lasten.

      @glowie:
      Durch meine Sucht nach Sport kann ich nicht davon ablassen ab und zu ne Runde zu kicken (15-45 Minuten etwa je nach Tagesform des Knies). Hallensport oder sowas geht gar nicht mehr. Also Basketball kann ich höchstens noch virtuell spielen.
      Radfahren ist top. Zumindest wenns nicht zu heftig in den Berg geht, wobei selbst das ganz gut geht.