Monsanto und die Biotechnologie

    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      Ich möchte hier jeden Anhalten sich folgende Dokumentation anzugucken:

      http://www.dokus4.me/index.php/2009/01/31/monsanto-mit-gift-und-genen/

      Ich habe die vergangenen Tage viel über Monsanto und die dargestellten Methoden recherchiert und habe Bestätigungen in verschiedensten Quellen gefunden (wikipedia, spiegel, tagesschau, arte, weitere Zeitungen sowie wissenschaftlichen Websiten von Universitäten etc)

      Gerade auch aus aktuellem Anlass in der BRD (Anbau und Verkaufsverbot von MON810 Genmais von mitte April) halte ich es für angebracht und umbedingt Notwendig dieses Wissen zu verbreiten.

      Wer nach der Doku genauso geschockt und sauer ist wie ich es war kann sich auf http://www.saveourseeds.org/ über aktuelle Geschehnisse, den momentanen Verlauf und die leider sehr spärlichen Möglichkeiten eines jeden von uns weiter erkundigen.


      edit: hier ma ne verkürzte version des ganzen:

      just my 0.02€
  • 137 Antworten
    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      keine resonanz...

      gibt wohl interessantere Themen als die bedrohte Grundversorgung der Welt mit Nahrung oder die übertriebenen Eingriffe in die Umwelt durch die genveränderte Sorten welche eine Zulassung ohne wirkliche Testphase gekriegt haben.

      Wenn sich alle Menschen so leicht von derartigen Problemen ablenken lassen ist es kein Wunder das die Hintermännder solcher Konzerne problemlos weitermachen können und niemals dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

      Aber hey, ich glaub die Telekom hat schon wieder Leute bespitzelt...
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.300
      Ja, erstaunlich dass hier so wenig resonanz ist, der Thread hat eigentlich das potential sich zu einer regen diskussion zu entwickeln und dann in geflame und beschimpfungen auszuarten. Habe mir das gepostete Video zwar noch nicht angeschaut (werds nachholen wen zeit) aber schon so viel schlimmes über das thema gelesen/gehört/gesehen dass Ich der meinung bin dass hier eine neue grosse geissel der menschheit geschaffen wurde.

      Wen sich hier aber ein paar befürworter der technologie melden (Hunger in der Welt bekämpfen usw. blabla....) dann wirds vielleicht noch was.

      Ich behalte den thread auf jeden fall im auge.
    • Drudeldudel
      Drudeldudel
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2008 Beiträge: 296
      Das Monsanto einigen Dreck am Stecken hat ist eigentlich ja hinlänglich bekannt. Ich hab mir eben nur das 5 min Video angesehn und muss sagen, das mir das etwas zu zynisch und suggestiv gestaltet wurde. Der Autor des Videos stellt imho manche Sachverhalte zu einfach dar. Die Doku die du gepostet hast, habe ich glaube ich auch schon gesehn, nur fehlt mir momentan leider die Zeit etwas ausführliches zum Thema zu schreiben. Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass die Möglichkeiten der modernen Biotechnologie viel gutes für die Menschheit bewirken könnten, jedoch das Vorgehen des Großkonzerns Monsanto weder ethisch noch moralisch vertretbar sind.
    • mabla
      mabla
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 1.526
      Hab die Doku auch mal gesehen, ist allerdings schon ne Weile her.
      Das mit der rbh-Milch (?) und dass die Bauern ne Strafe zahlen müssen, ist natürlich ne Schweinerei.
      Allerdins habe ich nichts gegen gentechnisch veränderte Pflanzen an sich.
      Man müsste diese nur in Gewächshäusern anbauen, so dass die Felder der normalen Bauern gentechnik-frei bleiben.
      Außerdem müsste man die Korruption in den Griff bekommen, so dass nicht jeder Müll bei uns auf den Tisch kommt, selbst wenn er Schädlich ist.
    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      Dass Kurzvideo wirkt sicherlich etwas zynisch, überprüft man allerdings mal die Fakten wird schnell klar das das Video nicht halb so zynisch ist wie der Konzern handelt.
      Die Doku belegt es an zahlreichen Stellen und zeigt wie jeder die dargestellten Informationen auch selbst überprüfen kann, was imo deutlich zur Glaubwürdigkeit beiträgt.

      Das Problem welches besteht ist u.a. das hinter Monsanto riesige PR Unternehmen stehen die sehr "medienwirksam" arbeiten. Weiterhin werden Kritikerstimmen durch den enormen politischen Einfluss des Unternehmens, welches inzwischen sehr eng an die Amerikanische Regierung gekoppelt ist (100 Jahre Unternehmensexistens machen es möglich) klein gehalten.
      So wurden zahlreiche Wissenschaftler, Journalisten und Mitarbeiter verschiedener Behörden gekündigt nachdem sie sich kritisch geäußert haben.

      Das die moderne Biotechnologie vielen Chancen bietet ist sehe ich auch so, allerdings sollten Dinge wie die "Artenschranke" und Auswirkungen auf die Umwelt und damit letztendlich auf die Menschen gründlichst und kritisch betrachtet werden was Monsansto durch den Einfluss zu den zuständigen Zulassungsstellen erfolgreich verhindert hat. So eine Phase wirft ja auch keinen Gewinn ab und riskiert die Investition.

      Betrachtet man mit welchem Druck das Unternehmen(+ amerikanische Regierung) versucht auch in der EU das gentechnisch kontaminierte Saatgut zu vertreiben lässt dieses nur wenige Schlüsse zu, damit wäre dann die ganze Welt erreicht...

      Der Einfluss wird vor allem dann sichtbar wenn man überlegt das trotz absoluter Mehrheit der Wähler in Deutschland die gegen eine Zulassung diese immer wieder versucht wird durchzusetzen. Aber seit wann interessiert sich die Politik schon für die Interessen der Bürger...

      edit: http://www.campact.de/gentec/sn6/signer - Unterschriftenaktion gegen die Zulassung der zwei neuen Gentechnisch veränderten Maissorten für die EU Komission in Brüssel ende Juni
    • DaMaryJoanna
      DaMaryJoanna
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 333
      Original von mabla
      Allerdins habe ich nichts gegen gentechnisch veränderte Pflanzen an sich.
      Man müsste diese nur in Gewächshäusern anbauen, so dass die Felder der normalen Bauern gentechnik-frei bleiben.
      Ich bin der Meinung, dass es genau so NICHT geht. Du kannst genveränderte Organismen nicht einsperren und davon ausgehen (bzw. einem Unternehmen vertrauen), dass sie sich nicht verbreiten. Das ist technisch fast unmöglich (und wenn es doch möglich ist, dann sicher nicht mehr wirtschaftlich) und deswegen eine große Gefahr. Es befinden sich jetzt schon genveränderte Organismen in der Umwelt und dieser Eingriff ist unumkehrbar. Das einzige was uns noch bleibt ist weitere Aussaat zu verhindern und hoffen, dass nicht schon genug Schaden angerichtet wurde.

      Gentechnik macht auch "Gentechnik-freie" Lebensmittel teurer, da es für die (Bio-)Bauern schwerer und teurer wird zu garantieren, dass sich nicht irgendwo doch mal eine Polle vom Genmais eingeschlichen hat (FR Artikel).

      Man sollte sich einfach klarmachen, dass viele genveränderte Organismen nicht annähernd geprüft sind und wir alle keine Ahnung haben was passieren wird und wie sich die Umwelt verändert! Wenn wir super Glück haben ( % = backdoorf RoyalFlush) passiert wenig bis gar nichts, ansonsten sind die Folgen nicht einzuschätzen. Wenn Genschei äh... Genmais, dann sollen die Unternehmen auch dazu verpflichtet werden Langzeittests zu machen! Aber nach 2 Jahren kann man nicht abschätzen was passieren wird imo!

      [X] Campact Vote

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      Mehr Infos (solide Studien)
    • Maschbaumartin
      Maschbaumartin
      Black
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 404
      Ich denke auch dass an der ganzen Sache mehr dran ist als viel meinen. Die Entwicklung sollte uns jedenfalls zu denken geben....
    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      Genau das ist das Problem DaMaryJoanna, kaum einer in der "normalen Bevölkerung" oder in den politischen Ämtern die darüber zu entscheiden haben kennt das Ausmaß der ganzen Angelegenheit.

      Es ist nicht möglich diese Gene aus der Umwelt herauszuhalten (alleine durch transport und verfütterung an die Tiere gelangen sie letztendlich in die Umwelt) aber genau das ist auch das Ziel von Monsanto, den damit sinkt die Resistenz in der Bevölkerung und es kann eine Akzeptanz erzwungen werden. (Wenn eh schon alles gentechnisch kontaminiert ist hat man ja keine Wahl mehr)

      Dazu kommt das Monsanto eine Klage gegen das kürzlich ausgesprochene Verbot von MON810 eingereicht hat... Ein Unternehmen klagt gegen ein Gesetz, das ist schon ein Witz an sich. Aber um noch einen draufzusetzen wurden nach dem Verbot zwei andere Sorten zur Zulassungsüberprüfung eingreicht. MON810 ist ja schon stark in die Kritik gekommen und eine Zulassung würde, grad so kurz vor der Wahl, zuviele Stimmen kosten. Also verbieten wir es öffentlichwirksam und erlauben im heimlichen zwei andere Sorten die im Prinzip nur andere Namen tragen.
    • mcashraf
      mcashraf
      Silber
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.353
      Das Video startet bei mir leider nicht, aber ich kann mir den Inhalt denken...

      Original von v0riel
      gibt wohl interessantere Themen als die bedrohte Grundversorgung der Welt mit Nahrung oder die übertriebenen Eingriffe in die Umwelt durch die genveränderte Sorten welche eine Zulassung ohne wirkliche Testphase gekriegt haben.
      was bezeichnest du als "übertriebenen eingriff"? Pflanzenzüchtung wird schon seit zig Jahren betrieben, die grüne Gentechnik ist nichts weiter als die Weiterentwicklung von Züchtungsverfahren. Hast Du Dich schon mal mit Pflanzenzüchtung beschäftigt, z.B. mit Mutationszüchtung, wo mit Röntgen- oder Neutronenstrahlen neue Eigenschaften durch Mutationen zu erzielt werden? Sowas ist tausendmal unkontrollierbarer als die grüne Gentechnik, wo gezielt ein Gen verändert wird.

      Und hast Du Dich schonmal mit den unglaublich aufwändigen Zulassungsverfahren für GVO beschäftigt? Anscheinend nicht. GVO werden um ein vielfaches sorgfältiger getestet als konventionelle Sorten.


      Original von v0riel
      Betrachtet man mit welchem Druck das Unternehmen(+ amerikanische Regierung) versucht auch in der EU das gentechnisch kontaminierte Saatgut zu vertreiben lässt dieses nur wenige Schlüsse zu, damit wäre dann die ganze Welt erreicht...
      was ist "gentechnisch kontaminiertes Saatgut"? Und willst Du einer Firma wirklich vorwerfen, dass sie versucht, ihr Produkt weltweit zu verkaufen?


      Original von v0riel
      Der Einfluss wird vor allem dann sichtbar wenn man überlegt das trotz absoluter Mehrheit der Wähler in Deutschland die gegen eine Zulassung diese immer wieder versucht wird durchzusetzen. Aber seit wann interessiert sich die Politik schon für die Interessen der Bürger...
      Politik muss sich an Wissenschaftlichkeit orientieren, nicht an Meinungsumfragen. In den zknapp dreizehn Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten sind die ständig postulierten ach so großen Risiken nirgendwo aufgetreten, das ist ein Fakt. Deshalb sollte man langsam mal anfangen, von den Chancen der modernen Biotechnologie zu reden (Ertragssteigerung, Dürreresistenz, Golden Rice, etc....).


      Original von DaMaryJoanna
      Ich bin der Meinung, dass es genau so NICHT geht. Du kannst genveränderte Organismen nicht einsperren und davon ausgehen (bzw. einem Unternehmen vertrauen), dass sie sich nicht verbreiten. Das ist technisch fast unmöglich (und wenn es doch möglich ist, dann sicher nicht mehr wirtschaftlich) und deswegen eine große Gefahr. Es befinden sich jetzt schon genveränderte Organismen in der Umwelt und dieser Eingriff ist unumkehrbar. Das einzige was uns noch bleibt ist weitere Aussaat zu verhindern und hoffen, dass nicht schon genug Schaden angerichtet wurde.

      Schwachsinn. Die einzige in Deutschland zugelassene GVO-Sorte ist der Bt-Mais MON810. Mais besitzt keine heimischen Kreuzungpartner. Ein auskreuzen ist also ausgeschlossen.


      Original von DaMaryJoanna
      Man sollte sich einfach klarmachen, dass viele genveränderte Organismen nicht annähernd geprüft sind und wir alle keine Ahnung haben was passieren wird und wie sich die Umwelt verändert! Wenn wir super Glück haben ( % = backdoorf RoyalFlush) passiert wenig bis gar nichts, ansonsten sind die Folgen nicht einzuschätzen. Wenn Genschei äh... Genmais, dann sollen die Unternehmen auch dazu verpflichtet werden Langzeittests zu machen! Aber nach 2 Jahren kann man nicht abschätzen was passieren wird imo!
      Siehe oben. Kennst Du die Zulassungsverfahren? Anscheinend nicht! Allein schon der Satz "nach zwei Jahren" zeigt, dass Du Dich in der Thematik nicht wirklich auskennst (s.o., wir haben viel längere Erfahrungen mit GVO).


      Original von v0riel
      Genau das ist das Problem DaMaryJoanna, kaum einer in der "normalen Bevölkerung" oder in den politischen Ämtern die darüber zu entscheiden haben kennt das Ausmaß der ganzen Angelegenheit.
      Die Politik kennt sich im großen und ganzen recht gut aus, hat es aber natürlich schwer gegen die verbreitete Panikmache der Umweltverbände. Aber so generieren die halt ihre Spendengelder und treiben den Grünen Wähler zu. Mit Wissenschaftlichkeit hat das leider nix zu tun.

      Original von v0riel
      Es ist nicht möglich diese Gene aus der Umwelt herauszuhalten (alleine durch transport und verfütterung an die Tiere gelangen sie letztendlich in die Umwelt) aber genau das ist auch das Ziel von Monsanto, den damit sinkt die Resistenz in der Bevölkerung und es kann eine Akzeptanz erzwungen werden. (Wenn eh schon alles gentechnisch kontaminiert ist hat man ja keine Wahl mehr)
      Was sind denn das schon wieder für krude Verschwörungstheorien? "Gene aus der Umwelt herauszuhalten"? Was soll das überhaupt heißen? Alles besteht aus Genen. MON810 ist nach gründlicher Prüfung als Futtermittel zugelassen, warum sollte man es nicht verfüttern dürfen? Im letzten Monat kam in Bayern eine große Studie zur Fütterung von Milchkühen mit MON810 heraus. Ergebnis: Die Milch und das Fleisch der Kühe wiesen absolut null Unterschiede auf zu Kühen, die mit konventionellem Mais gefüttert wurden.


      Original von v0riel
      Dazu kommt das Monsanto eine Klage gegen das kürzlich ausgesprochene Verbot von MON810 eingereicht hat... Ein Unternehmen klagt gegen ein Gesetz, das ist schon ein Witz an sich.
      Hallo Rechtsstaat? Wie oft wird gegen Gesetze geklagt, hast Du das noch nie mitbekommen? Monsanto geht davon aus, dass die Anordnung des Ruhens der Inverkehrbringensgenehmigung rechtswidrig ist und trägt dem Gericht seine Argumente hierfür vor. Wenn man sich den Bescheid des BVL mal durchliest, der dieses Ruhen ("MON810-Verbot", wie es in der Presse genannt wird) anordnet, könnte Monsanto hier sogar recht haben. Es gibt nämlich keine wirklich neuen Erkenntnisse, auf die sich dieses Verbot stützt. Das Verbot ist alleine politisch motiviert. Die CSU hat Angst, nicht ins Europaparlament einzuziehen und schwingt jetzt die populistische Anti-Gentechnik-Keule. Lies mal nach, was Ministerin Aigner noch vor einigen Jahren über die Grüne Gentechnik gesagt hat, dann wird dir einiges klarwerden...
    • Cuoco199
      Cuoco199
      Bronze
      Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 7.394
      Original von v0riel

      Der Einfluss wird vor allem dann sichtbar wenn man überlegt das trotz absoluter Mehrheit der Wähler in Deutschland die gegen eine Zulassung diese immer wieder versucht wird durchzusetzen. Aber seit wann interessiert sich die Politik schon für die Interessen der Bürger.
      Du hast Recht die Leute interessieren sich viel zu wenig für Politische Geschehnissse ob wohl sie am Ende die Konsequenzen zu tragen haben. Was Monsanto da triebt ist eine Schweinerei aber leider nichts mehr besondere mehr, Politik ist heute nur nich der ausführende Hebel von Lobbyisten und Konzernbossen da kann man nicts machen.
      Ebenso eine Schweinerei finde ich es wie sich die USA erlauben können die Einfuhrzölle für Österreich zu erhöhen nur weil die das Produkt nicht wollen. Da scheint auf jedenfall mehr im Spiel zu sein so hartnäckig wie die Aaerikaner da Druck machen. Ich hab vor kurtzen sogar gelesen, dass dieses mon810 in Afrika zu großen Ernteausfällen geführt hat weswegen viele Menschen hungern mussten.
      Aber hat sich die Bundesregierung nicht kärtzlich gegen mon810 entschieden?
    • mcashraf
      mcashraf
      Silber
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 12.353
      Original von Cuoco199
      Original von v0riel

      Der Einfluss wird vor allem dann sichtbar wenn man überlegt das trotz absoluter Mehrheit der Wähler in Deutschland die gegen eine Zulassung diese immer wieder versucht wird durchzusetzen. Aber seit wann interessiert sich die Politik schon für die Interessen der Bürger...

      edit: http://www.campact.de/gentec/sn6/signer - Unterschriftenaktion gegen die Zulassung der zwei neuen Gentechnisch veränderten Maissorten für die EU Komission in Brüssel ende Juni
      Du hast Recht die Leute interessieren sich viel zu wenig für Politische Geschehnissse ob wohl sie am Ende die Konsekuenzen zu tragen haben.
      Nein, das schlimme ist, dass es Leute gibt, die denken, sie wüssten etwas über ein Thema und dann ganz schnell irgendwelche Massenmailings oder Petitionen oder sonstwas unterzeichnen. War das nicht Volker Pispers, der gesagt hat, dass 10% der Deutschen sich schon einmal mit Gentechnik beschäftigt haben, aber 104% Gentechnik verbieten möchten?


      Mein Lieblingsbeispiel hierzu ist Dihydrogenmonoxid, hier das Weltklassevideo von David Harnasch:

      http://www.senordaffy.de/?p=925

      Meine Lieblingsstelle ist direkt am Ende, als die Greenpeace-Aktivisten das Papier unterschreiben.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.300
      @mcashraf

      Es gibt viele ansatzpunkte für kritik an deinen Beiträgen, z.B:

      was bezeichnest du als "übertriebenen eingriff"? Pflanzenzüchtung wird schon seit zig Jahren betrieben, die grüne Gentechnik ist nichts weiter als die Weiterentwicklung von Züchtungsverfahren

      Es macht einen Unterschied ob man pflanzen durch züchtung weiterentwickelt oder gezielt fremde gene einschleust. Die erfolge die durch "normale" züchtung zu erzielen sind reichen völlig aus, wobei man auf mutationszüchtung mit Röntgen- oder Neutronenstrahlen genauso verzichten kann. gentechnik ist überflüssig.

      was ist "gentechnisch kontaminiertes Saatgut"? Und willst Du einer Firma wirklich vorwerfen, dass sie versucht, ihr Produkt weltweit zu verkaufen?

      Wenn es potentiell gefährlch ist sollte man es zumindest verbieten.

      Politik muss sich an Wissenschaftlichkeit orientieren, nicht an Meinungsumfragen. In den zknapp dreizehn Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten sind die ständig postulierten ach so großen Risiken nirgendwo aufgetreten, das ist ein Fakt.

      komisches demokratieverständnis; wen man die bürger für mündig erklärt muss man ihre entscheidungen auch akzeptieren
      Und es gibt schäden, deren Ursachen in der gentechnik zumindest vermutet werden, z.B. bienensterben in den USA, unfruchtbarkeit bei zuchttieren, die über jahre mit genmais gefüttert wurden
      Auch die von dir angeführten ertragssteigerungen wurden so nicht erzielt, vielmehr konnte man inzwischen schon von nach ein paar Jahren eintretenden ertragseinbrüchen auf genfeldern hören. die grössten Ertrassteigerungen wurden von jeher durch normale züchtung erzielt.

      Mais besitzt keine heimischen Kreuzungpartner. Ein auskreuzen ist also ausgeschlossen.

      Mais ist der anfang, andere arten werden folgen.

      Kennst Du die Zulassungsverfahren?

      s.o., es sind inzwishen auch probleme bekannt, die scheinbar durch diese verfahren nicht erkannt wurden (bzw. erkannt werden wollten)

      Die Politik kennt sich im großen und ganzen recht gut aus, hat es aber natürlich schwer gegen die verbreitete Panikmache der Umweltverbände.

      "Die Politik" kennt sich im grossen und ganzen eben nicht besser aus als die normale bevölkerung. Ihre erkenntnisse bekommen sie in der regel von lobbyverbänden präsentiert, über die objektivität kann (oder besser braucht man hier nicht) streiten.

      Was sind denn das schon wieder für krude Verschwörungstheorien? "Gene aus der Umwelt herauszuhalten"?

      Er redet nicht von genen im allgemeinen, sonder von manipulierten genen.

      Hallo Rechtsstaat? Wie oft wird gegen Gesetze geklagt.... Es gibt nämlich keine wirklich neuen Erkenntnisse, auf die sich dieses Verbot stützt. Das Verbot ist alleine politisch motiviert. Die CSU hat Angst, nicht ins Europaparlament einzuziehen und schwingt jetzt die populistische Anti-Gentechnik-Keule. Lies mal nach, was Ministerin Aigner noch vor einigen Jahren über die Grüne Gentechnik gesagt hat, dann wird dir einiges klarwerden...

      Klagen dürfen sie natürlich, aber es gibt dochzweifel an der unbedenklichkeit des genmaises. Und dass die politiker ihr fähnchen gerne in den wind hängen ist ja auch nix neues.
      das ist aber wiederum kein argument für eine zulassung.


      Alles in allem wiederholst auch du nur ständige die argumente der befürworter (was du ja vOriel indirekt vorwirfst), bringst aber in meinen augen kein einziges arument für die unverzichtbarkeit auf genmanipulierte pflanzen.
    • DaMaryJoanna
      DaMaryJoanna
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 333
      Original von mcashraf
      was bezeichnest du als "übertriebenen eingriff"? Pflanzenzüchtung wird schon seit zig Jahren betrieben, die grüne Gentechnik ist nichts weiter als die Weiterentwicklung von Züchtungsverfahren. Hast Du Dich schon mal mit Pflanzenzüchtung beschäftigt, z.B. mit Mutationszüchtung, wo mit Röntgen- oder Neutronenstrahlen neue Eigenschaften durch Mutationen zu erzielt werden? Sowas ist tausendmal unkontrollierbarer als die grüne Gentechnik, wo gezielt ein Gen verändert wird.
      Ich muss sagen ich leider kein Experte in dem Gebiet. Der folgende Text lässt einen aber anzweifeln, dass „normale Pflanzenzüchtung“ tausendmal unkontrollierbarer als die „grüne Gentechnik“ ist!
      Die Zielgenauigkeit ist ein Irrtum. Eine zentrale Methode der Gentechniker ist das Schrotschußverfahren. Dabei wird die Saat tatsächlich beschossen. Beispielsweise mit Goldpartikeln, die die gewünschten Substanzen, an die wiederum Marker gebunden sind, ins Innere der Körner bringen sollen. Die Marker sollen anzeigen, ob die Substanz im Saatkorn an der richtigen Stelle angekommen ist oder ob der Schuß daneben ging. Anschließend werden die aussichtsreichsten Saatkörner zum Keimen gebracht. Die Forscher ziehen letztlich in langen Versuchsreihen hunderte Pflanzen heran und erzeugen eine Pflanzengeneration nach der nächsten, wobei jeweils die aussichtsreichsten Kandidaten weitergezüchtet werden. Deshalb kann die Behauptung des gezielten Vorgehens in Frage gestellt werden. (Quelle: http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/redakt/umge-264.html)
      Es ist doch niemals klar was welches GEN genau auslöst bzw. verändert. Es wird schon gute Vermutungen geben, aber entschlüsselt ist das ganze noch nicht!

      Original von mcashraf
      was ist "gentechnisch kontaminiertes Saatgut"?
      Wenn man schon so hart gegen Andersdenkende ins Gericht geht sollte man sich mit dem Thema ein wenig auskennen!
      Hier eine ganz anschaulich Geschichte:
      Wenn in der Schweiz, in Deutschland oder auch in Frankreich GVO eingeführt werden, wird das Gleiche geschehen wie bei uns in Westkanada oder im nördlichen Teil der USA. Gentechnisch veränderte Pflanzen fallen unter das Patentrecht, d.h. sie gehören Unternehmen wie Monsanto. Meine Frau und ich wurden von Monsanto beschuldigt, deren Saatgut verwendet zu haben, ohne Lizenzgebühren zu zahlen. Dabei hatten wir nie Saatgut von Monsanto gekauft. Wir waren auch nie zu den Veranstaltungen von Monsanto gegangen. Im ersten Gerichtsurteil hieß es dann, dass es unwichtig ist, wie das Saatgut von Monsanto auf das Feld eines Bauern gekommen ist. Es spielt keine Rolle, ob das genmanipulierte Saatgut über Pollenflug, Bienen, Wasser oder auf anderen Wegen auf die Felder kommt: Wenn es passiert, gehört das gesamte kontaminierte Saatgut nicht mehr dem Bauern, sondern Monsanto. Mit anderen Worten, wenn Sie z.B. eine biologische Bäuerin sind wie meine Frau, oder ein konventioneller Bauer wie ich: Sie können eines Morgens aufwachen und können nicht weiter arbeiten wie bisher. Denn falls Ihr Feld von Monsantos GVO-Saatgut kontaminiert worden ist, ist es Monsantos Eigentum. (Quelle: http://www.arge-ja.at/gentechnik_landwirtschaft_vortrag_schmeiser.html)

      Das ist auch einer der Knackpunkte, dass Firmen durch kleine Veränderungen einer Pflanze ein Patent darauf einreichen können. Man besitzt dann also das Recht an einer Pflanze die es schon hunderte wenn nicht tausende Jahre gibt. Dann kann man natürlich gegen jeden vorgehen, der so eine Pflanze im Garten hat, ob gewollt oder nicht!

      Original von mcashraf
      Politik muss sich an Wissenschaftlichkeit orientieren, nicht an Meinungsumfragen. In den zknapp dreizehn Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten sind die ständig postulierten ach so großen Risiken nirgendwo aufgetreten, das ist ein Fakt. Deshalb sollte man langsam mal anfangen, von den Chancen der modernen Biotechnologie zu reden (Ertragssteigerung, Dürreresistenz, Golden Rice, etc....).
      Ich bin dem Thema sehr skeptisch gegenüber. Es ist möglich, dass Chancen bestehen, aber bisher wurde in einer Studie nur von einer Ertragssteigerung von bis zu 1% geredet (habe die Studie auf die schnelle nicht mehr gefunden, war aber von der „Union of Concerned Scientists“). Solch eine geringe Steigerung ist es für mich persönlich nicht Wert solche großen Risiken einzugehen wie wir es gerade tun! Ertragssteigerung ist für mich eher ein vorgschobenes Argument und daher ein interessantes Thema. Wir produzieren schon genug Lebensmittel für alle Menschen auf der Welt aber bekommen es nicht hin sie halbwegs gerecht zu verteilen. Wenn es so wäre, dass man die Menschen nicht versorgen könnte, weil wir noch altertümliche Methoden benutzen könnte man darüber nachdenken, aber das ist de facto (auch nicht in den Ländern des Südens) nicht nötig!

      Original von mcashraf
      Schwachsinn. Die einzige in Deutschland zugelassene GVO-Sorte ist der Bt-Mais MON810. Mais besitzt keine heimischen Kreuzungpartner. Ein auskreuzen ist also ausgeschlossen.
      Okay, wenn man in seiner isolierten blau-weißen BavariaBox sitzt und nicht in andere Länder schaut scheint das Argument halbwegs richtig zu sein. Fakt ist nur leider, dass in anderen Ländern (Brasilien, Kanada oder Spanien) viel mit Gentechnik gearbeitet wird (auch verschiedene Sorten) und dort ein „auskreuzen“ nicht ausgeschlossen ist, da dort Kreuzungpartner vorhanden sind.
      Original von mcashraf
      Kennst Du die Zulassungsverfahren? Anscheinend nicht! Allein schon der Satz "nach zwei Jahren" zeigt, dass Du Dich in der Thematik nicht wirklich auskennst (s.o., wir haben viel längere Erfahrungen mit GVO).
      Wen meinste mit „wir“? Du&deine Crew, Deutschland oder Monsanto ? Wie oben schon erwähnt bin ich kein Prof. oder ähnlich trotzdem würde ich dich gerne darauf hinweisen, dass Mon810 nur maximal 28 Monate geprüft wurde. (http://www.transgen.de/zulassung/gvo/15.doku.html beantragt 1995 -> zugelassen 22. April 1998)

      Original von mcashraf
      Die Politik kennt sich im großen und ganzen recht gut aus, hat es aber natürlich schwer gegen die verbreitete Panikmache der Umweltverbände. Aber so generieren die halt ihre Spendengelder und treiben den Grünen Wähler zu. Mit Wissenschaftlichkeit hat das leider nix zu tun.
      Das muss ein Level sein!
      Umweltverbände und Sozialverbände sind Lobbygruppen. Lobbygruppen generell haben großen Einfluss auf die Politik – soweit alles richtig! Es gibt aber noch viele andere deutlich einflussreichere Lobbygruppen (Autolobby, Atomlobby, ect.)! Ich persönlich bevorzuge erstmal Lobbygruppen, die von einfachen Bürgern mit Geld unterstüzt werden als Industrielobbys, die ihr Geld von Firmen erhalten um ihren Umsatz zu steigern. Die einen setzten sich für die Interessen der Menschen ein, die anderen für die Interessen der Industrie. Das du gegen erstere wetterst, aber die zweiten nicht einmal erwähnst finde ich sehr schade und vermittel ein falsches Bild.
    • HillBilly
      HillBilly
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2005 Beiträge: 6.350
      wie kann mcashraf so dumm sein und sowas nicht für gefährlich halten?

      selbst wenn die gene an sich dem menschen keinen schaden bringen würden,dann würde es monsanto indem es das saatgut kontrolliert und je nach lust und laune ganze landstriche verhuntern lassen würde/könnte indem es an die Länder/regionen kein saatgut mehr verschickt.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.300
      Original von HillBilly
      wie kann mcashraf so dumm sein und sowas nicht für gefährlich halten?

      selbst wenn die gene an sich dem menschen keinen schaden bringen würden,dann würde es monsanto indem es das saatgut kontrolliert und je nach lust und laune ganze landstriche verhungern lassen würde/könnte indem es an die Länder/regionen kein saatgut mehr verschickt.
      eher mal abkassieren als verhungern lassen

      das passiert halt wenn man bei der beurteilung solcher sachverhalte die motivation der protagonisten entweder ganz oder (noch schlimmer) selektiv ausser acht lässt; Das prinzip kann man leider immer wieder in den dikussionen um die (ich nenns jetzt mal) grossen themen wie "krieg gegen den terror", "verschwörungstheorie" und eben "genmanipulation" erkennen.
    • v0riel
      v0riel
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 316
      Die ganze Diskussion um das pro und kontra der Einwilderung von transgenen Pflanzen in die Natur ist bei der ganzen Sache eigentlich sogar nur ein Nebenaspekt denn diese Entwicklung ist quasi nicht mehr aufzuhalten. Ich bin hier sicherlich kein Experte und es mag auch gut sein das ich einige Dinge nicht präzise genug formuliert habe oder ähnliches, aber ich habe auch grade noch einmal mit einem guten Freund und bald fertigem Diplon Biologen über den Sachverhalt gesprochen.

      Die Frage ist nur unter welchen Umständen passiert diese Einwilderung und wozu führt sie und hier ist das Problem.
      Monsanto vertreibt 90% der gesamten GVOs weltweit und das mit überaus fragwürdigen Methoden und Intentionen.

      Nur mal ein Beispiele das einem zu Denken geben sollten.

      Monsanto hat hochgiftigen müll der PCB Herstellunug über 40 Jahre lang in den Fluss von Annistan in Alabama geschüttet. Interne Konzernberichte die eigentlich nicht an die Öffentlichkeit geraten sollten zeigen das Monsanto die ganze Zeit über die immensen Gefahren Bescheid wusste. Sie wurden hierfür mehrfach verklagt. Inzwischen ist PCB, welches Hauptaushängeschild von Montano damals war, überall auf der Welt wegen der großen Risiken verboten.
      - Quelle http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn?pagename=article&contentId=A46648-2001Dec31

      Aufgrund der damals in die Umwelt gelangten Mengen von PCB weisen mittlerweile sehr viele Organismen auf der Erde eine PCB Konzentration auf die naturlicherweise nicht vorkommen sollte. (allen voran Menschen aber auch in Pinguinen und Eisbären wurden z.B. Nachweise erbracht)

      Dinge dieser Art sind viele passiert in den vergangenen 100 Jahren der Konzerngeschichte (Die Anfangs gepostete Doku listet die meisten auf, wikipedia spuckt auch einiges zu Monsanto aus), und das sind Sachen wo nicht verhindert werden konnte dass sie in die Medien geraten, wer weiss was da noch so im dunklen liegt.

      Kann so ein Konzern etwas gutes im Schilde führen und sollte man ihm weiterhin freie Hand lassen weltweit so eine Kontrolle auszuüben, sie sogar noch vergrößern?

      Original von mcashraf
      Nein, das schlimme ist, dass es Leute gibt, die denken, sie wüssten etwas über ein Thema und dann ganz schnell irgendwelche Massenmailings oder Petitionen oder sonstwas unterzeichnen.

      Ich gebe zu ich kenne mich nicht besonders gut in dem Gebiet der Genmapilation aus aber darum geht es, wie oben beschrieben, auch eigentlich nur sekundär
      War das nicht Volker Pispers, der gesagt hat, dass 10% der Deutschen sich schon einmal mit Gentechnik beschäftigt haben, aber 104% Gentechnik verbieten möchten?

      Mein Lieblingsbeispiel hierzu ist Dihydrogenmonoxid, hier das Weltklassevideo von David Harnasch:
      http://www.senordaffy.de/?p=925

      Meine Lieblingsstelle ist direkt am Ende, als die Greenpeace-Aktivisten das Papier unterschreiben.

      Dein Vergleich hinkt ungemein, hier wird niemand einfach so gebeten irgendwas zu unterschreiben. Ich möchte nur Leute, die sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben (so wie ich vor ein paar Tagen), darauf aufmerksam machen das da etwas läuft von dem mMn eine große Gefahr ausgeht. Die Entscheidung sich das durchzulesen, die Doku zu gucken(2h sind eine lange Zeit) und die dargestellten Informationen zu prüfen oder sogar darüber hinaus etwas zu tun (wie z.B. die Petition unterschreiben) muss aus jedem selbst kommen.

      Original von mcashraf
      In den zknapp dreizehn Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten sind die ständig postulierten ach so großen Risiken nirgendwo aufgetreten, das ist ein Fakt.


      13 Jahre sind ja jetzt ökologisch gesehen auch schon eine ziemlich enorme Zeitspanne. Da passiert bestimmt nix mehr... hoffentlich

      Allgemein kann ich mich DaMaryJoanna wieder anschließen, du wiederholst quasi nur die Propaganda die auf http://www.monsanto.de geschrieben steht und das sind zu 90% schon längst aufgedeckte Lügen.
    • SallaMC
      SallaMC
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2007 Beiträge: 721
      Ich bin der meinung das die art und weise wie Monsato auf politischer ebene arbeitet und sein patentrecht umsetzt nicht unbedingt richtig ist. Die vorgehensweise ist zu agressiv und sorgt dafuer das gentechnik negativer gesehen wird als sie eigentlich ist.
      Ich arbeite in der biogas forschung und habe vorher biochemie (bachelor) und functional genomics (master) studiert. Ich habe mich in sofern mit dem thema befasst, da es versuche mit pappeln gibt, bei denen das genom veraendert werden soll um das holz als ausgangsprodukt fuer biokraftstoffe einnsetzen zu koennen.
      Ich versuche mal an einem beispiel zu erklaeren warum die gefahr bei diesen gentechnischen veraenderungen eher gering ist. Wenn ich ein anti frost gen von einem fisch in eine tomate einpflanze ist das eine ergaenzung in dem genom der pflanze. Wenn ich jetzt die tomate esse habe ich zu den tomaten genen ein fisch gen zusaetzlich. Wenn ich jetzt hering in tomatensosse esse, habe ich zu dem tomaten genen alle heringsgene zusaetzlich. Warum sollte also die gentechnisch veraenderte tomate schaedlicher sein?
      Die herangehensweise beim klonen muss halt so durchgesetzt werden das das restliche genom nicht geschaedigt wird und die technologien dafuer sind vorhanden.
      Was dringend notwendig ist sind spielregeln auf internationaler ebene die eine friedliche koexistenz von alternativer und gentechnischer landwirtschaft ermoeglichen, ohne das existenzen von landwirten gefaerded sind, nur weil sie eine andere ideologie verfolgen als ihr nachbar.
    • dersl88
      dersl88
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2007 Beiträge: 3.821
    • brunooooo19
      brunooooo19
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 859
      Biologie Klasse 9: Kreuzen von Pflanzen = vermischen ihrer Genpools, damit Veränderung ihrer Gene zur Ertragssteigerung und Erhöhung der ökologischen Potenz = gentechnischer Eingriff

      Heutzutage bringt man das ganze nur aufs nächste Level und verändert gezielt Allele. HuiBUH

      Ein hoch auf die Panikmache und gefährliches Halbwissen selbsternannter Weltverbessererhippies!

      Btw.... Vorsicht....da sind Gene auf deiner Pizza oO