[Cash] early game

    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.405
      Hi,

      wie haltet ihrs in den ersten Händen gegen einen unknown? Spielt ihr möglichst GTO (game theory optimal) und versucht dann über die Zeit seine Tendenzen rauszufinden und adapted oder spielt ihr direkt ziemlich aggro? Hab jetzt beides probiert, wenn ich GTO beginn wird das oft zu ne sehr zähen hin- und herschieben der Blinds. Größere Pötte gibts dann eig. nur bei setups oder wenn halt beide gute holecards haben. Gegen Fische ist das wohl die bessere Variante. Man läuft weniger Gefahr als beim aggressiven Spiel hit n runned zu werden nachdem man ein paar $ auf ihre 3bets/openshoves verloren hat. Ausserdem callen die Fische viel zu viel weshalb lightes raisen und cbetten dann auch früh zu nem Verlust führen kann und man dann Gefahr läuft hit n runned zu werden.
      Der zweite approach dagegen bringt viel mehr action in die Sache und nimmt dem Gegner die comfort zone, er muss sich früh auf dünnes Eis begeben. In so spots machen die Gegner die allermeisten Fehler. Und wenn man early nen stack verliert wird man auch fast nie gequittet und kann dann mit schlechtem Image schön bluffs catchen.

      Was meint ihr wie man ein Hu match beginnen sollte?
  • 12 Antworten
    • meanbob
      meanbob
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2008 Beiträge: 1.160
      Alao ich hab mich darauf verlegt, die ersten 10-30 Hände die Art meines Gegners rauszufinden, Lag, Tag, passive, Rock, Maniac, Vollhonk, das ubliche halt, dabei GTO zu spielen, und mich völlig aus marginalen Situationen rauszuhalten, da ich auf meinen Limits erstmal jeden Gegner für nen Fisch halten muss.
      Danach dann eben adapten.
      Das halte ich auf den Low Stakes für die überlegene, ja sogar die einzig richtige Strategie.
      Da du Diamond bist, gehe ich davon aus dass du höher spielst als ich, da denke ich das die Image aufbauende Spielweise zunehmend wichtiger wird, wobei man die nat. gut beherrschen muss, und bestimmt auch backfiren kann gegen gute Gegner.

      Edit. Oh ich seh grad du sprichst von HU Cash Game? Naja, ads spiel ich nicht, aber meine Herangehensweise wäre zunächst mal dieselbe denke ich. Gerade wegen der HitnRun Gefahr.
      SR ist noch früh, beim nächsten mal les ich aufmerksamer.
      Gibts denn eig. kein HU Cash Forum??? komisch ?(
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.405
      kann das jemand ins Nl-cash forum moven und am besten noch was dazu sagen ;)
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      ich spiele eigentlich im HU vorallem preflop ungerne überaggro, weil es jeder Holzkopf exploiten kann. Ich openraise etwas mehr, bis ich merke, dass er dagegen adaptet und 3bette aber relativ normal. Eventuell die ein oder andere 3bet mehr, aber nichts extremes. OOP call ich auch nicht wirklich looser als normal.

      => ich spiele relativ "normal", wobei das wohl auch schon relativ aggro ist. Postflop move ich am anfang etwas mehr.
    • MeZZo
      MeZZo
      Silber
      Dabei seit: 12.04.2005 Beiträge: 916
      Ich versuch in den ersten paar Händen nen relativen Aggro/Spewy Eindruck zu machen.. und streu auch gleich in den ersten Händen ne 3bet ein..

      Erhoffe mir dadurch relativ schnell nen aggro image zu entwickeln, dass ich dann nach ein paar Händen wieder abstelle.. Dauert ne Weile bis die Gegner darauf adapten.. wenn sie überhaupt adapten..
    • BlueCuracao87
      BlueCuracao87
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2007 Beiträge: 7.828
      Original von MeZZo
      Ich versuch in den ersten paar Händen nen relativen Aggro/Spewy Eindruck zu machen.. und streu auch gleich in den ersten Händen ne 3bet ein..

      Erhoffe mir dadurch relativ schnell nen aggro image zu entwickeln, dass ich dann nach ein paar Händen wieder abstelle.. Dauert ne Weile bis die Gegner darauf adapten.. wenn sie überhaupt adapten..
      #2

      außer ich merke der typ ist ein fisch. wenn er zb nur limped und pf alles callt. dann geh ich auch in die straighte taktik über
    • norenore
      norenore
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 2.640
      Wie hier schon öfter angedeutet wurde, kommt es wohl stark darauf an, welchen Gegner man glaubt vor sich zu haben. Wenn man sich zu einem bekannten Reg an den Tisch sitzt, weil man sich en Edge gibt und ihn exploiten will, ist es natürlich sehr profitabel, sich ein Aggro-Image aufzubauen und ihn gleichzeitig möglichst früh aus seiner Comfortzone zu drängen.
      Überhaupt wird diese Spielweise (vermute ich jetzt einfach mal) grade auf den Limits interessant, wo viele TAGs rumschwirren, die eigentlich noch relativ weak spielen und schlecht gegen unsere Superaggrostrategie adapten können.
      Welche Limits das sind, kann ich aufgrund mangelnder Erfahrung aber nicht sagen. :P

      Nur kommt es mir bisher so vor, dass es zumindest auf NL50 profitabler ist, am Anfang zu versuchen recht straight zu spielen und sich dann langsam einfach an die Leaks der Gegner anzupassen. Sonst hat man ruckzuck ordentlich Kohle an nen Maniac oder ne Callingsstation verblasen.

      Hat jemand hier eventuell schon Erfahrung auf verschiedenen Limits gesammelt und kann was dazu sagen, wie man da gegen den Durchschnittsfisch am besten ein Match startet?

      Gruß
      David
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.405
      agree nore.
      Also ich hab jetzt gemerkt dass es gegen Fische eigentlich keinen Sinn macht zu Beginn sehr aggro zu spielen. Die hit n run Gefahr ist relativ groß und das aggro spiel an sich ist meist auch die Strategie gegen die die fische mit ihren call any2 lines die perfekte anti-strat haben.
      Gegen known Regs find ich kann man zu beginn schon mal die Keule auspacken, gegen unknowns find ichs aber nach einigen tausend Händen Erfahrung mehr seit dem OP besser erstmal möglichst GTO zu spielen.
    • TurboMaN
      TurboMaN
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 2.885
      Ob man gegen nen losen Fish spielt, merkt man ja recht schnell. Ich passe meine Ranges dann gleich an und Raise z.B. nicht mehr any K. Gegen TAGs, die sich freiwillig an meinen Tisch setzen schmeisse ich solange mit 3bets um mich, bis sie mir nichts mehr glauben. Da ist der 3bet wert meist 20+ Man muss natürlich aufpassen, dass man nicht nur crap Hände 3bettet, sonst kann es schnell nach hinten losgehen.

      Bei Fishen kommts drauf an ob sie gegen 3bets einfach nur callen oder auch mal folden. Ich 3bette dort aber recht tight um die Varianz klein zu halten.
    • OAndiAceO
      OAndiAceO
      Black
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 3.279
      gegen Fishe starte ich mit GTO.

      Gegen regulars kauf ich mich (wenn ich unknown bin) meist um einen krummen 70BB, damit:

      1) Sie mich spielen, da sie denken dass ich ein Fish bin mit so einem stack
      2) spiel ich dann überaggro, d.h. ich OR 100%, 3bette fast jede Hand.
      Ihr werdet sehen dass fast alle Regulars erstmal ultrastr8 forward und nitty gegen einen solchen Gegner spielen und nicht sofort adapten (keiner fängt hier an einen vermeintlichen Fish zu bluff4betten oder 3bets light zu callen)
      Wenn ich merke, dass er anfängt zu adapten spiel ich normal weiter.

      Hab das jetzt schon öfter getestet und es scheint sehr profitabel zu sein.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      @andiAce:

      zu 100% zu openraisen find ich okay. Sehr oft zu 3betten find ich persönlich schlecht. Es hängt wohl mit der Seite und dem Limit zusammen, aber Regulars adapten da i.d.r doch relativ schnell. Dazu kommt, dass man sich oft selber levelt, weil man ebend nicht weiß, ob er nun adaptet oder einfach eine gute Hand hat.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Mal ausbuddeln...

      - Gegen potentielle Fische mit ganzer BR am Tisch ($.xx) spiele ich ABC wegen hit + run Gefahr

      - Gegen 20BB Shortstacker versuche ich möglichst schnell meine Kohle mit einer brauchbaren Hand reinzubekommen. Wenn ich verliere und sie dann abhauen hab ich Zeit und Rake gespart und hab ne Note dass ich sie nicht mehr spiele, wenn sie rebuyen ist alles gut und ich hol mir die Kohle wieder.

      - Gegen alle anderen spiele ich erstmal so wie die Karten fallen, aber calle vor allem Leute die Aggro anfangen ein paar mal superlight runter. Selbst wenn man dadurch direkt zu Anfang etwas down geht ist das ok. So bekommt man immerhin schnell Infos, zeigt dem Gegner dass er nicht zu viel bluffen sollte und erhöht die Chancen, dass es ein längeres Match wird. Meiner Erfahrung nach bleiben die Leute länger am Tisch und rebuyen öfters wenn sie Anfangs up waren, als wenn sie sofort 2 Stacks einbüßen. Und je länger ein Match dauert, desto mehr kommt bekanntlich die Edge zum tragen.
    • donbabu
      donbabu
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2008 Beiträge: 175
      Original von Radioghost
      Mal ausbuddeln...

      - Gegen potentielle Fische mit ganzer BR am Tisch ($.xx) spiele ich ABC wegen hit + run Gefahr

      - Gegen 20BB Shortstacker versuche ich möglichst schnell meine Kohle mit einer brauchbaren Hand reinzubekommen. Wenn ich verliere und sie dann abhauen hab ich Zeit und Rake gespart und hab ne Note dass ich sie nicht mehr spiele, wenn sie rebuyen ist alles gut und ich hol mir die Kohle wieder.

      - Gegen alle anderen spiele ich erstmal so wie die Karten fallen, aber calle vor allem Leute die Aggro anfangen ein paar mal superlight runter. Selbst wenn man dadurch direkt zu Anfang etwas down geht ist das ok. So bekommt man immerhin schnell Infos, zeigt dem Gegner dass er nicht zu viel bluffen sollte und erhöht die Chancen, dass es ein längeres Match wird. Meiner Erfahrung nach bleiben die Leute länger am Tisch und rebuyen öfters wenn sie Anfangs up waren, als wenn sie sofort 2 Stacks einbüßen. Und je länger ein Match dauert, desto mehr kommt bekanntlich die Edge zum tragen.
      Viel mehr man dem eigentlich nicht hinzufügen. Zumindest für NL50.