Große Pots immer gleich sichern?

    • Heiliger
      Heiliger
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.619
      Hallo Leute Da ich mich gerade mit ToP beschäftige, habe ich mal eine Frage an die Highroller. Da ich nicht den nötigen Status besitze, muss ich hier posten. In den Strategie-Artikeln heißt es ja, dass man immer versuchen soll, als Favorit natürlich, die großen Pots sofort zu sichern. Das Buch meint aber, dass man so seine positive Gewinnerwartung reduziert. Das Ziel ist es ja seine positive Gewinnerwartung zu erhöhen und die negative zu verringern. Angenommen ich befinde mich HU am Turn und bin ziemlich sicher vorne. Der Pot ist groß und ich weiß, dass mein Kontrahent bei einem c/r sicher folden wird und ich mir den Pot auf jeden Fall sichern kann. Eine Bet aber wird er sicher callen. Jedoch hat er einige Outs um mich am River zu überholen. So die Sachlage. Sklansky meint aber, dass man seine Kontrahenten nicht vertreiben soll, wenn er inkorrekte calls tätigt; also ein call ohne entsprechende Odds. Auf lange Sicht wird er so mehr Geld verlieren. Außerdem sinkt damit meine positive Gewinnerwartung und seine negative verringert sich, was wir natürlich nicht wollen. d.h.: Vertreiben wir in diesem Beispiel unseren Kontrahenten, verlieren wir Geld und er gewinnt welches, auch wenn wir den Pot für uns entscheiden. Würde mich auf einige Meinungen sehr freuen.
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    • streictt
      streictt
      Global
      Dabei seit: 04.04.2006 Beiträge: 951
      Bin zwar kein High-Roller, aber Sklansky meint auch an anderer Stelle (No Limit Theorie and Practice?), dass ein strategisch korrekter Fold eines Gegners (glaube, hier war noch ein 3. Mann an Bord) besser sein kann, als ein strategisch inkorrekter Call.
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Beispiel: pot $150 Man ist 19:1 Favorit und bettet $10 Folded der Gegner bekommt man $150 called der Gegner (und vernachlässigt man eine weiter Setzrunde) bekommt man 0,05*-$10+0,95*$160=$152,5 called der Gegner (und denkt man, dass man selbst noch eine bet callen würde, der Gegner aber nicht wenn er seinen draw nicht trifft) bekommt man 0,05*-$20+0,95*$160=$151 Wenn man sich das Ganze aus der Sicht des Gegners überlegtkommt das gleiche Ergebnis raus: Tätigt man einen unberechtigten call verliert man Geld, das zwangsläufig der andere Spieler gewinnen muss wenn nur noch dieser im pot ist. P.S. natürlich alles ohne Gewähr
    • allizdoR
      allizdoR
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2007 Beiträge: 4.568
      Wenn er inkorrekt spielt, weiß man sowieso nie, was er als nächstes macht. Eigentlich sollte man immer betten, wenn man sich des Sieges sicher ist. Und ich würd mir keine Sorgen um den Verlust des Gegners machen (wenn er schlecht spielt, hat er ihn sowieso auf lange sicht) Sondern um deinen Gewinn. Und da würde ich versuchen jeden Pott mitzunehmen, egal wie groß oder klein.
    • Heiliger
      Heiliger
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.619
      Es geht ja darum, dass ich so auf lange Zeit meine positive Gewinnerwartung reduziere. Ich habe die Frage an Highroller gestellt, weil in den Low Limits, ein Raise eh meistens gecallt wird. In meinem Beispiel würde ich auch immer Raisen (weil noch Low Limit). Mich würde es aber interessieren, wie es sich in high Limits verhält. Würde mich auf Erfahrungswerte diesbezüglich freuen.