Wie Pocketpairs vs Resteal spielen

    • NicoleHOLIDAY
      NicoleHOLIDAY
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      Dabei seit: 02.05.2009 Beiträge: 536
      Spiele bei FT NL50. Bin noch recht neu bei BSS und hab Probleme, wenn ich mit Pocketpairs 22 bis 99 steale und einen Resteal von einem Reg bekomme mit relativ normalen Stats( ~80-90 FBBTS) Wie spiel ich weiter?

      • 4bet
      • fold
      • call
        a) Setvalue
        b) Float je nach Board


      Hab das Gefühl, dass ein Fold zu weak ist aber eine 4bet klar overplayed. --> Normal calle ich immer aber hab das Gefühl, dass es einfach -EV ist zu callen, da ich selten weiterspielen kann.
  • 21 Antworten
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
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      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      OOP würd ich meistens folden wenn ich nicht mehr die Implieds habe für nen Setvalue Call.

      IP würd ich zum Call tendieren, auf Setvalue und um schöne Boards anzugreifen.

      Pauschal kann mans natürlich nicht sagen, hängt vom Gegner und deinem eigenen Stil ab.
    • Hobbes35i
      Hobbes35i
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.436
      Ohne Reads über Villains Postflop-Game ist ein weaker Fold die varianzärmste und vermutlich auch beste Alternative. Sobald du merkst, dass er dich zu exploiten beginnt, weil du fast alles wegfoldest, gibt es mehrere Möglichkeiten zu adapten: kleiner stealen, dann kannst du eher auf Setvalue callen, gelegentlich bluff4betten (am besten mit Ax-Händen, weil Villain dann weniger oft ein A hat) oder deine Value-Range für 4bet/broke erweitern.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von maechtigerHarry
      OOP würd ich meistens folden wenn ich nicht mehr die Implieds habe für nen Setvalue Call.

      IP würd ich zum Call tendieren, auf Setvalue und um schöne Boards anzugreifen.

      Pauschal kann mans natürlich nicht sagen, hängt vom Gegner und deinem eigenen Stil ab.
      Dann kategorisier doch mal die Punkte die zwischen nem Fold und nem Call unterscheiden. WAS bringt dich dazu gegen einen Gegner mit 77 auf ne 3-Bet zu callen und gegen einen anderen zu folden?

      Welche Boards greifst du an, wie und wieso greifst du sie an?
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Naja Tableflow, die größe der 3bet, die Aggressivität des Gegners, die Stacksizes, der WTS des Gegners. Lässt er sich oft bluffen? Geht er easy mit TP broke wenn ich mein Set hitte? Teilweise auch einfach ein Gefühl für die Situation.

      Ich greife Boards an die der Gegner selten getroffen hat. Natürlich greif ich ein 348 Borad mit 77 lieber an als ein ATJ Board.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Sorry das hilft mir ehrlich gesagt kein Stück weiter :/ Ich werde mal konkreter.

      Welchen Tableflow braucht es?
      Wie groß darf er 3-betten, damit ich callen kann?
      Wie aggressiv muss er denn sein?
      Bei welchen Stacksizes folde ich, wann calle ich, wann 4-bette ich?
      Woher kennst du den WTS deines Gegners in 3-Bet Pots?

      Wie(so) greifst du ein 483 Board mit 77 an?
    • NicoleHOLIDAY
      NicoleHOLIDAY
      Bronze
      Dabei seit: 02.05.2009 Beiträge: 536
      Original von Hobbes35i
      Ohne Reads über Villains Postflop-Game ist ein weaker Fold die varianzärmste und vermutlich auch beste Alternative. Sobald du merkst, dass er dich zu exploiten beginnt, weil du fast alles wegfoldest, gibt es mehrere Möglichkeiten zu adapten: kleiner stealen, dann kannst du eher auf Setvalue callen, gelegentlich bluff4betten (am besten mit Ax-Händen, weil Villain dann weniger oft ein A hat) oder deine Value-Range für 4bet/broke erweitern.
      Klingt vernüntig, auf NL50 muss ich ja auch keine riesigen Moves starten. Werd mal schauen wie sich das Ganze entwickelt.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      das Frage ist erstmal recht einfach zu beantworten.
      a) Man kann kein PP gegen 100bbs "nur" auf setvalue callen. Das ist mehr als schwachsinnig
      b) PP eignen sich extrem schlecht zum moven
      c) man kommt seltend ui mit einem winner zum showdown.


      Deswegen ist das absolute standard play mit PPs von 22-88/99 ein fold.

      Gibt es Ausnahmen? ja. natürlich.

      a) Man spielt 4bet/fold: Eigentlich ist es relativ egal, dass wir ein PP haben. Es gibt aber spots, wo 4bet bluffs profitabel sind. card removal ist sehr sehr sehr sehr overrated in diesem Zusammenhang. Es ist also ziemlich egal, ob man A2 oder 22 hat. Card removal ist viel unwichtiger, als die richtige Auswahl der Spots.

      b) man spielt 4bet/broke: Wenn sich schon genügend Dynamik endwickelt hat, ist 4bet/fold keine alternative, weil man die odds zum broke gehen bekommt. Gegen aggro Gegner kommt das zumindest auf höheren Limits öfter mal vor und ist ein "guter" move. Ich bezweifle, dass man auf nl50 besonders oft mit low PPs preflop broke gehen sollte.

      c) man kann gegen manche Gegner mit 88/99 profitabel callen (nur IP. OOP ist ein call mit einem pp<TT für 100bb extrem grausam). Imo ist dafür aber Vorraussetzung, dass man villian kennt und weiß "wie er tict". Grade gegen passive Gegner, die kaum barreln bieten sich dafür an, weil man auch ui oft den winner zum showdown bringen kann.



      Fazit: call ist fast immer grausam und folden fast immer richtig.


      btw: nur so als Randnotiz: ich lese hier immer wieder im Forum Sätze wie "......varianzärmste Alternative........" zur begründung von plays. Das ist obv. bullshit, weil ich nie edge aufgeben werde nur um Varianz zu vermeiden. Noch dazu schätzen viele Leute hier die Varianz in vielen Spots komplett falsch ein (was ich damit meine: man kann oft schwer beurteilen, ob ein spot sehr varianzreich ist oder nicht)...
    • Hobbes35i
      Hobbes35i
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.436
      Original von Peter87
      btw: nur so als Randnotiz: ich lese hier immer wieder im Forum Sätze wie "......varianzärmste Alternative........" zur begründung von plays. Das ist obv. bullshit, weil ich nie edge aufgeben werde nur um Varianz zu vermeiden. Noch dazu schätzen viele Leute hier die Varianz in vielen Spots komplett falsch ein (was ich damit meine: man kann oft schwer beurteilen, ob ein spot sehr varianzreich ist oder nicht)...
      Ich denke mal, das bezieht sich unter anderem auf meinen Post. Meine Gedanken dahinter sind folgende: Mit einem PP am Flop im 3bet-Pot ist man oft entweder sehr weit vorne und spielt gegen einen 6-Outer oder man ist crushed und drawt auf 2 Outs. Mit einer besseren Drawing-Hand sind die Equity-Unterschiede am Flop zwischen Winner und Loser meist kleiner, das Resultat der Hand ist näher am EV und die Varianz damit kleiner.

      Aber als treuer Leser deines Tagebuchs weiß ich, dass deine Blinds 10x höher sind als meine und das kommt sicher nicht von ungefähr. Ich lerne gerne dazu, würde mich freuen, wenn wir darüber noch ein bisschen diskutieren können. :)
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Original von Ghostmaster
      Sorry das hilft mir ehrlich gesagt kein Stück weiter :/ Ich werde mal konkreter.

      Welchen Tableflow braucht es?
      Wie groß darf er 3-betten, damit ich callen kann?
      Wie aggressiv muss er denn sein?
      Bei welchen Stacksizes folde ich, wann calle ich, wann 4-bette ich?
      Woher kennst du den WTS deines Gegners in 3-Bet Pots?

      Wie(so) greifst du ein 483 Board mit 77 an?
      Also dann halt ausführlich. Immer folden ist sicherlich kein Fehler aber wenn ich mit 77 vom BU openraise und 3,5 BB und bekomm vom BB ne 3Bet auf 12-14BB dann hab ich natürlich nicht die Odds um rein auf Setvalue zu callen aber es ist einfach so das 77 Headsup keine schlechte Hand ist.
      Klar lässts sichs bescheiden spielen wenn mehrere Overcards liegen aber wenn ein Gegner relativ wenig aktiv Blinds defendet dann zeigt seine 3-bet auf NL50 einfach oft ne relativ starke Hand an.

      Das heißt das er nen 832 Board selten getroffen hat. Also kann ich da IP wunderbar floaten.
      Außerdem wird er mich häufiger ausbezahlen wenn ich mein Set hitte als in nem normalen raised Pot. Das heißt ich brauch schonmal nicht die kompletten 20:1 Implieds sondern kann schon mit weniger profitabel callen. Wenn ich dann noch an manchen Boards mit 77-99 nen Overpair floppe kann ich auch weiterspielen.

      Wenn man nur ein wenig deeper ist. Sagen wir 120 oder 140BB dann kann man da 77-99 meiner Meinung nach profitabel callen.

      Verteidigt der Gegner seine Blinds sehr aggro dann kann man gelegentliche 4bets einsträuen.

      Ich bin nur NL50 Fish und behaupte hier keineswegs das meine Meinung irgendwie die einzig wahre seih oder sonstwas und wenn Peter hier was komplett gegenteilig schreibt als jemand der Meilenweit über mir spielt dann respektier ich das durchaus und mach mir meine Gedanken aber meiner Meinung nach muss man hier keinesfalls immer folden.

      Hab ich gegen in letzter Zeit öfter gemoved dann fold ich natürlich eher, war ich tight und hab wenig Blinds geklaut dann call ich eher mal weil ich mir für meine Floats mehr Credit erwarte.

      Natürlich gilt das alles nur für NL50 und ich bingrad betrunken heim gekommen. Aber so im großen und ganzen seh ich die Sache schon so.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Dann werd ich mal noch konkreter. Welche Range muss mein Gegner 3-betten, damit ich 77 profitabel callen kann Preflop?

      Wieso brauch ich 77 um ein 843r Board zu floaten? Kann ich da nicht T9o nehmen?

      Du sagst das mein Gegner ein 843r Board fast nie ausbezahlen wird, wieso sollte er mir entlang deiner Argumentationslinie ein 743r Board plötzlich ausbezahlen?


      Verteidigt der Gegner seine Blinds sehr aggro dann kann man gelegentliche 4bets einsträuen.


      Der Gegner shoved AllIn nachdem du mit 77 4-bettet hast. Whats your line?
    • NicoleHOLIDAY
      NicoleHOLIDAY
      Bronze
      Dabei seit: 02.05.2009 Beiträge: 536
      Wow, danke erstmal für so viele Infos, selten war ein Thread so informativ :-)

      War wohl ein dickes Leak von mir, da ich einen Fold immer zu weak fande.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
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      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Original von Ghostmaster
      Dann werd ich mal noch konkreter. Welche Range muss mein Gegner 3-betten, damit ich 77 profitabel callen kann Preflop?

      Wieso brauch ich 77 um ein 843r Board zu floaten? Kann ich da nicht T9o nehmen?

      Du sagst das mein Gegner ein 843r Board fast nie ausbezahlen wird, wieso sollte er mir entlang deiner Argumentationslinie ein 743r Board plötzlich ausbezahlen?


      Verteidigt der Gegner seine Blinds sehr aggro dann kann man gelegentliche 4bets einsträuen.


      Der Gegner shoved AllIn nachdem du mit 77 4-bettet hast. Whats your line?
      Sag mal ernsthaft? Was willst du? Du hast vor mir solange Fragen zu stellen bis ich mich in Widersprüche verhedder oder dir nicht mehr antworten kann, oder?

      Ne wirkliche Disskussion willst du eigentlich nicht.
      Wenn du der Meinung bist das meine Ansicht falsch ist kannst du das auch langsam einfach sagen. Ich komm mir bissel verarscht vor und mir vergeht langsam die Lust zu antworten.

      Zum Beispiel hab ich nie behauptet das der Gegner ein 743 Board ausbezahlt. Hab ich irgendwie von Topset gesprochen? Ich hab Set geschrieben. Das kann also auch ein A72 Board sein.

      Ich weiß das ich mit dem Call auf NL50 profitabel spielen kann gegen manche Gegner. Das reicht mir eigentlich. Ich seh keinen Grund dich davon überzeugen zu müssen.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      Original von Hobbes35i
      Original von Peter87
      btw: nur so als Randnotiz: ich lese hier immer wieder im Forum Sätze wie "......varianzärmste Alternative........" zur begründung von plays. Das ist obv. bullshit, weil ich nie edge aufgeben werde nur um Varianz zu vermeiden. Noch dazu schätzen viele Leute hier die Varianz in vielen Spots komplett falsch ein (was ich damit meine: man kann oft schwer beurteilen, ob ein spot sehr varianzreich ist oder nicht)...
      Ich denke mal, das bezieht sich unter anderem auf meinen Post. Meine Gedanken dahinter sind folgende: Mit einem PP am Flop im 3bet-Pot ist man oft entweder sehr weit vorne und spielt gegen einen 6-Outer oder man ist crushed und drawt auf 2 Outs. Mit einer besseren Drawing-Hand sind die Equity-Unterschiede am Flop zwischen Winner und Loser meist kleiner, das Resultat der Hand ist näher am EV und die Varianz damit kleiner.

      Aber als treuer Leser deines Tagebuchs weiß ich, dass deine Blinds 10x höher sind als meine und das kommt sicher nicht von ungefähr. Ich lerne gerne dazu, würde mich freuen, wenn wir darüber noch ein bisschen diskutieren können. :)
      imo hast du da wohl mehr oder weniger Recht. Ich denke, dass Varianz auch noch indirekt vom EV eines plays abhängt (in so fern, dass ein extrem profitables play zwar immer noch sehr varianzreich sein kann, aber halt tortzdem seltend -ev seind). Ich habe auch wohl wissend "man" geschrieben, weil ich selber nicht so genau weiß, wie sich die gesammt Varianz eines Spielers durch einzelnde Spots verändert. Ich geh eher davon aus, dass die "Gesammtvarianz" durch weglassen einzelnder marginaler SPots kaum beinflusst wird.

      Aber selbst wenn das nicht so ist, ist mir das völlig egal. Wenn ein move profitabel ist und sei es nur 0,25bbs, dann werde ich diesen Move "machen".

      @ mächtigerharry: Ghostmaster will dich nicht ärgern, sondern dir helfen ein Thema selbstständig zu erarbeiten, weil man dadurch mehr lernt, als wenn man sowas nur drüberliest.
      Versuch doch mal folgendes:
      - Erstelle dir eine konkrete 3betting range
      - versuche abzuschätzen, wie du gegen diese Handrange in abhängigkeit von verschiedenen Boards performst und wo du wirklich profitabel moven kannst.

      Du hast das Beispiel vom 823 board genannt: Natürlich bist du gegen einige Hände vorne. Aber seine Range ist auch recht gut geschützt durch 88+ und Hände wie 87s. Dazu kommt, dass zB ein call auf einem 863s (man flop halt nur seltend "perfekte 823r board) board nicht unbedingt stärke zeigt und ein kompetenter villian dich auf vielen turns (A-Q) von der Handbarreln kann.

      Und noch eine sehr wichtige Sache auf die du noch nicht eingegangen bist. EIn PP ist die aller schlechteste Handgruppe, um zu moven, weil man quasi immer nur auf 2 outs drawt. Wenn ich also plane auf vielen boards profitabel zu moven (weil ich denke, dass villian zu viel foldet), dann sollte ich am besten SCs oder zumindest unpaired Hände callen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von maechtigerHarry
      Original von Ghostmaster
      Dann werd ich mal noch konkreter. Welche Range muss mein Gegner 3-betten, damit ich 77 profitabel callen kann Preflop?

      Wieso brauch ich 77 um ein 843r Board zu floaten? Kann ich da nicht T9o nehmen?

      Du sagst das mein Gegner ein 843r Board fast nie ausbezahlen wird, wieso sollte er mir entlang deiner Argumentationslinie ein 743r Board plötzlich ausbezahlen?


      Verteidigt der Gegner seine Blinds sehr aggro dann kann man gelegentliche 4bets einsträuen.


      Der Gegner shoved AllIn nachdem du mit 77 4-bettet hast. Whats your line?
      Sag mal ernsthaft? Was willst du? Du hast vor mir solange Fragen zu stellen bis ich mich in Widersprüche verhedder oder dir nicht mehr antworten kann, oder?

      Das siehst du nicht ganz richtig. Ich stell dir solang Fragen bis du mir eine Antwort gibst, die mir bei Entscheidungen weiterhilft. Du musst zugeben, dass Dinge wie Tableflow, 3-Betdynamik, Floating, Backplaying, Adaption alles ganz tolle Begriffe sind, die allerdings alle sehr schwer greifbar sind. Deswegen muss es für diese Begriffe irgendwelche Ansatzpunkte geben und von denen hast du mir bisher immer noch keinen gebracht.

      Z.b. wüsste ich jetzt immer noch nicht wirklich wieso ich lieber 77 anstatt T9o defenden sollte, unter welchen Bedingungen ich es +EV defenden kann und wie ich mich Postflop aus welchen möglichen Gründen wie zu verhalten habe.

      Ich weiß das ich mit dem Call auf NL50 profitabel spielen kann gegen manche Gegner.


      Welche Art ist das denn genau? Was charakterisiert diesen Gegner speziell, dass ich mit 77 gegen ihn defenden kann und gegen welche Art von Gegner sollte ich lieber folden? Wann defende ich mit 78s, wann kann ich Suited Aces defenden, wann Broadways etc.? Ich kann das ganze ja nicht einfach machen, weil ich mich grade danach fühle, sondern muss irgendeine stringente Argumentationslinie haben, die sowohl mein Preflop als auch mein Postflopspiel betrifft.


      Wenn ich doch diese Informationen greifbar mache, dann kann ich rationale Defendentscheidungen treffen und muss nicht auf irgendein Bauchgefühl hoffen.
    • Hobbes35i
      Hobbes35i
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.436
      Ghostmaster, sag doch bitte auch mal was dazu:

      Original von Hobbes35i
      Original von Peter87
      btw: nur so als Randnotiz: ich lese hier immer wieder im Forum Sätze wie "......varianzärmste Alternative........" zur begründung von plays. Das ist obv. bullshit, weil ich nie edge aufgeben werde nur um Varianz zu vermeiden. Noch dazu schätzen viele Leute hier die Varianz in vielen Spots komplett falsch ein (was ich damit meine: man kann oft schwer beurteilen, ob ein spot sehr varianzreich ist oder nicht)...
      Ich denke mal, das bezieht sich unter anderem auf meinen Post. Meine Gedanken dahinter sind folgende: Mit einem PP am Flop im 3bet-Pot ist man oft entweder sehr weit vorne und spielt gegen einen 6-Outer oder man ist crushed und drawt auf 2 Outs. Mit einer besseren Drawing-Hand sind die Equity-Unterschiede am Flop zwischen Winner und Loser meist kleiner, das Resultat der Hand ist näher am EV und die Varianz damit kleiner.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich versteh nicht ganz die Intention dahinter.

      Ich spiele ja immer gegen eine Range und muss Vermutungen an jeder Street darüber aufstellen wie meine Equity gegen diese Range aussieht. Mit einem Draw hab ich halt keine Made Hand, aber die Möglichkeit mich immern och zu verbessern -> Ich habe halt eine gewisse Equity gegen seine Range. Ob diese Equity groß genug ist (unter Betrachtung der möglichen Foldequity) um bestimmte Spielzüge zu rechtfertigen.

      Genauso agier ich doch auch mit Pocketpairs. Weil ich ein Midpair 7er gefloppt habe heisst das ja nicht, dass ich jetzt crazy werden muss und mein Geld verschleudere.

      Wie Peter schon sagt: Solang ich nen Spielzug mit einem posiviten Erwartungswert machen kann, dann mache ich ihn.
    • Pokerstar87KA
      Pokerstar87KA
      Bronze
      Dabei seit: 30.08.2007 Beiträge: 2.818
      Würd auch ma gern in die Diskussion mit harry und Ghostmaster einsteigen.
      Ersma zu Harry: Ghostmaster will dir nur so gut wie möglich helfen und das klappt nur, wenn du dir selber so viel Gedanken wie möglich darüber machst und vllt auch noch auf das Ergebnis kommst.

      Zum Topic: Erstmal sollte man definieren, was ein Gegner in den Blinds 3bettet.
      Sagen ma wir openen am BU und der BB 3bettet light: Ich gebe Villain ma sone range: TT+, ATs+, KJs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, AJo+, KQo
      Wir haben als Beispiel 77 oder 9To. Mit 77 haben wir PF 10% mehr Equity al smit 9To. Mit 9To sind wir gg seine range oft dominated und haben viele reverse implieds falls wir was hitten und müssen auf vielen Flops UI aufgeben. Mit 77 haben wir auf jedenfall schon mal n pair und gute Equity. Auch auf Kxx Flops.
      Deswegen find ichs z.B. sinnvoller mit 9T Postflop zu moven, weil wir einfach schlechte EQ gg seine Range haben und wenn wir mit 77 moven all seine schlechteren Hände vertreiben.

      Gegen nen tighten 3better der so 5% im BB 3bettet sieht unsre EQ ziemlich schlecht aus:
      Hand 0: 66.174% 65.84% 00.33% 3429483000 17409066.00 { 99+, AJs+, KQs, AKo }
      Hand 1: 33.826% 33.49% 00.33% 1744527636 17409066.00 { 99-22 }

      Für 100 BB Stacks sollte man IP wohl n Fold in Betracht ziehen. Zwar sind die implieds vorhanden, aber man weiß nich ob man ihn stacken kann und das was man investieren muss is zu viel.
      Wär schön wenn du Ghostmaster au noch was sagen kannst in Bezug zu
      Tableflow, 3-Betdynamik, Floating, Backplaying, Adaption :)
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Ok sorry dann nochmal.

      Also sagen wir mal wir sind 120BB deep. Ich raise auf meine üblichen 3,5 und bekommen ne normele 3bet die meistens zwischen 12 und 15 liegt. muss also knapp 11BB zahlen und hab noch 110 left. Also 10:1 Implieds.

      Gegen kompetente Tags fold ich da auch. Aber ist der Gegner leicht fischig sieht die Welt anders aus. Besonders Gegner die selten ihre Blind aktiv defenden haben hier oft starke Ranges in denen 78s oder ähnliches einfach nie drin sind. Solche Hände defenden sie passiv.
      Die Ranges sind dann oft TT+,AJ+ oder sowas in der Art und diese Gegner lassen sich allgemein auf Lowcardboards oft aus dem Ax Teil ihrer Range rausfloaten. Mit Overpairs werden sie aber fast immer second barreln so das man da fast nie dagegen rennt.

      Gleichzeitig kann man solche Gegner aber mit einem Set fast immer stacken wenn sie TP+ haben.
      Ich bin demnach überzeugt davon das man sich hier nen +EV Spot entgehen lässen wenn man gegen solche Gegner 77 einfach foldet und daher call ich.

      Ich hab ja nie gesagt das man mit T9o nicht defenden sollte oder mit suited Aces. Ich hab nur gesagt das ich der Meinung bin das man die Pockets 77-99 gegen bestimmte Gegnertypen (und damit mein ich eher fischige Gegner, preflop passive Gegner, Gegner die mit TP easy broke gehen) +EV spielen kann wenn sie aus den Blinds 3betten gegen das BU openraise.

      Argumente wie das Gegner auf Lowcardboards second barreln oder ähnliches mit AQ fallen einfach weg. Genauso haben diese Gegnertypen auf nem 843 Board praktisch nie die 8 getroffen. Man spielt immer gegen OP oder OC´s und die Gegner verraten dir am Turn was sie haben indem sie eben second barreln oder es halt lassen.

      Ich bin mir in dem Spiel auf meinem Limit in solchen Spots relativ sicher und seh keinen Grund hier die unglaublich exakten Equity Analysen aufzustellen. Ich hab defnitiv genug andere Leaks an denen zu arbeiten sich mehr lohnt.
      Wem das Spiel so nicht gefällt der kanns ja einfach lassen und folden. Ich bin aber überzeugt davon das er +EV Spots liegenlässt.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich seh den Sinn nicht darin gegen eine Range von TT+, AJ+, KQs + mit 77 zu defenden.

      Board:
      Dead:

      equity win tie pots won pots tied
      Hand 0: 58.840% 58.65% 00.19% 494089092 1610376.00 { TT+, AJs+, KQs, AJo+ }
      Hand 1: 41.160% 40.97% 00.19% 345143724 1610376.00 { 77 }


      Wir sind Preflop gegen seine Range also vorn. Das Ding ist jetzt, dass wir Postflop NUR sinnvoll weiterspielen können, wenn deine Bedingungen zutreffen.

      1. Der Gegner ist ein Hit/Fold Spieler

      2. Sein maximaler Bluffmoment entsteht, wenn er eine Continuationbet macht


      Der Ansatz ist natürlich praktikabel, aber wird spätestens auf nem Limit auf dem die Gegner aggressiver werden nicht mehr +EV sein. Darüberhinaus brauch ich da ja nichtmal Made Hands zu, wenn mein Gegner derart durchschaubar spielt, sondern einfach nur Boards die er nicht getroffen haben wird und irgendwelche Karten, da er mich ja sowieso nicht exploiten kann.

      Ich würde für einen passiven Defend dementsprechend Hände wählen mit denen ich die PFR Range meines Gegner dominiere.

      Sehe ich, dass mein Gegner mit A2, 68, 45 und ähnlichem 3-bettet, dann kann ich easy mit Händen wie 77, 88, 99, KQ, QJ und sowas defenden, weil ich einfach meilenweit vorne bin und ihn in viel ekelhaftere Situationen OOP bringen kann.

      Das ist übrigens auch der Grund weswegen man gegen lighte 3-better nicht mit kleinen Connectors passiv defenden sollte, weil diese sehr oft 3-bettet werden bei sehr lighten 3.betten und so eine gute Edge gegen den Gegner behalten kann.
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