Benötige ein paar Tipps für Reallife Sit'n'Go

    • SmokinC
      SmokinC
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 1.353
      Hallo, tja leider bin ich noch Bronze Member, habe daher nunmal nur begrenzten Zugang zu Strategiesektion, aber ich würde mich dennoch mal über ein Paar Tipps zu NL Sit'n'Gos Turnieren am richtigen Pokertisch interesseieren. Online spiele ich ausschließlich FL und wollte auch gar keine Sit and Go Turniere spielen, meine mangelnde Erfahrung und Ahnungslosikgeit die Turnierstrategie betreffend könnte ich mich eh nur zu einem Sieg duseln und mein EV wär natürlich wohl oder übel negativ. Aber ich pokere recht häufig mit Freunden und da spielen wir fast nur NL Turniere und deshalb bräuchte ich da ein paar Tipps. Der NL Start und Bronzebereich ist dort natürlich nicht sonderlich aufschlussreich, denn die SSS wird da wohl eher eine schlechte Strategie sein. Also die meisten Spieler sind eher (halbwegs) loose-agressiv und loose-passive ohne große PreFlop Ambitionen, Kartenkombis wie A2o werden also auch gerne aus frühen Positionen gespielt. Meistens handelt es sich eher um SH Turniere (4-6 normalerwiese). Tja wie verhalte ich mich da am Besten? Wie sollte ich Preflop am besten agieren, kann ich die SHC als Hinweisstütze benutzen oder mich an den Sklanskygruppen orientieren? Welche Spielweise lohnt sich beispielsweise mit Drawinghands in solchen Turnieren, wäre mal sehr dankbar für ein paar essentielle pokerratschläge SH NL Offlinepoker betreffend.
  • 2 Antworten
    • Tinsen
      Tinsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.05.2005 Beiträge: 163
      tja, da geht es dir wie mir. online nur auf micros bisher fixed limit. mit kumpels 4-8 mann nl. da ich den junx das pokern "beigebracht" habe, der einzigste bin, der sowas wie ps.de liest / bücher / online pokert, würde ich meinen "wissensstand" über dem der anderen ansetzen. fakt ist und bleibt aber, dass das nicht so ausschlaggebend ist. ich habe erlebt, dass viel zu viele starthände gespielt werden. dann wird alles gecallt. auf raises oder reraises wird wenig geachtet bzw. wenig respekt der gegner (die denken " ich habe ja noch 2 outs") meine strategie mit der ich oft mind. 2 werde: kleine blinds: am anfang bei kleinen blinds in späten positionen limpen. die 5-10 besten starthände werden geraised. preflop nicht zu viel action. bei unsicheren boards oder vielen gegnern ceck/call check/fold. die gefahr von lucky treffern aufgrund looser calls will ich bei den kleinen pötten nicht riskieren. ziel für mich hier: tightes image aufbauen ( ja das bekommen die mit) mittlere blinds: etwas aggressiver, startinghandchart, 3 facher bibblind ppreflop raise flop getroffen raisen bzw. turn teuer machen, vor allem gegen small stacks. trotzdem tight bleiben. wenn möglich keine freien karten auf trun und river hohe blinds: tightes image nutzen !!! mit premiumhänden auch schon mal all-in gegen smallstacks riskieren. erst hier fange ich mit bluffs meist abernur semibluffs an. d.h. wenn ich nur einen oder max 2 gegner mit postition habe oder manchmal auch je nach situation und flop aus erster position auch hier wieder all-in auf dem flop. die smallstacks sehen nun mein image, und wollen kein all-in gegen mich riskieren. da spielen die karten dann eher die kleinere rolle. headsup /hohe blinds: wenn die hand schlecht ist gebe ich den SB auf. ansonsten raise ich. dem SB nur auffüllen lohnt aus meiner sicht oft nicht. wenn ich im BB bin und der SB auffüllt und die hand halbwegs passt reraise oder all-in. hier hast du dann das problem, dass du trotzdem mal die bessere starthand am river verlierst. poker halt. ein wenig glück gehört dazu. wenn du chipleader bist, dann kann man das auch aussitzen ;) generell: wenn ich chipleader bin, werde ich ab mittleren level auch aggressiver. grundsätzlich ist es aber schwer, die wenig erfahrenen spieler einzuschätzen. wenn keiner auf deine raises respektiert, dann musst du echt vorsichtig werden. klar zahlen die loosen spieler dich irgendwann aus. die frage ist wie schnell ihr die blinds erhöht und ob du die zeit hast, auf gute hände zu warten. die nuts oder schwer zu schlagende hände bringen dir die chips. mit ständigen calls verlierst du deine chips gegen das gelucke in multiway pötten. mir ist noch aufgefallen, dass die leute denken, beim pokern wird viel bzw. muss viel geblufft werden. so werde ich öfter auf einen bluff gesetzt, obwohl ich die nuts habe. das bringt dann die chips. ich selber versuche wie gesagt so gut wie nicht zu bluffen, da zu oft gecallt wird und die gegner selbst ein mittleres pair bei overcard flops nicht aufgeben. never bluff a monkey ;) am ende ist es ja oft shorthandes nl, wo aus meiner sicht schon ein wenig aggressivität gefragt ist. aber vorsichtig bleiben. der faktor glück bleibt tortzdem in diesen kurzen sessions. hoffe das hilft ein wenig.
    • BigStack83
      BigStack83
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 6.715
      @Tinsens Strategie: Amen! Hab auch die Erfahrung gemacht, dass sich bluffen bei Anfängern selten lohnt. Durch die vielen family pots verliert man zu oft gegen eigentlich schlechtere Hände. Deswegen spiele ich anfangs auch nur starke Hände und gute Draws. Lieber einige kleine Pötte mitnehmen, die restliche Truppe zerfleischt sich schon von alleine :D Ansonsten halt auch immer auf Tells achten, bei Anfängern kann man sich eigentlich immer auf weak=strong, strong=weak verlassen und die Einordnung in tight und loose müsste auch einfach sein ;) btw: Wenn ich mit Kumpels live Poker, bin ich zu 95% im Heads-Up und gewinne davon bestimmt in 60-70% der Fälle. Es ist echt erstaunlich, welchen Unterschied ein gesundes Halbwissen im Poker ausmachen kann :tongue: