[Non-Poker] krebs

    • FATE86de
      FATE86de
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 796
      heute hab ich erfahren, dass mein bester kumpel krebs hat..
      lymphknotenkrebs..
      er ist 22..

      das zeug wurde zwar bereits rausgeschnitten aber es hat nicht geholfen. diese woche beginnt seine chemo..

      wie verhalte ich mich in dieser situation? soll ich mich so verhalten wie immer oder eher vorsichtig sein, um nichts falsches zu tun/sagen?
      wie soll ich allgemein mit ihm reden? soll ich immer mal darauf eingehen oder das thema einfach verdrängen?
      gibt es irgendetwas aufmunterndes, was ich tun/sagen könnte?
      sollte ich ihm erzählen, was ich in seiner situation tun würde? das wär doch völlig überheblich, ich kanns doch absolut nicht nachvollziehen..
      soll ich vielleicht so tun, als ob ich nichts davon wüsste? (nicht er hats mir verraten, sondern seine schwester), das würde aber absolut nicht mehr gehen, wenn die chemotherapie deutlich sichtbar wird...

      ich kann mir absolut nicht vorstellen wie ich mich verhalten soll, wenn ich sehe, dass er eingeht und niemand was dagegen tun kann.


      soll ich ihm vielleicht geschichten und videos wie dieses hier zeigen?


      "Preformed by a German known as "the trainrider". Before he died from leukemia, he enjoyed the last year of his life by surfing on trains."





      was würdet ihr tun?
  • 13 Antworten
    • Kapusta
      Kapusta
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 1.952



      Edit by funmaker

      Hallo Kapusta!

      Bitte kein Spam hier. Wenn man in der Sorgenhotline nicht an der Lösung eines Problems mithelfen möchte, sollte man sich zurückhalten. Bitte beherzige unsere Forenregeln zukünftig, um weitere Fehltritte zu
      vermeiden.

      Zu den
      Forenregeln


      Vielen Dank für dein Verständnis,
      funmaker


      edith .. das video ist nice
    • almboa
      almboa
      Bronze
      Dabei seit: 12.12.2006 Beiträge: 668
      schöne scheiße X(

      ich würde mich so normal wie nur irgendwie möglich verhalten.

      sprech ihn relativ schnell drauf an, dann wirst schon merken, ob er n gespräch braucht oder ob er das mit sich selber klärt. sei einfach für ihn da!

      wie ihr mit der situation umgeht, wird er lenken. der eine könnte da stundenlang drüber reden, der andere nimmts einfach so hin und macht "ganz normal" weiter.

      was tu tun würdest, weißt du gar nicht ;) also lass das lieber erstmal sein!


      alles gute euch allen!
    • SMooF
      SMooF
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 120
      da du wirklich sehr besorgt und betroffen scheinst sollst du von mir auch eine (evtl.) brauchbare antwort erhalten:

      ich hab durch mein med. studium mit der thematik schon ziemlich viel kontakt gehabt und kann persönlich nur sagen dass Menschen in solch schweren Situationen es einfach als SEHR angenehm empfinden wenn man wirklich normal mit ihnen umgeht...

      dazu gehört für dich allerdings erstmal auch deinem Kumpel zu sagen dass du weisst was sache ist. Inwiefern er dann auf dich zugeht kannst du ihm ja selbst überlassen....

      Der eigentliche punkt ist dass er sich als Mensch und als dein Kumpel an sich ja nicht verändert - er ist nunmal krank, aber dass kann man (evtl.) nicht ändern (wobei es durchaus wirkliche Heilungschancen bei sog. Lymphomen gibt).
      Also bleib einfach normal und vor allem ehrlich ihm gegenüber. Wenn dich seine Krankheit und was mit ihm passiert interessiert, frag einfach nach und wenn er nicht antworten oder drauf eingehn will akzeptiere das einfach.

      Der größte Fehler den du im Prinzip machen kannst ist ihn nun als "anders" zu sehen und dich auch so zu benehmen.... denn das ist einfach nicht der Fall. Sei ihm ein guter Freund und mach einfach den gleichen Scheiss mit ihm wie sonst auch (insofern das möglich ist).

      Alles gute für euch beide!
    • SlowMoOnTheRun
      SlowMoOnTheRun
      Bronze
      Dabei seit: 08.05.2008 Beiträge: 304
      Original von FATE86de
      wie verhalte ich mich in dieser situation?
      Frag doch ihn!


      Vor fünf Jahren hat mein bester Freund an meiner Tür geklingelt und mir auf der Matte mit umständlichen Umschreibungen erklärt, dass man bei ihm Lungenkrebs festgestellt hat. 26, Nichtraucher, sehr guter Sportler. Und jetzt?

      Bis zu dem Tag war er immer ein harter Knochen, hat's nicht leicht gehabt und hat um sein Leben zu verbessern immer sehr viel gelernt und gearbeitet (wirklich fast rund um die Uhr) und sich nie beklagt. Ich hab kein Wort bei ihm darüber verloren. Ich war jedoch auch nicht sicher. Aber weil ich halt schon wissen wollte, wie es ihm geht, hab ich ihn manchmal halt doch gefragt (nach Veränderungen, Neuiigkeiten). Und dann hat er auch ein wenig erzählt, z. Bsp. wenn er mal wieder zur Behandlung war, und ihm die Ärzte gesagt hätten, dass sie bisher noch keinen so guten Heilungsprozess wie bei ihm beobachtet haben. Und ich glaube letztes Jahr war es, als er mir dann gesagt hat, dass er nochmal bei anderen Ärzten war, und die konnten keinen Hinweis auf Krebs mehr feststellen. Aber sogar das hab ich erst erfahren, als ich ihn nochmal fragte.

      Wenn Du Dir unsicher bist, frag doch ihn! Einmal reicht. Dann wird er Dir sagen, wie er sich vorstellt damit umzugehen, auch wenn's nur ein: "Ich will nicht mehr drüber reden, ok?!" ist. Aber vielleicht will er ja. Er wird es Dir sagen, und so macht Ihr's dann. Ich wünsch ihm / Euch (Eurer Freundschaft) auf jeden Fall alles gute.
    • PhAAnTi
      PhAAnTi
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2009 Beiträge: 973
      Original von Kapusta
      xxx edit by funmaker

      edith .. das video ist nice
      omg ?
      lass doch da mal so kack posts weg.
      Er kann uns doch nach unserer Meinung fragen.
      Ich würde ihn aufjedenfall oft besuchen und ablenken,was schönes unternehmen etc.
      Hoffen wir ,dass die Chemo ansetzt.

      Lg
    • Malvania
      Malvania
      Bronze
      Dabei seit: 01.10.2008 Beiträge: 349
      The leader of the crew who calls himself "the trainrider" famously surfed the InterCityExpress, the fastest train in Germany. An internet video claimed that he died a year later from an incurable form of leukemia, but later "the trainrider" exposed in an interview of Sat1 Akte 08 this video was made by a fan and the story was a hoax.


      @topic

      warum solltest du dich jetzt auf einmal anders verhalten als vorher?
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Hallo FATE86de!

      Ich würde zu ihm gehen und mit ihm ganz offen darüber sprechen, wie er mit der Situation umgehen will und das du für ihn da bist, wenn er dich braucht und du ihn unterstütz, wo immer du kannst.

      Der Kampf gegen den Krebs ist kein Tabuthema, sondern etwas, was auf viele zukommt, wenn auch meist erst in späteren Jahren. Mach ihm Mut und sei an seiner Seite, egal was passiert.

      Gruß
      funmaker
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo!

      Ich habe Krebs. Der Tumor ist raus und ich habe die erste Runde Chemo durch. Am Montag beginnt die zweite. Danach bin ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit geheilt.

      Die Reaktionen aus meiner Familie und von meinen Freunden und Kollegen haben mir sehr geholfen. Allerdings hat sich auch Spreu vom Weizen getrennt.

      Zu deiner Frage: Mir hat es gut getan, dass die Menschen in meiner Umgebung mich auf ganz verschiedene Weise ihrer Freundschaft und ihrer Unterstützung versichert haben. Ein befreundeter Arzt hat mich im Krankenhaus besucht und mir gezeigt, wo ich im Internet an Material komme. Ein anderer Freund hat mich überraschend besucht und mir ein Buch mitgebracht. Kollegen haben mir Bücher geschenkt. Verwandte haben telefoniert oder gemailt. Nachbarn habe mit uns ein Glas Wein getrunken. Meiner Frau und meiner Familie ist von verschiedener Seite Hilfe angeboten worden. Jeder nach seiner Art und seinen Möglichkeiten.

      Krebs ist halt eine sehr angstbesetzte Krankheit. Das liegt daran, dass man ihn lange Zeit nicht sieht oder spürt, also ein unsichtbarer Gegner. Das liegt auch daran, dass die Behandlung oft langwierig und kräfteraubend ist. Es gibt aber oft auch gute Heilungschancen, und wenn er denn wirklich weg ist, dann ist er auch weg.

      Mir persönlich (ich weiß, man kann es sich nicht aussuchen!) ist meine Krankheit jedenfalls lieber als der Herzinfarkt, den ein Freund schon mit unter vierzig Jahren bekommen hat und der doch sein ganzes Leben seither beeinträchtigt.

      Ich an deiner Stelle würde so offen mit ihm umgehen, wie es möglich ist und wie er es möchte. Also schon deine Betroffenheit zeigen (alles andere wäre doch gekünstelt und unglaubwürdig!). Hilfe und Unterstützung anbieten. Was und wie viel er erzählen möchte, ihm überlassen. Also signalisieren: ich bin da, aber ich möchte mich nicht aufdrängen.
    • BadBirgit
      BadBirgit
      Bronze
      Dabei seit: 11.11.2008 Beiträge: 99
      Oh mann das tut mir leid...

      habe/hatte ein ähnliches Problem: Meine erste richtige Freundin hat mit 19 Darmkrebs bekommen und es mir eines nachts mitgeteilt als sie schon einen neuen freund hatte und ich noch sehr an ihr hing-was ich eigentlich immer noch tue 8 Jahre später...naja seitdem ich das weiß mach ich mir natürlich sehr viele sorgen und es geht mir scheiße...und ich habe mich bis heute nicht fragen trauen was eig mit ihr los ist, wie es ihr geht...vor fünf jahren hat sie gesagt sie hätte noch 3 zu leben...bin so froh das es sie noch gibt aber auch keine ahnung wie ich damit umgehen soll...naja gerne tipps
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.386
      Sry habe nicht alles gelesen, da ich leider viel zu schnell mich in sowas reinsteigere. Aber nur als Information gedacht. Lymphknotenkrebs ist eine Krebsart bei jungen Menschen die sehr gut heilbar ist. Ich kenne auch eine MitStudentin die diesen Krebs hinterm Ohr irgendwo hatte. Auch bei ihr ists mit Chemo und OP gut ausgegangen. Wichtig in solchen Situationen ist immer wieder positiv denken und hoffen und Beiträge lesen die positiv enden. Und genau da kannst Du ansetzen, drucke positive Berichte aus, wie gut es heilbar ist usw.

      Ja nicht zu viel Mitleid usw. (natürlich auch nicht kalt sein) aber versuche ihm positive Gefühle zu vermittlen mit positiven Nachrichten/Berichten/Informationen, das ist auf jeden Fall etwas was man tun kann.

      Viel Erfolg
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      wie heisst denn das lied in der Mitte des videos?

      p.s. das video is nen fake
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      sick, wie schnell man sowas als junger, gesunder mensch bekommen kann.
      wüsste auch nicht, wie ich damit umgehen würden, wäre mein bester freund daran erkrankt. versuche, ihn so "normal" wie möglich zu behandeln, ist denke ich gut. ansonsten offen mit ihm reden, wie er das handhaben möcht.

      wünsche euch viel glück, finde sowas nur traurig :(

      es zeigt einem aber auch, dass man jeden tag und jeden augenblick versuchen sollte, so gut wie möglich zu genießen und zu leben.
    • Mornorak
      Mornorak
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2008 Beiträge: 368
      Hallo,
      wir haben zum Jahresbeginn einen jungen Kollegen zu Grabe getragen. Auch er hatte diese Krebsart. Binnen rund sechs Monaten war bei ihm die Sache nach Operation und mehreren Chemos leider nicht gut ausgegangen. Wir haben uns bemüht ihn so normal wie möglich zu behandeln. Dazu gehörte dann auch vorsichtig anzuklopfen und zu testen ob er über die Krankheit reden möchte.
      Hat Dein Kumpel Familie? Wenn ja, dann braucht auch die eine gewisse Aufmerksamkeit. Insbesondere finanziell kann es schnell zu Problemen kommen, wenn er nur noch Krankengeld bekommt.

      Wünsche Deinem Kumpel toi toi toi!!!
      Kannst ihm ja sagen, dass ihm hier in der Community viele die Daumen halten!