Wie an ein "kill" game adapten?

    • Bunkerer
      Bunkerer
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 2.077
      Ich spiel grad häufiger in einem live game mit kill. D.h. wenn man 2 mal hintereinander eine Hand gewinnt muss man den doppelten BB blind posten in der nächsten Hand. Das spiel ist dann auch anstatt $15/30, $30/60.

      Dass das ein Nachteil ist steht ja außer Frage. Ich würde jetzt gerne wissen wie ich daran am besten adapte.
      - Würdet ihr tighter spielen Preflop wenn ihr die letzte Hand gewonnen habt? Wenn ja wie tight? Z.b. in MP3 anstatt K9s nur noch KTs oder gar KJs openraisen?
      - Würdet ihr Postflop wenn ihr z.B. nen Gutshot habt und PotOdds von 11:1 bekommt eher folden auch wenn ihr euch noch Implieds gebt? Wenn ja, wo ist die Grenze, sprich wie siehts bei PotOdds von 12:1 aus?


      Wie siehts aus wenn ein anderer Spieler den doppelten BB posten musste? Wieviel looser würdet ihr openraisen?
  • 5 Antworten
    • ThisRiverIsWild
      ThisRiverIsWild
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2008 Beiträge: 2.159
      Wenn du Varianz vermeiden willst dann spiele halt tighter und wenn du drauf stehst wie immer. Die samplesize wird halt winzig für diese Blindstufe daher würd ich wohl einfach tighter werden.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Heißt Hand gewinnen auch das du openraist und alle preflop folden ?
      Wenn das der Fall ist müsstest du schon um einiges tighter werden , da ein erfolgreicher steal dann ja plötzlich hart -ev wird .
    • Buck1308
      Buck1308
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 132
      Original von Bunkerer
      Dass das ein Nachteil ist steht ja außer Frage.
      Ich kenne diese Spielvariante nicht und deswegen mal eine blöde Frage.
      Wenn es ein Nachteil ist, wieso spielt man es denn überhaupt?
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Wenn jemand den Kill postet, solltest du definitiv looser raisen. Welche Hände kommt darauf an wie sehr die anderen Spieler adapten und wieviele Spieler noch nach dir kommen. In einem live Game wirst du sowieso nicht zu viel Foldequity haben, daher sollte deine Starthand schon gut sein und auch multiway tauglich.

      Ansonsten würde ich nach einer gewonnen Hand tighter werden. Besonders preflop, da es nur wenige Hände gibt, die einen hohen EV haben. Und beim Kill liegt dein EV je nach Position villeicht bei -0,25 Big Bets. D. h. um nach einer gewonnen Hand in den Pot einzusteigen, brauchst du eine Hand mit EV > 0,25 BB, was schon eine starke Hand 88+, AK, AQs sein sollte. In early Position entsprechend tighter.

      Wenn es dir mehr um den Spaß geht und darum die Runde etwas aufzulockern, ist es natürlich etwas anderes. So ein Kill kann schon dazu führen, dass der gesamte Table sehr loose wird und longterm wird aus der -EV Entscheidung ganz schnell +EV.
    • Bunkerer
      Bunkerer
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 2.077
      sry, dass ich solange nicht geschrieben hab, hab im Moment kein Internet.


      Original von Buck1308
      Original von Bunkerer
      Dass das ein Nachteil ist steht ja außer Frage.
      Ich kenne diese Spielvariante nicht und deswegen mal eine blöde Frage.
      Wenn es ein Nachteil ist, wieso spielt man es denn überhaupt?
      Es ist ein Nachteil wenn man den kill Button hat und den doppelten BB posten muss, dadurch dass das aber jedem passieren kann ist es egal, bzw. sogar ein Vorteil da die meisten Spieler nicht adapten und loosere Spieler den kill öfter bekommen weil sie mehr Pötte gewinnen.


      Danke für deinen post kombi. Ich hab die Erfahrung gemacht dass, der der den kill posten muss diesen nach einem raise zu 90% defendet. Die meisten anderen Spieler sind aber bisschen tighter (wahrscheinlich scared money) und es wird auch weniger gedreibettet. D.h. es kommt meist zu 3-way Pötten oder HU Situationen. Demnach kann ich bisschen looser als nach dem ORC spielen oder?