Poker als Beruf??

    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      Hallo Ihr!

      Ich hätt da mal die ein oder andere Frage zu dem Thema... Mein Freund, der nun auch schon länger und auch schon länger erfolgreich online pokert, hat nun seit einiger Zeit die Idee, das quasi als Hauptberuf auszuüben und seinen eigentlichen Job aufzugeben. Klingt für jeden Nicht-Pokerer erstmal ganz schön.. naja.. dumm! Aber ich hab ja nun die letzten Monate gesehen, dass es -rein finanziell- anscheinend machbar wäre.

      Und trotzdem - wahrscheinlich weil ich ne Frau bin - hab ich da die ein oder anderen Bedenken. Ich hab natürlich ein klein wenig Angst, dass der große Downswing kommt..und bleibt... was dann? So einfach wieder einsteigen in die Berufswelt ist ja - gerade im Moment - nicht unbedint so easy... Wie sähe das aus mit Steuern zahlen und Legalität des Ganzen? Ich glaub das ist meine größte Angst wenn ich ehrllich bin...

      Für mich ist eigentlich klar, dass ich meinen Freund da unterstütze...ich wusste von Anfang an von seiner "Leidenschaft" zum Poker, und es ist jetzt auch nciht so, als würde ich davon nicht profitieren ^^
      aber trotzdem möchte ich mich da vorher mal ein bisschen umhören. Kennt Ihr Leute, die das so handhaben? Wäre es vielleicht klug, dabei irgendwie n Fernstudium oder so macht, damit man irgendne Tätigkeit vorweisen kann?!

      Fragen über Fragen... gibt es vielleicht Leute unter Euch, die nur vom Poker leben? Wie "riskant" schätzt Ihr das ein?

      Ich bin gespannt und freu mich jetzt schon auf Antworten...
      Greetz!
  • 67 Antworten
    • kronenbourg
      kronenbourg
      Black
      Dabei seit: 30.01.2006 Beiträge: 6.489
      Hast ja lange mit deinem ersten Beitrag gewartet. Als Willkommensgruß lege ich Dir die Suchfunktion ans Herz.
    • knallfrosch82
      knallfrosch82
      Bronze
      Dabei seit: 18.09.2008 Beiträge: 1.543
      wär ma gut zu wissen was dein werter freund so bufft
      wenn er 10 dollar sngs spielt würd ich ihm vorschlagen es zu lassen
    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      über die 10 dollar sng´s ist er hinaus...

      also allein das wöchentliche rakeback würde reichen, um uns gut ernähren zu können denk ich ;)
      dass das rein rechnerisch funktionieren würde, bezweifle ich nicht... mir macht halt eher sorge, wie man das nach außen hin, sprich den ämtern etc. verkaufen kann....

      ?
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Ich denke das is schon gut möglich. Allein in der Community hier wirds wohl einige geben die locker ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ich würd sogar behaupten wenn man nich so große Ansprüche hat könnten noch viel mehr hier davon leben.

      Alles in allem hängts wohl davon ab was er an Reserven hat, wenn er gutes BRM fährt wird die Chance bei nem Downswing broke zu gehen wohl auch relativ gering sein.

      Mein Rat, spiel doch selber auch Poker, dann habt ihr doppeltes Einkommen :D
    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      OKAY!
      1. Jungs, ihr müsst dringend Deutsch und in ganzen Sätzen mit mir sprechen! Eure ganzen Abkürzungen bringen mich nicht weiter ^^
      2. ähm, ich spiel selber poker, aber..naja, mehr zum spaß, und sehr diszipliniert bin ich nciht wirklich ;) (außerdem mag ich meinen job - im gegensatz zu meinem freund)
      3. wenns also finanziell klappen kann wie ist es dann mit dem recht und so? wie machen das denn die leute die "nur" pokern?
    • NikisOmi
      NikisOmi
      Global
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 347
      Lies mal alle 77 Seiten hier: Pokerpro mit Low-Stake möglich?

      Kind, heirate ja keinen Pokerpro!

      :(
    • MastaEm
      MastaEm
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2008 Beiträge: 852
      Wer sagt den, dass er ein Lowroller is??
    • sarc
      sarc
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 06.06.2008 Beiträge: 12.194
      mir macht halt eher sorge, wie man das nach außen hin, sprich den ämtern etc. verkaufen kann....
      Man könnte sich beispielsweise als Flirtcoach ausgeben. Natürlich ist man da sehr auf Diskretion seiner Kunden gegenüber bedacht.

      Allerdings sollte dein Freund dann ein möglichst fieses Bild von sich zur Verfügung haben, auf dass nur keiner auf die Idee kommt, ihn tatsächlich zu buchen.
    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      jetzt fangt ihr schon wieder an in geheimsprache zu reden... ;)

      ich hab mir zumindest die letzten Seiten von dem Thread mal durchgelesen... jetzt bin ich herrlich verwirrt! im grunde ist es also nich so richtig legal, aber irgendwie interessiert es auch niemanden was er da macht und woher das geld kommt?

      @nikisoma
      noch ist weder das eine noch das andere konkret geplant :)
    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      @ sarc

      die idee find ich geil ;)
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Die Idee ist viel zu kompliziert. Gib dich als Pokercoach, Pokervideoproduzent und Pokerartikelschreiber aus.
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      Original von MastaEm
      Wer sagt den, dass er ein Lowroller is??
      das wöchentliche rakeback reicht nur zum ernähren -> nicht mehr als low limit spieler ;)

      liebschn, ich sag mal, wie ich es bei mri selbst halten würde: bevor das wöchentliche rakeback nicht für die fixkosten für den ganzen monat reicht käme ich nicht auf die idee einen normal bezahlten job dafür zu opfern. wobei ich zusätzlich auswandern würde, was die moantlichen kosten stark senken würde. außerdem müsste schon mindestens ein sechsstelliger betrag als background (brankroll unabhängig) da sein, damit man nie aufgrund von existenzängsten ein schlechtes spiel abliefert.

      in den letzten 9000 händen (meine letzten zwei wochen) ging es für mich z.b. wieder 300BB runter, was einem durchschnittsmonats gehalt entspräche - da hat man einfach keinen bock viel zu spielen und muss abschalten. wenn man dann aber keine andere wahl hat als weiterzuspielen kanns schonmal böse bergab gehen.
    • Liebschn
      Liebschn
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 7
      hm...

      auswandern... das fänd ich jetzt n bisschen krass.. ich weiß nicht ob ich mir das für mich vorstellen könnte, zum jetzigen zeitpunkt.
      da wir zusammen wohnen, sind die monatlichen fixkosten auf jeden fall gedeckt, zumal die miete zum beispiel von meinem konto abgeht. aber du hast natürlich recht.. es sollte ne gewisse sicherheit da sein...
      ich glaube auch, dass man unter einem unheimlichen druck steht, wenn man wirklich für seine existenz "spielt"!

      ach, ich find das wirklich ganz schwer im moment! ich bin eigentlich ein totaler sicherheitsfanatiker... auf der anderen seite - die menschen die auf der guten seite des lebens stehen, haben irgendwann wahrscheinlich auch mal ne ganze menge riskiert.

      was denkt ihr, wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass da wegen steuergeldern/sonstigen behördenkrams irgendwas käme?
    • xclone1098
      xclone1098
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 11
      Original von Liebschn
      ich bin eigentlich ein totaler sicherheitsfanatiker...
      dann dreht sich die tante hier bei dir sicherlich links herum oder?

      http://www.news.com.au/perthnow/story/0,21598,22492511-5005375,00.html
    • Penishaubize
      Penishaubize
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 4.873
      Kommt irgendwie ziemlich darauf an wieviel Geld man so hat. Wenn er beispielsweise 5000$ hat und damit dann halt solide NL100 spielt und man rechnerisch letzendlich auf ne ganz gute Winrate kommt, die zum Leben reicht, würde ich es trotzdem auf keinen Fall machen.

      Dann kommt mal der 30+ Stacks Downswing und man hat nur noch 2000$, wovon man denn auch noch was auscashen muss zum Leben etc....ist glaub ich eher nicht so geil.

      Wenn er allerdings solide Rücklagen hat und selbst in einem heftigen Downswing über ne längere Zeit von seiner Bankroll zehren kann, spricht glaub ich nicht viel dagegen das mal ne Weile zu machen.
    • ForTheLove
      ForTheLove
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2007 Beiträge: 8.063
      So sehe ich das auch. Ist sehr schwer da Ratschläge aus der Ferne zu geben.
      Was genau spielt er und wo ist seine BR ungefähr?

      Ich hatte selber über 50 Stacks für nl100 (und bin mir auch sicher es zu schlagen), aber es ging halt einfach mal in 5k hands 18 Stacks down.
      Und 50 Stacks klingt erstmal ganz solide.

      $5000 als Basis um dafür einen anderen Job zu schmeißen leider gar nicht.
      Versteh mich nicht falsch, ich denke es ist schwachsinn zu sagen "unter $200k würd ich nicht mal dran denken!".

      Ich würde eher sowas sagen wie nl200 über 200k Hands solide geschlagen.
    • Darkie81
      Darkie81
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2008 Beiträge: 1.268
      Ich versteh eines an der ganzen Pokerpro Diskussion (die hier ja immer wieder auftaucht) nicht so ganz: Die Leute die es planen, scheinen ja derzeit gut durch Poker zu verdienen und das neben ihrem Job! Was spricht also dagegen, einfach den Job weiter zu machen und weiterhin nebenher zu pokern?
      Zumal ein Job ja im Normalfall auch nicht nur stupides Geld reinscheffeln sein sollte... Dass man im Job eventuell weniger verdient, als durchs Pokern nebenher is vielleicht ein Anreiz der einen ins Grübeln bringt, aber andererseits biste so sozial abgesichert! Und wie gesagt ich finde ein Job sollte irgendwie einem auch sowas wie Anerkennung geben und einen motivieren... Also ich stells mir ziemlich dröge vor den ganzen Tag zuhause sitzen zu müssen und nur zu pokern. Und wenn dieser Zwang dahinter ist kanns auch ganz schnell nach hinten losgehen (merken ja schon die Lowroller, wenn sie auf Teufel komm raus nen Bonus freispielen wollen oder nen VIP Status halten wollen :-P).

      Daher wäre mein Fazit: Job behalten und nebenher weiterpokern :-) Und wenn er wirklich immernoch Pokerpro werden will, würd ich halt mal 1-2 Jahre nebenher Pokern und die Winnings beiseite schaffen und mir ne Wohnung/Haus oder irgendwas dergleichen kaufen... halt irgendwie Kapital sicher anlegen. Desweiteren wärs mir einfach zu unsicher, wie die Zukunft des Pokerns aussieht, als dass ich mich darauf als einziges Standbein verlassen würde. Und die Argumentation, dass Du arbeiten gehst und die Fixkosten gedeckt seien, würde für mich an deinem Freund seiner Stelle auch nicht zählen, weil was ist wenn doch mal irgendwann Schluss ist und es Scheisse läuft beim Pokern? Zahlste ihm dann immernoch die Fixkosten? :-D
      Wow, soviel wollt ich gar ned schreiben :-P
    • kronenbourg
      kronenbourg
      Black
      Dabei seit: 30.01.2006 Beiträge: 6.489
      Diese ganzen Diskussionen darüber, ob jemand Pokerpro werden soll, sind doch vollkommen nutzlos. Jeder hat andere Vorstellungen vom Leben, der eine braucht mehr Geld, der andere weniger, Sicherheitsdenken bliblablub etc. pp. Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen.
    • Xybb
      Xybb
      Bronze
      Dabei seit: 12.05.2007 Beiträge: 8.134
      Hallo Liebschn,

      ich sehe das wie Darkie81. Es spricht ja auch nichts dagegen seinen Job zu behalten. Das ist sicher und man kann trotzdem sein Pokerpro-Dasein "üben" und schauen ob es klappt, indem man einfach das ganze Geld was man über seine Arbeit verdient nicht anrührt und spart und versucht einfach von dem Pokergeld zu leben. Wenn das sagen wir mal über ein Jahr gut geht und dein Freund immernoch meint seinen Job schmeißen zu wollen, dann kann er das dann auch noch machen, aber mit deutlich größerer Sicherheit auch einfach nur von deinen Verdiensten und seinen Pokerwinnings leben zu können.

      Ansonsten halte ich es auch für eine gute Möglichkeit auch nur Halbtags zu arbeiten. So hat man einen Ausgleich zum Pokern und dazu noch ein gesichertes (zusätzliches) Grundeinkommen.

      Rücklagen halte ich übrigens für enorm wichtig. Es wird immer wieder zu großen Durststrecken kommen und wenn man dann auch noch auscashen muss und nicht einmal mehr eine anständige Bankroll hat, dann kann es eng werden. Da würde ich die üblichen Bankroll-Management Empfehlungen drastisch vervielfachen. Im Grunde muss er in der Lage sein, jeden Monat eine feste Summe auscashen zu können, von der ihr leben könnt, egal ob er sich gerade im Upswing/Downswing befindet.

      Rechtlich kann ich dir da auch nicht weiterhelfen und wie es mit dem Finanzamt aussieht weiß ich leider auch nicht.

      MfG
      Xybb

      PS: Das ist ein ziemlich sensibles Thema, daher möchte ich nur noch kurz klarstellen das das oben Geschriebene nur meine persönliche Meinung ist.