Betsizing OOP<-->IP

    • YoBaByYo
      YoBaByYo
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.040
      Ich les gerade mein 3tes Pokerbuch, und irgendwie werden sich die Autoren bei der Frage nicht so richtig einig:
      Wie passe ich meine Betsize preflop der Position an?

      Anmerkung: Ich schreiben IP und OOP. Das kann man preflop natürlich noch nicht sagen, aber zumindest kann ich vermuten, dass ich aus early position wohl postflop keine Position habe. Wenn ich aus late position raise, bin ich postflop meistens IP.

      Ich passe meine Betsize gar nicht der Position an, sondern raise immer gleich viel!

      Das finde ich nicht die beste Option. Ein Argument dafür ist ja häufig, dass man weniger readable ist, wenn man aber die Betsize der Position und nicht der Hand anpasst ist das natürlich nicht mehr der Fall. Betsizing ist ein wichtiges Instrument des guten NLHE-Spielers, dumm wenn man nicht darauf zurückgreift.

      Ich raise IP weniger als OOP!

      Dafür spricht, dass ich IP meinen Gegnern gegenüber einen Positionsvorteil habe, ich spiele auch schlechtere Hände, und will Gewinne vor allem in späteren Setzrunden machen, wo ich diesen Vorteil nutzen kann.
      OOP nehme ich den Pot gerne auch mal preflop mit, ein höheres Gebot wird weniger Caller finden. Die Spieler die callen, haben weniger spekulative Hände, und somit kann ich ihre Range besser einigrenzen.
      Ein Problem ist, wenn ich aus early position eine 3bet kriege, dann verliere ich falls ich folden muss (was wohl häufiger eintritt, als dass ich weiterspielen kann) mehr Geld.

      Ich raise IP mehr als OOP!

      Hierfür spricht, dass Situationen in denen ich IP bin alles in allem sicherlich profitabler sind, als Situationen in denen ich OOP spiele. IP würde ich also lieber einen etwas größeren Pot spielen. OOP ist mir ein kleinerer Pot lieber, ich will seltener broke gehen.



      Wenn wir die erste Option also mal weglassen, sind die anderen beiden Optionen natürlich exakt das Gegenteil voneinander und irgendwie hört sich die jeweilige Argumentation logisch für mich an.
      Im Handbewertungsforum wird ja eher die Meinung vertreten, OOP mehr zu raisen. Ich habs bis jetzt eher andersherum gehandhabt.

      Wie haltet es ihr damit, und was ist euer Gedankengang dabei?

      MFG Marc
  • 2 Antworten
    • Jensaushamburg
      Jensaushamburg
      Global
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 717
      also ich spiele lieber ip die größeren pötte. allerdings kommt das wohl auch stark auf deinen stil an. bist du ein showdownspieler, der eh nur gute hände durchbringt, willst du natürlich das geld in den pott kommt.
      spielst du viele marginale spots, wären kleinere pötte da sicher vorteilhafter.
      imo
      aber das mögen andere evtl wiederum ganz anders sehen.
      aber wenn ich oop schon mit einer marginalen hand spiele, warum sollte ich dann noch extra den pott größermachen? das würde ja die ganzen pottcontrol aktionen die man oop spielt ad adsurdum führen.
      wenn ich will, das mich keiner oop mit marginalen holdings callt, dann spiel ich die hand eben erst gar nicht. blindstealing ist natürlich nochmal was anderes, aber da bist du dann ja ip.
    • Loosar
      Loosar
      Bronze
      Dabei seit: 31.10.2006 Beiträge: 1.511
      in den ps-artikeln wird ohnehin empfohlen oop höher zu raisen. damit ist aber oop in den blinds gemeint.

      du meinst wohl EP, da man dort oft oop spielt, wenn man gecallt wird.
      fergusson etwa empfiehlt gerade EP weniger hoch zu betten. aber aus anderen überlegungen: die fold-equity aus EP ist natürlicherweise höher und damit jeder höhere bet eine geldverschwendung.

      ich geh mal davon aus, dass sich die argumente für höhere und für niedrigere bets in EP ausgleichen und bette immer gleich hoch, ausnahme blinds. da kommt noch einer druff.