AK gegen sehr tighte Raiser

    • PokerPaulMainz
      PokerPaulMainz
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 10.258
      Ich habe mich heute in 2,3 Situationen gefragt, ob man gegen sehr tighte Openraiser (z.B. 5-6% aus UTG) von der Default-3bet abweichen sollte (sofern die Aussicht besteht, trotzdem Heads-up zu kommen). Spiele SH.

      Evtll. hat sich ja jemand bereits Gedanken zur optimalen Spielweise von AK in solchen Spots gemacht (ich geh mal davon aus!).
  • 6 Antworten
    • castaway
      castaway
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2006 Beiträge: 25.945
      Was genau meinst du mit "wenn die möglichkeit besteht trotdzem HU zu kommen). Dann könnteste das ja nur ausm BB spielen.

      Also ich finde gegen solche Leute (gerade IP) nen Call nicht umbedingt verkehrt
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Gegen 5.7% Range hat AKo/AKs 51.6% =)

      Wenn du nicht 3b pf, sondern ip einfach callst, dann sieht das imho in etwa so aus gegen eine 5.7% Range:

      Vorteile
      - Du kannst KQ, AQ dominieren und deine Hand ist deceptive
      - Du kannst auf A oder K hit von schwächeren Händen (JJ,QQ,TT) oft noch die Conti mitnehmen, die V oop in dich setzen wird, die aber in einem 3b Pot folden wenn du auf A oder K deine "Conti" setzt.
      - Du verlierst weniger BBs wenn du nicht hittest

      Nachteile
      - Hittest du nicht, hast du keine Chance ohne Ini den Pot per Conti mitzunehmen
      - Du lässt die Blinds möglicherweise im Pot und kommst MW
      - Hittest du, wirst du von vielen Händen spätestens ab Turn keine Value mehr bekommen, die PF deine 3b gecallt hätten
      - Du hast keine Info über die tatsächliche Stärke von Vs hand und je nach Hit kann es gegen AA oder KK sehr teuer werden (z.B. AK vs AA auf K74 Flop - ok, das ist auch reraised der Fall, sofern V nicht shipt)
    • mcpott
      mcpott
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 374
      Original von torytrae
      Gegen 5.7% Range hat AKo/AKs 51.6% =)

      Wenn du nicht 3b pf, sondern ip einfach callst, dann sieht das imho in etwa so aus gegen eine 5.7% Range:

      Vorteile
      - Du kannst KQ, AQ dominieren und deine Hand ist deceptive
      - Du kannst auf A oder K hit von schwächeren Händen (JJ,QQ,TT) oft noch die Conti mitnehmen, die V oop in dich setzen wird, die aber in einem 3b Pot folden wenn du auf A oder K deine "Conti" setzt.
      - Du verlierst weniger BBs wenn du nicht hittest

      Nachteile
      - Hittest du nicht, hast du keine Chance ohne Ini den Pot per Conti mitzunehmen
      - Du lässt die Blinds möglicherweise im Pot und kommst MW
      - Hittest du, wirst du von vielen Händen spätestens ab Turn keine Value mehr bekommen, die PF deine 3b gecallt hätten
      - Du hast keine Info über die tatsächliche Stärke von Vs hand und je nach Hit kann es gegen AA oder KK sehr teuer werden (z.B. AK vs AA auf K74 Flop - ok, das ist auch reraised der Fall, sofern V nicht shipt)
      sehe ich ähnlich, außer dass der seht tighte V wohl kaum KQ aus UTG raist ;)

      Sonst würd ich auch bei nur dem init raiser IP callen, OOP evtl. doch lieber reraisen weils auch einfach mega stark aussieht und er noch oft was wegfoldet. Bei einem oder zwei CC würd ich definitiv squeezen!
    • Nussknacker
      Nussknacker
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 16.276
      in dem Spot ist call PF ne gute Option.
      Muss man halt bissl Postflop spielen und in MWP Pots OOP ohne Ini kommt man schonmal in schwierigere Spots.

      Tests einfach aus ;)
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      Original von torytrae
      Gegen 5.7% Range hat AKo/AKs 51.6% =)
      Wenn jemand einen PFR von 6 auf eine gute Samplesize hat dann raised er aus Utg aber nicht seine kompletten 6% sonder eher nur ~2-4%(je nach Spieler) ;)

      edit: sry hab die PFR werte beziehen sich ja auf die Utg pos, dann passts =)

      lg
    • feanor1980
      feanor1980
      Black
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.349
      Gegen sehr tighte Gegner lässt sich AK durchaus manchmal nur callen... Aber selbst gegen sehr tighte Openraisingranges hat man meist >50% EQ. Daher ist 3bet imo nie verkehrt mit AK.
      Die Frage ist mit was Villain Openraist und wie hoch sein Fold to 3bet Wert ist. Da AK um am SD zu bestehen gegen tighten Villain meistens hitten muss, lebt diese Hand auch von ihrer FE! Geht der Fold to 3bet Wert von Villain gegen 0 (da er wirklich nur TT+, AQ+ raist), dann kann man die 3bet gut weglassen und auf Hitting-Value callen.
      Das gute an so kleinen Openraisingranges ist dass du diese sehr genau einschränken kannst. Manche Villains haben eine Vorliebe für AJ+ und andere für JJ+. Je nachdem welche Vorlieben Villain hat, wird dann Pre darauf reagiert...

      Hatte mal einen Gegner der hatte 65/1 auf mehreren Hundert Händen, konnte seine Openraisingrange ziemlich exakt auf QQ+ festlegen, habe daher HU any2 gecallt (EQ gegen diese range ist ja mit any2 immerhin 16%), da er seine Hand nicht mehr weglegen konnte, hatte ich gigantische implieds. Konnte ihn so einmal mit 42o und nocheinmal mit einer Ähnlich schlechten Hand Stacken. Ein anderes mal floppe ich 2Pair mit J9s und calle ihn bis zum River down, dort Pairt sich dass Board mit einer weiteren 2 - habe dann wegen 15bb in einem >100bb Pot gefoldet und er zeigt mir AA...

      Was ich damit sagen will je tighter Villainsrange ist und je genauer man Villains Vorlieben kennt desto besser kann man einfach (und loser) nur callen, da Villain mit seiner Starken Hand oft nicht los lassen kann und wir perfekt gegen eine uns dominierende Range spielen können...