Aussagekraft von Stats und Postflop EV?

    • Outbreaker5832
      Outbreaker5832
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2008 Beiträge: 8.339
      Hey,

      ich habe 2 Fragen:

      1. Ab welcher Samplesize sind Stats wirklich aussagekrääftig? Bei 200 Händen kann man ja nicht sagen, dass Vilian wirklich z.b. 5 % aus UTG Openraised. Aber welcher SS kann man es zumindest ziemlich gut einschätzen? Genauso bei Steal Situationen. Ab wie vielen Steals kann man ungefähr die Range nur nach Stats abschätzen.

      2. Ist der Postflop EV beim Hm überhaupt für SSS Spieler aussagekrätig? Wenn ich zum Beispiel AA hab und Vilian callt mein Raise mit 55. Am Flop liegt 5xx. Da ist er dann logischerweise vorne, aber er hat ja mit dem PreCall schon Verlust gemacht. Wenn ich dann resucke, dann geht der EV runter und Winnigs hoch. Obwohl ich ja Pre 80/20 vorne war. ;) Also zählt für euch EV überhaupt oder nur die "normalen" winnings? :D
  • 12 Antworten
    • Akiron
      Akiron
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2007 Beiträge: 92
      Die "einfacheren" stats wie vpip und pfr werden ab ~1k händen schon relativ genau.
      Sachen wie fold to turn cbet oder sonstige späße brauchen ne sehr große samplesize um wirklich aussagekräftig zu werden..

      Und der HEM EV sollte imo höchstens als ungefähre richtlinie gesehen werden. Eben aus den gründen die du genannt hast (pf KK gegen AA shippen ist halt hart -EV, aber die entscheidung selbst wird meistens richtig sein ;> )
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      ich würd sagen alle stats brauchen die gleiche samplesize um aussagekräftig zu werden ;)

      nur treten manche situationen halt häufiger auf als andere und erreichen "ihre" samplesize schneller
    • Cyberisda
      Cyberisda
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 1.517
      Original von IngolPoker
      ich würd sagen alle stats brauchen die gleiche samplesize um aussagekräftig zu werden ;)

      nur treten manche situationen halt häufiger auf als andere und erreichen "ihre" samplesize schneller
      du wiedersprichst dir hier doch?
      VPiP und PFR kann man schon gut nach 250 Händen bewerten.Foldto3B wohl eher nicht.

      Also alle stats auf die gleiche Sampezise != aussagekräftig
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      250 gespielte hände sind halt nicht 250 situationen für den wert fold to 3bet
    • Cyberisda
      Cyberisda
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2007 Beiträge: 1.517
      Original von IngolPoker
      250 gespielte hände sind halt nicht 250 situationen für den wert fold to 3bet
      kk got it

      damit hier aber nicht nur gespamt wird sage ich jetzt mal das man mit 200 Händen schon etwas brauchbares über VPiP und PFR Aussagen kann.Rest braucht da schon ne mehr gespielte Hände.

      Filter doch einfach mal deine eigene Hände auf x Hände und erhöhe es Schrittweise.

      Dann immer mit deinen Overall Stats vergleichen und gucken welcher Wert bei wieviele Händen sich angleicht.
    • Pokermage2008
      Pokermage2008
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 6.784
      der wichtigste wert gegen fische lässt auch schnell ne tendenz erkennen^^

      Limp/fold wert xDD gaaaaanz wichtig und wenn einer 3 mal hintereinander Limp/fold spielt, lässt sich schon ne tendenz erkennen
    • Akiron
      Akiron
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2007 Beiträge: 92
      Original von IngolPoker
      ich würd sagen alle stats brauchen die gleiche samplesize um aussagekräftig zu werden ;)

      nur treten manche situationen halt häufiger auf als andere und erreichen "ihre" samplesize schneller

      genau das wollte ich sagen!
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      Ich würde auch mal wagen zu behaupten, dass man eine grössere Samplesize braucht, je weiter die werte von 50% weg liegen.

      Ohne Beweis. :P
    • graceyy
      graceyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.10.2008 Beiträge: 69
      Jep... stimmt... dr mindtrap!

      Nicht nur die selbe samplesize ist wichtig sondern auch die prozentuale größe, da das die varianz bestimmt. Es gibt online sicher ein Tafelwerk der Stochastik .. das erspart uns die Beweise und Rechnungen... oder eben ihr habt Kontakt zu dem kleinen Iraker Jungen der die Gleichhung gelöst hat.

      Es ist aber auch logisch... wenn der erwartete Wert 3 von 100 ist reicht ein einziger neuer Raise wert um prozentual die Statistik stark zu verfälschen... bei einem Erwartungswert von 50 von 100... ist ein weiterer "Treffer" also ein 51 von 100.. nahezu unwichtig....

      Zu Outbreakers frage...

      Ein PFR wert aus UTG braucht 10x eine höhere Samplesize wie die Samplesize des gesamt PFR falls du 10 handed spielst, um die selbe Varianz zu gewährleisten
    • Outbreaker5832
      Outbreaker5832
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2008 Beiträge: 8.339
      Gibts darüber was genaueres? Also einen Artikel im Internet, der die ganze Thematik genauer erläutert.
    • DrMindtrap
      DrMindtrap
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 2.914
      Original von graceyy
      Jep... stimmt... dr mindtrap!
      Ich weiss :D
      Danke, dass du zumindest nen Teil der Begründung aufschreibst für die ich zu faul war :D

      Original von graceyy
      Ein PFR wert aus UTG braucht 10x eine höhere Samplesize wie die Samplesize des gesamt PFR falls du 10 handed spielst, um die selbe Varianz zu gewährleisten
      Wenn wir unser zuvor genanntes Argument beachten sogar noch eine etwas höhere Samplesize, da der PFR aus UTG (normalerweise) der kleinste ist :P
    • graceyy
      graceyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.10.2008 Beiträge: 69
      naaaaja sagen wir es so.... man kann berechnen um wieviel wir bei ner bestimmten samplesize wir mit welcher warscheinlichkeit in einem bestimmten pfr bereich liegen...


      http://lernportal.ziemke-koeln.de/mathematik/gk13/tabellen/tab_kumbin_n10_20_50_100.pdf

      da haste ein beispiel wie dieses tafelwerk aussieht! das vollstaendige gibts im handel fuer 1-2 Euro

      Das ding funktioniert folgendermassen.... du hast eine samplesize n, eine warscheinlichkeit p und eine anzahl von hits also samples k die zutreffen das kann z.B auch ne range sein also k= 4,5,6 (zusammenzaehlen). dann kannst du in der tabelle ablesen welche irrtumswarscheinlichkeit du hast.... man sieht also es ist

      a) von der samplesize
      b) von der rellen pfr
      c) von dem samplesize pfr

      abhängig wieviel % wir daneben liegen...


      so die frage ist nun wie kann man das gebrauchen?
      man setzt sich eine grenze um wieviel prozent man max. danebenliegen will und um wieviel die range abweichen kann (k).
      dann berechnet man n daraus (rückschlüssig) und weiss

      Ich brauch n haende um mir mit x prozent sicher zu sein dass ich um maximal y prozent vom erwarteten wert danebenliege