Poker, Varianz+ Aktien

    • Scidderz
      Scidderz
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 314
      Hallo,
      an dieser Stelle möchte ich folgende Diskussion eröffnen:

      Viele Anfänger bzw. Fortgeschrittene Spieler werden an einem bestimmtem Limit merken, dass sie nicht weiterkommen. Ob das pokertechnische, psychologische oder einfach "keine lust" Gründe hat, wie auch immer.
      Jeder stellt sich dann die Frage: Sollte ich weitermachen?= Ist es denn wirklich möglich damit Geld zu verdienen wie es hier einige User vorgemacht haben?

      Meiner Meinung ist es nicht wirklich möglich mit Poker Geld zu verdienen. Ihr müsst dabei folgende Faktoren mit beachten: Wirklich Geld verdienen fängt mindestens ab dem Limit 5/10 an im Fixed Limit und ich würde sagen ab Nl200/400 im No Limit. Das härteste Problem haben die meisten User darin, bis dahin überhaupt zu kommen. Pokerstrategy empfiehlt dafür ein strenges brm, coaching, strategieartikel usw.. Letztendlich nützt das alles nichts wenn eure Gegner noch besser sind.

      Nehmen wir mal an: Ein User betreibt aggressives BRM von 150-200bb für Fixed Limit Shorthanded auf dem Limit 0.25/0.50 , da er denkt , er kann das Limit locker schlagen wie es zum Beispiel kobeyard vorgemacht hat. Irgendwann wird er aber merken, wenn er nicht gerade eine starke glückliche Phase hatte, dass es auch mal 100xbb runtergehen kann. Nach 2 solchen minustagen kann er dann komplett ohne bankroll und somit ohne pokerkapital dastehen und muss deshalb geld leihen oder neu einzahlen. Beides sind meiner Meinung nach 2 nicht empfehlenswerte Möglichkeiten.

      Nehmen wir mal an: Ein User betreibt normales BRM von rund 400-500bb auf dem selbem Limit. Natürlich hat er länger Zeit um sich auf dem Limit zu halten oder zu überleben. Aber es bringt ihm auch nix wenn er keine außerordentliche hohe Winrate hat(also entweder Upswing oder sehr talentiert) oder sich mit Bonusen wie Rakeback,Fpps usw. übers Wasser hält. Es ist aber nicht das Ziel beim Pokern sich mit Bonusen übers Wasser zu halten, denn die Verluste wenn ihr schlechtes Poker spielt werden noch viel größer sein, als die Bonuse es wert sind. Ihr könntet dann höchstens break even spielen, was aber auch minus -ev wäre, denn die wichtigste Komponente nämlich Zeit ginge verloren.

      Ich lasse mal das 3te Beispiel mit dem 700-1000bb BRM außen vor, denn diese Möglichkeit ist die am meisten verlustreiche überhaupt.
      Wenn das jemanden interessiert könnte ich auch dazu ein thread machen, das bitte in kommentaren posten.

      Anhand von diesen 2 Beispielen, sehr ihr dass die Varianz beim Poker unausweichlich ist und somit auch Verluste einkalkuliert werden müssen.
      Um ordentlich Geld zu verdienen würde ich mal sagen ist eine Grenze von 3000-3500 euro gerecht. Man muss dabei bedenken, dass man die nötige Bankroll dabei unangetastet lassen muss und nur die winnings auszahlen lassen darf. Rechnet selbst wer von Anfängern oder Fortgeschrittenen komtm schon auf einen Monatslohn beim pokern von 3000-3500 euro. Ich würde mal behaupten kaum einer.

      Deshalb ist meine Überlegung, dass Cashgame in den unteren Limits bis ungefähr Nl 200 oder FL 2/4,3/6 -ev. Euch geht die wichtigste Komponente dadurch verloren, dass ihr nämlich dafür sehr viel Zeit braucht um von den 50 dollar überhaupt dahin zu kommen und wenn man das Geld hatte überhaupt so viel in die pokerplattfrom einzuzahlen, dann pokert man nur aus spass und nicht um geld damit zu verdienen. Denn mit einem soliden Kapital von sagen wir mal 2000 euro oder mehr lässt sich viel mehr anstellen um Geld zu verdienen, als es in Poker zu investieren und es der Variant zu überlassen.
      An dieser stelle möchte ich einfach sagen: "Pokert nur aus Spass und damit euch die Verluste nicht schaden!" Ein netter Gewinn nebenbei sollte aber ausgezahlt werden, damit man es in profitablere Möglichkeiten wie Aktienmarkt, Webbusiness usw. investieren kann.Außerdem ist noch die psychologische Komponente zu berücksichtigen, dass ihr dann das geld in den Händen haltet und euch gut fühlt anstatt virtuelle Dollar zu sehen.
      Viel Glück euch an den Tischen! :) :s_biggrin:
  • 88 Antworten
    • martin123
      martin123
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 464
      die "rechnung" steht und fällt mit den opportunitätskosten, die du deiner zeit zumisst.

      könntest du in der zeit in der du pokerst "richtig" arbeiten, so lohnt sich für die meisten hier wohl eher das arbeiten.

      bist du schüler, und deine alternative wäre für 4,50€/h getränkekisten stapeln, dann musst du gar nicht so hoch spielen um das zu schlagen.

      es kommt also darauf an wie sehr du poker hasst (du musst mehr verdienen um den verlorenen spass zu entschädigen) und was du sonst tun würdest (verdienst, soziale kontakte etc).

      säßest du sonst nur vor dem pc und erledigst sinnfreie aktivitäten (stupides surfen, andere games...) so ist winning player auf den micros im vergleich dazu schon von geldwertem vorteil.
    • JDaniels
      JDaniels
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 1.382
      Moin
      ich glaube, du hast das Prinzip von BRM noch nicht verstanden:
      Man steigt auch wieder AB und nicht immer nur auf, bis man broke ist und "neu einzahlen" muss.
      Je aggressiver der Aufstieg, desto öfter musst du auch wieder absteigen - BEVOR du broke gehst.
    • Scidderz
      Scidderz
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 314
      Hallo,
      Jdaniels diese sache hast du nicht verstanden.Auf welchem limti spielst du zurzeit?
      Auf den unteren limits zu spielen ist einfach -ev wenn man in der zeit was besseres zu tun hat.
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Du willst ernsthaft behaupten, dass du am Aktienmarkt mit dem gleichen Kapital nen höheren EV hast als als guter Pokerspieler? Wait.....what?
    • lester01
      lester01
      Black
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 923
      lOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL

      :heart:
    • proudcastle
      proudcastle
      Bronze
      Dabei seit: 28.05.2005 Beiträge: 3.483
      Hm.. schade. In dem Post hätte OP auch noch den Tipp bringen müssen, dass man bei Downswings absteigen und bei Upswings aufsteigen sollte. Dann wäre der Post legendär! :)
    • Barney1701
      Barney1701
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2006 Beiträge: 816
      Original von proudcastle
      Hm.. schade. In dem Post hätte OP auch noch den Tipp bringen müssen, dass man bei Downswings absteigen und bei Upswings aufsteigen sollte. Dann wäre der Post legendär! :)
      Original von Scidderz
      Hallo,
      ...diese sache hast du nicht verstanden.Auf welchem limti spielst du zurzeit?
      Auf den unteren limits zu spielen ist einfach -ev wenn man in der zeit was besseres zu tun hat.
    • Argith
      Argith
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 882
      hmm so richtig weiß ich nicht, was ich sagen soll... allerdings hab ich das dringende Bedürfnis trotzdem was zu schreiben...
      ersteinmal weiß ich nicht, was du in ner Stunde verdienst. aber imo ist es schon auf NL100 möglich den Stundenverdienst von nem otto normalverdiener relativ locker zu schlagen. Wenn du nun noch wirklich es als arbeit ansiehst und sagen wir ne 36h woche mit Poker fähst kommst du bei 6tabling mit 2,9 PTBB bei 500 Hände die Stunde auf 3k Euro. (btw. knapp 21Euro/h).

      Dann: ich denke mal auch du wurdest nicht in deinen Job hineingeboren und hast vom ersten Tag nach der Schule sofort xx Euro/h verdient. Sieh das hochgrinden auf den Micros doch als Ausbildung an, welche man für jeden Job braucht. Der Vorteil an dieser ist, dass du je nach Skill relativ schnell ein anständigen Stundenverdienst hast und du dir einteilen kannst, wann du etwas für die Ausbildung tust. Und du außerdem nebenbei noch eine richtige Ausbildung machen kannst oder arbeiten gehen kannst.

      Und wer ein 200BB BRM fährt und nach nem 100BB down weiter das Limit spielt ist eh ein Gambler. Klar gibt es downs und Rückschläge im Pockern und nicht jeder hat auch das Zeug dazu wirklich Profitabel es zu spielen und man sollte es auch eigentlich immer nur zum Spaß machen (zumindest auf den unteren Limits. weiter oben kann man dann je nach Lebenslage auch mal drüber nachdenken es als Job anzusehen) aber zu sagen, dass Poker unprofitabel ist und NL200 schwer zu erreichen sei find ich schon ein wenig drastisch. Ich denke jeder, der ein wenig logisches Denken beherrscht, in Mathe nicht eine totale Niete ist und auch den ergeiz und den Spaß am Poker hat kann auf ein ansehnlichen Stundenverdienst kommen. Wie es in einigen Jahren aussieht ist natürlich eine ganze andere Geschichte
    • c0yber
      c0yber
      Global
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 707
      Aktienmarkt soll also wirklich profitabler und leichter sein als Poker? So so...

      Dann versuch doch einmal die Micros zu überspringen und fang gleich mit den Midstakes oder so an. Du wirst sehen, dir fehlt die Erfahrung. Denn Geld ist nicht das einzigste, was du dir auf den Micros "ergrindest", sondern auch der Skill und die Erfahrung. Außerdem lernste Stück für Stück dich bei den immer höher werdenden Geldsummen zu entspannen. Bist also weniger scared money, wenn du dich hochgespielt hast, als wenn du einfach mal einzahlst und viel zu hohe Limits zockst.
    • joe0411xx
      joe0411xx
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 1.483
      Ihr wollt mir doch nicht wirklich erzählen, dass ihr nicht gemerkt habt, dass OP den Fred nicht ganz ernst gemeint hat ..?
    • Trevelyan82
      Trevelyan82
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2008 Beiträge: 275
      Wenn Ihr genau lest, was OP schreibt, werdet Ihr merken, dass er NICHT sagt, man kann mit Poker kein Geld verdienen (er hat es zwar in einem Satz so formuliert, aber wenn man weiter liest, sieht man was er wirklich meint).
      Sondern er sagt, dass die MEISTEN Leute niemals profitabel Poker spielen werden. Zumindest nicht so profitabel, wie sie es tun wuerden, wenn sie ihre Zeit und ihr Geld in andere Dinge stecken wuerden.

      Er redet auch nicht von den Leuten die 36h/Woche Pokern, sondern von denen die vielleicht 2-3h/Tag spielen.

      Und es ist in der Tat so, dass viele Pokerspieler seit zwei Jahren auf den Micros rumduempeln oder zumindest nicht ueber NL50/NL100 hinauskommen. Wenn man realistisch ist, werden sie es auch nie.
      Wenn man irgendwann 2 Jahre auf dem selben Limits verbringt, dann gehoert man einfach in dieses Limit und sollte sich keine Hoffnungen machen, irgendwann vom Pokern reicht zu werden.

      Wenn ich seine Message richtig verstanden habe, dann heisst es:
      "Konzentrier Dich auf das Wesentliche im Leben und pokere zum Spass!"

      Jeder, der nicht seit einer Weile auf dem selben Limit steckengeblieben ist, braucht sich von seinen Aussagen gar nicht erst angesprochen fuehlen.
    • moneymekka
      moneymekka
      Bronze
      Dabei seit: 28.06.2007 Beiträge: 566
      Denn mit einem soliden Kapital von sagen wir mal 2000 euro oder mehr lässt sich viel mehr anstellen um Geld zu verdienen, als es in Poker zu investieren und es der Variant zu überlassen.


      ich habe das gefühl du siehst das alles zu "absolut"
      es ist doch auch besser sich hochzuspielen, in der zeit nämlich übst übst übst du. du lernst in der zeit wenn du zb. nl100 erreichst alle wichtigen konzepte kennen und nur dann hast du eine edge gegenüber deinen gegner.
      wenn du sofort auf nl200 einsteigst - sofern du über eine solide externe bankroll verfügst - kriegst du bestimmt auf die schnauze.
      du musst mind. 30 x 200$= 6000$ ein, um nl200 zu spielen. dazu kommt nicht jeder hat das geld beiseite.
      je höher das limit desto tougher, die winrate sinkt, weil du keine große edge mehr hast: welche gegner wirst du denn auf nl200 treffen? nur die, die sich das auch zutrauen und was vom game verstehn.
    • BOUZZ
      BOUZZ
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2009 Beiträge: 2.286
      Original von Scidderz
      Hallo,
      Jdaniels diese sache hast du nicht verstanden.Auf welchem limti spielst du zurzeit?
      Auf den unteren limits zu spielen ist einfach -ev wenn man in der zeit was besseres zu tun hat.
      Es geht doch im Pokern gar nicht ums Geld. Es geht nur um BB/100, Fun und Competition. Ich poker nicht wegen dem Geld. Ich will Ivey schlagen. Das ist alles....
    • proudcastle
      proudcastle
      Bronze
      Dabei seit: 28.05.2005 Beiträge: 3.483
      Original von Barney1701
      Original von proudcastle
      Hm.. schade. In dem Post hätte OP auch noch den Tipp bringen müssen, dass man bei Downswings absteigen und bei Upswings aufsteigen sollte. Dann wäre der Post legendär! :)
      Original von Scidderz
      Hallo,
      ...diese sache hast du nicht verstanden.Auf welchem limti spielst du zurzeit?
      Auf den unteren limits zu spielen ist einfach -ev wenn man in der zeit was besseres zu tun hat.
      Das meinte ich nicht Barney. Ich meinte das Auf- und Absteigen je nachdem ob man sich gerade im Up- oder Downswing befindet.
    • Barney1701
      Barney1701
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2006 Beiträge: 816
      Original von proudcastle
      Das meinte ich nicht Barney. Ich meinte das Auf- und Absteigen je nachdem ob man sich gerade im Up- oder Downswing befindet.
      ja, das hab ich schon verstanden. denk ich :D JDaniels meinte doch das gleiche wie du, oder nicht?
      Original von JDaniels
      Moin
      ich glaube, du hast das Prinzip von BRM noch nicht verstanden:
      Man steigt auch wieder AB und nicht immer nur auf, bis man broke ist und "neu einzahlen" muss.
      Je aggressiver der Aufstieg, desto öfter musst du auch wieder absteigen - BEVOR du broke gehst.
      woraufhin nur die antwort kam:
      Original von Scidderz
      Hallo,
      ...diese sache hast du nicht verstanden.Auf welchem limti spielst du zurzeit?
      Auf den unteren limits zu spielen ist einfach -ev wenn man in der zeit was besseres zu tun hat.
      deswegen hab ich dir nochmal seine antwort gegeben...
    • Scidderz
      Scidderz
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 314
      Das Absteigen ist an sich -ev. Ich wollte mit dem thread eigentlich bezwecken, dass ihr eure Zeit mehr ins Webbusiness oder Aktienmarkt investiert, denn das ist auf Dauer viel profitabler als Poker.
      Ausnahmen wie Ivey bestätigen die Regel.
    • Scidderz
      Scidderz
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2009 Beiträge: 314
      ihr seid einfach so besessen von Poker, dass ihr es net versteht anders auch Geld profitabler zu verdienen. Mir tuts für solche Leute leid.
    • Barney1701
      Barney1701
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2006 Beiträge: 816
      Original von Scidderz
      Das Absteigen ist an sich -ev.
      Und das nicht absteigen und (evtl.) broke gehen is dann +ev oder wie?

      Sry, aber viel weiter werd ich auch nicht diskutieren können, weil ich mich zu wenig mit dem aktienmarkt auskenne. das was aber zu mir durchdringt, sind aber derzeit nicht gerade positive nachrichten.....
    • Nathanael86
      Nathanael86
      Bronze
      Dabei seit: 30.10.2006 Beiträge: 877
      Mit aktien schafft man vllt eine rendite von 15% vllt auch 20% wenn man richtig gut ist mit einer Roll für 5/10 nehmen wir der einfachheit mal 10k (tightes BRM weil davon gelebt wird) Dann machst du mit diesem kapital(welches du erstmal auftreiben musst)
      mit aktien max. 2k im JAHR also lächerlich. Jeder der irgendwas von höheren renditen labert hat entweder zu kleine samplesize oder will dich abzocken.

      2k sind aber 200BB die du bei 0.1BB/100 (wenn du echt nicht so gut bist)incl. RB in 200k händen. Was man schon in 2 Monaten machen kann.

      Und auf den lowlimits schafft man entsprechen auch viel mehr als mit aktien im vergleich zum kapital.