No-raise Strategie gegen chronische openlimper?

    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Es gibt ja hin und wieder Gegner, die einen Großteil ihrer Hände openlimpen und so gut wie gar nicht – wenn überhaupt – mal openraisen.

      Ich habe jetzt die letzten zwei Tage mal ausprobiert, gegen solche Gegner überhaupt nicht zu raisen gegen ihre openlimps und mir somit immer das freeplay zu nehmen. Konsequenterweise auch mit Monstern natürlich.

      Dadurch bilde ich mir ein, einen enormen Vorteil zu haben: Große raised pots gibt es damit so gut wie nur IP, und OOP muss ich nur kleine unraised pots spielen. OOP spiele ich dann zudem einfach größtenteils fit-or-fold und gut is.

      Ich habe allerdings erst 5K Hände HU Erfahrung und hab wohl nen Upswing, von daher wäre ich dankbar, wenn mir frühzeitig jemand sagen könnte wenn das Quatsch ist nicht zu raisen.

      thx.
  • 9 Antworten
    • Winni
      Winni
      Global
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 2.506
      Ich glaube du zollst solchen Gegnern zu hohen Respekt, indem du deine Handstärke so verschleierst. Ich würde schon oop raisen, aber eine deutlich tightere Range als ip. Kann natürlich sein, dass manche Gegner, die so spielen, nicht total schlecht sind, aber die meisten merken wahrscheinlich sowieso nicht was du machst.
      Also ich denk die meisten Broadways und gute Pockets (77+ oder so) kann man schon raisen, wobei das natürlich auch abhängig davon ist, wie Villain sich dann Postflop verhält (Reaktion auf conti-bet?).
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Doch, die sind alle total schlecht. Ich spiel zurzeit NL20. ;)

      Ich mache das übrigens nicht, um meine Range zu verschleiern oder weil ich Villain Respekt zolle, sondern um zu warten bis Villain mal wieder seine Aces überspielt wenn ich was feines floppe.

      Ich muss aber dazu sagen, dass die Fische auf dem Limit halt sehr oft auch openlimp/call spielen. Dann hab ich halt einen größeren Pot aber nicht wesentlich mehr Informationen. Aber ich teste das natürlich schon frühzeitig aus, wenn Villain vorwiegend limp/fold spielt raise ich natürlich auch OOP wie ein gestörter.

      Ist halt mangels Samplesize eher ein subjektiver Eindruck und bei nem 20 Stack Upswing auf 5K Hände fällt es schwer komnkrete Aussagen zu treffen.

      Aber trotzdem immer gerne her mit euren Gedankengängen dazu! :)
    • 87jimmy87
      87jimmy87
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      Dabei seit: 16.02.2009 Beiträge: 258
      wie immer, it depends...

      l/c, l/f oder l/r häufig?
      ohne spezifische reads würd ich 55+, 89o+, 56s+, 68+, Axs, Kxs, A9o+ raisen..

      [EDIT: nicht nl20 spielen. aus rakegründen absolut sinnlos. mit tableselection wirst du NL50 / NL100 kein problem haben genügend fishe zu finden]
    • Winni
      Winni
      Global
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 2.506
      Mir gehts ja auch nicht darum, mehr Informationen zu gewinnen, wenn ich besagte Hände raise, sondern, weil du gegen seine Range meilenweit vorne bist und somit for Value raised. Hittest du dann etwas, hast du gegen so nen (loose passive vermutlich) Spieler keine Probleme mehr, einen großen Pot aufzubauen. Letzteres ist halt sehr schwierig, wenn du einfach nur checkst. und der Pot 2BB groß ist.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von Winni
      Mir gehts ja auch nicht darum, mehr Informationen zu gewinnen, wenn ich besagte Hände raise, sondern, weil du gegen seine Range meilenweit vorne bist und somit for Value raised. Hittest du dann etwas, hast du gegen so nen (loose passive vermutlich) Spieler keine Probleme mehr, einen großen Pot aufzubauen. Letzteres ist halt sehr schwierig, wenn du einfach nur checkst. und der Pot 2BB groß ist.
      Jo, stimmt schon. Ich glaube ich lasse mich momentan ein bisschen vom "vermeintlichen" Erfolg dieses Experiments blenden. Danke für die Denkanstöße!

      @87Jimmy87 - NL20 spiele ich gerade nur um ein wenig in HU reinzukommen, hab die Roll für NL50 und werde in den nächsten Tagen aufsteigen. Aber danke trotzdem für den Hinweis!
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Die Gegner, die in einer Tour den Button openlimpen sind zu 99% irgenwelche fische.
      Balancing wird ja schon gegen regs überbewertet, aber jetzt auf nl20, 50, 100 oder 200 auch noch gegen Fische balancen zu wollen ist mMn overthinking³.

      Ich raise gegen solche Leute, wenn sie in einer "normalen" Frequenz l/c und l/f spielen, einfach ganz straight for value. Die Range von 87jimmy87 find ich persönlich viel zu loose, Kxs spielt sich doch oop gegen nen potentiellen Fisch mit nem hohen wtsd doch einfach schlimm.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      Ich denke, dass der wichtigste Punkt schon geannt wurde. Man raist einfach 4value bzw mit Händen, mit denen man einen größeren Pot spielen will.

      AXs+ ATo+ K9s+ KTo+ anyPP 56s+ 79s+ T9o JTo QTo+ Q9s+

      irgendsowas in der Art würde ich ohne weitere Infos raisen. Je nach dem wie oft er limp/f, l/r und auf cbets reagiert, kann man looser oder tighter werden.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Danke, ihr habt mich überzeugt. :)
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      nee, also nie den limp raisen ist sicher nicht gut. man sollte aber nicht den fehler machen und zu loose raisen.