Homöopathie

    • trunxX
      trunxX
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2009 Beiträge: 416
      Nabend :)

      Die Community hier scheint ja ziemlich groß zu sein und da das hier wohl das Unterforum für alles ist, versuch ich es mal hier ;)

      Also ich renne jetzt seit gut zwei Jahren mit einem ziemlich nervenden Problem rum, was nicht näher erläutert werden muss. War bei zahlreichen Ärzten, die mir alle kein bisschen helfen konnten. Man wird ziemlich verzweifelt, wenn man immer zu hören bekommt "Sie sind eigentlich gesund." oder "Tja, weiß ich auch nicht...".

      Bin jetzt heute auf Empfehlung zu einer Homöopathin, die mich etwas in das komplexe Thema eingeführt hat und mir gesagt hat, wie eine Behandlung ablaufen würde. Sie wirkte schon sehr kompetent und konnte ihre Sache gut verkaufen, aber ich bin trotzdem irgendwie skeptisch. Ich werde es wahrscheinlich eh machen, weil ich keine Alternativen mehr habe und sich das Problem nicht ignorieren lässt, hätte aber trotzdem gerne mal eure Meinung dazu.
      Haltet ihr allgemein Homöopathie für Schwachsinn? Wart ihr schon mal dort in Behandlung? Hat es was gebracht oder war es pure Zeitverschwendung?
      Lohnen sich die knapp 700€ im Jahr? :rolleyes:
  • 25 Antworten
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Ich halt nicht viel von einer Methode welche die Wirkstoffe derart stark verdünnt dass sie kaum mehr nachweisbar sind.

      Wenn du Wirkstoff X sagen wir irgendeine Pflanze auf eine 10^-15 Konzentration potenzierst, dann hätte das vermutlich den gleichen Effekt wie wenn selbige Pflanze in einen Teich fällt und dort ihre Wirkstoffe ins Teichwasser abgibt (nur dass dort viell. sogar noch eine höhere Konzentration von Xvorhanden ist, und von allen möglichen anderen solchen Stoffen)

      Ich hab grundsätzlich nichts gegen alternative Behandlungsmethoden, und einige Gesichtspunkte der Homöopathie z.B. dass nicht nur die Symptome sondern der Mensch als Ganzes betrachtet werden soll find ich durchaus gut - aber das mit dem x-fachen Verdünnen geht gegen mein bißchen Verständnis von Physik und Chemie :D
    • stefeu
      stefeu
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 5.068
      Ich find es an und für siche ne gute Sache, alleine schon weil ich selbst ungern Tabletten oder Medizin generell nehme.

      Das mit dem Wirk-/Inhaltsstoff verdünnen wusste ich gar nicht. So oder so, auch wenn es vielleicht nur ein Placebo ist. Mir hilft es.

      Achja, oft reichen auch schon kleinere Dosierungen die es eventuell in anderer Form nicht zu kriegen gibt ;)

      Edit: Der letzte Absatz bezieht sich auf den Vorposter und dass verdünnen.
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Zucker macht die Zähne kaputt.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Placebos funktionieren in der Tat. Je besser sie verkauft werden, desto besser können sie auch 'wirken' - und das ist ja auch was du wohl meinst mit 'konnte ihre Sache gut verkaufen'. Viele Homöopathen haben das mit dem verkaufen wohl wirklich gut drauf.
      Wenn du allerdings vorher schon sehr skeptisch an die Sache rangehst und du dir vorher schon bewusst machst, dass du da gleich Placebos bekommen wirst ist das natürlich nicht besonders hilfreich für deren Wirkung...

      Hab gerade demletzt erst folgendes gesehen (wenn dir grad kein bißchen nach Comedy ist, dann nicht schauen:




      ... und das hier ist natürlich sowieso ein Klassiker:

    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich selber war (und bin im weiten teilen immernoch) sehr lange sehr skeptisch was Homöopathie angeht, aber im Laufe der Jahre muss ich zugeben, dass ich viele Menschen kennen gelernt habe die darauf schwören und denen das bei verschiedenen Dingen enorm geholfen hat. Teilweise als Ersatz für Schulmedizin die ja im Unterschied zur Homöopathie oft starke Nebenwirkungen hat, oft aber auch als Methode wenn man gerade bei chronischen Sachen nicht weiter wusste.

      Erklären wieso es wirkt kann übrigens keiner der ehrlich ist. Zumindest habe ich noch keinen Arzt getroffen oder davon gelesen, dass jemand 'ne vernünftige Erklärung für die Wirksamkeit gefunden hätte.
      Wie tomsnho ja schon sagte sind die sogenannten "Hochpotenzen" extreme Verdünnungen, die nahe an der Grenze des nicht mehr Messbaren liegen. Wieso diese Dosierungen beim Organismus in vielen Fällen eben einen Heilungsprozess stimulieren ist unklar, aber die empirischen Fakten sprechen eine so deutliche Sprache, dass in immer mehr Fällen die Krankenkassen homöopathische Behandlungen inzwischen übernehmen. (Allerdings alt nicht in allen, wie ja offenbar auch nicht in deinem Fall... :O )

      Gerade bei den Behandlungen die man selber zahlen muss und die langfristig und teuer sind, wäre ich allerdings weiterhin sehr skeptisch, weil es sicher auch eine ganze Reihe Scharlatane gibt, die mit irgendwelchen Placebogeschichten arbeiten und da nen dicken Reibach machen.

      Dennoch halte ich die Homöopathie, auch wenn ich nicht erklären kan wie sie eigentlich wirkt, für echt wirksam in vielen Fällen und wenn sie wirkt auch immer besser als die Schulmedizin, aber man sollte dabei, wie eigentlich immer bei Ärzten vorsichtig sein und sich nicht für dumm verkaufen lassen.

      Gerade wenn du alles andere schon ausprobiert hast und es nicht hilft und du Vertrauen zu der Ärztin hast, würde ich sagen "go for it" auch wenn 700 Euros ne Stange Geld ist, aber wenn's halt helfen sollte war's das alle mal wert und wenn es wirklich nichts bringt, dann hast du wenigstens alles versucht.
    • CitizenJolly
      CitizenJolly
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 1.793
      Original von stefeu
      Das mit dem Wirk-/Inhaltsstoff verdünnen wusste ich gar nicht. So oder so, auch wenn es vielleicht nur ein Placebo ist. Mir hilft es.
      #2, hab seit ich denken kann nen homöopathischen Hausarzt. KA was da wirkt, aber jedenfalls leb ich ja noch ;)
      Leider zieht der Ende des Jahres weg, bin ja dann mal gespannt ob die Schulmedizin mir noch besser helfen kann
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Original von CitizenJolly
      Original von stefeu
      Das mit dem Wirk-/Inhaltsstoff verdünnen wusste ich gar nicht. So oder so, auch wenn es vielleicht nur ein Placebo ist. Mir hilft es.
      #2, hab seit ich denken kann nen homöopathischen Hausarzt. KA was da wirkt, aber jedenfalls leb ich ja noch ;)
      Leider zieht der Ende des Jahres weg, bin ja dann mal gespannt ob die Schulmedizin mir noch besser helfen kann
      An den Nebenwirkungen kann zumindest keiner sterben, aber so ganz ungefährlich ist es ja nicht, wenn man sowas als Ersatz für richtige Medizin nimmt...
    • swerch
      swerch
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 1.066
      Kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es bei mir sehr oft geholfen hat.
      Was mich allerdings etwas stutzig macht, ist die Angabe von 700€ im Jahr.
      Für was bezahlst du diese denn?
      Und um nur mal kurz auf die grob überflogenen Beiträge über mir einzugehen: Homöopathie hat nicht wirklich, oder nicht nur, etwas mit Placebo zu tun.

      Aber wie scoop schon meinte: 700€ sind ne Menge Geld und viele versuchen damit einen Reibach zu machen. Also eine gewisse Grundskepsis ist wohl nie verkehrt.
    • Lonskar
      Lonskar
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2007 Beiträge: 1.280
      Original von Scooop
      bla bla
      .........
      Erklären
      .........
      bla bla
      =>Placebo
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      Original von Scooop
      ich selber war (und bin im weiten teilen immernoch) sehr lange sehr skeptisch was Homöopathie angeht, aber im Laufe der Jahre muss ich zugeben, dass ich viele Menschen kennen gelernt habe die darauf schwören und denen das bei verschiedenen Dingen enorm geholfen hat. Teilweise als Ersatz für Schulmedizin die ja im Unterschied zur Homöopathie oft starke Nebenwirkungen hat, oft aber auch als Methode wenn man gerade bei chronischen Sachen nicht weiter wusste.

      Erklären wieso es wirkt kann übrigens keiner der ehrlich ist. Zumindest habe ich noch keinen Arzt getroffen oder davon gelesen, dass jemand 'ne vernünftige Erklärung für die Wirksamkeit gefunden hätte.
      Wie tomsnho ja schon sagte sind die sogenannten "Hochpotenzen" extreme Verdünnungen, die nahe an der Grenze des nicht mehr Messbaren liegen. Wieso diese Dosierungen beim Organismus in vielen Fällen eben einen Heilungsprozess stimulieren ist unklar, aber die empirischen Fakten sprechen eine so deutliche Sprache, dass in immer mehr Fällen die Krankenkassen homöopathische Behandlungen inzwischen übernehmen. (Allerdings alt nicht in allen, wie ja offenbar auch nicht in deinem Fall... :O )

      Gerade bei den Behandlungen die man selber zahlen muss und die langfristig und teuer sind, wäre ich allerdings weiterhin sehr skeptisch, weil es sicher auch eine ganze Reihe Scharlatane gibt, die mit irgendwelchen Placebogeschichten arbeiten und da nen dicken Reibach machen.

      Dennoch halte ich die Homöopathie, auch wenn ich nicht erklären kan wie sie eigentlich wirkt, für echt wirksam in vielen Fällen und wenn sie wirkt auch immer besser als die Schulmedizin, aber man sollte dabei, wie eigentlich immer bei Ärzten vorsichtig sein und sich nicht für dumm verkaufen lassen.

      Gerade wenn du alles andere schon ausprobiert hast und es nicht hilft und du Vertrauen zu der Ärztin hast, würde ich sagen "go for it" auch wenn 700 Euros ne Stange Geld ist, aber wenn's halt helfen sollte war's das alle mal wert und wenn es wirklich nichts bringt, dann hast du wenigstens alles versucht.
      Erklären kann man das sehr wohl: Als eine Mischung aus Placebo-Effect und den Selbstheilungskräften des Körpers.

      Es gibt keinen wissenschaftlichen Test, der homöopathischen Mitteln einen besseren Effekt bescheinigt als Kontrollplacebos. Das Medikament an sich ist allerdings auch nicht das einzige, was den Heilungsprozess beschleunigt. Die Sicherheit in guten Händen zu sein baut Stress ab und hilft dem Körper sich auf die Selbstheilung zu konzentrieren. Das ist auch der Grund warum viele Menschen sich nach oder schon kurz vor dem Gespräch mit dem Arzt wesentlich besser fühlen und dem Arzt deutlich weniger akute Schmerzen beschreiben können, als sie Stunden davor noch hatten.

      Für viele harmlose Krankheiten, die auch ganz ohne Medikamente wieder verschwinden würden ist es tatsächlich besser auf diese Medikamente zu verzichten. Die häufigsten 'Krankheiten' wie Schmerzen, Überlkeit, Fieber usw. sind ja eigentlich gar keine wirklichen Krankheiten sondern lediglich die Schutzreaktionen des eigenen Körpers, die man nicht unbedingt immer durch Medikamente unterbinden sollte...
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      @ odielee

      dass die Homöopathie nichts anderes bewirken soll als die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren würde doch niemand ernsthaft bestreiten.
      Insofern kann das doch gar kein Argument gegen sie sein...

      Zum Thema Placebo nur dies: - ich denke es lohnt sich hier wirklich mal ein paar Minuten drüber nachzudenken - die Leute die sich immer auf Placeboeffekte berufen und damit eigentlich immer eine alternative Heilmethode diskreditieren wollen und die gute alte chemiebasierte Schulmedizin dem entgegenhalten wollen, machen eigentlich konkret was?
      Sie erkennen an, dass es eine sichtbare, messbare, objektive Veränderung, fast immer Verbesserung des Gesundheitszustandes gibt, alleine aufgrund einer geistigen Haltung, des Glaubens an die Wirksamkeit des Medikaments/Placebos.

      Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen: diese Kritiker wollen zeigen, dass eine bestimmte Form von Medikation unwirksam ist, indem sie zeigen, dass es gar keiner Medikation bedarf, sondern nur des Glaubens(!!), um dann wiederum damit (??!) ihre Chemiekeulen zu rechtfertigen. Was sie eigentlich gezeigt haben, ist, dass es in weiten Teilen offenbar völlig ohne wirsame Substanzen materieller Art geht, sondern viel, fast alles am Geist des Menschen hängt.

      Kurz: Entscheidend ist doch was rauskommt! Wenn diese Pillen helfen, ob da nun der 100.000te Teil von Arnikaessenz drin ist oder nur Zucker, dann ist doch dem Patienten geholfen (und dass den Leuten geholfen wird bestreitet heute selbst der eingefleischteste Schulmediziner nicht mehr!- selbst die Krankenkassen zahlen vieles ohne Murren).
      Was die Herren Mediziner dann eigentlich machen sollten ist sich mal zu fragen was eigentlich der Geist ist, dass der so eine Macht über den Körper hat und ob nicht viele Krankheiten ohnehin nur vom Geist ausgehen und eben auch dort behandelt werden müssten und dass sämtliche Maßnahmen auf der materiellen Ebene maximal Symptombekämpfung sind. (Stichwort: Psychosomatik)
      (Freilich gilt dies alles nur für Krankheiten, nicht für äußere Verletzungen wie ne Stichwunde, das sollte klar sein...)

      EDIT:
      Damit soll keineswegs gesagt sein, dass die Homöopathie eine Form von Placebo ist, ich glaube nicht dass sie das ist, dafür habe ich viel zu viele Erfahrungen damit wie krass teilweise diese Pillen wirken.
      Ich sagte es ja schon und bleibe dabei - ich weiß nicht wie es wirkt, ich weiß nur dass es wirkt.
      Ich wollte nur zeigen, dass Placeboeffekte keineswegs die alternative Medizin angreifen und die Schulmedizin in hellem Licht erstrahlen lassen, sondern dass eigentlich bei genauerer Betrachtung das genaue Gegenteil der Fall ist - übrigens glauben viele ja auch bei uns an die Schulmedizin, vielleicht wirkt sie ja deshalb... :f_grin:
    • Jahan
      Jahan
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 1.245
      mein hausarzt verabreicht mir häufig so mittel und hat mich damals bei meiner hirnhauterkrankung nur mit sowasb ehandelt, ich musste nicht ins krankenhaus und für ne hirnhautentzündung lief es echt glimpflich ab.

      also ich hab damit relativ positive erfahrungen gemacht aber habs nie wissenschaftlich näher durchleuchtet. bin aber eig so einer der zb bei so rosenessenzensprühzeug für lales mögliche sehr sehr skeptisch ist.
    • BayesLaw
      BayesLaw
      Global
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 2.626
      Die Freundin eines meiner Kollegen hat mit solchen homöopatischen Globuli verhütet.
    • odielee
      odielee
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 1.354
      @Scooop:

      Da du ja vermutlich meinen letzten Post gelesen haben solltest weißt du ja schon, dass ich ebenfalls gegen die übertriebene Einnahme und natürlich auch Abgabe an Medikamenten plädiere.
      Des weiteren plädiere ich für ein Gesundheitssystem, dass es Ärzten ermöglicht sich wesentlich zeitintensiver um ihre Patienten zu kümmern. Dadurch könnten viel intensivere Gespräche zwischen Arzt und Patient stattfinden, was ja genau eine der Ursachen für eine psychische Veränderung beim Patienten hervorbringen könnte, die tatsächlich die Selbstheilungskräfte des Körpers beschleunigt.
      Das ist es ja gerade was der in der Praxis der Homöopath dem Schulmediziner voraushat. Es nimmt sich im Regelfall mehr Zeit dem Patienten zuzuhören und auf ihn einzugehen.
      Des weiteren bin ich eindeutig für den Einsatz von Placebos. Eine Vielzahl an Erkrankungen haben psychische Natur und brauchen nicht mit 'Chemiehämmern' bekämpft zu werden. Die Abgabe eines Placebos verstärkt genau das Gefühl im Patienten, was mit dem Kümmern des Arztes angestrebt werden sollte: Der Patient bekommt das Gefühl er sei in guten Händen, er wird bald wieder vollkommen gesund sein. Genau das baut den Stress ab und führt zu zum Teil deutlich kürzeren Heilungsdauern.

      Ich meine also im Prinzip, dass der Bereich, der sehr erfolgreich von Homöopathen abgedeckt wird eigentlich zum Aufgabenbereich des Schulmediziners gehören sollte (was bei den besseren Hausärzten ja auch meist der Fall ist) und die Hausärzte eben nicht zu reinen Pillenverteilern mutieren sollten.

      Es gibt eigentlich lediglich 2 Sachen, die mich an der Homöopathie wirklich stört:

      1.) Es gibt auch Krankheiten, die eben nicht von selbst verschwinden und deren Heilungsdauer auch nicht von Placebos verkürzt werden kann. Es gibt leider viel zu viele Homöopathen, die auch 'Heilmittel' gegen solche Krankheiten anbieten und somit Patienten um wirkliche Hilfe bringen. (Ob man die jetzt alle als schwarze Schaafe bezeichnen sollte bei einer solch großen Anzahl weiß ich jetzt nicht - da ist eher der Fehler im System der Homöopathen den Glauben verleiht sie könnten Dinge die sie definitiv nicht leisten können)

      2.) Die Unehrlichkeit.
      Jeder Homöopath der sich mit seiner eigenen Materie beschäftigt weiß, dass es nicht eine wissenschaftlich anerkannte medizinische Studie gibt, in der homöopathische Mittel eine bessere Wirkung hatten als Kontrollplacebos.
      Wenn ich als Homöopath also Placebos verschreibe, dann sollte ich auch dazu stehen und nicht behaupten es wäre anders.
      Hochverdünnte Lösungen sind nicht mehr von Wasser zu unterscheiden und Wasser hat auch kein Gedächtnis (Zum Glück eigentlich wenn man bedenkt wo unser Leitungswasser überall schon war...) Die Tatsache, dass das wissenschaftlich widerlegt worden ist sollte eigentlich Grund genug sein das nicht weiterhin zu behaupten. Und kein persönlicher Erlebnisbericht kann eine wissenschaftliche Studie ersetzen, wenn es um die Richtigkeit einer Behauptung geht.


      Abgesehen davon habe ich aber nichts gegen Homöopathie - die Grundideen sind aber auch einfach viel zu lustig :D :

      1. Ich gebe gesunden Menschen irgendwelche Substanzen (Gifte,etc) und lasse mir berichten welche Beschwerden bei ihnen aufgetreten sind. Wenn mir also ein Mann, dem ich Koffein gegeben hat über Schlaflosigkeit berichtet habe ich nach Homöopathenlogik ein Mittel gegen Schlaflosigkeit gefunden :
      Koffein! :D

      2. Da die hochdosierte Einnahme von Koffein zur Bekämpfung der Schlaflosigkeit eines neuen Patienten wider Erwarten nicht zur Besserung der Problematik führt :D wird munter verdünnt... und siehe da: schlafen funtioniert tatsächlich besser als mit hochdosiertem Koffein :D

      3. Ergo: Je mehr ich verdünne desto besser wirkt es :D Also verdünne ich doch gleich meinen Wirkstoff mit Faktoren wie D8, also 1:10^8 oder besser gleich C30, also 1:100^30 (hat 60 Nullen :D ). Dabei lasse ich die atomare Auflösungsgrenze irgendwo bei 10^23 außer Acht, die mir ja lediglich sagt, dass jetzt tatsächlich Gläser existieren in denen kein einziges Molekül des Wirkstoffs sein kann :D

      4. Wenn ich nun also nachgewiesen bekomme, dass in meiner Lösung kein Molekül des ursprünglichen Wirkstoffs sein kann behaupte ich einfach die Wirksamkeit würde entscheidend davon abhängen auf welche Art ich die Gläser vorher geschüttelt habe :D

      Einfach Herrlich!
    • cecil83
      cecil83
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2006 Beiträge: 1.407
      1 Tropfen Wirkstoff im Pazifischen Ozean - wirkt garantiert ;)
    • TimBus
      TimBus
      Black
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 14.797
      Glaub einfach fest dran das du gesund wirst.
      Macht dann 700 Euro bitte, aber bei mir sind alle weiteren Jahre gratis.
    • karofuenf
      karofuenf
      Bronze
      Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 1.198
      eigene (erste) hp-erfahrung ganz kurz:
      ende letzten jahres eine sehr schwere borreliose bekommen, viele schmerzmittel gefressen. nach ein paar monaten und vielen antibiotika hat die schulmedizin trotz sicherer diagnose aufgegeben.
      ich dachte ernsthaft ich gehe daran ein.
      eine hp hat nach kurzer zeit die beschwerden lindern koennen, mittlerweile bin ich fast wiederhergestellt.
      ich stand der ganzen alternativmedizin sehr kritisch gegenueber und habe nicht daran geglaubt.
      allerdings gibt es mmn eine ganze menge betrueger unter den hps die nur kohle machen wollen also am besten bekannte oder andere patienten nach einer guten adresse fragen.
    • KingPink
      KingPink
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2006 Beiträge: 999
      Original von cecil83
      1 Tropfen Wirkstoff im Pazifischen Ozean - wirkt garantiert ;)

      THIS!
    • aetos
      aetos
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 641
      «Homöopathie ist eine widerlegte Methode» Edzard Ernst, der weltweit erste Professor für Komplementärmedizin, geht mit seiner Disziplin hart ins Gericht. Er zahlt jedem 100'000 Dollar, der ihm die Wirksamkeit von Homöopathie nachweist.

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