How to play a CS if u run baaaaaaad?

    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Mal eine eigentlich ganz banale Frage:

      NL50 HU, Gegner ist ein Prachtexemplar einer loose passiven calling station. Also, alle Vorkehrungen treffen die ein profitables Spiel ermöglichen (etwas tightere Valuerange pre, etwas dünner valuebetten etc.) und los geht's.

      Was zum Teufel macht man, wenn man 1. carddead ist und 2. villain hittet wie ein junger Gott?

      Das Problem ist ja dann folgendes: Das Momentum schleicht sich auf Villains Seite und er wird irgendwann auch noch frech und mutig und fängt hier und da an zu bluffen und/oder selber seine guten Hände for value zu betten.

      Was macht ihr in solchen Fällen?

      1. Weiter euren Stiefel runterspielen ohne Rücksicht auf Verluste (weil es longterm trotzdem +EV ist)
      2. Etwas EV aufgeben und noch tighter werden und hoffen ihn dann per Setup zu stacken
      3. Den Gegner quitten
      4. ???

      Ich weiß nämlich echt nict, was ich da machen soll manchmal. :(
  • 17 Antworten
    • Peter87
      Peter87
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      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      Ev aufgeben hört sich auf jedenfall gut an Oo. Quitten ist auch nicht schlecht.

      Mal ernsthaft: Was willst du hören und was soll so ein Threat? Wenn du tiltest solltest du quitten. Wenn du ne edge hast nicht. A game ist nicht verkehrt.
    • donbabu
      donbabu
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      Dabei seit: 28.09.2008 Beiträge: 175
      Quit wenn du anfängst zu tilten und nur noch drauf aus bist den Gegner zu stacken. Nach 30 Minuten Pause setzt dich wieder an die Tische und fertig. Auf NL50 laufen ja massig schlechte Spieler rum, dann brauchst nicht dein Geld gegen so einen Kollegen verdonken.
    • Radioghost
      Radioghost
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      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von Peter87
      Was willst du hören und was soll so ein Threat?
      Gegenfrage: Was soll so eine Antwort? Wenn ich nun mal unerfahrener und dümmer bin als du tut mir das leid. Ich bin HU Anfänger und es ist halt alles noch nicht so selbstverständlich für mich.

      Und EV aufgeben ist doch auch durchaus ein gängiges Konzept um z.B. die Varianz zu mindern, verstehe nicht was daran so lustig sein soll?

      Ich bin jetzt aber nicht angepisst oder so, fand deine Antwort nur etwas übers Ziel hinaus. Aber egal, Schwamm drüber.

      @topic - es geht auch nicht um Tilt. Ich habe mich nur gefragt, ob es unterschiedliche Herangehensweisen in solchen Fällen gibt, die für den ein oder anderen individuell letztlich das beste Ergebnis versprechen. Ist das wirklich eine so abwegige Frage?
    • Peter87
      Peter87
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      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      naja. meine Antwort ist wohl nicht angemessen nur versteh ich solche threats nicht zu 100%.


      Edge aufgeben und Varianz zu vermeiden ist imo ziemlicher quatsch (es mag sinnvolle Ausnahmen in live games geben) und ich würde das im Internet eigentlich Nie machen.

      Ich versuche A-Game zu spielen und die optimale Strategie gegen den entsprechenden Gegner zu fahren. Ich änder diese aber sicher nicht, nur weil ich ein paar Stack verloren habe, solange ich davon überzeugt bin, dass meine Plays und meine Strategie gut ist. Varianz gehört halt zum Pokern.


      Ich quitte persönlich oft genug fische wegen tilt. Grade im HU ists halt oft !wtf! und dann verballer ich nach dem ersten stack ungern noch ein zweiten; auch wenn villian ein fisch ist. Wenn du aber nicht tiltest seh ich kein Problem.

      Für mich hörte sich dein Threat halt eher nach Sorgenhotlein an, als nach Strategiediskussion. Das man immer versuchen sollte optimal zu spielen liegt eigentlich auf der Hand.
    • belze
      belze
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      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Original von Peter87

      Edge aufgeben und Varianz zu vermeiden ist imo ziemlicher quatsch (es mag sinnvolle Ausnahmen in live games geben) und ich würde das im Internet eigentlich Nie machen.

      Naja, find ich nicht unbedingt. Gerade Fishe hit and runnen einfach zu gerne, als dass ich da jede Edge mitnehmen müsste. Aber das hat natürlich nichts damit zu tun, dass da jetzt jemand gut gegen mich runnt.


      Auf nl50 würd ich einfach quitten und durchatmen, da findeste doch ganz schnell nen neuen Fisch.

      Wenn ich auf nl200 nen wirklich dicken Fisch gefunden habe, der einfach göttlich runnt und ich merke, wie ich immer mehr autopilote, atme ich einfach mal die nächsten 10 Hände durch, spiele sehr sehr tight, schreib mir ohne Ende notes (irgendwie so ein Signal für mich, den autopiloten auszumachen) und dann gehts wieder "normal" ans Werk.
    • Radioghost
      Radioghost
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      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von Peter87
      Edge aufgeben und Varianz zu vermeiden ist imo ziemlicher quatsch (es mag sinnvolle Ausnahmen in live games geben) und ich würde das im Internet eigentlich Nie machen.
      Wenn ich weiß, dass ich ausreichend Hände gegen einen bestimmten Fisch spielen kann um die Varianz auszugleichen ist es natürlich Quatsch, richtig. Aber es gibt ja das bekannte Problem mit dem hit and runnen. Unsere Edge braucht ja bisweilen doch einige Hände um zu greifen und deshalb könnte es vielleicht durchaus Sinn machen, die Gewichtung eher auf wenige "sichere" Gewinne zu legen statt auf viele "riskante" Manöver die summiert zwar einen höheren EV versprechen, aber nicht zum tragen kommen, wenn wir eine 55/45 Situation verlieren und der Fisch abhaut. Das ist zumindest diskussionswürdig finde ich.

      Original von Peter87
      Ich versuche A-Game zu spielen und die optimale Strategie gegen den entsprechenden Gegner zu fahren. Ich änder diese aber sicher nicht, nur weil ich ein paar Stack verloren habe, solange ich davon überzeugt bin, dass meine Plays und meine Strategie gut ist. Varianz gehört halt zum Pokern.
      Das sehe ich genauso, ich wollte aber wissen ob es andere Sichtweisen gibt, die sich mir vielleicht noch nicht erschlossen haben.

      Original von Peter87
      Ich quitte persönlich oft genug fische wegen tilt. Grade im HU ists halt oft !wtf! und dann verballer ich nach dem ersten stack ungern noch ein zweiten; auch wenn villian ein fisch ist. Wenn du aber nicht tiltest seh ich kein Problem.
      Doch, ich tilte auch hier und da. Aber komischer Weise niemals gegen Fische. Ich denk mir halt immer die wissen es nicht besser und kann denen dann nicht böse sein.

      Original von Peter87
      Für mich hörte sich dein Threat halt eher nach Sorgenhotlein an, als nach Strategiediskussion. Das man immer versuchen sollte optimal zu spielen liegt eigentlich auf der Hand.
      Nein, mit Sorgenhotline hat das nichts zu tun. Nur mit Neugier und der Frage ob ich manchmal einfach hilflos zusehen muss, wie das Geld in die falsche Richtung wandert, oder ob es Konzepte gibt die ich noch nicht kenne.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      naja. poker ist ein Spiel mit eher kleinen edges. Selbst gegen Fische. Deswegen seh ich nicht ein, warum ich auf edge verzichten soll. Es ist auch nicht so, dass man nur einen Fisch findet und der immer hit und runnt und man dann 534543 Stunden auf den nächsten warten muss.

      Und dann frag ich mich was ihr konkret verändert um Varianzärmer zu spielen, aber nicht von eurem A-Game abzuweichen. könnt ihr da etwas konkreter werden?
    • BlueCuracao87
      BlueCuracao87
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2007 Beiträge: 7.823
      warum eigentlich nicht gegen solche cs' aufloosen? ich mein wenn sie, sagen wir mal any2 downcallen bis zum river, dann haben wir ja unendlich ev mit jedem hit und können locker den flop aufgeben wenn wir nicht hitten.

      Finde garnich so schlecht gegen solche passiven leute dann loser zu spielen und dann halt wirklich thin valuebetten. die implieds dafür hätten wir allemal
    • Dodadodadodada
      Dodadodadodada
      Black
      Dabei seit: 25.02.2006 Beiträge: 4.459
      Habe irgendwann gegen einen krassen Fisch gespielt, der ca. 10 BB aus seinen Monstern rausholte und mir 100 BB schenkte, wenn ich was Passables traf.
      Also ein ziemlicher Monsterfisch, sehr leicht zu spielen.


      Er war nach einiger Zeit 3 Stacks up ca., ich hatte 0 Chance, konnte nicht mehr, musste pinkeln wie Sau aber wollte ihn busten.
      Nach insgesamt 2 Stunden Quälerei habe ich ihn in 2 Händen gebusted, er ging vom Tisch, ich konnte pinkeln und ich war glücklich.

      Muss man durch und sich nicht vom Emotionen leiten lassen, sondern weiter auf seine Chancen warten und zum richtigen zeitpunkt das möglichst Beste machen.
    • norenore
      norenore
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 2.640
      Schöne Anekdote. :)
    • donbabu
      donbabu
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2008 Beiträge: 175
      Ich hab in den letzten beiden Tagen 6 Stacks gegen solche Kollegen verloren. J10 > QJ auf einem J J 10 Flop und lauter solche netten Setups. Hab dann leider ziemlich die Kontrolle über mein Spiel verloren und viel zu viel geblufftt, obwohl er sowieso schon sehr light runtergecallt hat. Das führt natürlich zu schönen Suckouts auf dem River, wenn ich mal TP hab und durchballer. Ich hätte ihn wohl einfach quitten sollen, aber er hat preflop einfach so schlecht gespielt und war postflop eine Callignstation. Aber ohne die richtigen Karten, tiltet man gegen so einen leider doch recht schnell.
      Hab nun meinen schönen Monat bisher ziemlich versaut und bin fast wieder BE.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von Peter87
      Und dann frag ich mich was ihr konkret verändert um Varianzärmer zu spielen, aber nicht von eurem A-Game abzuweichen. könnt ihr da etwas konkreter werden?
      Naja, Varianz kann man ganz einfach minimieren, indem man z.B. leicht tighter openraised und dadurch z.B. seltener mit Q8 auf einem Q-hi Board valuebetten muss, sondern dann halt öfters mal KQ oder so zur Verfügung hat.
      Das A-Game wird dadurch ja prinzipiell nicht gefährdet, da man die Hände die man spielt ja trotzdem "perfekt" spielen kann. Man gibt halt nur einen Teil seiner Edge in marginaleren Spots auf zugunsten geringerer Varianz.

      Matematisch + Longterm gesehen ist das natürlich dumm Edge aufzugeben, aber ich denke es gibt kaum jemanden, der sich nicht zumindest ein wenig vom aktuellen Lauf beeinflussen lässt. Und da kann ein varianzärmerer Stil schon Sinn machen für den ein oder anderen.
    • Radioghost
      Radioghost
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 4.664
      Original von Dodadodadodada
      Habe irgendwann gegen einen krassen Fisch gespielt, der ca. 10 BB aus seinen Monstern rausholte und mir 100 BB schenkte, wenn ich was Passables traf.
      Also ein ziemlicher Monsterfisch, sehr leicht zu spielen.


      Er war nach einiger Zeit 3 Stacks up ca., ich hatte 0 Chance, konnte nicht mehr, musste pinkeln wie Sau aber wollte ihn busten.
      Nach insgesamt 2 Stunden Quälerei habe ich ihn in 2 Händen gebusted, er ging vom Tisch, ich konnte pinkeln und ich war glücklich.

      Muss man durch und sich nicht vom Emotionen leiten lassen, sondern weiter auf seine Chancen warten und zum richtigen zeitpunkt das möglichst Beste machen.
      Um diesen Satz mal zu untermauern, mal ein Graph von einem gerade beendeten Match (NL50):

    • vincenTTTaa
      vincenTTTaa
      Global
      Dabei seit: 23.01.2007 Beiträge: 4.028
      fische quitten ist nicht euer ernst oder? meine güte reißt euch doch mal n bisschen zusammen ^^
    • Winni
      Winni
      Global
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 2.506
      Jo easy "Man jetzt tilte doch nicht so und spiel wieder ordentlich!" - "Ok!"

      Also mal im Ernst - wenn es schlecht läuft, mich der Typ total nervt und ich nicht mehr gut spiele, hör ich einfach auf. Ansonsten, wenn es noch geht, natürlich versuchen das A-Game beizubehalten.
    • Aehrledikt
      Aehrledikt
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 186
      Genau solche Stiuationen macht das HU-Spiel doch aus. Jeder muss sich da ständig selbst fragen, od er richtig adapted oder vielleicht schon zu stark auf tilt ist, um optimal zu spielen.
      Tilt führt meist zu schlechten Entscheidungen, die im HU meist richtig teuer werden -> quit!
      Ohne Tilt muss man sich einfach nur konzentrieren und weiter gut spielen, dann kommt die Kohle gegen Fische von ganz alleine.

      Und das Hit 'n' Runner-Argument kann ich nur bedingt nachvollziehen. Sklansky meint:"It's all one session." Roulette kann ja auch niemand +EV spielen nur weil er rennt, wenn er vorne ist, und erst am nächsten Tag wieder kommt. Sowohl die Karten als auch die Kugel wissen ja nicht ob es ein neuer Tag oder die gleiche session ist.

      zum Thema Adaption: gegen CSs teste ich eine Menge rum. Z.B.: Wie reagiert der gegner auf
      - Minraises oder 4bb-Raises preflop
      - Minibets bis Overbets postflop
      - große und kleine Raises postflop
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Original von Aehrledikt

      Und das Hit 'n' Runner-Argument kann ich nur bedingt nachvollziehen. Sklansky meint:"It's all one session." Roulette kann ja auch niemand +EV spielen nur weil er rennt, wenn er vorne ist, und erst am nächsten Tag wieder kommt. Sowohl die Karten als auch die Kugel wissen ja nicht ob es ein neuer Tag oder die gleiche session ist.
      Nö. Zählt für HU eben nur bedingt imo.

      Ich hab notes auf n paar Spezialisten, dass sie nach nem halben Stack gewinn ziemlich flott weg sind, aber wenn sie stuck sind gerne noch ne runde länger verlieren. Gegen die Kollegen versuche ich einfach alles, dass sie nicht abhauen, auch wenn das bedeutet, dass ich ne offensichtlich Edge auslassen muss, vielleicht meinen draw mal eher passiv als agressiv spielen muss usw.

      Geht mir ja nicht darum, dass der Fisch mit hit and run +EV spielen kann. Das kann er natürlich nicht. Ich sehe nur teilweise mehr sinn darin, die ersten Hände mit kleinerer Edge gegen ihn zu spielen anstatt wieder auf nen gegner warten zu müssen oder gegen nen anderen villain spielen zu müssen, gegen den mein edge kleiner ist.