BRM bei weniger Tischen auflockern?

    • Voggel
      Voggel
      Silber
      Dabei seit: 12.09.2005 Beiträge: 2.086
      Moin,

      ich war ewig lange der Meinung ich müsste unbedingt einen tollen Status haben und habe deshalb SnGs gemasstabled 16 Tische+. Mir ist dabei aber aufgefallen, dass sich mein Spiel über die Zeit verschlechtert hat und ich schleichend Minus gemacht habe. Deshalb spiele ich jetzt seit ein paar Tagen nur noch 4-6 Tische. Mient ihr, ich könnte mein BRM dann ein wneig looser gestalten? schlieslich spiele ich bei 4 Tischen ja so ziemlich mein A-Game... bei 16+ Tischen hatte ich ein BRM von etwa 100 BI (ab 27$), jetzt bin ich mit den 11$Turnieren neu gestartet... und spiele seit gestern Abend 22$ bei Party... bisher sehr solide (upswing inklusive) reichen 50BI bei 4-tabling?

      Danke für eure Meinung
  • 10 Antworten
    • Cornel80
      Cornel80
      Bronze
      Dabei seit: 15.08.2006 Beiträge: 455
      Sorry, aber was is da für eine dämliche frage...

      BRM ist kein "darf" oder "soll" sondern eine Vorsichtsmaßnahme in einem möglichen Downswing genug Reserven zu haben, um diesen durchzustehen.
      Wenn du dich mit 50BI auf den 22ern wohlfühlst, dann zock sie. Wenn du dich mit weniger dann nicht mehr gut fühlst move down auf die 11er. Da ist es egal, ob du 4tablest oder 16tablest. Dir kann höchstens die Übersicht verloren gehen. Zieh früh genug die Reißleine und steige im Limit ab, wenns eng wird.
      Is doch ganz easy...
    • Voggel
      Voggel
      Silber
      Dabei seit: 12.09.2005 Beiträge: 2.086
      naja, so doof find ich die Frage nich... auch wenn du in manchen Punkten sicher Recht hast. Allerdings ist die Varianz, so denke ich zumindest, beim masstablen höher.
    • testgfd
      testgfd
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2008 Beiträge: 2.019
      Umso mehr du spielst, umso geringer wird die Varianz, umso mehr Tische du spielst umso weniger Konzentration kannst du auf einzelne Gegner verwenden, daher kommt ein schlechteres Spiel, das hat nichts mit varianz zu tun.
    • Voggel
      Voggel
      Silber
      Dabei seit: 12.09.2005 Beiträge: 2.086
      ääh klar.. ich meinte eher die swings...
    • Romance22
      Romance22
      Bronze
      Dabei seit: 28.12.2007 Beiträge: 295
      Es beeinträchtigt die Varianz nicht im geringsten, ob Du an 2 Tischen gleichzeitig verlierst oder an einem Tisch 2x hintereinander.

      Bei weniger Tischen 'swingst' Du nur langsamer, aber geswingt wird unverändert ;)
    • esquilo
      esquilo
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 406
      Je höher die Edge desto geringer die Varianz.
      Bei weniger Tischen kannste dich besser auf die Gegner konzentrieren, hast mehr Zeit für Entscheidungen und machst weniger Fehler.
      Die Varianz wird sich also etwas verringern wenn du weniger Tische spielst.
      Demnach könntest du dein BRM etwas aufloosen, allerdings gibs keine festen Zahlen um wie viel deine Edge größer wird, deshalb solltest du mit dem BRM spielen was dir angenehm ist. Wenn du keine Probs damit hast öfter mal abzusteigen sind weniger Buy ins okay.

      In short: Weniger Tische --> mehr Edge --> weniger Varianz --> weniger Buy-ins
    • tom411
      tom411
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2008 Beiträge: 52
      Ich glaube, dass eine höhere Edge keine geringere Varianz verursacht.

      Die Swings dürften gleich groß bleiben, allerdings spielen sich diese dann im "positiveren Bereich" ab. Das bedeutet, dass du bei deinen Downswings weniger Verluste (möglicherweise sogar noch leichten Gewinn) erleidest und bei Upswings mehr Gewinn hast. Dies trifft zumindest zu, wenn man Downswing als negative Abweichung vom tatsächlichen ROI definiert.

      Das Ergebnis bleibt aber trotzdem das gleiche und du kannst theoretisch dadurch ein looseres BRM fahren.
      Allerdings glaube ich, dass dieser Unterschied relativ minimal sein dürfte.

      50 Buy-ins auf einem Limit sollten meiner Meinung nach genügen, solange man, wenn man unter diese Grenze kommt, auch wirklich wieder auf das untere Limit absteigt.
    • esquilo
      esquilo
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 406
      Ich meine auch nicht die Varianz bei spezifischen Händen. Mit AK gegen 99 wird die Varianz gleich sein, egal wie hoch deine Edge ist.
      Eine höhere Edge hast aber das du öfter + EV Situationen spielst, also mehr Equity hast. Und bei 60:40 Situationen ist es unwahrscheinlicher ins Minus zu geraten also in 55:45 Situationen.
      Die Swings werden übrigens auch kleiner bei höherer Edge, wobei die Swings ja eigentlich die Varianz sind (oder?).
    • tom411
      tom411
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2008 Beiträge: 52
      Das habe ich auch damit gemeint. Bei 60:40 Situationen ist es unwahrscheinlicher ins Minus zu geraten als in 55:45 Situationen.
      Aber das schließt ja nicht aus, dass die Abweichungen vom Erwartungswert (also die Swings) gleich groß sind. In beiden Fällen könnte sich eine Abweichung von 10% ergeben. Daher dann 50:50 und 45:55.
      Die Varianz ist in beiden Fällen gleich groß (10%), aber trotzdem spiel ich bei 50:50 break even und mache bei 45:55 Verlust. Im ersten Fall ist der Downswing also nicht negativ, daher kann ich mein BRM auch looser gestalten.

      Aggressives Bubbleplay dürfte hier ein gutes Beispiel sein. Wenn man durch seine Edge die Bubble gut abused, ist das sicherlich +EV, allerdings wird die Varianz dadurch auch gesteigert. +EV-Spiel und Varianz erhöhendes Spiel haben meiner Meinung nach daher nichts miteinander zu tun.

      Hoffe, du weißt, was ich meine

      Denke übrigens auch, dass man Varianz uns Swings hier gleichstellen kann.
    • 00Visor
      00Visor
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2007 Beiträge: 14.438
      Ich sollte mal nen SnG-Strategieartikel zum Thema Varianz machen. Die Fragen hier hab ich schon vielfach beantwortet. Deshalb nur Cliffnotes ohne Erklärung:

      - Anzahl Tische ist für die Varianz natürlich völlig egal
      - Bei größerer Edge/ROI ist die absolute Varianz nicht kleiner (so gar minimal größer).
      - Aber die relative Varianz ist geringer (weniger "Swings"). Auf 1000 SnGs ist die Standardabweichung ca. 65 BI. Das merkt man mehr, wenn man im Schnitt 30 BI Gewinn macht, als wenn man 100 BI Gewinn macht.
      - Vergesst "Varianz bei spezifischen Händen". Die Varianz hängt von der Payout-Verteilung ab und nicht von der Anzahl Flips, die man eingeht. Wer auf alle 55-45 Spots verzichtet, verliert dadurch soviel Edge, dass er viel wahrscheinlicher Minus macht, als wenn er diese eingeht. (Future Game außen vor gelassen)