NL50 SSS - 18k Hands, solide -2bb/100 Leaks? Pech? Beides?

    • Gurkha
      Gurkha
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 1.287
      Ich spiele seit 18k Händen mal wieder SSS. Habe mich um wieder hineinzukommen auch durch den neuen Content im Strategieforum durchgearbeitet.

      Mein Problem ist: ich komme einfach auf keinen grünen Zweig. Vielmehr ist es so, das ich mit 110 BI auf NL50 gestartet bin und nun innerhalb von 18k Händen über 35 BI gedroppt bin.
      Das große Swings gerade in der SSS normal sind, ist mir bekannt. Allerdings bin ich mir unsicher ob ich tatsächlich einfach nur Pech habe, oder ob ich nicht doch irgendetwas Grundlegendes falsch mache. Mein subjektiver Eindruck ist eher das ich viel Pech habe, aber dieses Gefühl bringt mich ja nicht wirklich weiter in meiner Lern- und Spielentwicklung.

      Aus diesem Grunde habe ich beschlossen hier einige Statistiken und Graphs zu posten. Eventuell sieht ja der eine oder andere gewisse Tendenzen oder sogar offensichtliche Leaks, die er ansprechen kann.

      Vorneweg zusätzliche Infos:
      - ich spiele seit ungefähr 7k Händen nach dem fifty-fifty Chart. Ausnahme sind Blindsteals wenn ich Stats der Gegner habe. Dann steale ich auch looser.
      - vorher habe ich im Grunde nach SHC gespielt.
      - bei Pushes oder AI-Calls spiele ich nicht stur nach 4:1 Regel (usw.) sondern rechne jeweils die benötigte Equity aus und schaue dann in einer selbst erstellten Tabelle nach, ob ich gegen eine angenommene Range von Villain ausreichend gute PotOdds bekomme. (Bei Interesse kann ich die Tabelle ja mal abtippen und posten. Einfach ausgedrückt habe ich für jede Hand 77+, AJ+ und KQ die Equity gegen Ranges von 3%, 5%, 8% und 10% ausgerechnet.)
      - ich spiele i.d.R. 7 - 12 Tische.
      - Standardsessionlänge liegt in etwa bei 2-2,5 Stunden.


      1. allgemeine Stats und Position-Stats:



      Gewinne ich zuwenig ausserhalb der Blinds oder verliere ich zuviel in den Blinds? (oder beides?)

      2. Details-Seite:




      3. EV- und Winnings-Graph:

      - hier vorher noch die bisherigen Winnings/Losses der einzelnen (Haupt-)Starthände
      Hand / Anzahl - Winnings (in BB/100)

      AA / 97 - +2,68
      KK / 67 - +2,18
      QQ / 98 - +1,69
      JJ / 80 - +1,43
      TT / 83 - +0,42
      99 / 80 - +0,21
      88 / 81 - +0,23
      77 / 77 - +0,25
      AKs / 53 - +0,36
      AKo / 108 - +0,36
      AQs / 47 - +0,92
      AQo / 173 - -0,05
      AJs / 53 - -0,05
      AJo / 172 - -0,03
      KQs / 61 - -0,25
      KQo / 172 - -0,21

      - der EV-Graph und der SD-/non-SD-Winnings-Graph:





      Hier erschrecken mich halt derbe meine non-SD-Losses. Die sind doch nicht normal, oder?

      Tja, nach vielen Bildchen und noch mehr Wörtern hoffe ich das ihr mir auf die eine oder andere Art helfen könnt, wieder etwas mehr Vertrauen in das Spiel zu haben. Entweder dadurch, dass ihr mich mit der Nase auf Fehler stoßt oder dadurch, dass ihr mich überzeugt, das mein Down doch nicht unwesentlich der "bösen" Seite der Varianz geschuldet ist.

      Danke schonmal für's durchlesen.
  • 3 Antworten
    • IngolPoker
      IngolPoker
      Black
      Dabei seit: 05.09.2006 Beiträge: 10.467
      du raised zu wenig, 3bettest zu wenig, foldest zu viel auf 3bets, foldest zu viel auf steals

      kurz: an varianz liegts nicht (nur)
    • castaway
      castaway
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2006 Beiträge: 25.945
      Gerade als SSS kannste doch eigentlich viel mehr restealen bzw. loose 3bets einstreuen.
      Hast doch genau das richtige image dafür
    • Gurkha
      Gurkha
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2005 Beiträge: 1.287
      Da ich momentan nur sporadisch im Internet sein kann, kann es etwas dauern bis ich mal wieder poste. Aber offline gehe ich gerade die angesprochenen Situationen in meiner PT-Datenbank durch. Habe zum Thema "fold zuviel auf 3bets" auch schon einen ganzen Teil Hände gefunden über deren Spielweise ich dann gerne eure Meinung hören würde. Die anderen Themenbereiche "zu wenig steals, zu geringer PFR, zu wenig 3bets" werde ich mir anschließend vornehmen.

      Was das Thema "fold to 3bet" angeht habe ich aber trotzdem schon eine Frage: Und zwar, ob meine Vorgehensweise korrekt ist.
      Bisher schaue ich bei einer 3bet gegen mich, welche Equity ich benötige, um bei einem Push oder AI-Call mindestens break-even zu sein. Ich rechne dazu "zu zahlender Betrag"/"(Gesamtpot*0,95). Die 0,95 sind der um den Rake bereinigte Gesamtpot.
      Dann schätze ich ob ich gegen die 3betting-Range des Gegners die benötigte Equity habe. (Ich gebe mir fast nie noch Foldequity, weil der 3bettor gegen meinen Push fast immer mindestens 3:1 PotOdds bekommt und damit eigentlich nie folden kann).

      Möglicherweise gebe ich den Gegnern fast immer zu tighte Ranges, aber in den meisten Fällen sehe ich mich nicht ausreichend Equity zu haben. Als Bsp. wenn ich preflop einen 10$ Stack habe, 2$ raise und vom BB (>20bb) eine 3bet bekomme., benötige ich 40% Equity um zu callen. Die sehe ich aber mit den wenigsten meiner Raise-Hände gegeben.

      Ich muss dazu sagen, das ich die auto-rebuy-Funktion nutze und somit immer automatisch auf 20bb nachkaufe. Sollte ich das lieber sein lassen und lieber manuell ab 15bb nachkaufen um mir in o.g. Situationen bessere Odds geben zu können?