Tiltproblem - Was unterscheidet Poker von anderen Hobbies?

    • mAlti
      mAlti
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      Dabei seit: 04.06.2005 Beiträge: 1.423
      Okay folgendes Problem: Ich habe gerade diese Hand gespielt, Poker Stars Limit Holdem Ring game Limit: $0.25/$0.5 10 players Converter Pre-flop: (10 players) hero is BB with 6:heart: J:spade: UTG calls, UTG+1 folds, UTG+2 calls, MP1 calls, MP2 calls, MP3 calls, CO (poster) checks, Button calls, SB calls, hero (poster) checks. Flop: 5:club: 4:diamond: 7:club: (9SB, 9 players) SB checks, hero checks, UTG checks, UTG+2 checks, MP1 checks, MP2 checks, MP3 checks, CO checks, [color:#cc0000]Button bets[/color], SB calls, hero calls, UTG folds, [color:#cc0000]UTG+2 raises[/color], 4 folds, Button calls, SB calls, hero calls. Turn: J:diamond: (8.5BB, 4 players) SB checks, hero checks, [color:#cc0000]UTG+2 bets[/color], Button calls, SB folds, hero calls. River: 7:spade: (11.5BB, 3 players) hero checks, [color:#cc0000]UTG+2 bets[/color], Button folds, hero calls. Results: Final pot: 13.5BB Denke schon Flop und Turn sind fragwürdig, da ich nicht genau weiß, wieviel Equity ich mit einem Onecardoesd auf einem 2suited Board habe, aber der Rivercall war jawohl absolut überflüssig. Keine Ahnung warum ich unbedingt den Showdown sehen musste, wahrscheinlich war ich einfach nur neugierig. Anschließend merke ich, wie es infolge dieser Hand bei mir im Hinterkopf ständig rumort und ich schlechter und schlechter spiele, bis ich die Session schließlich entnervt nach ~70 Händen abbrechen muss; leider kein Einzelfall :( Jetzt sitze ich hier und versuche zu verstehen, warum mich eine einzige Hand so aus der Bahn wirft. Dabei kommt mir in den Sinn, mal einen Vergleich zu einem anderen wettbewerbsorientierten Hobby, das ich betreibe, zu ziehen, nämlich Tischtennis. Obwohl es beim Sport im allgemeinen ja eher darauf ankommt zu gewinnen, auch wenn man schlecht spielt, ist es hier für mich genau umgekehrt. Ich bin zufrieden, wenn ich gutes Tischtennis spiele, wenn es nicht reicht, oder der Gegner in entscheidenden Situationen ein wenig Glück hat, kann ich das problemlos akzeptieren; zudem kann ich leichte Fehler beiseite schieben und mich auf das Wesentliche konzentrieren. Aber warum kann ich diese "derWegistdasZielMentalität" nicht ohne weiteres aufs Pokern übertragen, obwohl sie da doch viel eher angebracht wäre? Ist es das Wissen, dass ich beim Tischtennis 13 jahre Routine habe und gewisse Fehler nicht wieder vorkommen, wenn ich mich nur genug konzentriere, während ich beim immer wieder Pokern merke, dass ich in gewissen Bereichen einfach (noch) unzulänglich bin? Oder um es anders auszudrücken, tilte ich beim Pokern immer wieder, weil Poker charakterliche Schwächen zum Vorschein bringt, die ich nicht ohne harte Arbeit abstellen kann, und ich kann damit einfach schlecht umgehen? Gedanken zu diesem Thema sind willkommen :) Grüße Malte
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    • NattyDread
      NattyDread
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      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Sehr interessante These, an der meiner Meinung nach was dran ist. Das würde ja auch erklären, warum manche nie tilten, und andere bis in die höchsten Limits mit dieser Schwäche Probleme haben. Also kann es nicht daran liegen, dass man gerade erst angefangen hat... PS: Am Tischtennis liegts auch nicht, denn ich spiele auch und hatte nie ein Tiltproblem :D
    • NattyDread
      NattyDread
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Beim näheren Betrachten bin ich zu folgendem Schluss gekommen: DIE SEITE AUF DER DU SPIELST MUSS SCHULD SEIN ;)
    • Haiku
      Haiku
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      Dabei seit: 08.08.2006 Beiträge: 216
      Wenn ich im Sport verliere, dann nehme ich es ziemlich gelassen hin,daß der Gegner einfach besser war. Hat vielleicht aber tatsächlich mit dem jahrelangen Training und einer gewissen sportlichen Grundeinstellung zu tun. Wenn mich ein Gegner am Tisch austrickst muß ich sogar manchmal schmunzeln. Aber wenn ich wegen meiner eigenen Dusseligkeit vermeidbare Fehler begehe, ärgere ich mich grün- habe dann das Gefühl, das Geld völlig sinnlos zum Fenster hinausgeworfen zu haben.
    • Metzga25
      Metzga25
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      Dabei seit: 30.01.2006 Beiträge: 8.197
      Ich tilte beim Tischtennis wenn mein Gegner ständig Netzroller oder Kantenbälle macht. Diese BAd Beats nerven
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
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      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      Ich glaube fast, nicht nur die Schachspieler haben die nötigen Skills, um zu pokern, sondern die Tischtennisspieler sind die wahren Strategen, die das Pokerspiel revolutionieren werden. Auch tilte gleichermaßen an beiden grünen Tischen ;-)
    • RiverPh0enix
      RiverPh0enix
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      Dabei seit: 11.08.2006 Beiträge: 635
      Original von mAlti Ist es das Wissen, dass ich beim Tischtennis 13 jahre Routine habe und gewisse Fehler nicht wieder vorkommen, wenn ich mich nur genug konzentriere, während ich beim immer wieder Pokern merke, dass ich in gewissen Bereichen einfach (noch) unzulänglich bin?
      Erfahrung ist glaube ich ein wichtiger Punkt. Allerdings würde ich nicht so einfach Poker und Tischtennis vergleichen, da der Luck <-> Skill Anteil doch sehr unterschiedlich ist.
    • kriegskeks
      kriegskeks
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      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Beim Pokern ist halt der Luck Anteil viel höher, als in einigen Sportarten. Wenn du 77:23 vorne liegst und am River dann noch verlierst, trotz korrektem Spiel, ist das halt frustrierend. Im Sport war dein Gegner dann halt meist besser als du, oder du hast einen Fehler gemacht. Ich denk du würdest dich ja auch aufregen, wenn jemand der noch nie im Leben Tischtennis gespielt hat und blind ist, dich besiegt, nur durch Glück. :>
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      Das ist doch genau das Thema! EINEN Punkt kann er durch Glück schon machen, vielleicht auch einen zweiten... (am River ;-) Aber letzendlich gewinnt der, der besser ist. Beim TT wie beim pokern ...
    • kanalratte
      kanalratte
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2005 Beiträge: 2.234
      Original von Schlaflos34 Das ist doch genau das Thema! EINEN Punkt kann er durch Glück schon machen, vielleicht auch einen zweiten... (am River ;-) Aber letzendlich gewinnt der, der besser ist. Beim TT wie beim pokern ...
      nur kanns beim pokern auch mal 100k hände dauern, bis sich dein skill wirklich durchsetzt^^
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      Das ist allerdings wahr... aber da rechne ich beim TT auch noch damit... Irgendwann wird sich mein überlegener Skill auch da noch durchsetzen... Lauter Bad Beats an der Platte...
    • Kampfschildkroete
      Kampfschildkroete
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2006 Beiträge: 1.833
      Ich habe früher auch Tischtennis gespielt und nahm es eigentlich immer relativ gelassen, wenn der Gegner gewonnen hat, da er in den meisten Fällen einfach besser war. Klar gab es auch Fälle, wo ich (meiner Meinung nach besser war) und trotzdem unglücklich verloren habe. "Getiltet" habe ich dann eigentlich nicht, eher ans nächste Mal gedacht und über meine Fehler nachgedacht, es war ja eh nicht mehr zurückzunehmen. Vielleicht gibt Sport einen Vorteil, solche "Bad Beats" besser zu verarbeiten, aber ich denke, dass Tilten vor allem Charakterabhängig ist. Manche nehmen solche "Bad Beats" einfach hin, andere regen sich noch minuten/stunden-lang darüber auf und tilten so (vielleicht auch ganz unabsichtlich).
    • Heiliger
      Heiliger
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.619
      ist doch ganz einfach, beim Pokern kostet dich jede falsche Entscheidung, Geld!!
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
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      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      Ja, aber ja nur Spielgeld ;-) Das hab ich ja auch nicht fest in der Hand... :-) (ganzschnellwegrennundvordenschlägenduck) Aber meinem Gegner kann ich an die Gurgel...
    • ChrisA3
      ChrisA3
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2005 Beiträge: 6.481
      Hehe, ich hab auch 8 jahre TT gespielt und es ist genauso wie beim Pokern: Wenn ich merke ich spiel schlecht, mach dumme Fehler und spiel nicht mein A-Game werd ich sauer und tilte. Wenn ich gut spiele und dennoch verlier ärgert mich das ein wenig, aber je schlechter der Gegner dabei war, desto mehr. Wenn ich mit AA gegen KK am Flop all-in geh und am River kommt der K, dann is das okay. Wenn ich allerdings von nem Idioten, der seinen gutshot auf potsize bets runtercallt am River gebeatet werde und nicht mehr folden kann, nervt mich das doch schon eher ;) Genauso tiltet es mich beim TT auch weniger wenn ich schlecht spiele und jemand der gleich gut is gewinnt gegen mich, als wenn jemand der eigentlich deutlich schlechter ist deswegen gegen mich gewinnt ;)
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Ich habe mich früher schon ein bisschen geärgert wenn ich beim Tischtennis gegen nen vermeintlich schwächeren Spieler verloren hab. Inzwischen sag ich mir aber, langfristig gewinn ich gegen den Fisch, die Rückrunde kommt bestimmt.
    • PsyMaster
      PsyMaster
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 2.219
      Original von Schlaflos34 Das ist doch genau das Thema! EINEN Punkt kann er durch Glück schon machen, vielleicht auch einen zweiten... (am River ;-) Aber letzendlich gewinnt der, der besser ist. Beim TT wie beim pokern ...
      Hey, was soll das?? :P TT ist n belegter Begriff :D
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      Ok, dann halt beim AA oder beim KK... TT ist leichter schlagbar, du hast recht... :) Und wenn du DEN TT meinst, dann kippt der ja von selber um...
    • Sumpfbeeba
      Sumpfbeeba
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2006 Beiträge: 85
      wenn ich beim pokern so tilten würde wie beim TT, wär das schon derbe teuer gewesen :D
    • Schlaflos34
      Schlaflos34
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 48
      sach mal, ihr könnt doch net alle auch tischtennis spielen, oder?
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